WLAN-Hotspot auf dem Handy einrichten - so wird’s gemacht

5 Minuten
WLAN-Hotspot
Bildquelle: Artem Sandler / inside handy
Mobiles Internet ist heutzutage allgegenwärtig. Mit einem modernen Mobiltelefon lässt sich das weltweite Datennetz bequem aus - mehr oder weniger - jedem Winkel Deutschlands erreichen. Das gilt jedoch meist nur für Smartphones. Mittels mobilem WLAN-Hotspot kann man auch andere Geräte wie Tablets oder Laptops von unterwegs an das Netzwerk anschließen. Dabei müssen jedoch einige Punkte beachtet werden.

Obwohl das Smartphone bereits vor Jahren zur Allzweck-Waffe des Durchschnittsbürgers geworden ist, bieten andere Geräte wie Tablets oder Laptops ebenfalls Vorteile. So ist es beispielsweise nur bedingt möglich, vernünftig auf dem Handy zu arbeiten oder nach Lösungen für den Alltag zu suchen, während das Tablet mit seinem großen Display einige unbestreitbare Vorteile in puncto „Videos anschauen“ bietet.

Anders als das Smartphone, lassen sich Tablets und Notebooks oftmals jedoch nur über Umwege wie zum Beispiels mit Hilfe von Surfsticks mit dem Mobilfunknetz verbinden. Tablets können hingegen oftmals mit einer SIM-Karte ausgestattet werden. Solche Varianten sind allerdings teurer und sollten somit nur von Personen verwendet werden, die das Tablet des Öfteren im Freien verwenden. Alle anderen können hingegen ein alternatives Tor zum Internet wählen – einen WLAN-Hotspot auf dem Smartphone.

WLAN-Hotspot: Das Steckt dahinter

Bei einem WLAN-Hotspot dient das Handy als eine Art Repeater. Es verbindet sich auf dem üblichen Weg mit dem Internet und leitet den Zugang per WLAN an andere Geräte weiter. Diese verbinden sich ihrerseits mit dem Smartphone und werden somit zu Internet-Parasiten. Dabei spielt es keine Rolle um welche Geräte es sich handelt – ob um Handys, Tablets oder Laptops. Die einzige Voraussetzung bei der WLAN-Verbindung, also beim sogenannten „Tethering“ mit einem mobilen Hotspot, ist ein WLAN-fähiges Gerät.

Unterm Strich verbindet sich das Endgerät über WLAN mit dem an das Internet angeschlossenen Smartphone – das Funktionsprinzip ähnelt also dem eines WLAN-Routers. Das gilt auch für die Schritte, die der Nutzer auf dem Endgerät vornehmen muss, um dieses anzuschließen. Die Einrichtung des mobilen WLAN-Hotspots auf dem als Router beziehungsweise Repeater fungierenden Smartphone ist hingegen etwas komplizierter.

Hotspot Einrichten: So geht‘s mit einem Android-Smartphone / -Tablet

Abgesehen von Apple nutzen die meisten Handy-Hersteller das Google-Betriebssystem Android. Bei den Nutzeroberflächen setzen diese hingegen meist auf eigens programmierte Anpassungen. Darum existiert keine globale Android-Anleitung zum Einrichten eines WLAN-Hotspots. Im Großen und Ganzen sollten sich die Schritte jedoch ähneln und ungefähr wie folgt aussehen:

Um einen WLAN-Hotspot einzurichten, muss beispielsweise beim HTC 10 (Android 8.0.0 Oreo) zunächst der Bereich „Hotspot und Tethering“ in den Einstellungen ausgewählt werden. Hier lässt sich der mobile Hotspot mit einer einzigen Berührung aktivieren – allerdings nur, wenn er zuvor eingerichtet wurde. Dazu muss der Nutzer „Mobiler WLAN Hotspot“ ansteuern und in dem erschienenen Menü den Hotspot-Namen und ein Kennwort auswählen. Diese muss man dann auf dem Endgerät beim Verbinden auswählen beziehungsweise eintippen. Sobald dies geschehen ist, wird der verbundene Nutzer in der Schnellleiste des Hotspot-Smartphones angezeigt.

