Honor 7X im Test: Eine echte Alternative zu Galaxy A5 (2017), Mate 10 Lite und Moto X

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Honor 7X
Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Schon fast traditionell nutzt Huawei Synergieeffekte zwischen seinen Marken und pflegt mit ihnen eine zweigleisige Penetration des Marktes für unterschiedliche Abnehmer. So entwickelte sich Huaweis Selbstbild und die Außendarstellung in den vergangenen Jahren vom China-Handy-Hersteller hin zum Produkteur edler Smartphones mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Honor hat dagegen die preisbewusste Jugend und die Junggebliebenen im Fokus. Reiner Online-Vertrieb und einiges an neuen Marketing-Strategien sind die Markenzeichen der Zweitmarke.

Nun hat ebendiese Zweitmarke mit dem Honor 7X ein Smartphone vorgestellt, das dem Bruder Huawei Mate 10 Lite technisch wie ein Ei dem anderen gleicht. Doch auch optisch hat sich Honor mehr als nur ein paar Details vom Mate 10 Lite abgeschaut.

Design und Verarbeitung

Das Honor 7X kommt im schicken dunkelblauen Metallgewand zum Kunden und kann mit sehr solider Verarbeitung auftrumpfen. Die Front bietet, bis auf recht schmale Balken ober- und unterhalb des Displays, solide und unaufgeregte Design-Kost. Randlos ist das Panel nicht ins Gehäuse eingelassen, wird jedoch von 2,5D-Glas geschützt, das von Corning kommt und auf den Namen Gorilla Glass 3 hört. Der obere Balken beheimatet neben dem Telefon-Lautsprecher die einäugige Selfie-Kamera und eine Benachrichtigungs-LED. Unterhalb des Panels wird die Fläche durch einen „Honor“-Schriftzug eingenommen. Sonst gibt es dort nichts zu entdecken.

Hands-On des Honor 7X

Honor trennt den Metall-Unibody von der Front mit einem dünnen Kunststoff-Rahmen, der eine fühlbare Kante zwischen Display-Schutzglas und Rahmen produziert. Die Finger wandern über die mit einem angenehmen Radius ausgestatteten Rahmen zu den drei an der rechten Seite eingelassenen Taster. Dort wird die Lautstärke und auch die Display-Aktivität mit satten Druckpunkten beeinflusst. Beide Schalter sind dabei gut zu erreichen und ohne erwähnenswerte Spaltmaße in den Rahmen eingelassen.

Ähnlich gut zeigt sich die Verarbeitung des restlichen Gehäuses: Die Fräskanten und Bohrungen sind ordentlich entgratet und auch die Kamera-Einfassung ist nicht ganz so scharfkantig geraten wie beim Mate 10 Lite, jedoch genau so abgefast. Der Fingerabdrucksensor liegt etwas vertieft, weshalb der Finger intuitiv den biometrischen Sensor findet.

Damit geht die Reise auf die Rückseite und deren Optik: Sie ist schlicht und recht emotionslos gehalten. Einzig die Doppelkamera kann einen entscheidenden Akzent setzen. Die beiden Kameramodule stecken in runden Einfassungen, die ein wenig aus dem Gehäuse herausragen. Daneben liegt der LED-Blitz, der etwas in die Ecke gequetscht wirkt. Die ganze Bauteilreihe liegt auf dem Antennenstreifen, der, wie sein Pendant am unteren Rahmen, Ton in Ton zur Gehäusefarbe ausgeführt ist.

Haptik des Honor 7X

Das Anfassgefühl ist annähernd das gleiche wie beim Mate 10 Lite: Die flache Rückseite und die großen Radien am Rahmen wirken zuerst elegant, jedoch rutscht das Honor 7X auch etwas auf der Handfläche herum. Das stellt jedoch kein großes Problem dar, da das Smartphone recht schmal geraten ist und so fest umgriffen werden kann. Damit kommt selten das Gefühl auf, dass es aus der Hand rutschen könnte. Die sonstige Haptik kann sich sehen lassen, schmeichelt allerdings auch nicht der Hand.

Wer auf das gewisse Etwas aus ist, der sollte sich wo anders umsehen, denn das kann das Honor 7 X kaum bieten. Gerade die Kunststoffkante um das Display herum zeigt, dass die Entwickler nicht aus den vollen Schöpfen konnten. Trotzdem liefert das Honor 7X eine solide Leistung ab.

