Huawei P20 Lite im Test: So schlägt sich der Flaggschiff-Bruder

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Huawei P20 Lite
Bildquelle: Michael Büttner / inside handy
Huawei hat mit der P20-Familie einen Satz Smartphones auf den Markt gebracht, der von der Mittelklasse bis in den High-End-Bereich reicht. Eine Taktik, die von vielen Herstellern genutzt wird. Die Verkaufsargumente der günstigeren Modelle sind immer gleich: Das Smartphone bietet das Flair und große Teile der Ausstattung der Spitzenmodelle zu einem wesentlich günstigeren Preis.

Die technischen Daten des Huawei P20 Lite

Bei den technischen Daten sind einige Einschnitte im Vergleich mit den beiden High-End-Brüdern sichtbar. Hier zeigt sich der Sparzwang Huaweis. So ist der Prozessor schwächer, die Kamera-Ausstattung reduziert, der Speicher kleiner und der Akku nicht so groß. Gerade bei der Speicherkapazität muss jedoch beachtet werden, dass 64 GB für ein Mittelklasse-Smartphone sehr ordentlich sind und beim Arbeitsspeicher sogar die gleiche Kapazität wie beim P20 zum Einsatz kommt.

Eckpunkte der technischen Daten

Huawei P20 Lite Huawei P20
Huawei P20 Lite
Bildquelle: Huawei
Huawei P20
Bildquelle: Huawei
Display 5,84 Zoll, 1.080 x 2.280 Pixel 5,8 Zoll, 1.080 x 2.240 Pixel
Betriebssystem-Version Android 8.0 (Oreo), EMUI 8.0 Android 8.1 (Oreo), EMUI 8.1
Prozessor Kirin 659 Octa-Core (4 x 2,36 GHz, 4 x 1,7 GHz) Kirin 970 Octa-Core (4 x 2,36 GHz, 4 x 1,8 GHz)
RAM 4 GB
interner Speicher 64 GB 128 GB
MicroSD ja (256 GB) nein
Kamera vorne/hinten 16 MP / 16 + 2 MP (Dual-Cam) 24 MP / 20 + 12  MP (Dual-Cam)
Fingerabdruckscanner ja
Akku 3.000 mAh 3.400 mAh
induktives Laden nicht möglich
USB-Port USB 2.0 Typ-C USB 3.1 Typ-C
IP-Zertifizierung keine
Abmessungen (mm) 148,6 x 71,2 x 7,45 149,1 × 70,8 × 7,65
Farben Blau, Schwarz, Gold, Pink Blau, Schwarz, Pink-Gold
Einführungspreis 369 Euro 649 Euro

Unboxing

Die Verpackung hat sich im Vergleich zur früheren Modellreihe nicht geändert, sondern orientiert sich am typischen Design Huaweis. Der Produktname ist somit prominent auf dem Karton aufgedruckt, während das Herstellerlogo kleiner hinter ihm zurücktritt.

Neben dem jeweiligen Gerät legt Huawei in der Regel nur das nötigste in die Box. Hier gibt es neben dem P20 Lite, nur das Ladekabel samt Netzteil, ein SIM-Karten-Werkzeug und Kopfhörer zu finden. Während das Ladekabel angenehm gummiert ist, fassen sich die Kopfhörer nicht sonderlich hochwertig an und verbreiten eher Einsteiger-Flair.

Design und Verarbeitung

Welches ist welches? Bei der P20-Familie von Huawei kann man schon einmal durcheinander kommen. Zumindest auf den ersten Blick zeigen sich alle drei Smartphones vom selben Schlag. So besteht die Gefahr, dass man sie beim oberflächlichen Blick auf die Gehäuse leicht verwechselt. Wird genauer hingesehen, treten jedoch einige Unterschiede zu Tage.

Trotz identischer Design-Sprache ist das Huawei P20 Lite das Smartphone, das Modell, das man noch am besten von den beiden (Hochpreis-)Brüdern unterschieden kann. Das kommt einerseits daher, dass nicht die gleichen High-End-Bauteile integriert sind, zum anderen liegt beim P20 Lite der Fingerabdrucksensor auf dem Rücken statt auf der Vorderseite integriert zu sein.