Achtung: Der Hotspot-Name sowie das Passwort lassen sich nur ändern, während der WLAN-Hotspot ausgeschaltet ist.

Erweiterte Einstellungen unter Android

Nutzt man ein Android-Handy, so können – abhängig vom Handy und Betriebssystem – einige weitere nützliche Einstellungen angepasst werden. Dazu zählt zunächst die WLAN-Frequenzbandauswahl, bei der die Frequenz des mobilen Hotspots ausgewählt werden kann. Hier empfiehlt sich das 5-GHz-Band, denn das 2,4-GHz-Pendant wird von einer größeren Anzahl an Geräten unterstützt und ist somit meist stärker ausgelastet. Ein weiteres nützliches Android-Feature stellt indes ein Energiesparmodus dar. Dabei wird der mobile Hotspot bei Inaktivität nach einer fest eingestellten Zeit automatisch deaktiviert. Was man hingegen nicht ausschalten sollte, ist das Sicherheitszertifikat (WPA2). Hier gelten die gleichen Regeln wie beim heimischen Netzwerk.

Lesetipp: So lassen sich Inhalte vom Smartphone auf dem TV streamen

Hotspot Einrichten: So geht‘s mit einem iPhone / iPad

Bei iOS-Geräten ist die Vorgehensweise recht ähnlich. Auch hier müssen zunächst die Einstellungen angesteuert werden. Die benötigte Funktion verbirgt sich beim iPhone unter dem Punkt „Persönlicher Hotspot“. Hier kann das Passwort angepasst und der mobile Hotspot eingerichtet werden. Den Hotspot-Namen kann man bei einem Apple-Smartphone allerdings nicht so leicht variieren wie bei Android – dafür muss der Gerätename geändert werden.

Lesetipp: 15 Tipps zum iPhone XS Max für Neueinsteiger und Android-Wechsler

Nachteile mobiler WLAN-Hotspots

Obgleich iOS- oder Android-Hotspot: Die Nachteile des Tetherings sind in beiden Fällen identisch. So entstammt das von den angeschlossenen Endgeräten verbrauchte Datenvolumen dem Tarif des Hotspot-Geräts. Dieses kann somit recht schnell aufgebraucht werden – zumal man auf dem Notebook weniger darauf achtet, sparsam mit dem Datenvolumen umzugehen. Sobald dieses aufgebraucht ist, bleibt der Nutzer dann den Rest des Monats in puncto Internet auf dem Trockenen sitzen. Bei einer eingeschalteten Datenautomatik können zudem schnell Kosten im Wert von mehreren Euro entstehen. Das eigentliche Einrichten des WLAN-Hotspot ist bei einer Datenflat hingegen stets kostenfrei. Einen weiteren Nachteil stellt jedoch der erhöhte Energieverbrauch des Handys dar.

Tethering mit Bluetooth und USB-Kabel

Obwohl das Tethering mit einem WLAN-Hotspot wohl die mit Abstand gängigste Variante darstellt, existieren noch einige weitere Möglichkeiten, eine Internetverbindung über ein Repeater-Handy einzurichten. Dazu kann sowohl beim iPhone als auch beim Android-Handy ein USB-Kabel oder eine Bluetooth-Verbindung genutzt werden. Letztere schont den Akku, ist jedoch deutlich langsamer als das WLAN-Tethering. Die Nachteile von Tethering mittels USB-Kabel liegen ihrerseits auf der Hand. Der Abstand zwischen dem Router-Handy und dem Endgerät ist durch die Länge des USB-Kabels begrenzt.

Unterm Strich: Das Tethering mithilfe von WLAN

Alles in allem stellt das Thetering mithilfe eines WLAN-Hotspots eine bequeme Möglichkeit dar, die Internetverbindung mit einem weiteren WLAN-fähigen Gerät wie beispielsweise einem Handy oder Laptop zu teilen. Das Aktivieren des Hotspots dauert – sofern dieses bereits eingerichtet wurde – nur wenige Sekunden. Durch das WLAN ist die Übertragung zudem sowohl schnell als auch kabellos. Lediglich den Datenverbrauch sollte der Nutzer stets im Auge behalten.

Deine Technik. Deine Meinung.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen