Schneller Ausbau bei O2: Jede Stunde ein neuer LTE-Sender

3 Minuten
Ein Mobilfunk-Sendemast vor blauem Himmel
Bildquelle: Thorsten Neuhetzki / inside handy
O2 wird nicht müde, zu betonen, wie schnell der eigene Netzausbau in diesem Jahr vorankommt. 10.000 neue LTE-Sender will der Anbieter in 2019 in Betrieb nehmen – die ersten 2.200 senden bereits.

Wie Telefónica Deutschland, der hinter O2 stehende Netzbetreiber, mitteilt, habe man nach 900 neuen LTE-Standorten im Februar im Folgemonat März 800 Standorte mit LTE versorgt. Dabei handelt es sich jeweils um Sendestandorte, die in der Regel mit jeweils drei Sektoren beziehungsweise Antennen ausgestattet sind. Die insgesamt im ersten Quartal errichteten 2.200 Sender sind einerseits neue LTE-Sender. Andererseits handelt es sich aber auch um Standorte, bei denen neue Frequenzen und somit weitere Kapazitäten hinzugekommen sind.

Der O2 Netzausbau erfolgte gleichermaßen in Städten wie Berlin, wo es vor allem um weitere Kapazitäten geht, aber auch in der Fläche. So versorgt O2 erstmals das schleswig-holsteinische Mustin (Landkreis Herzogtum-Lauenburg), das hessische Biebergemünd oder das Eifeldorf Hamich (Kreis Düren) mit LTE. Auch touristische Gebiete wie die Gemeinde Eschenlohe im Loisachtal vor der Zugspitze, Simmersfeld im Nordschwarzwald oder Friedrichskoog an der Nordseeküste seien nun mit O2 LTE versorgt.

Mehr Kapazität für Großstädte

Aufrüstungen und erweiterte Kapazitäten gibt es jetzt vor allem für Kunden in Berlin, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Dresden, Dortmund, Frankfurt, Essen, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Leipzig, Ludwigshafen, Mannheim, München, Nürnberg und Stuttgart. Auch Verkehrswege wie die A7 haben nach Angaben von O2 ein schnelleres Netz bekommen. Ebenso seien Funklöcher gestopft worden.

Nach Rechnung von O2 bedeutet die Anzahl von 2.200 Sender im ersten Quartal, dass pro Stunde ein neuer oder aufgerüsteter LTE-Standort ans Netz geht. Rund um die Uhr. Wer genau nachrechnet, der kann das annähernd bestätigen. Rein rechnerisch sind es 24,7 Sender pro Tag, die O2 bis Ende März auf- oder umgebaut hat.

Das muss O2 beim LTE-Ausbau beachten

Der Ausbau eines bestehenden GSM-Sendemasten zu einem LTE-Sender ist nicht über Nacht gemacht. Wie Marcus Thurand, bei O2 zuständig für den jetzt laufenden Ausbau, beschreibt, hat der Anbieter dabei eine Menge zu beachten. Parallel zu einer Entwurfsplanung des Standortes müsse man sich mit dem Vermieter des Standortes und der Gemeinde abstimmen. Genehmigungen der Bundesnetzagentur müssen her. Bei signifikanten Änderungen benötigt O2 sogar eine neue Bewertung der Statik sowie eine Genehmigung des zuständigen Bauamts.

Damit der Standort mit LTE senden kann, installieren die Techniker vor Ort neues Equipment. Zusätzliche Antennen sorgen außerdem für eine neue Verkabelung der Technik. Teils muss auch die Klimatisierung erneuert werden. „Herausfordernd ist dabei häufig die Koordination, beispielsweise wenn wir einen Kraneinsatz inklusive Straßensperrung anmelden müssen, um die neue Technik auf das Dach zu bringen“, beschreibt Thurand.  „Für diesen Zeitpunkt muss alles stimmen – Timing, Genehmigung, Equipment, Ressourcen und sogar das Wetter.“ Bevor die LTE-Station final senden kann, müssen noch die erforderlichen Daten in die Station eingespielt und Tests durchgeführt werden. Erst dann ist die neue Antenne bereit, Anmeldungen der Smartphones mit einer O2-SIM-Karte entgegegenzunehmen.

 

Deine Technik. Deine Meinung.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen

VERWANDTE ARTIKEL