Huawei P20 Lite

Auf der Front startet auch die optische Reise um das neue Mittelklasse-Gerät. Es besitzt ein Display mit 18,7:9-Format inklusive Notch und dementsprechend schlanken Gehäuse. Das Gehäuse wirkt auch durch die schmalen Ränder um das Panel herum extrem schmal. Oberhalb des Displays und auch an den seitlichen Rändern wird jedoch deutlich, dass die Flächen nicht ganz so klein geraten sind, wie bei den beiden Flaggschiffen P20 und P20 Pro. Unterhalb des Displays befindet sich statt eines Fingerabdrucksensors ein „Huawei“-Schriftzug, der den Nutzer beim Wählen von Telefonnummern daran erinnert, welcher Firma er das Vergnügen des mobilen Kommunikationsaustauschs zu verdanken hat. Die Ecken des Displays sind abgerundet und nehmen somit den nächsten Trend beim Design auf. Die dritte aktuelle Mode, der Einschnitt im Display am oberen Rand, auch Notch genannt, wird gleich mit übernommen. Diese optische Einschränkung ermöglicht jedoch die Unterbringung einer Selfie-Kamera und eines Lautsprechers, obwohl die Frontfläche an der Stelle bis in die Ecken vom Display eingenommen wird.

Materialien

Der Metallrahmen ist wie bei den großen Brüdern abgerundet ausgeführt und wird von der Glasrückseite zum Heck hin begrenzt. Im Gegensatz zu den teureren Brüdern behält sich das P20 Lite den Klinkenanschluss und lässt damit analoge Musikübertragung aus dem unteren Rahmen heraus zu. Daneben finden der USB-Typ-C-Anschluss, ein Mikrofon und ein Lautsprechergitter Platz. Die mechanischen Taster machen es sich allesamt auf der rechten Seite bequem und kommen somit im Setup der ganzen Familie zum Kunden.

Die Rückseite ist von Glas als Material, dem Fingerabdrucksensor und dem Kameramodul geprägt. Der biometrische Sensor wird zentral in das obere Drittel der Fläche gesetzt. Die Kamera prangt in vertikaler Ausrichtung in der oberen linken Ecke. Darunter findet sich der Blitz und die Beschriftung der Dual-Kamera ohne Leica-Anleihen wieder. Ein wenig High-End weht trotzdem durch die Beschriftung. Mit den Angaben „1:2.2/26 ASPH“ entleiht sich Huawei die Beschriftung von Leica-Objektiven und unterstreicht die asphärische Vergütung zumindest einer Linse.

Huawei bietet das P20 Lite in den obligatorischen Farben Schwarz und Blau an. Dazu kommt noch ein sehr softes Rosé-Gold. Dessen Rahmen ist etwas dunkler gehalten und es kommen Highlights am Rahmen zum Einsatz. Diese Designvariante ist mutig, jedoch zeigt sie auch die etwas kleinteilige Bauweise des Huawei P20 Lite deutlicher als ihre Schwesterfarben. So sind beispielsweise Übergänge von einem in das andere Rahmenteil deutlicher zu sehen. Mag man von der Farbe halten was man will, diese Schwäche muss sich das Modell auf die Fahne schreiben lassen.

Hands-On des Huawei P20 Lite

Beim erste Eindruck, den das Huawei P20 Lite in der Hand hinterlässt, fällt sofort das geradezu lächerlich kleine Gewicht des Smartphones (145 Gramm) auf. Trotz des großen Displays mit seiner Diagonale von 5,84 Zoll wirkt das P20 Lite beim Gewicht geradezu zierlich. Gleiches gilt für die Handhabung und die Breite des Mittelklasse-Telefons. Man möchte fast nicht fest zupacken, da man das Gefühl hat, etwas zu zerstören. Trotzdem ist das P20 Lite stabil genug für den alltäglichen Einsatz. Das vermittelt auch die Verarbeitung, die sich auf einem hohen, wenn auch nicht perfekten Niveau befindet.

Unpassende Spaltmaße finden sich kaum, verklebte Übergänge und Ausfräsungen sind sauber. Dazu kommen eine ordentliche Materialwahl die ebenfalls Souveränität ausstrahlt. Man hat es hier also mit einem ausgewachsenen Smartphone und nicht mit einem billigen Abklatsch der Spitzenmodelle zu tun. Damit verfliegt die anfängliche Angst vor der ungewollten Zerstörung recht schnell.

Die Taster und der Fingerabdrucksensor sind auch wegen der kompakten Maße sehr gut zu erreichen. Die angenehm handschmeichelnde Haptik der beiden Flaggschiffe P20 und P20 Pro erreicht das Lite-Modell jedoch nicht ganz. Zu oft bleibt der Finger haptisch an Übergängen hängen und findet auch die ein oder andere Oberfläche, die nicht 100 Prozent zum edlen Auftreten passen will. Das ist keine Verarbeitungs-, sondern eher eine Design-Schwäche, jedoch wird hier auf einem sehr hohen Niveau gemeckert. Auch deshalb kann hier von einem soliden Auftritt gesprochen werden.

Bei Huaweis P20 Lite spürt man die Einsparmaßnahmen gegenüber dem P20 und dem P20 Pro etwas, jedoch befinden sich die Chinesen mit ihrem neuen Mittelklasse-Modell satt im grünen Bereich beim Design und bei der Verarbeitung. Die Haptik kommt nicht ganz mit dem Flaggschiffpärchen mit.

Teilwertung: 4,5 von 5 Sternen

Display

Mit dem Seitenverhältnis von 18,7:9 besitzt Huawei ein eigenes Format, das sich zwischen dem des Samsung Galaxy S9 – 18,5:9 – und dem des iPhone X ansiedelt. Damit ergibt sich eine FHD+-Auflösung von 1.080 x 2.280 Pixeln. Zusammen mit der Bildschirmdiagonale von 5,84 Zoll – damit ist das P20 Lite etwas überraschend das zweitgrößte Modell der neuen P-Generation – ergibt sich eine Pixeldichte von gut 400 ppi und liegt damit in einem Bereich, der nur noch von Display-Gourmets und VR-Junkies kritisiert werden kann.

Mit der Entscheidung, auf das neue Format zu setzen und gleichzeitig die Auflösung beim altbewährten Full-HD-Standard zu belassen, begibt sich Huawei auf dünnes Eis in die Moderne. Die Auflösung wird bei manchen anspruchsvollen Nutzern sicherlich kritisiert werden, auch wenn es im Alltag wenig zu mäkeln gibt. Rein technisch wäre aber noch einiges mehr möglich gewesen.

Huawei P20 Lite – Display-Einstellungen

Doch es zeigt sich wieder einmal, dass eine Full-HD-Auflösung absolut ausreichend ist und das Display scharf und mit realistischen Farben abbildet. Die Blickwinkelstabilität ist auf gutem Niveau und die maximale Helligkeit kommt gegen das sehr helle Umgebungslicht passabel an. Die Bedienung gelingt nicht mehr einhändig. Zumindest dann nicht, wenn man in die oberen Ecken des Displays reichen will. Dafür hat Huawei jedoch einen Einhandmodus implementiert, der mit einem Streichen über die Navigations-Buttons aktiviert wird. So können Links- wie Rechtshänder eine Steuerung ohne Zusatzhand realisieren.

Das Display des Huawei P20 Lite ist mehr als alltagstauglich, jedoch nicht im High-End-Bereich angesiedelt. Den brauchen jedoch 98 Prozent aller Nutzer nicht. Somit lässt Huawei hier noch Raum für Verbesserungen aber keinen für Kritik.

Teilwertung: 4 von 5 Sternen

Ausstattung und Leistung

Wie schon in den vorherigen Generationen der Lite-Version innerhalb der P-Familie von Huawei, wurde dem P20 Lite der High-End-Prozessor genommen und auch an anderen Stellen etwas gespart. Der Fingerabdrucksensor liegt im diesjährigen Mittelklassemodell auf der Rückseite und somit nicht wie bei den beiden Spitzenmodellen P20 und P20 Pro unterhalb des Displays. Dazu wurde bei den Verbindungsmöglichkeiten etwas Gas weggenommen und es kommt statt Bluetooth 5 nur Version 4.2 und statt USB 3.1 Version 2.0 zum Einsatz. Auf den neuen USB-Standard Typ-C wurde jedoch nicht verzichtet.

Verbindungsmöglichkeiten des Huawei P20 Lite

Feature Vorhanden Funktion
HSPA Erweiterung des Mobilfunkstandards UMTS, Down-max. 21 Mbit/s
HSPA+ Erweiterung des Mobilfunkstandards UMTS, Down-max. 42 Mbit/s
LTE Mobilfunkstandard, Down-max 300 Mbit/s, Up-max: 50 MBit/s
USB-OTG Ermöglicht den Anschluss externer Geräte wie USB-Sticks, Festplatten oder Tastaturen
DLNA Standard zu kabellosen Übertragung von Medieninhalten, zum Beispiel auf einen Fernseher (nicht ab Werk vorhanden)
NFC Ermöglicht eine Bluetooth-Verbindung zu einem anderen Gerät durch kurzes Berühren
Kabellose Display-Übertragung Ermöglicht das kabellose Teilen der Anzeige mit einem anderem Gerät (z.B. Miracast/AirPlay/Google Cast)
MHL Erlaubt die kabelgebundene Verbindung über die Micro-USB-Schnittstelle zu einem HDMI-Port
Infrarot-Fernbedienung Ermöglicht den Einsatz als Universal-Fernbedienung
Bluetooth-Version 4.2
WLAN-Standards IEEE 802.11 a/b/g/n/ac
Qi Ermöglicht das kabellose Laden des Smartphones

Benchmark-Test

Um das Kraftpaket des P20 Lite noch einmal zu rekapitulieren: Ausgestattet ist das Smartphone mit Huaweis hauseigenem Chipsatz Kirin 659 mit acht Kernen. Vier Kerne takten mit einer maximalen Geschwindigkeit von 1,7 GHz, während die verbleibenden vier mit bis zu 2,36 GHz arbeiten. Flankiert wird der Prozessor von einem 4 GB großen Arbeitsspeicher, der in dieser Klasse mittlerweile Standard geworden ist. Für Bilder und andere Inhalte stehen dem Nutzer 64 GB interne Speicherkapazität zur Verfügung.

