Samsung möchte innovative Technik zuerst in die Mittelklasse bringen

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Samsung Galaxy A8 (2018)
Bildquelle: David Gillengerten / inside handy
Beim iPhone X war es der Steg, beim Samsung Galaxy Note 9 ein Bluetooth-Stift und eine Triple-Kamera beim Huawei P20 Pro: Innovative Hardware sowie Software im Mobilfunk-Bereich werden nahezu immer im Rahmen einer Flaggschiff-Präsentation enthüllt und können meist nur zusammen mit ebenjenem High-End-Gerät erworben werden. Es ist eine etablierte Vorgehensweise, die Samsung nun aber ändern möchte.

Für Smartphone-Käufer, die vergleichsweise neue Technologien zu einem guten Preis ergattern wollen, gibt es im Großen und Ganzen nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie warten, bis das High-End-Gerät günstiger wird oder sie kaufen ein neues Mittelklasse-Modell mit Vorjahres-Highlights. In beiden Fällen sind die Innovationen bereits mindestens ein Jahr alt – von neu kann hier also nahezu keine Rede mehr sein. An ebendieser Stelle möchte DJ Koh, Leiter der Smartphone-Sparte von Samsung, nun ansetzen, um das bestehende System zu ändern.

Im Interview mit dem Fernsehsender CNBC sagte Koh, dass künftig nicht nur teure Flaggschiff-Geräte mit innovativen Funktionen ausgestattet werden, sondern dass auch das Mittelklasse-Segment von Innovationen profitieren soll. Die Idee dahinter ist, dass Käufer neue Technologien zu passablen Preisen ergattern sollen – was wiederum die Verkäufe steigern würde. Als Zielgruppe werden dabei vor allem sogenannte Millennials (Personen zwischen 16 und 35 Jahren) angesehen.

Mehr Nachteile als Vorteile

Auf den ersten Blick klingt die neue Vorgehensweise des Südkoreaners aus Verbraucher-Sicht überaus positiv. Betrachtet man das Thema jedoch umfassender, könnte eine solche Taktik dazu führen, dass die Verkäufe im Flaggschiff-Bereich stagnieren. Damit dies nicht geschieht, könnte sich Samsung beispielsweise dazu entschließen, den Unterschied zwischen der High-End- und der Mittelklasse-Hardware zu vergrößern. Ein schnelller Prozessor und ein großer interner Speicher könnten somit in Zukunft nur noch Flaggschiffen vorenthalten werden. Sollte dies tatsächlich passieren, müsste man als Käufer selbst entscheiden, ob ein Bluetooth-Stift besser ist als ordentliche Leistung oder ein starker Akku.

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