Einzelwertung: 4 von 5 Sternen

Display

Das Honor 7X besitzt ein sogenanntes Full-View-Display im 18:9-Format, dessen Diagonale sich auf gut 5,9 Zoll beläuft. Die Auflösung beträgt 1.080 x 2.160 Pixel. So erreicht es eine Pixeldichte von gut 400 ppi. Damit sollte die Schärfe auf einem ordentlichen Niveau liegen. Das tut sie auch und einzelne Bildpunkte sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. An der Helligkeit gibt es ebenfalls wenig zu beanstanden und auch die Farben poppen wie von Honor-Geräten gewohnt.

Wem die voreingestellte Farbgestaltung nicht passt, kann durch manuelle Einstellungen nachelfen und das Panel in der Grundtemperatur verändern. Ebenso lassen sich ein Nachtmodus und einige Standardeinstellungen manuell anpassen. Nicht einstellbar ist die automatische Helligkeitseinstellung, die mit einiger Zeitverzögerung agiert. Beginnt sie zu regeln, geht es rassant: Die neue Stufe wird in wenigen Augenblicken treffsicher und ohne sichtbare Regelstufen angesteuert.

Honor 7X
Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Dreht man das Smartphone aus dem Lot, also ändert man den Betrachtungswinkel auf das Display, dunkelt das Panel sehr früh um einiges ab, bleibt dann bei der Helligkeit jedoch stabil. Bei den Farben sind kaum Änderungen festzustellen. Ein wenig kälter wirken die Farben in der Schräglage. Das schmälert jedoch nicht die Schärfe und die Ablesbarkeit von Texten oder Grafiken.

Beim Display holt Honor zum Schlag gegen die Konkurrenz aus einem ähnlichen Preissegment aus und zeigt, dass ein tolles Panel nicht nur in Flaggschiffen verbaut sein muss.

Einzelwertung: 4 von 5 Sternen

Ausstattung und Leistung

Als Prozessor kommt beim Honor 7X der Kirin 659 mit acht Kernen zum Einsatz, der sich in der Mittelklasse ansiedelt und eine Taktrate von maximal 2,36 GHz bietet. Er kommt aus eigenem Hause und wird wie die meisten technischen Details auch im Mate 10 Lite verbaut. Hinsichtlich des Arbeitsspeichers wird der Prozessor von 4 GB unterstützt; intern sind 64 GB Fassungsvermögen angesetzt, eine optionale Speicherkarte darf maximal 256 GB fassen. Damit steht hier ein wahres Speichermonster bereit, dass jedoch erstmal dazu aufgepimpt werden muss. Und das geht nicht ohne Verlusste vonstatten: Mit der Speichererweiterung fällt die Dual-SIM-Fähigkeit weg, da sich beide den Hybrid-Slot teilen müssen.

Honor 7X im Benchmark-Test

Die technischen Daten verorten das Honor 7X in der Mittelklasse. Der Benchmark-Test soll zeigen, wie es sich dort leistungstechnisch einfügt. Dabei kommt die AnTuTu-App in der Version 6.2.7 zum Einsatz. Die App spuckt nach den üblichen Grafik- und Leistungs-Tests einen Wert von knapp 61.500 Punkten aus. Damit liegt man bei der Leistung auf einem Niveau mit dem Huawei Mate 10 Lite, das knapp 63.000 Punkte erreichte. Doch nicht nur der Huawei-Konzern hat in diesen Leistungs-Gefilden seine Pflöcke in den Boden getrieben: Mit dem Samsung Galaxy A5 (2017), dem Blackberry Motion und dem Sony Xperia XA1 treiben sich dort große Namen und beliebte Handys herum.

Umfeld Modell Benchmark-Wert
Testgerät Huawei Honor 7X 61.478
 direkte Konkurrenten Sony Xperia XA1 60.538
Motorola Moto G5 Plus 63.626
BQ Aquaris X 63.566
 ehemalige Spitzenmodelle Samsung Galaxy S7 132.648
LG G5 137.548
OnePlus 3T 163.521
 aktuelle Referenz Apple iPhone X 208.752
OnePlus 5 180.641
Nokia 8 175.517

Die Leistung gibt sich in der Praxis als völlig ausreichend auch für etwas anspruchsvollere Anwendungen wie dem Rennspiel „Asphalt 8: Airborne“. Bei Parallelbetrieb kommt das Honor 7X jedoch ab und an ins Straucheln. Uploads, Downloads und gleichzeitiges Screenshotten sowie das Suchen in den Einstellungen zwangen das Honor 7X des Öfteren dazu, eine der Aktivitäten fallen zu lassen. Hier spürt man, dass es sich beim Honor 7X eben nicht um ein Spitzenmodell handelt.

