Wikos MWC-Neuheiten im Hands-On: View Go, View Lite und View Max

7 Minuten
Wiko View Go
Bildquelle: Wiko
Mit mehr als 100.000 Besuchern ist der Mobile World Congress weltgrößte Mobilfunkmesse. Darum ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich die meisten Smartphone-Hersteller jährlich in Barcelona versammeln, um ihre Neuzugänge mit der Weltöffentlichkeit zu teilen. Dazu zählen zum einen Giganten wie Samsung, Sony und Nokia, aber auch kleinere und weniger bekannte Unternehmen wie Wiko nutzen das Event so gut sie können.

Nicht ein, nicht zwei, sondern gleich acht neue Smartphones hat der französische Hersteller Wiko im Rahmen des MWC mit der Welt geteilt. Dazu zählen auch die drei Einsteiger-Handys Wiko View Go, Lite und Max, welche bei Wiko allerdings durchaus als Mittelklasse-Geräte durchgehen könnten. Unterhalb der View-Serie platzierte der Hersteller nämlich drei weitere Smartphones, das Wiko Tommy 3, Lenny 5 und Jerry 3. Als High-End-Mobiltelefone wurden hingegen das View 2 und View 2 Pro vorgestellt.

Wirkliche Highlights biet, die untere View-Serie zwar keine, dafür wurden die Geräte nach der neusten Smartphone-Mode gefertigt und können sich in puncto Einführungspreis durchaus sehen lassen.

  Wiko View Max Wiko View Go Wiko View Lite
 
Wiko View Max Vergleichsbild
Bildquelle: Wiko
Wiko View Go Vergleichsbild
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Wiko View Lite Vergleichsbild
Bildquelle: Wiko
Display

5,99 Zoll, 720 x 1.440 Pixel

5,7 Zoll, 720 × 1.440 Pixel 5,45 Zoll, 720 × 1.440 Pixel
Betriebssystem-Version Android 8.1 Oreo
Prozessor Mediatek MT6739WA
Quad-Core / 4 x 1,3 GHz
Mediatek MT6739WW
Quad-Core / 4 x 1,5 GHz
RAM 3 GB 2 GB
interner Speicher 32 GB 16 GB 16 GB
MicroSD ja (128 GB)
Kamera vorne/hinten 13 MP / 8 MP 13 MP / 5 MP 13 MP / 16 MP
Fingerabdruckscanner ja nein ja
Akku 4.000 mAh 3.000 mAh
USB-Port Micro-USB 2.0
Abmessungen (mm) ? 148,8 × 70,7 × 8,5
Farben

Gold, Schwarz

Gold, Schwarz, Rot

Wiko View Go

Das Leichtgewicht innerhalb der neuen View-Serie hört auf den Namen View Go. Genauso wie die beiden anderen Geräte bietet es ein randloses Design – mit einem großen 5,7-Zoll-Display und dem modernen 18:9-Format. Die Auflösung des Bildschirms beträgt allerdings lediglich 1.440 x 720 Punkte, was eine schlechte Pixeldichte von 282 ppi zur Folge hat. Auch beim Speicher kann der Mittelklasse-Einsteiger nicht überzeugen. Hier verbaute der Hersteller einen internen Speicher von lediglich 16 GB, was unter Abzug des Betriebssystems und in Anbetracht großer Apps recht wenig sein kann. Es ist allerdings möglich, den Speicher per Micro-SD-Karte um bis zu 128 GB zu erweitern.

Wiko View Go

Wiko View Go im Hands-On

Das Wiko View Go stellt den Einstieg des in die View-Serie der Franzosen dar und kommt im rundlichen Kunststoffkleid zum Kunden. In der Farbe Rot konnte sich die Redaktion das Handy schon einmal genauer ansehen. Mit dem 5,7 Zoll großen Display könnte man meinen, es handele sich um ein besonders großes Smartphone. Doch aufgrund des Display-Formats im 18:9-Design und vergleichsweise kleinen Flächen um das Panel herum, gerät das Wiko View Go erstaunlich handlich. Dazu kommen die abgerundeten Rahmenteile, die das Smartphone tief in die Hand fallen lassen.

Die Rundungen geraten jedoch auch ein wenig in die Kritik. Charakterstark mit Ecken und Kanten, fühlt sich das Wiko View Go nicht an. Beim ersten Griff vermisst der Nutzer auch den fast schon obligatorischen Findgerabdrucksensor auf der Rückseite. Hier spürt man die Sparzwänge, die sich Wiko auferlegt hat. In die gleiche Kerbe schlägt die Wahl des Materials. Das Gehäuse ist mit einer metallisch glänzenden Farbe versehen, die jedoch bei der Anfassqualität nicht an echtes Metall heran kommt. Der Farbton in sattem Rot kann jedoch gefallen.

