Huawei P9 mal anders: Das 400-Euro-Spitzenmodell

Datum: 09.09.2016 | Wertung: 80% | Produkt: Huawei Honor 8
Honor 8
Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Honors neues Spitzenmodell will mit den Mitteln des Huawei P9 eine junge Zielgruppe erreichen und muss dafür den Preis und damit auch die Technik verschlanken. Die Diät wirkt in beiden Fällen: Ob Honor dabei Huaweis P9 gesundschrumpft oder tothungert, zeigt der Test von inside-handy.de.

Honor hat mit dem Honor 8 ein schon bekanntes Smartphone auf den europäischen Markt geworfen und das sogar in doppelter Hinsicht: Einerseits wurde das Honor 8 in Asien und den USA schon vor einiger Zeit vorgestellt und ist deshalb bestens bekannt, andererseits kennt man die technischen Daten schon vom Huawei P9, dem Schwestermodell aus dem eigenen Mutterhaus Huawei.

Der große Unterschied der beiden Smartphones liegt im Design, dem ein oder anderen Detail in der Ausstattung und vor allem beim Preis. Der ist Honor-typisch recht aggressiv niedrig angesetzt. Zwar überspringt man mit knapp 450 Euro beim 64-GB-Modell locker die magische Marke von 400 Euro, jedoch bietet man vergleichbare Technik wie die Konkurrenz - beispielsweise LG, SamsungHTC oder auch Sony – und ist trotzdem locker einige Euro günstiger.

Design und Verarbeitung

Das Design und die Haptik des Honor 8 gefallen dabei auf Anhieb: die Glasrückseite und der Metallrahmen bilden mit dem 2,5D-Glas auf der Front einen symmetrischen Aufbau und lassen das Honor 8 wie aus einem Guss wirken. Der Rahmen ist bei der Farbgestaltung etwas von der Rückseite abgesetzt, was einen interessanten Kontrast zur Folge hat. Das Metall wirkt gegenüber den extrem spiegelnden und glänzenden Rücken des Smartphones fast schon matt, was allerdings zu gefallen weiß.

Ecken und Kanten sucht man vergebens. Das Honor 8 ist an jedem Punkt rund gelutscht und ohne Auffälligkeiten. Das mag manchen Nutzer gefallen, andere werden es als langweilig abtun. Die einzigen fühlbaren Erhebungen bilden die seitlichen Taster. Der Rest des Smartphones ist wie aus einem Stück. Nur der Fingerabdrucksensor ist etwas in die Rückseite eingelassen, weshalb er sich im ersten Eindruck auch immer sehr schnell finden ließ. Die beiden Kameraaugen dagegen sind wie schon beim Huawei P9 völlig im Gehäuse verschwunden und nahtlos mit dem Rückdeckel verschmolzen. Eine kleine Kerbe gibt es noch: Der zweifarbige LED-Blitz ist ebenfalls nicht vom Glasrückdeckel überzogen. Hier hat sich Honor für eine silberne Einfassung entschieden, die nicht aus dem Glas herauslugt, jedoch eine spürbare Vertiefung bildet.

Honor 8 Hands-On

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    Das Honor 8 im Hands-On
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    Das Honor 8 im Hands-On

Bei der Haptik wirkt das Honor 8 wie schon das Design vermuten lässt: Es bietet keine Aufreger, ist ein Handschmeichler und könnte dem ein oder anderen Zeitgenossen doch schnell mal aus der ungeschickten Hand rutschen. Dafür kann es kaum verbogen werden und zeigt sich von der stabilen Seite. Die Taster lassen sich gut erreichen und besitzen satte Druckpunkte.

Das Design des Honor 8 ist schlüssig, wie aus deinem Guss und durch die komplette "Durchfärbung" jedes Bauteils eine schicke Alternative. Die Verarbeitung lässt ebenfalls nicht viel Kritik zu. Trotzdem gibt es etwas zu meckern: Das Glas auf der Rückseite ist sehr schmutzanfällig und man hat sich am runden Design schnell satt gesehen. Dazu kommt, dass es recht wenig Grip bietet, was bei einem Glas-Gehäuse schnell zu fatal ausfallenden Stürzen führen kann.

Wertung: 4,5 / 5

Display

Huawei und Honor machen bei den Displays ihrer Spitzenmodelle keine Unterschiede: Das Honor 8 leiht sich also das Display des Huawei P9 aus und baut wie der edle Bruder auf 5,2 Zoll Diagonale und eine Full-HD-Auflösung. Damit erarbeitet er sich 424 ppi und eine ganz ähnliche Wertung wie das P9.