Honor 7X – Benchmark-Werte

Konnektivität

Das Honor 7X ist bei den Verbindungsmöglichkeiten mit vielen, aber bei weitem nicht mit allen Wassern gewaschen. So fehlen ein paar Optionen wie Dual-Band-WLAN oder NFC. Trotzdem bietet Honor hier solide Möglichkeiten, die wohl den meisten Nutzern genügen dürften.

Feature Vorhanden Funktion
HSPA Erweiterung des Mobilfunkstandards UMTS, Down-max. 21 Mbit/s
HSPA+ Erweiterung des Mobilfunkstandards UMTS, Down-max. 42 Mbit/s
LTE Mobilfunkstandard, Down-max 300 Mbit/s, Up-max: 50 MBit/s
USB-OTG Ermöglicht den Anschluss externer Geräte wie USB-Sticks, Festplatten oder Tastaturen
DLNA Standard zu kabellosen Übertragung von Medieninhalten, zum Beispiel auf einen Fernseher
NFC Ermöglicht eine Bluetooth-Verbindung zu einem anderen Gerät durch kurzes Berühren
Kabellose Display-Übertragung Ermöglicht das kabellose Teilen der Anzeige mit einem anderem Gerät (z.B. Miracast/AirPlay/Google Cast)
MHL Erlaubt die kabelgebundene Verbindung über die Micro-USB-Schnittstelle zu einem HDMI-Port
Infrarot-Fernbedienung Ermöglicht den Einsatz als Universal-Fernbedienung
Bluetooth-Version 4.2
WLAN-Standards IEEE 802.11 b/g/n
Qi Ermöglicht das kabellose Laden des Smartphones

Telefon- und Gesprächsqualität

Im Testtelefonat waren wenige Auffälligkeiten zu verzeichnen. Die Software gibt sich hörbar Mühe, Hintergrundgeräusche herauszufiltern und das Gespräch ohne die störende Umgebungs-Geräuschkulisse herüber zu bringen. Der Anrufer beschwerte sich jedoch im normalen Gesprächsmodus darüber, dass der Honor-7X-Nutzer etwas „am Mikrofon vorbei redet“. Dieser Eindruck gibt sich beim Umschalten auf den Freisprechmodus, der für den Gesprächspartner die angenehmere Qualität bietet. Am Smartphone-Ende der Leitung gestaltet sich das etwas anders: Hier ist die Qualität durch den etwas laschen Lautsprecher, der zum Übersteuern neigt, im klassischen Modus besser.

Das Honor 7X liefert bei der Leistung, den Verbindungsmöglichkeiten und der Telefonqualität soliden Standard ab. So kommt es hier zu einer durchschnittlichen Bewertung.

Einzelwertung: 3,5 von 5 Sternen

Kamera

Die Kameraausstattung unterscheidet sich zumindest in Teilen vom Huawei Mate 10 Lite: Die hinterseitige Dual-Kamera ist demnach über zwei Module mit 16 und 2 Megapixeln bestückt, die Frontkamera jedoch nur mit einmal 8 Megapixeln. Damit fällt die Dual-Front-Kamera des Mate 10 Lite weg und der Nutzer muss mit einem Bildwandler klar kommen. Die beiden hinteren Kamera-Sensoren besitzen die gleichen Brennweiten, unterscheiden sich jedoch beim Sensor nicht nur aufgrund ihrer Auflösung. Das Modul mit 2 Megapixeln produziert Bilder in reinem Schwarz-Weiß, was der Nutzer jedoch nicht als einzelne Option auswählen kann. Wie viel ein so schwach auflösendes Bild an Qualität mitbringen würde sei dahingestellt, jedoch kann die Doppelkamera-Option wohl eher als Marketing-Gag gelten, denn als ernstzunehmende Erweiterung eines guten Einzelsensors.

Die Qualität der Ergebnisse wird in der Bildergalerie besprochen:

Honor 7X – Kamera-Testfotos

Die Kamera-App kommt aus dem Software-Regal des Mutterkonzerns und wird in dieser und ähnlicher Form in allen Huawei- wie auch Honor-Smartphones eingesetzt. Dabei zeigt sie sich aufgeräumt und zumeist intuitiv gestaltet. Manche Funktionen wie die generelle Bildanpassung sind jedoch in den Einstellungen versteckt und so nur mit Mühe beim Fotografieren selbst zu ändern. So kann schon einmal das eine oder andere Motiv verpasst werden.