Wiko View Go: Hands-On Galerie

Wiko View Lite

Wer ein wenig tiefer in die Tasche greifen will, erhält das View Lite. Besonders Selfie-Enthusiasten sollten den kleinen Aufpreis zahlen, denn die verbaute Frontkamera hat eine Auflösung von 16 Megapixeln, was seinerseits selbst bei Flaggschiff-Smartphones ziemlich selten ist. Die Hauptkamera bietet hingegen erneut lediglich 13 Megapixel und auch die restlichen Daten stimmen größtenteils mit denen des Go-Modells überein. Lediglich die Taktfrequenz wurde ein wenig erhöht (auf 1,5 GHz) und die Displaygröße verringert (auf 5,45 Zoll).

Wiko View Lite

 

Wiko View Lite im Hands-On

Eine Stufe oberhalb des Wiko View Go liegt das Wiko View Lite. Genau genommen ist die Stufe jedoch lediglich 10 Euro groß und das spürt man auch beim Erstkontakt. Der ganz große Unterschied zur Go-Variante bleibt nämlich aus. Trotzdem fühlt es sich trotz kleinerem Display etwas erwachsener an. Besonders der Fingerabdrucksensor und der hier mittig ausgeführte USB-Port zeigen, dass Wiko hier ein paar Euro mehr in die Hand genommen hat. Dazu kommt eine etwas schickere Optik mit glänzenden Highlights an den Kanten des Gehäuses. Das fühlt sich besser an als beim View Go.

Die große Stärke des kleinsten Views ist jedoch seine Kompaktheit: Die Finger umgreifen das kleine Gehäuse spielend und auch die Bedienelemente werden auch von Menschen ohne Pranken locker erreicht. Wer also ein im Trend liegendes 18:9-Display mit möglichst kleiner Gesamtbauweise und einfacher Bedingung zu einem vergleichsweise günstigen Preis erhaschen will, sollte sich das View Lite näher ansehen. 

Wiko View Lite Hands-On

Wiko View Max

Das letzte Smartphone der unteren View-Reihe ist das View Max. Dieses bietet zwar einen größeren Arbeits- sowie internen Speicher als seine direkten Geschwister, taktet dafür mit lediglich 1,3 GHz. Weiterhin wurde hier der Akku auf 4.000 mAh und die Display-Größe auf 5,99 Zoll erhöht. Bei letzterem ist es allerdings eher ein Nachteil, denn die Auflösung beträgt auch hier weiterhin 1.440 x 720 Pixel, woraus sich eine noch schlechtere Pixeldichte von nur 269 ppi ergibt. Dafür bietet das Gerät einen Fingerabdrucksensor und eine Gesichtserkennung.

Wiko View Max

Wiko View Max im Hands-On

Eine ganz andere Richtung gegenüber dem View Lite schlägt das View Max ein: Mit knapp 6 Zoll Displaygröße und einem edlerem Finish kostet es noch einmal 20 Euro mehr und diese spürt man wiederum beim Design: Mit einem glänzenden Finish in der schwarzen und einem matten Überzug in der goldenen Version könnte man es mit teureren Smartphones verwechseln. Doch davor muss es sich noch haptisch den kritischen Händen des Testers stellen. Und hier wird klar, dass es sich nicht um ein Elite-Modell handelt. Doch für den Preis von weit unter 200 Euro gibt es sich ordentlich verarbeitet und mit einer guten Haptik.

Die Größe des Smartphones kann zwar durch das 18:9-Format und abgerundeten Kanten halbwegs kompakt gehalten werden, jedoch spürt man dann doch das große Panel deutlich in der Hand. Mit einer Pranke bedient kann muss des Öfteren umgegriffen werden und auch der Fingerabdrucksensor auf dem Rücken nötigt zur Streckung des Zeigefingers. Die große Stärke des View Max befindet sich laut Wiko jedoch sowieso im Entertainment-Bereich, wobei man beim Display nicht so genau hinschauen darf. Die HD+-Auflösung hat ihre Mühe mit dem riesigen Panel und es wird mehr Wert auf die Größe als auf die Schärfe der Darstellung gelegt. 

Wiko View Max Hands-On

Preis und Verfügbarkeit

Die drei neuen View-Ableger siedeln sich preislich allesamt unter der 200-Euro-Grenze an. Dabei übernimmt das Wiko View Go mit einem Preis von 149 Euro die Führung, während die beiden anderen Geräte für 159 Euro (View Lite) und 179 Euro (View Max) ergattert werden können. Der Marktstart sollte zeitnah erfolgen.

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