Der einzige echte Kritikpunkt lautet: Für VR-Brillen, in denen das Honor 8 eingelegt wird, reicht die Auflösung nicht aus. Alle reinen Smartphone-Funktionen und im Alltag abgerufene Leistungen nimmt das Display mit Leichtigkeit. Die Farben sind dabei ebenfalls auf der Höhe der Zeit, auch wenn sie nicht ganz so kräftig sind, wie vergleichbare AMOLED-Displays, können sie mit natürlicher Darstellung punkten. Alle Unterschiede in den verschiedenen Display-Technologien bietet das Display-Spezial von inside-handy.de.

Honor 8

Die Helligkeit des Panels, sowie die automatische Helligkeitsregelung befinden sich oberhalb des Gesamtmarkt-Durchschnitts, jedoch nicht auf High-End-Niveau. Der Unterschied ist jedoch in der Praxis wieder nur schwer erkennbar. Die Automatik packt flott zu und regelt ohne Ruckler in die korrekte Helligkeitsstufe. Dabei könnte sie ein wenig schneller agieren, jedoch genügt die Geschwindigkeit für den Schritt in den Kinosaal ohne lange im Rampenlicht des eigenen Telefons zu stehen.

Das Honor 8 ist ein Vernunft-Display wie es im Buche steht. In der Praxis leistet es sich keine Schwächen. Trotzdem ist noch Luft nach oben: Andere Hersteller verbauen QHD- oder sogar UHD-Displays, wodurch die Auflösung des Honor 8 schon fast altbacken wirkt.

Wertung: 4,5 / 5

Ausstattung und Leistung

Im Honor 8 kommt der hauseigene Prozessor HiSilicon Kirin 950 zum Einsatz und damit nicht die aktuelle Generation Kirin 955. Dafür fällt der Arbeitsspeicher satt aus: 4 GB Kapazität sollten für genug Puffer sorgen, damit laufende Prozesse und Parallelbetrieb auch flüssig abgefrühstückt werden können. Die Hauptrecheneinheit wird um den Grafikchip Mali-T880 MP4 ergänzt, der auch im Huawei P9 für flüssige Darstellungen sorgt.

Beim Benchmark-Test wurde der standardisierte Test des Anbieters AnTuTu in der Version 6.2.1 zu Rate gezogen. Der auf Grafikleistung getrimmte Test spuckt beim Honor 8 eine Punktzahl von 88.026 Zählern aus. An die absolute High-End-Klasse, die hier im sechsstelligen Bereich punkten konnte, reicht das Smartphone mit dem Eigenbau-Chipsatz, nicht ganz heran. Im Alltagsgebrauch wirkt sich der Unterschied allerdings nicht wesentlich aus. Lediglich bei sehr anspruchsvollen Anwendungen und bei Parallelbetrieb verschiedener Funktionen spürt man einen Unterschied zur Konkurrenz. Diese kommt zum Teil auch aus demselben Haus: Legt man das Benchmark-Testergebnis zu Grunde, findet sich das Honor 8 im unmittelbaren Nähe des Huawei Mate 8 wieder. Etwas darüber liegen dann Huaweis aktuelle Flaggschiffe P9 und P9 Plus, sowie das HTC One M9. Etwas stärker entpuppt sich der Prozessor im Honor 8 laut Test als jener im Sony Xperia X, im Motorola Moto X Force und im Huawei Nexus 6P. Damit kann er in der Oberklasse auch Konkurrenzmodelle hinter sich lassen. Trotzdem wird hier nicht Gourmet-Leistung präsentiert, sondern eher stabile Hausmannskost mit einem Schuss Champagner.

Honor 8 AnTuTu Benchmak-Test Screenshots

Bei der Ausstattung wurde nicht gekleckert, sondern das große Kreuz gemacht: 3D-Fingerabdrucksensor, NFC, Dual-SIM oder Speichererweiterung und USB-Typ-C-Anschluss bilden das Rückgrat für einen gelungenen Auftritt.