Mit diesem geschnürten Paket zieht das P20 Lite in den AnTuTu-Benchmark-Test, der in der Version 7.0.7 verfügbar ist. Das P20 Lite kommt auf einen völlig akzeptablen Wert von 87.260 Punkten und reiht sich damit in die Gesellschaft von bekannten Smartphones anderer Hersteller ein. Zur Orientierung: Das Huawei P10 Lite kam seinerzeit noch auf 61.115 Punkte – allerdings wurde hier noch mit der nun älteren Benchmark-Version 6.5.7 getestet, woraus sich oftmals deutliche Unterschiede im Wert ergeben. Zudem ist das P10 Lite mit dem Vorgänger des Kirin 659 ausgestattet.

Huawei P20 Lite Benchmarktest
Bildquelle: Michael Büttner/inside-handy.de

Auf exakt der gleichen Welle surft auch Huaweis P Smart, das auf 87.360 Punkte kommt. Zwar besitzt das Smartphone den gleichen Prozessor, ist mit 3 GB RAM und nur 32 GB interner Speicherkapazität jedoch ein wenig schwächer ausgestattet. Minimal schneller sind hingegen das Honor 9 lite, das erst im Januar vorgestellt wurde, sowie das Xperia XA2 von Sony. Zum Vergleich: Während beim Honor 9 lite die exakt gleichen Bauteile wie beim Huawei P Smart hinsichtlich Prozessor und Speicher zu finden sind, setzt Sony beim Xperia XA2 auf den Snapdragon 630 von Qualcomm. Dieser liegt mit einer Taktrate von bis zu 2,2 GHz zwar mit dem Kirin 659 fast gleich auf, im Speicherplatzbereich bietet es jedoch auch weniger als das P20 Lite. Nichtsdestotrotz überholen beide Smartphones das brandneue Huawei-Smartphone: Das Xperia XA2 kommt auf 88.631 Punkte, das Honor 9 lite auf 88.553 Punkte.

An die aktuellen Top-Smartphones wie beispielsweise das Galaxy S9+ von Samsung, das im AnTuTu-Benchmark-Test auf 249.185 Punkte kommt, reicht das P20 Lite freilich nicht heran. Das soll bei einem Gerät der Mittelklasse aber auch nicht der Anspruch sein.

Umfeld Modell Benchmark-Wert
Testgerät Huawei P20 Lite 87.260
 direkte Konkurrenten Nokia 7 Plus  138.440
Sony Xperia XA2 88.724
Samsung Galaxy A5 (2017) 61.515
 ehemalige Spitzenmodelle HTC U11+ 216.125
Huawei Mate 10 Pro 212.419
Razer Phone 208.107
 aktuelle Referenz (Android) Sony Xperia XZ2 Compact 264.971
Samsung Galaxy S9+ 249.185
Samsung Galaxy S9 244.895

Wie immer ist zu beachten, dass Benchmark-Tests lediglich theoretische Werte sind, die einen groben Eindruck von der Leistung eines Gerätes geben. Im praktischen Test zeigt sich, dass das Huawei P20 Lite in allen Alltagssituationen flüssig läuft und kaum Pausen braucht. Einzig bei aufwändigeren Spielen oder bei Kamera-Funktionen, die viel Rechnerei benötigen, zeigt sich, dass hier kein Spitzenprozessor werkelt.

Telefonqualität

Einen starken Auftritt legt das Huawei P20 Lite beim Testanruf auf das Parkett: Klar und deutlich verständigen sich die beiden Testanrufer und können fast keine Kritik äußern. Einzig ein nicht störendes aber bemerkbares Hintergrundrauschen beim Gesprächspartner des Huawei P20 Lite wurde vernommen. Im Freisprechmodus wird der gute Eindruck in weiten Teilen fortgesetzt. Der Lautsprecher könnte aber etwas satteren Sound liefern. Hier hört sich die Stimme des Anrufers doch etwas unnatürlich an. Fehlende Bässe wurden als Grund dafür ausgemacht.

Ein standesgemäßer Prozessor, tolle Ausstattung und eine sehr gute Telefonfunktion lassen das Huawei P20 Lite auch in diesem Bereich Punkte sammeln. Abzüge gibt es jedoch auch: Kein Wasser- und Staubschutz, Einsparmaßnahmen bei den Konnektivitäts-Möglichkeiten und der Hybridslot kosten eine hervorragende Wertung.

