Martinelli-Virus bei WhatsApp: Kettenbrief sorgt für neue Angst bei Nutzern

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WhatsApp-Icon auf dem Handy-Display neben vielen anderen Apps
Auf WhatsApp treibt derzeit erneut ein vermeintlicher Virus sein Unwesen. Und dabei handelt es sich um keinen Unbekannten: Der unter dem Namen „Martinelli“ viral gegangene, vermeintliche Virus taucht nach einem halben Jahr erneut im Messenger-Dienst auf. Und das steckt hinter der Wiedergeburt von Martinelli.

Schon im Sommer des vergangenen Jahres verbreitete sich rasant eine vermeintlich informative Meldung bei WhatsApp, in der es hieß, dass sich ein Virus über ein Video auf Smartphones schleichen soll. Der Wortlaut des Kettenbriefes lautete damals wie heute:

„Morgen soll ein Video auf WhatsApp kommen, genannt martinelli. Bitte nicht öffnen. Er hackt dein Telefon und kann nicht mehr repariert werden. Auch WhatsApp Gold Updates nicht anklicken. Kam gerade in den Nachrichten und wird als sehr ernst eingeschätzt. Bitte weiterleiten.“

Ein halbes Jahr später kommt Martinelli erneut im milliardenfach genutzten Messenger-Dienst auf. Aufgrund der Unwissenheit, worum es sich bei Martinelli tatsächlich handelt, teilen viele WhatsApp-Nutzer den Kettenbrief auch zu diesem Zeitpunkt wieder vielfach mit ihren Freunden und Bekannten. Allerdings stand schon im Sommer 2018 fest: Bei Martinelli handelt es sich um eine gefälschte Nachricht.

Ein Streich aus dem Süden

Schon im vergangenen Jahr fand man heraus, dass es sich bei Martinelli lediglich um eine Falschmeldung handelt. Weder das in der Nachricht angekündigte Video, noch der Virus treten tatsächlich auf den Tagesplan.

Der Kettenbrief stammt wohl ursprünglich aus Spanien, wie die hiesige Polizei schon im April 2018 herausfand und über Twitter Entwarnung gab.

Kettenbriefe bei WhatsApp: So sollte man sich verhalten

Kettenbriefe als solche sowie auch Falschmeldungen mit vermeintlichen Warnungen über Viren sind keine Seltenheit bei WhatsApp. Auch wenn der Text Nutzer dazu auffordert, die entsprechende Nachricht an Freunde weiterzuleiten, sollte man dem nicht Folge leisten. Stattdessen ist es ratsam, die Nachricht sofort zu löschen und den Absender ebenfalls darüber aufzuklären.

Generell gilt: Ein Virus direkt per WhatsApp-Nachricht auf ein Smartphone zu schleusen ist unwahrscheinlich. Stattdessen versenden die hinter den Kettenbriefen stehenden Kleinkriminelle eher manipulierte Links zu Videos oder Webseiten, die letztlich das Handy infizieren. Sollten Nutzer einen unbekannten Link erhalten, ist es empfehlenswert, sich vor dem Öffnen über den Link im Netz zu informieren, um so potenziellen Gefahren vorzubeugen.

WhatsApp Messenger
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Entwickler: WhatsApp Inc.
Preis: Kostenlos
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Auf Installation von WhatsApp Gold verzichten

Wer WhatsApp nutzen möchte, sollte das nach derzeitigem Stand der Dinge zudem immer in der Standard-Ausführung des Programms tun. WhatsApp-Erweiterungen oder zusätzliche Software ist in der Regel nicht notwendig. Vielmehr bergen Erweiterungen wie WhatsApp Gold, die nicht von WhatsApp selbst stammen, immer die Gefahr, dass zum Beispiel Daten vom Smartphone ausgelesen werden könnten.

Unproblematisch ist es hingegen, die Beta-Versionen von WhatsApp zu nutzen und auch das WhatsApp-Business-Programm lässt sich problemlos und ohne Bedenken nutzen.

Quellen:

Ein Huawei-Logo an einer Feuerstelle

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Simone Warnke
Simone liebt Technik und kann sich heute immer noch für ein Smartphone mit mechanischer QWERTZ-Tastatur begeistern. Wenn sie nicht gerade mit David vor der Kamera steht, im Schnittraum sitzt oder Handys miteinander vergleicht, studiert die gebürtige Aachenerin in Bonn Komparatistik - und vergleicht Bücher. Neben ihrer Leidenschaft für Literatur ist Simone ein Bonvivant. Reicht man ihr leckeren Wein und ein paar Tapas, kann man ihr hin und wieder ein paar Sätze auf Spanisch entlocken. Sollte Simone jemand oder etwas auf die Palme bringen - was in etwa einmal pro Dekade passiert - bleibt sie nur kurz oben sitzen. Und lächelt dabei auch schon wieder.

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