Verbindungsmöglichkeiten des Honor 8

Feature Vorhanden Funktion

HSPA

▲  Erweiterung des Mobilfunkstandards UMTS, Down-max. 21 Mbit/s
HSPA+ ▲  Erweiterung des Mobilfunkstandards UMTS, Down-max. 42 Mbit/s
LTE ▲  Mobilfunkstandard, Down-max 150 Mbit/s
USB-OTG ▲  Ermöglicht den Anschluss externer Geräte wie USB-Sticks, Festplatten oder Tastaturen
DLNA ▲  Standard zu kabellosen Übertragung von Medieninhalten, zum Beispiel auf einen Fernseher
NFC ▲  Ermöglicht eine Bluetooth-Verbindung zu einem anderen Gerät durch kurzes Berühren
Kabellose Display-Übertragung ▲  Ermöglicht das kabellose Teilen der Anzeige mit einem anderem Gerät (z.B. Miracast/AirPlay/Google Cast)
MHL ▼  Erlaubt die kabelgebundene Verbindung über die Micro-USB-Schnittstelle zu einem HDMI-Port
Infrarot-Fernbedienung ▲  Ermöglicht den Einsatz als Universal-Fernbedienung
Bluetooth-Version ▲  4.2
WLAN-Standards ▲  802.11ac/a/b/g/n, 2.4G/5G
Qi ▼  Ermöglicht das kabellose Laden des Smartphones
Dual-SIM ▲  Ermöglicht den Betrieb von zwei SIM-Karten parallel

Die Qualität beim Telefonieren liegt auf einem guten Niveau. Einziger Kritikpunkt im normalen Telefon-Modus ist, dass der Sound etwas dumpf herüber kommt. Beim Freisprechen klingt der Lautsprecher etwas überfordert und das Mikrofon könnte ebenfalls einen Tick lauter und klarer aufnehmen. Hier wird jedoch auf hohem Niveau gemeckert, was in der Praxis wenig Auswirkungen hat.

Die Leistung stimmt und die Ausstattung ist umfangreich. Trotzdem reicht es nicht zur Top-Wertung. Der Grund: Das Hybridfach schränkt die Funktionalität von Dual-SIM und Speichererweiterung ein, die Telefonqualität könnte besser sein und die Prozessor-Leistung ist nicht auf High-End-Niveau.

Wertung: 4 / 5

Kamera

Das besonders herausstechende Schmankerl des Honor 8 befindet sich nicht in der Ausstattungsliste, sondern im Datenblatt der Kamera. Hier wird, mit kleinen Abwandlungen, die Kamera des Huawei P9 verwendet. Honor verzichtet jedoch auf den Leica-Markennamen und kommuniziert nach außen auch nicht, dass die Kamera in Zusammenarbeit mit dem deutschen Traditionshersteller entstanden ist. Wie groß nun der Einfluss von Leica auf die Honor-Kamera wirklich ist, wird wohl ein Geheimnis des Huawei-Konzerns bleiben.

Die Doppelkamera besteht im Detail aus zwei 12-Megapixel-Sensoren und zwei Objektiven. Beide Kameras können so alleinstehend Fotos erzeugen, sollen sich jedoch im Honor 8 gegenseitig unterstützen. Während der eine Sensor als herkömmlicher Farbsensor ausgeführt wird, wird beim zweiten Sensor auf die Farbfilter verzichtet. Damit sind mit ihm nur Aufnahmen in Schwarz-Weiß möglich, jedoch besitzt er dadurch einen besseren Kontrast und kommt mit weniger Licht aus der Umgebung klar.

Die Ergebnisse sind, wen wundert es, nahe an denen des Huawei P9, allerdings gibt es leichte Unterschiede, die jedoch im Alltag wenig ins Auge fallen. Mit der Bildqualität bewegt man sich bei genügend Licht auf ganz sicherem, bei wenig Licht auf immer noch akzeptabel sicherem Niveau.

Honor 8 - Kameratest

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    Die Kamera des Honor 8 ...
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de
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    ... mit jeweils 12 Megapixel auflösen.
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Die Kamerabilder in voller Auflösung

Die große Einschränkung in Sachen Kamera liegt beim Honor 8 gegenüber dem Huawei P9 darin, dass keine reinen Monochromaufnahmen erstellt werden können. Der Schwarz-Weiß-Sensor ist hier nur als reiner Lakai des Farbsensors angestellt und fristet ein Leben im Hintergrund und für den Hintergrund: Er ist dafür verantwortlich, dass beispielsweise eine Blenden-Simulation bis zu 1:0,95 funktioniert und so der Hintergrund gewollt unscharf gemacht werden kann.