Honor 7X – Kamera-App

Die Kamera des Honor 7X bringt solide Leistungen mit sich, jedoch stellt sie sich bei der Dual-Kamera-Funktion als Blender heraus. Die App kann dagegen gefallen und so erreicht die Kamera-Riege eine gute Wertung.

Einzelwertung: 3,5 von 5 Sternen

Software und Multimedia

Das Honor 7X kommt nicht mit der neusten Version der hauseigenen Benutzeroberfläche EMUI 8 daher, sondern muss mit Android 7.0 und EMUI 5.1 vorlieb nehmen. Mit der 5er-Version hat Honor sein EMUI wieder ein gutes Stück „westlicher“ gemacht und sich dem Android-Erscheinungsbild von Google etwas angenähert. So ist es seit dieser Version beispielsweise möglich, die Bedienung auf einen App-Drawer umzustellen, anstatt die Apps auf diversen Launcher-Seiten präsentieren zu lassen – gerade Umsteiger von anderen Android-Varianten dürften dies zu schätzen wissen. Auch hat Huawei die Timeline-Ansicht in den Benachrichtigungen aufgegeben und die Einstellungen kräftig entrümpelt.

Viele Beigaben – gute und schlechte

Die mitgelieferten Apps versprechen eine große Vielfalt an mehr oder weniger nützlichen Helferlein wie Wetter, Rechner, Rekorder und Taschenlampe über Spiegel und Kompass. Bei der werblichen Bloatware, die unter anderem aus Booking, eBay und drei Gameloft-Spielen besteht, ist man jedoch auch recht großzügig. Auch die Social-Media-Apps Facebook und Instagram sind bereits vorinstalliert, diese „Top-Apps“ dürften viele Nutzer jedoch ohnehin installieren wollen. Somit fallen sie nicht ganz so negativ ins Gewicht, wie die anderen Drittanbieter-Apps. Positiv ist jedoch hervorzuheben, dass diese Apps allesamt deinstallierbar sind.

Honor 7X – Menü und Einstellungen

Die ganze Software wirkt im Gegensatz zu früheren EMUI-Versionen erwachsener und durch die etwas größere Nähe zu Googles Oberfläche auch intuitiver. Die Anpassbarkeit leidet dabei nicht und so ist EMUI 5.1 wie schon bei den anderen Huawei- und Honor-Modellen der näheren Vergangenenheit ein Schritt in die richtige Richtung.

Lautsprecher-Pfui, Musik-App-Hui

Im Multimedia-Bereich bringt Honor wie gewohnt seine leistungsfähige Musik-App ins Spiel und hat zudem ein FM-Radio in das Smartphone integriert. Der Ton lässt sich sowohl über einen Equalizer als auch über verschiedene algorithmische Einstellungen verbessern und an die eigenen Hörvorlieben anpassen. Wer Musik gerne laut hört, sollte jedoch auch hier einen externen Lautsprecher verwenden, denn der verbaute Schallwandler lässt beim Klang deutlich Luft nach oben. Löblich in diesem Bereich ist auch, dass sich die App auf die verwandte Kopfhörerform – In-Ears, Over-Ears und Ohrstöpsel – einstellen lässt. Ein Headset liegt derweil nicht bei.

Honor 7X – Musik-App

Im Software- und Multimedia-Segment erlaubt sich das Smartphone durchaus Schwächen. So müssen Huawei-Kunden mit einer großen Anzahl an Bloatware vorlieb nehmen, auch der eingebaute Lautsprecher lockt niemanden hinter dem Ofen hervor. Dasselbe gilt für das nicht ganz taufrische Android-Betriebssystem.

Einzelwertung: 3,5 von 5 Sternen

Akku

Der Akkutest beinhaltet in den ersten acht Stunden eine aktive Nutzung des Smartphones mit jeweils 30 Minuten spielen, Video streamen, Radio hören und telefonieren. Dazu werden in dieser Zeit Screenshots und Testbilder erstellt, Uploads und Downloads getätigt und im Internet gesurft. Nach der ersten Phase schließt sich eine zweite an, in der die Standby-Zeit von 16 Stunden durchlaufen wird in der nichts mit dem Smartphone getan wird.