Teilwertung: 4 von 5 Sternen

Kamera

Huawei beschriftet sein Kameramodul im P20 Lite im Stile der beiden Brüder P20 und P20 Pro und damit so, wie es Leica bei seinen Objektiven tut. Doch sind die Zahlen kaum mit denen der Modellgeschwister vergleichbar und auch einige Spezialitäten wurden nicht übernommen. So ist die AI-Unterstützung und auch die dritte Kamera des Pro-Modells eingespart worden. Trotzdem kann das Kamera-System als ambitioniert bezeichnet werden, auch wenn ihm die Leica-Zertifizierung fehlt. Zumindest, wenn man sich die vielen Einstellungen und kleinen Helfer in der App ansieht.

Bildqualität und Doppelkamera-Effekte

Das Huawei P20 Lite kommt mit Doppelkamera im Heck und einer hochauflösenden Frontkamera daher. Die Hauptkamera im Rücken des P20 Lite löst mit einem seiner Sensoren mit 16 und mit dem anderen mit 2 Megapixel auf. Damit hat sie wenig mit den tollen Lösungen der restlichen P-Serie zu tun, die schon seit dem P9 mit zwei ausgewachsenen Kamera-Modulen auf der Rückseite ausgestattet sind. Fairerweise muss dabei erwähnt werden, dass die Lite-Varianten der P-Modelle immer mit abgespeckten Kameras daher kamen. Auch das dedizierte Leica-Branding wurde weggelassen. Die zweite Kamera ist also eher eine Stütze für Tiefeninformationen für die 16-Megapixel-Kamera, als ein eigenständig agierendes Modul. Die Beschriftung Huaweis mit „DUAL LENS 1:2,2/26 ASPH“ verrät jedoch schon einiges über die verbaute Hardware. So kommt das Objektiv mit einer 35mm-äquivalenten Brennweite von 26 mm und einer Blende von 1:2,2 zum Kunden. Dazu ist mindestens eine der Linsen des Objektivs asphärisch geschliffen und beugt in der Theorie Abbildungsfehlern vor.

Eine Auswahl der Testbilder, auf denen die Wertung beruht, zeigt die Redaktion von inside handy in der folgenden Galerie. Hochauflösende Fotos finden sich in der Bilderdatenbank des Huawei P20 Lite.

Huawei P20 Lite – Kameratest

Die graue Theorie verlassend, zeigt sich die Kamera des Huawei P20 Lite als treuer Begleiter im Alltag. Poppige Farben und eine gute Schärfe zeichnen sie aus. Bei zweiterem zeigt sich jedoch ein Verlust zum Rand hin. Das kann bei Smartphone-Kameras eher vernachlässigt werden, jedoch ist es doch eine technische Schwäche. Als eine solche zeigt sich auch das lichtschwache Objektiv, das das P20 Lite ab und an zu längeren Belichtungszeiten zwingt als sie beispielsweise die beiden Brüder brauchen. So kann es schon einmal zu einem verwackelten Bild kommen, wo es eigentlich nicht erwartet wird. Bei genügend Licht zeigt sich die Kamera aber fit und auch im Makro-Einsatz gibt sie sich keine Blöße. Die Naheinstellgrenze wäre wie fast bei jedem Smartphone verkürzungswürdig, jedoch erlaubt die Auflösung und die Schärfe einen Beschnitt, der das Objekt etwas mehr in den Mittelpunkt rückt.

Video und Selfies

Videos werden mit dem Huawei P20 Lite mit maximal Full-HD-Auflösung im 16:9-Format erstellt. Die Anpassung des Bewegtbildes geschieht dabei sehr schnell. Ob nun die Schärfe oder die Belichtung angepasst werden muss, das P20 Lite zieht Änderung flink gerade und es wird nichts vermisst. Zumindest wenn man mit „normalen“ Videos zufrieden ist. 4K-Auflösung oder superlangsame Zeitlupenaufnahmen mit bis zu 960 Bildern pro Sekunde, wie es einige Smartphones wie das Galaxy S9, das Sony Xperia XZ2 oder das P20 Pro bieten, sind hier nicht möglich. Der Zeitlupenmodus verfügt über eine Einstellung, die nicht verändert werden kann: VGA mit 480 x 640 Pixeln Auflösung und 120 Bilder pro Sekunde müssen genügen.

Huawei P20 Lite – Selfie-Kamera

Die für viele Nutzer immer wichtigere Frontkamera löst wie die Hauptkamera mit 16 Megapixeln auf und bildet dementsprechend detailliert ab. Die Dynamik bleibt jedoch wie so oft bei Selfie-Kameras auf der Strecke. Ein Fenster hinter dem Objekt zeigt sich oft genug als weiße Fläche ohne dass sich darin noch Informationen der Umwelt befinden. Andersherum wird das Gesicht bei entsprechender Einstellung sehr dunkel und fröhliche Lächeln verschwindet in verschwimmenden Konturen. Trotzdem kann die Selfie-Kamera überzeugen. Sie reagiert schnell auf ihre Umwelt und setzt die Helligkeit zuverlässig und korrekt. Dazu nimmt sie in Full-HD Videos im 16:9-Format auf und bietet mit der AR-Filter-Riege einiges an Spielzeug für experimentierfreudige und Häschenfans. Dass die „intelligente“ Einrechnung von Hintergründen schon bei gespreizten Fingern den Geist aufgibt, enttäuscht jedoch und lässt den Spielspaß sehr schnell abflauen.