Die Foto-App des Honor 8 unterscheidet sich in einigen Punkten von der des Huawei P9. So ist der Monochrome-Modus verschwunden und Schwarz-Weiß-Bilder sind nur über die Filtereinstellungen zu erreichen. Dazu gibt es eine Unterteilung zwischen dem Automatik- und dem Pro-Modus. Er ist zwar schicker gestaltet als beim Huawei P9, jedoch auch etwas weniger geradlinig und übersichtlich. Trotzdem können die App und der Funktionsumfang überzeugen. Besonders die zum Teil manuell einstellbaren Video-Optionen sind ein gesondertes Lob wert.

Honor 8

Zwei Dinge stören etwas den Fotogenuss beim Honor 8: Der kastrierte Monochromsensor und die insgesamt etwas unterdurchschnittliche Leistung, wenn man sie mit den anderen Spitzenmodellen in diesem Jahr vergleicht. Das Problem: Unter der nicht ganz herausragenden Qualität hatte das Huawei P9 auch zu leiden, konnte es aber mit fantastischen Monochrome-Aufnahmen abfedern. Das kann das Honor 8 nicht.

Wertung: 4,5 / 5

Software und Multimedia

Honor baut auf Android 6.0 und EMUI in der Version 4.1. Schon beim ersten Betreten der Homescreens wird deutlich: Ganz ohne Zusatzsoftware lässt einen Honor nicht stehen. Öffnet man allerdings die einzelnen Ordner kommen nicht nur produktivitätssteigernde Software-Häppchen zum Vorschein. Gleich sieben Spiele werden von Honor vorinstalliert und auch die sozialen Medien sind zu weiten Teilen schon von Beginn an auf dem Honor 8 zu finden. Für manchen mag das eine Erleichterung sein, da man Facebook, Twitter und Co. nicht extra installieren muss, für viele fängt die Arbeit nach dem Einrichten des Smartphones erst an. Gut dabei: Die Bloatware lässt sich sehr einfach deinstallieren.

Ein weiterer Ordner beinhaltet nicht nur Bloatware, sondern hilfreiche Werkzeuge für den täglichen Gebrauch. Dateimanager, Diktiergerät und Infrarotfernsteuerung sind nicht in allen Handys installiert und stellen somit einen echten Mehrwert dar.

Honor 8 Menü und Einstellungen

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    Honor installiert beim 8 Android 6.0 und ...
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de
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    ... EMUI 4.1 als eigene Benutzeroberfläche.
    Bildquelle: Michael Büttner / inside-handy.de

Die Software von Honor stellt den versierten Nutzer vor wenige Probleme, der unerfahrene Anwender wird jedoch ab und an ein wenig länger suchen, wenn er bestimmte Einstellungen verändern möchte. Der Wegfall des App-Drawers hilft auch wenig, die Übersicht zu behalten.

Die Multimediasektion wird von einem einsamen Lautsprecher auf der Unterseite des Honor 8 angeführt und durch eine etwas schmale Musik-App ergänzt. Sie ist zwar schick gestaltet, jedoch werden Hörer, die ihrer Musik einen individuellen Klang durch beispielsweise einen Equalizer geben möchten, enttäuscht: Neben der manuellen Anpassung der Frequenzen fehlen auch voreingestellte Modi, die zumindest eine grobe Anpassung der Musik ermöglichen würden. Die Kopfhörer sind ebenfalls nicht das Gelbe vom Ei. Die Hartplastik-In-Ears klingen passabel, sind jedoch anpassungsfähig wie eine Bahnschiene. Ergebnis: Drückende Ohrstöpsel und nach außen dringender Schall – beides unangenehm.

Die Software kann im großen und ganzen gefallen, die Multimedia-Sektion weniger. Kann man über die Bloatware noch hinwegsehen, sind die Kopfhörer und die Musik-App aber mit deutlich zu wenig Liebe entwickelt worden.

Wertung: 3,5 / 5

Akku

Mit einem Full-HD-Display und der rabiaten Software dürfte beim Akku mit 3.000 mAh eigentlich nichts schief gehen. Tut es auch nicht, zumindest nicht gewaltig. Nach der achtstündigen Intensivbelastung mit jeweils 30 Minuten Telefonieren, Spielen, Radio hören und Video streamen, sowie einer Foto-Session und einigen Up- und Downloads stehen im Test noch 59 Prozent auf der Uhr. Ein ordentlicher, wenn auch nicht phänomenaler Wert.

Honor 8

Nach weiteren 16 Stunden im Standby konnte sich das Honor 8 noch 50 Prozent behalten und schwimmt so in der Masse der Smartphones am Markt mit, ohne Spitzenwerte zu erzielen. Die Möglichkeit, den Akku mittels Huaweis eigenem Schnelllade-Standard mit Energie zu versorgen gleicht in der Bewertung die feste und nicht wechselbare Bauweise aus. Damit wird aus der Akkuleistung des Honor 8 ein rundes Paket, das zwar keine absolute Spitzenklasse, aber ordentlichen Durchschnitt bietet.