 Modell  Kapazität (mAh) Akkustand Verbrauch
Arbeitstag (8h) Nacht im Standby (16h) Intensivtest (8h) Standby (16 h)
direkte Konkurrenz
Huawei Nova 2 2950 64 49 36 15
Samsung Galaxy A5 (2017) 3000 71 53 29 18
Sony Xperia XA1 Ultra 2700 60 52 40 8
ehemalige Mittelklassemodelle
Huawei P10 Lite 3000 51 44 49 7
Honor 6X 3270 69 60 31 9
aktuelle Referenzen
iPhone X 2716 64 57 36 7
Samsung Galaxy S8 3000 58 51 42 7
OnePlus 5 3300 66 46 34 20

Die Nennladung des Akkus beläuft sich beim Honor 7X auf 3.340 mAh – ein Wert, der großzügig bemessen ist und durch eine flotte Aufladung ergänzt wird. Dabei frisst der arbeitsintensive erste Teil des Tests eine Lücke von 35 Prozentpunkten in das Energiedepot und es bleiben folglich 65 Prozent nach acht Stunden Nutzung stehen. In der zweiten Hälfte genehmigt sich der Standby-Betrieb weitere acht Prozentpunkte, womit das Honor 7X am Ende des Tests bei 57 Prozent landet.

Honor 7X – Akkutest

Einzelwertung: 4,5 von 5 Sternen

Fazit

Das Honor 7X bietet fast die gleichen Leistungswerte wie sein teurerer Bruder Huawei Mate 10 Lite und dessen Konkurrenzumfeld wie das Samsung Galaxy A5 (2017), das Motorola Moto X4 oder das Sony Xperia XA1. Soweit, wo unspektakulär. Trotzdem kann das Honor 7X, auch wenn ihm die ganz großen Highlights abgehen, für viele Nutzer interessant sein. Der vergleichsweise günstige Preis und das solide Gesamtpaket, inklusive ein paar Aufwertungen gegenüber der Konkurrenz machen es zu einer echten Alternative. Dabei sind die gute Verarbeitung, das tolle Display und die Multimedia-Funktionen hervorzuheben. Letztere sind jedoch eher in der Software, als in der Hardware zu suchen. Sie führt nämlich die Schwächen des Honor 7X an: Der Lautsprecher quäkt herum und es sind keine Kopfhörer beigelegt. Dazu kommt eine Blenderkamera und einiges an Bloatware.

Gesamtwertung: 4 von 5 Sternen

Honor 7X Testsiegel

Pros des Honor 7X

  • tolles Display
  • starke Software
  • gute Verarbeitung
  • ordentlicher Akku

Contras des Honor 7X

  • scheppernder Lautsprecher
  • etwas zu viele Software-„Beigaben“
  • keine Spitzenleistung
  • wenig Benefit aus der Doppelkamera

Preis-Leistung

Rund 300 Euro, so viel will Honor für das 7X haben und liegt damit im durchschnittlichen Preisbereich der Mittaelklasse. Der Preisverfall hat aber jetzt schon am Angebot genagt und Honor selbst befeuert ihn noch mit Cashback- und Verkaufsssonderaktionen. Es gibt das Mittelklasse-Modell bereits für rund 250 Euro inklusive „Geschenkbox“ und liegt damit in einem Bereich unterhalb vieler Konkurrenten, wie dem Moto X4, dem Huawei Mate 10 Lite oder dem Samsung Galaxy A5 (2017). Bei der gebotenen Leistung kann hier nicht gemeckert werden.

Alternativen

Im Preisbereich des Honor 7X befinden sich so viele Smartphones auf dem Markt, dass schnell die Übersicht verloren geht. Nicht nur eine schier unendliche Anzahl an Modellen von verschiedenen Herstellern, auch die jährlichen Modellpflege-Maßnahmen erschweren die Suche nach guten Alternativen. Die geeignetsten Mittel hierfür sind die Bestenlisten von inside-handy.de, die nach aktuellem Preis aufgeschlüsselt, die besten Smartphones in den unterschiedlichen Preisbereichen aufzeigen:

Bildquellen:

  • Honor 7X: Michael Büttner / inside-handy.de
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Michael Büttner
Michael liebt Technik und ist stellvertretender Chefredakteur bei inside handy. Anderen auch bekannt als der Franke in Bonn, der Macher oder der Handwerker für sämtliche Reparaturen der Redaktion. Nach Praktika bei der Neuen Presse in Kronach, den Nürnberger Nachrichten und dem Systemkamera-Blog, startete Michael bei inside handy und verdient sich seine Sporen vor allem im Hardware-Bereich. Balanciert er mal nicht zwischen Tagesgeschäft, Testgeräten und Co, betätigt er sich ab und an als Jäger im Pokémon-Dschungel. Ein ungewöhnlicher Anblick wäre es dabei nicht, ihm dank seiner Boulder-Fähigkeiten kletternd an einer Felswand zu begegnen. Abseits dessen begeistert er sich für Fotografie, Wanderungen, kulinarische Feste und Blasius Kawalkowski.

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