Kamera-App: Viel hilft nicht immer viel

Wie schon bei den Selfies angedeutet, steckt die Kamera-App von Huawei nicht nur voller sinnvoller, sondern auch voller unsinniger Funktionen. Ungemütlich wird das wenn die AR-Objektiv-Funktion ins Bild eingreift und nicht direkt abgestellt werden kann, einfach weil die Kamera-App etwas zu wenig intuitiv gestaltet ist. Die Grundfunktionen sind jedoch sehr gut eingebunden und einfach zu bedienen wie auch auszuwählen. Mit einem Wisch nach rechts erscheinen die je nach aktivierter Kamera unterschiedlichen Modi, mit einem Wisch nach links zeigen sich die Einstellungen, die sich ebenfalls auf den Modus anpassen, der gerade aktiv ist. Nach einer gewissen Spielzeit mit den unterschiedlichen Modi, Filtern und AR-Schwindeleien, kommt der Nutzer jedoch immer wieder zur toll arbeitenden Automatik und ab und an auch zum ordentlich bedienbaren Profi-Modus zurück. Dort lassen sich die besten Ergebnisse herausholen und die App hält weniger bunte und überraschende Bildchen bereit.

Huawei P20 Lite – Kamera-App

Die Kamera des Huawei P20 Lite zeigt ihre Stärken im Funktionsumfang und der Bildqualität in Standard-Situationen. Wird es komplizierter, kann der Profi-Modus noch einige Hilfestellungen anbieten. Die Video-Fraktion wird mit dem P20 Lite jedoch nicht glücklich, solange sie nicht nur gute Standardkost haben möchte.

Teilwertung: 4 von 5 Sternen

Software und Multimedia

Huawei lädt auf sein Mittelklasse-Flaggschiff neben Android 8 Oreo auch die hauseigene Software EMUI in der Version 8.1.0. Die Build-Nummer lautet zur Zeit des Tests 106 (C432). Sie wird sich jedoch mit jedem Sicherheits-Patch oder jeder System-Aktualisierung ändern. Neben dem Betriebssystem und der Nutzeroberfläche schaffen es noch diverse eigene Software-Helfer und Drittanbieter-Apps auf das Smartphone aus China.

Insgesamt kosten die Vorinstallationen rund 12,5 GB des Festplattenplatzes. Bei den verbauten 64 GB stehen damit noch 51,5 GB zur Verfügung – genug Platz für Bilder, Videos, weitere Apps und Dokumente. Trotzdem ist die Menge an Drittanbieter-Apps etwas zu viel und Huawei bleibt sich in dieser Hinsicht im negativen Sinne treu. Schon beim Test des Huawei P20 Pro wurden die Zusatz-Apps kritisiert. Und auch auf dem Huawei P20 Lite wird die Vorinstallation von ebay und booking.com mit Punktabzug bestraft. Dazu hat Huawei die Videobearbeitungs-Software Quik vorinstalliert. Nutzerfreundlich ist dabei, dass sich die Apps von außerhalb des eigenen Kosmos deinstallieren lassen.

Huawei P20 Lite – Menü und Einstellungen

Die hauseigene Software kann mit allerlei nützlichen Anwendungen punkten. Doch auch hier gibt es einen kleinen Aufreger: Die App „Spiegel“ hätte man sich hierzulande schenken können. Deren Funktion beschränkt sich darauf, einen Rahmen um das Bild der Selfie-Kamera und beim Pusten in das Mikrofon einen „Dunstschleier“ auf der Display-Oberfläche einzublenden. Man kann ihn dann per Fingerwisch partiell entfernen und legt somit das Spiegelbild wieder frei. Trotz dieses Ausrutschers kann das Software-Paket durchaus gefallen. Dopplungen halten sich trotz des eigenen Software-Umfelds in Grenzen. Zwei E-Mail-Programme und zwei Musik-Player haben es trotzdem auf das Handy geschafft.

Die Individualisierung des Huawei P20 Lite gelingt sehr gut. So kann das P20 Lite zwischen einem Modus mit und einen ohne App-Drawer wechseln. Dazu verschönern unterschiedliche Animationen die Übergänge zwischen den Startbildschirmen. Selbst definierbare Hintergründe und unterschiedliche Homescreen-Layouts runden hier das Paket ab.