Wertung: 4 / 5

Fazit

Das Honor 8 ist von den groben technischen Merkmalen her auf den ersten Blick ein Klon des Huawei P9 und muss sich an ihm messen lassen. Dass es nicht ganz das Niveau des edlen Bruders erreicht, liegt in den Details der Ausstattung begründet. Es erreicht im Alltag nicht ganz die Performance des Bruders, der Akku hält weniger lange durch und der Monochrome-Sensor der Kamera lässt sich nicht einzeln nutzen.

Das Honor 8 hat jedoch echte Stärken: Beispielsweise ist eine Dual-SIM-Funktion in dieser Hardware-Klasse immer noch sehr selten und auch die Ausstattung ist überdurchschnittlich vollständig. Dazu kommt ein hochwertiges und außergewöhnliches Metall-Glas-Gehäuse, das gut verarbeitet ist. Das Display und die Softwareausstattung können sich ebenfalls sehen lassen, ohne den großen „WOW“-Effekt zu erzielen. Damit hat Honor ein schickes Gesamtpaket geschnürt, das sich in der Oberklasse etablieren wird.

Gesamtwertung: 4 / 5

Honor 8

Pros des Honor 8

  • schickes Design und gute Verarbeitung
  • effektvolle Doppelkamera
  • günstiger Preis

Contras des Honor 8

  • Keine reinen Monochrom-Bilder
  • Dual-SIM und Speichererweiterung nicht gleichzeitig nutzbar
  • oft stabile, aber durchschnittliche Leistungen

Preis-Leistung

Honor ist Huaweis Marke für junge Leute und Junggebliebene. Auch deshalb positioniert Honor sein Smartphone ein großes Stück unterhalb der Preise der Konkurrenz: Für knapp 400 Euro wird eine milde abgespeckte Version des Huawei-Flaggschiffs präsentiert, die es in vielen Bereichen mit den Spitzenklassemodellen wie Samsungs Galaxy S7, LGs G5 oder dem HTC 10 aufnehmen kann. Dass die Gesamtleistung dann doch nicht vollends reicht, um die Spitzenmodelle zu überholen liegt vor allem an kleineren Einsparungen, die dem Preis geschuldet sind.

Nichtsdestotrotz ist das Honor 8 ein von Natur aus ordentliches Gesamtpaket zum fairen Preis. Wer also Spitzenmodell-Technik für unter 400 Euro sucht, wird hier sicherlich fündig. Dazu kommt, dass Honor immer wieder Verkaufsaktionen startet, in denen das Honor 8 verbilligt oder mit dem einen oder anderen Zusatz angeboten wird. Dann wird das Smartphone für Sparfüchse noch interessanter und sollte in jedem Fall auf die Liste von preisbewussten aber anspruchsvollen Nutzern.

Honor 8 Alternativen

Die Alternativen des Honor 8 sind in mindestens drei Einteilungen zu klassifizieren. Wer unbedingt auf aktuelle Spitzenklasse-Technik setzt und wem das Geld etwas lockerer in der Tasche liegt, der kann sich die folgenden aktuellen Spitzenmodelle etwas genauer ansehen. Sie stellen auch die besten Kameras am Markt, womit man bei der Suche nach einem Kamera-Spezialisten an ihnen kaum vorbei kommt:

Wer etwas sparen, jedoch nicht auf Spitzentechnologie verzichten will greift zu den Vorgängern der aktuellen Flaggschiffe am Markt. Außer beim iPhone 6 sind die Preise zum großen Teil drastisch eingebrochen und zur Zeit werden zusätzlich die Lager für die neuen Modelle geleert. Hier lassen sich also schicke Geräte häufig zum Schnäppchenpreis abstauben.

Wem die letztgenannten Geräte zu alt sind und lieber auf ein modernes Smartphone setzt, jedoch sein Geld nicht unbedingt alleine den Handy-Herstellern in den Rachen werfen will, der ist in der Mittelklasse gut aufgehoben. Hier liefern sich die Hersteller einen Preiskampf und geizen dabei nicht mit High-End-Bauteilen und edlem Design. Dabei muss zwar ab und an ein Kompromiss eingegangen werden, jedoch sind die Einschränkungen meist übersichtlich.

Autor: Michael Büttner

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