CES 2019: So hat das Smartphone den neuen Mercedes-Benz CLA beeinflusst

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Der Mercedes-Benz CLA Coupe
Bildquelle: Mercedes-Benz
Auf der Consumer Electronics Show 2019 (CES) spielen Autos eine wichtige Rolle. Neben neuen Start-Ups stellten auch etablierte Hersteller ihre Ideen und Innovationen rund um das Kraftfahrzeug der Zukunft vor. Teilweise wurden sogar komplett neue Modelle auf der Messe in Las Vegas vorgestellt - so zum Beispiel von Mercedes-Benz. Das CLA Coupé soll nicht nur besonders leistungsfähig, sondern auch besonders schlau sein. Einen Anteil daran hatte unter anderem das Smartphone.

Mercedes-Benz hat auf der CES 2019 den neuen CLA Coupé vorgestellt. Das Auto richtet sich vor allem an junge Fahrer, unter anderem in den USA. Dementsprechend verbaut der Stuttgarter Autobauer auch viele smarte Technik. Indirekte Sprachbefehle, Augmented Reality und die Benutzeroberfläche Mercedes-Benz User Experience (kurz: MBUX) sind mit an Bord. Letztere wurde erstmalig 2018 auf der CES in Las Vegas vorgestellt. Mit dem neuen CLA-Modell feiert das erste große Update seine Premiere.

Smartphone-Technik im Auto: OTA und Cloud

Dass es ein Jahr nach der Original-Software schon eine aktualisierte Version für die Benutzeroberfläche gibt, verdankt der CLA dem Smartphone – zumindest teilweise. Im Gespräch mit inside handy auf der CES gab Mercedes-Benz zu erkennen, dass die zeitnahe Aktualisierung von Board-Computern mittlerweile eine vom Kunden erwartete Dienstleistung ist: „Das Smartphone hat schon sehr viel im Bereich des Autos geprägt“, erklärt Georges Massing, Bereichsleiter Connected Services User Interaction bei Mercedes-Benz. „Unter anderem, wie wir Autos heutzutage bedienen. Aber auch beim Thema Updates war das Handy Takt angebend.“

So habe sich mit der Verbreitung des modernen Smartphones auch die Akzeptanz gegenüber Updates verbreitet: „Die Leute haben sich an Aktualisierungen „over the air“ (OTA) gewöhnt. Das heißt, dass sie immer aktuelle Anwendungen sowie darüber hinaus neue Funktionen für ihre Geräte und ihr Auto erwarten.“ Diese Anforderung habe Mercedes-Benz jetzt unter anderem beim neuen CLA Coupé aktiv in Angriff genommen: „Beim neu vorgestellten CLA-Modell bieten wir neue und verbesserte Funktion als noch bei der A-Klasse von 2018 an, obwohl in beiden Fahrzeugen der gleiche Boardcomputer verbaut ist.“ Aber auch bei der Nutzung der Cloud und der Verarbeitung von Daten hätten Smartphones eine große Rolle im Automobil-Bereich gespielt, so Massing.

Das Cockpit des Mercedes-Benz CLA CoupeQuelle: Mercedes-Benz

„Zwischen uns und der Konkurrenz gibt es einen erheblichen Unterschied“

Ein weiterer Bereich, in dem Mercedes-Benz mit dem CLA Coupé verstärkt auftritt, ist die Kategorie der Sprachassistenten. Während MBUX anfänglich schon über einen digitalen Assistenten verfügte, wurde die Benutzeroberfläche im neuen Auto nun noch einmal erheblich verbessert. Darüber hinaus ist bei dem neuen Modell auch Amazons Alexa mit an Bord. Damit folgt Mercedes-Benz dem Auto-Startup Byton, das ebenfalls auf Alexa setzt. „Es gibt aber einen wichtigen Unterschied zwischen uns und anderen Herstellern“, fügt Massing hinzu. „Wir haben unser eigenes System und bieten Amazon Alexa vor allem als Extra an, um das Leben der Kunden zu erleichtern.“ Andere Hersteller setzen ausschließlich auf Lösungen von Drittanbietern.

Trotz neuer und verbesserter Funktionen im CLA Coupé bleibt Mercedes-Benz zurückhaltend bei der Implementierung von innovativer Technologie: „Wir versuchen Neuerungen nur dann zu verbauen, wenn sie etwas für Tante Emma bringen. Sprich: Der normale Nutzer soll verstehen, warum wir uns dazu entschieden haben, die Technik zu nutzen“. Das war unter anderem beim Touchscreen der Fall. Erst als man das Gefühl hatte, die Bedienung möglichst leicht und intuitiv gestaltet zu haben, wurde das Feature verbaut. So vermeidet man auch, zu viele Funktionen zu implementieren, gibt Massing zu erkennen. „Ich sage immer: Die Technologie ist da, um uns zu helfen – und nicht anders herum.“

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