Sound mit Höhen und Tiefen

Bei der Multimedia-Leistung zeigt sich das Huawei P20 Lite unausgegoren. Dabei gibt es sehr positive Ansätze. Die Musik-App ist toll designt und trotz einer kleinteiligen Funktionsanordnung intuitiv zu steuern. Doch hier gibt es schon die erste Falltür: Um die Sound-Einstellungen wie Equalizer oder die 3D-Audioeffekte zu steuern, muss man die App verlassen und die allgemeinen Einstellungen aufrufen. Dazu kommt, dass die Einstellungen nur mit verbundenen Kopfhörern funktionieren. Damit ist eine haptische Verbindung über den Klinkenausgang gemeint. Bluetooth-Kopfhörer zählen für Huawei nicht zu den beeinflussbaren Audio-Ausgangs-Geräten.

Somit muss beispielsweise auf die mitgelieferten kabelgebundenen Kopfhörer zurückgegriffen werden. Sie sollten jedoch – vorausgesetzt man will wirklich Musik hören und nicht nur ab und an eine Sprachnachricht abhören – ausgetauscht werden. Die Hartplastik-Ohrhörer sind nicht ergonomisch geformt und wirken, auch wegen der billigen Kabelfernbedienung, nicht hochwertig. Der maximal durchschnittliche Sound der kleinen Krachmacher drückt sich entsprechend unkommod ins Ohr des Nutzers und macht dadurch wenig Freude. Die andere Seite der Hardware, sprich der Außenlautsprecher des Huawei P20 Lite, kann ebenfalls nicht mit einer hochwertigen Klangqualität überzeugen. Er spielt jedoch laut und kann eine kleine Gruppe durchaus für die Länge eines Liedes beschallen. Der fehlende Bass und die ab und an überspitzten Höhen muss dabei jedoch gekonnt überhören. Stereo-Lautsprecher gibt es nicht. Der Sound des Huawei P20 Lite wird lediglich vom im unteren Rahmen eingelassenen Treiber erzeugt.

Die gefällige Software des Huawei P20 bietet sehr viele nützliche Funktionen und kleinere Schmankerl. Die Bloatware lässt sich deinstallieren und die Dopplungen halten sich in Grenzen. Die Multimedia-Leistung jedoch kann nicht gefallen und führt zu einigen Abwertungen.

Teilwertung: 4 von 5 Sternen

Akku

Der Akkutest beinhaltet in den ersten acht Stunden eine aktive Nutzung des Smartphones mit jeweils 30 Minuten spielen, Video streamen, Radio hören und telefonieren. Dazu werden in dieser Zeit Screenshots und Testbilder erstellt, Uploads und Downloads getätigt und es wird im Internet gesurft. Nach der ersten Phase schließt sich eine zweite an, in der die Standby-Zeit von 16 Stunden durchlaufen und in der nichts mit dem Smartphone getan wird.

Huawei P20 Lite – Akkutest

Nach der ersten Testphase mit einer intensiven Nutzung konnten noch 52 Prozent im Energiereservoir verbleiben. Damit bewegt sich das Huawei P20 Lite eher im Durchschnitt des Marktes. Damit ist das P20 Lite nicht gerade ein Akkuwunder. Der Verbrauch über Nacht und innerhalb der 16-Stunden-Phase, beläuft sich auf 8 Prozentpunkte. Hier liegt man im unteren Durchschnitt und die Redaktion empfiehlt in dieser Zeit den Stromsparmodus zu nutzen. Damit lassen sich noch einige Prozentpunkte sparen, die am zweiten Tag der Nutzung entscheidend sein können.

 Modell  Kapazität (mAh) Akkustand Verbrauch
Arbeitstag (8h) Nacht im Standby (16h) Intensivtest (8h) Standby (16 h)
Testgerät
Huawei P20 Lite 3000 52 44 48 8
direkte Konkurrenz
Nokia 2
4100 72 58 28 14
Lenovo K6
3000 65 49 35 16
Huawei P8 lite
2200 49 29 51 20
ehemalige Spitzenmodelle
Samsung Galaxy S8 3000 58 51 42 7
Huawei P10 Plus 3750 47 44 53 3
Sony Xperia XZ1 Compact 2700 65 49 35 16
aktuelle Referenzen
iPhone X 2716 64 57 36 7
Samsung Galaxy S9+ 3500 66 56 34 10
Nokia 8 3090 71 65 29 6
OnePlus 5T 3300 72 59 28 13

Teilwertung: 3,5 von 5 Sternen

Fazit

Das Huawei P20 Lite ist ein Mittelklasse-Smartphone wie es sich viele wünschen: Das Design des Flaggschiffs Huawei P20 Pro steht dem Spar-Modell hervorragend und auch das neue Display zeigt sich als Blickfänger. Dazu eine Leistung und Ausstattung, die wohl nur absoluten Heavy-Usern nicht reichen sollte. Die Kamera kommt nicht mit den Spitzenmodellen mit, stellt aber eine stabile Mittelklasse-Alternative bereit.

Die einzigen echten Schwachpunkte liegen beim Verbrauch beziehungsweise der Akkuleistung. Und bei den Multimedia-Fähigkeiten. Bei ersterem befindet man sich auf einem durchschnittlichen Niveau, das von einigen Konkurrenten übertroffen wird. Bei zweiterem ist man bei der Hardware sogar etwas unter dem Durchschnitt unterwegs, was etwas enttäuscht im Angesicht des sonst guten Komplettpakets. Trotzdem bleibt vom Huawei P20 Lite ein sehr positiver Eindruck übrig, der sich auch nach einigen Tagen des Benutzens nicht schmälert.

Huawei P20 Lite Testsiegel

Gesamtwertung: 4 von 5 Sternen

Pros des Huawei P20 Lite

  • starkes Design und tolle Verarbeitung
  • ausladende Software-Ausstattung
  • stabile Kameraleistung
  • gute Telefonqualität

Cons des Huawei P20 Lite

  • schwache Multimedia-Hardware
  • durchschnittlicher Akku

Preis-Leistung

370 Euro verlangt Huawei für das P20 Lite. Der Handel dagegen gibt sich schon jetzt etwas bescheidener und verlangt meist 40 Euro weniger. Damit ist der Preis auch fair. Wer also ein Huawei P20 Lite für um 300 Euro ergattert, kann sich auf eine tolles Preis-Leistungs-Verhältnis einstellen. Der Einführungspreis hatte es dagegen in sich und war noch etwas zu hoch angesetzt – trotz High-End-Design und Flaggschiff-Feeling.

Alternativen

Im Preisbereich des Huawei P20 Lite, der sich aktuell von 320 bis zum UVP von 370 Euro aufspannt, befinden sich so viele Smartphones auf dem Markt, dass schnell die Übersicht verloren geht. Nicht nur eine schier unendliche Anzahl an Modellen von verschiedensten Herstellern, auch die jährlichen Modellpflege-Maßnahmen erschweren die Suche nach geeigneten Alternativen. Die geeignetsten Mittel hierfür sind die Bestenlisten von inside handy, die nach aktuellem Preis aufgeschlüsselt, die besten Smartphones in den unterschiedlichen Preisbereichen aufzeigen:

Doch es gibt auch etwas aus dem Markt herausragende Smartphones, die dem Huawei P20 Lite auf der Jagd nach Kunden gefährlich werden können. So sollte sich der interessierte Mittelklasse-Fan auch die folgenden Alternativen ansehen:

Wer die Dual-SIM-Funktion als Hauptkaufgrund hat, sollte sich noch die folgende Aufstellung der Redaktion von inside handy ansehen:

Huawei P20 – Die Familie im Blick

Huawei hat neben dem P20 Lite noch weitere P-Modelle vorgestellt und die Redaktion von inside handy hat sich auch sie angesehen. Dazu wurden schon die ersten Vergleiche angestellt und alle Details der Familie in einem Vorstellungs-Artikel erläutert.

Huawei P20 Lite Dual-SIM

Bildquellen:

  • Huawei P20 Lite: Michael Büttner / inside handy
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Ein iPhone X wird im Café zum Bezahlen an ein Kartenlesegeröt gehalten

Apple Pay: Deutsche Banken wollen Girokarte anpassen

Apple-Nutzer in Deutschland mussten lange darauf warten. Doch nach vier Jahren ist Apple Pay nun auch hierzulande verfügbar. Dennoch macht der kontaktlose Bezahldienst noch ein wenig Probleme und ist beispielsweise noch nicht mit der normalen EC-Karte kompatibel.
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Michael Büttner
Michael liebt Technik und ist stellvertretender Chefredakteur bei inside handy. Anderen auch bekannt als der Franke in Bonn, der Macher oder der Handwerker für sämtliche Reparaturen der Redaktion. Nach Praktika bei der Neuen Presse in Kronach, den Nürnberger Nachrichten und dem Systemkamera-Blog, startete Michael bei inside handy und verdient sich seine Sporen vor allem im Hardware-Bereich. Balanciert er mal nicht zwischen Tagesgeschäft, Testgeräten und Co, betätigt er sich ab und an als Jäger im Pokémon-Dschungel. Ein ungewöhnlicher Anblick wäre es dabei nicht, ihm dank seiner Boulder-Fähigkeiten kletternd an einer Felswand zu begegnen. Abseits dessen begeistert er sich für Fotografie, Wanderungen, kulinarische Feste und Blasius Kawalkowski.

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