Glasfaser von der Telekom: Baubeginn für 7.200 Kilometer FTTH

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Telekom beginnt neues FTTH-Projekt im Landkreis Rostock
Bildquelle: Deutsche Telekom
Über 44.000 Haushalte, 6.100 Unternehmen und 573 Verwaltungsstandorte, Schulen, Feuerwehren, Behörden und Institutionen in über 70 Kommunen – die Telekom startet in einer sehr ländlichen geprägten Region den FTTH-Ausbau.

Im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern haben jetzt die Bauarbeiten begonnen. Das Ziel der Telekom: Noch in diesem Jahr die ersten Haushalte an das Glasfasernetz anschließen. Dabei ist zu betonen, dass es sich nicht um eine Glasfaserausbau bis zum Kabelverzweiger handelt, sondern einen Ausbau, bei dem die schnelle Leitung bis in die Wohnung der Kunden geht.

250 Millionen Euro Bauvolumen

Mit mehr als 7.200 Kilometer Glasfaser, über 1.100 Kilometer Tiefbau und fast 850 neue Glasfaser-Verteiler sorgt die Telekom nach eigenen Angaben bis Mitte 2021 im gesamten Ausbaugebiet für höhere Bandbreiten. Wenn das Netz beim Kunden ausgebaut ist, kann dieser Datenraten von bis zu 1 Gbit/s buchen. Das Auftragsvolumen für die Breitbanderschließung beträgt insgesamt 250 Millionen Euro, welche größtenteils durch Fördermittel von Bund, Land und Kommunen finanziert werden.

Insgesamt verzeichnete der Landkreis Rostock im Jahr 2016 eine Einwohnerzahl von 213.945. Das macht deutlich, dass nicht der komplette Landkreis Glasfaser-Leitungen bekommt. Es geht primär um die bisher unterversorgten Regionen.

Neben dem Projekt im Landkreis Rostock hat die Telekom mittlerweile weitere FTTH-Ausbauprojekte in Ostdeutschland. Dabei geht es um den Landkreis Vorpommern-Rügen, im Landkreis Bautzen und den Landkreis Nordsachsen.

Wann lohnt sich VDSL und wann Glasfaser?

FTTH ist gegenüber einem VDSL-Ausbau als Zwischenschritt hin zu Gigabit-Anschlüssen vor allem dann wirtschaftlich sinnvoll, wenn es sich um sehr zersiedelte Gebiete handelt. Dann kann nämlich ein VDSL-Kasten, der ebenfalls mit Glasfaser angeschlossen werden muss, nur eine handvoll Haushalte erreichen. In diesen Fällen entschließt sich die Telekom oftmals, direkt Glasfaser bis zum Kunden zu verlegen. Generell hält sie aber weiterhin am Ausbau von VDSL fest, da sie der Auffassung ist, dass sie so schneller mehr Kunden mit Bandbreiten von 50 bis 250 Mbit/s versorgen kann. Erst in einigen Jahren soll dann konsequent der Glasfaser-Ausbau in ganz Deutschland folgen.

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