Netzausbau Vodafone testet LTE auf UMTS-Frequenzen

vom 20.11.2017, 16:52
Vodafone Logo groß
Bildquelle: Vodafone

Nutzung von zusätzlichem Frequenzbereich offiziell bestätigt: Das Mobilfunkunternehmen Vodafone nutzt im Rahmen eines eigenen Tests für sein LTE-Netz an mehreren Standorten nun auch die UMTS-Frequenzen um 2100 MHz und treibt so seinen Netzausbau voran.

Wie die Pressestelle des in Düsseldorf ansässigen Unternehmens nun bestätigt hat, nutzt man seit einiger Zeit die UMTS-Frequenzen für einen LTE-Test. Damit ist Vodafone der erste deutsche Anbieter, der die - ursprünglich - für UMTS genutzten Frequenzen für sein LTE-Netz verwendet. Bereits im Vorfeld gab es Berichte von Nutzern, die diesen Umstand beobachtet haben wollen. Auf Anfrage von teltarif habe man bestätigt, in Zusammenhang mit einer umfassenden Netzmodernisierung in den vergangenen Jahren an sämtlichen Standorten die sogenannte Single-RAN-Technologie verbaut zu haben. Hierdurch wird es ermöglicht, Frequenzen technologieneutral zu nutzen und den Betrieb effizient zu ermöglichen. So lassen sich bedarfsabhängige Änderungen in der Konfiguration einer Mobilfunk-Basisstation machen.

Je nach Bedarf lassen sich so GSM, UMTS und LTE einsetzen. So ist es zum Beispiel möglich, einen Teil der bisher für UMTS genutzten Frequenzen umzuwidmen und auf LTE zu stellen. Aktuell wird der Test allerdings nur an einigen ausgewählten Basisstationen durchgeführt. Dort wo es die typische Netznutzung zulässt. Bestätigt wurde ebenfalls, dass im Frequenzbereich von 2100 MHz eine Bandbreite von 5 MHz für das 4G-Netz eingesetzt wird. Vergleichbar ist das mit der Bandbreite der Deutschen Telekom im 900-MHz-Bereich für LTE. Im Downstream sind damit bis zu 37,5 Mbit/s möglich.

Grundversorgung weiter mit GSM

Darüber hinaus bleibt neben der LTE- und UMTS-Nutzung bei Vodafone der 900-MHz-Bereich für die Grundversorgung durch die Deutsche Telekom mit GSM vorgesehen, die dies für alle deutschen Netzbetreiber übernimmt. Ein baldiger Verzicht auf UMTS scheint möglich, wie man den – seit Anfang des Jahres - geänderten Geschäftsbedingungen der Telekom entnehmen kann. Bis Ende 2020 behält sich das Unternehmen vor, das UMTS-Netz gänzlich abzuschalten. Konkret gäbe es aber keinen Abschalttermin. Discounter-Kunden müssen in vielen Fällen noch auf den 3G Standard für ihren mobilen Internet-Zugang zurückgreifen, da die Anbindung an LTE von den Netzbetreibern noch verwehrt wird. Bei Vodafone möchte man hingegen sein UMTS-Netz zwischen 2020 und 2021 abschalten, da 3G kein Erfolg sei. Bestätigen konnte das die deutsche Pressestelle von Vodafone aber nicht. Festzuhalten ist, das LTE immer wichtiger wird, da es den Bedarf nach immer höheren Bandbreiten im Gegensatz zu UMTS besser erfüllen kann.

Vodafone veröffentlicht Geschäftszahlen für drittes Quartal ›


Quellen: Teltarif, Teltarif | Bildquelle kleines Bild: Vodafone Kabel Deutschland | Autor: Tobias Glombik
News bewerten:
 

Themen dieser News: Vodafone, LTE, Mobiles Internet, Mobilfunk-News, Mobilfunktechnik, Unternehmen und Märkte

Kommentar schreiben


 
 
VERWANDTE NEWS

alle News ansehen