Ein großer Schritt in die richtige Richtung

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Telekom StreamOn
Bildquelle: Christian Koch / inside-handy.de
StreamOn, die neue Tarifoption der Telekom, ist eine gute Nachricht für alle Telekom-Kunden, die mit ihrem Smartphone oder Tablet auch unterwegs Filme, Serien und Sportereignisse schauen oder Musik hören möchten. Mit StreamOn bietet die Telekom unbegrenztes Musik und Videostreaming mit Partnern wie Netflix, Youtube und Sky. Zum 1. Mai 2018 präsentierte die Deutsche Telekom nun weitere Partner. 

Über 200 Partner umfasst das StreamOn-Angebot mittlerweile. Dabei sind Anbieter wie Netflix, Deezer, Spotify aber auch zahlreiche Radiostationen, Newsseiten und Magazine dabei. Nachdem bereits die Mediatheken von RTL, Deutsche Welle, Euroasport, n-tv, VOX und dem ZDF verfügbar waren, gilt das Angebot ab dem 1. Mai 2018 auch für die ARD-Mediathek. Diese bietet bietet Filme, Dokus und Serien. Daneben bieten 17 Livestreams die Möglichkeit Das Erste, arte, 3sat sowie die dritten Programme, wie den WDR und NDR. zu schauen. Auch für Freunde des deutschen Schlagers ist mit dem Deutschen Musikfernsehen ein Angebot hinzugekommen. 

Unbegrenztes Musik- und Videostreaming dank StreamOn

Die deutschen Mobilfunk-Anbieter machen sich auf den Weg vom Mittelalter in die Neuzeit. Schon die grenzenlose Flatrate O2 Free ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, die man sich jedoch mit einer Drosselung auf 1 MBit pro Sekunde erkaufen muss – für die meisten Anwendungen ausreichend, für Video-Streaming aber auch wegen der fehlenden LTE-Unterstützung sicher an der Grenze des Erträglichen.

Dass die Telekom ihren Kunden in den hochwertigen Tarifen nun Audio- und Videostreaming ohne Begrenzung und auch in HD anbietet, ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Das Netz des Bonner Marktführers dürfte durch diese Entscheidung ordentlich gefordert werden, was weitere Kosten im Netzausbau auslöst. Gleichzeitig liefert die Telekom ihren Kunden mit StreamOn aber auch ein weiteres Argument für die im Vergleich zur Konkurrenz höheren Preise. Schlecht zu Gesicht steht dem Premium-Anbieter eine solche Offerte überhaupt nicht. Für mobile Binge-Watcher geht an dem Angebot der Telekom in Zukunft kein Weg vorbei.

Gefahr für die Netzneutralität

Wo ist bei so viel Lob der Haken? Das Stichwort lautet Netzneutralität: Ob ein Audio- oder Video-Dienst das kostenlose Streaming im Telekom-Netz in Anspruch nehmen kann hängt vom Verhandlungsgeschick und knallharten wirtschaftlichen Interessen ab. So überrascht es, dass regionale Anbieter wie das Medienportal Sachsen-Anhalt mit dabei sind, wichtige Dienste wie Spotify oder Deezer aber außen vor bleiben. Für die Kunden ist das ärgerlich und für die Anbieter gefährlich, denn ihr Erfolg hängt in Zukunft auch ein wenig davon ab, ob sie sich in das StreamOn-Portfolio der Telekom einkaufen können.

Richtig konsequent wäre es, wenn der Kunde sich bei der Telekom eine Streaming-Option kaufen und anschließend selbst entscheiden könnte, welchen Dienst er nutzt. Die Telekom hat allerdings offenbar Angst vor dem saftigen Preisaufschlag, den das für den Kunden bedeuten würde und macht daher lieber mit jedem Anbieter eigene Deals im Hinterzimmer. Bezahlen wird am langen Ende auf jeden Fall der Kunde – spätestens versteckt in der Rechnung des Streaming-Anbieters.

Hier gibt es alle Details zum neuen Telekom-Angebot

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