LTE Cat 4, LTE Cat 6, LTE Cat 9, LTE Cat 16, LTE Cat 18 Mit dieser Geschwindigkeit surfen aktuelle LTE-Handys

vom 11.01.2018, 16:54
Basisstation in Münster
Bildquelle: inside-handy.de / Hayo Lücke

Smartphones gehören für die meisten Menschen genauso zum Alltag wie der Fernseher oder das Frühstück. Und in Zeiten, in denen mobile Internetverbindungen immer schneller werden, bereitet auch die Nutzung entsprechend Freude. Vorausgesetzt, das persönlich verwendete Handy ist mit der neuesten LTE-Antennentechnik ausgestattet. Wie schnell das Handy funken kann, hängt meist aber nicht mehr vom Mobilfunknetz, sondern vom im Smartphone verbauten LTE-Modem ab.

  • Was haben die einzelnen LTE-Kategorien und LTE-Geräteklassen im Detail zu bedeuten? 
  • So schnell ist mobiles Surfen in LTE-Netzen von Telekom, Vodafone und Telefónica mit aktuellen Smartphones möglich
  • Warum selbst LTE Cat 4 für die meisten Smartphone-Nutzer vollkommen ausreichend ist

Was ist LTE: Eine Erklärung

Eine Abkürzung, die im Mobilfunk- und Handy-Bereich immer wichtiger wird: LTE stellt die Zukunft der mobilen Internetübertragung dar. Das Akronym LTE steht dabei für Long Term Evolution. Immer mal wieder ist auch die Abkürzung 4G gebräuchlich. Technisch korrekt wäre 3.9G, jedoch wurde aus Marketing-Gründen aufgerundet. Die Erweiterung des Netzes, LTE+ oder LTE Max, trägt technisch gesehen eigentlich den Namen 4G, wird nun aber auf 4.5G aufgewertet, um den Unterschied deutlich zu machen.

LTE und LTE Max stellen dabei die aktuelle Höchstgeschwindigkeit im mobilen Internet dar: So können dank ihnen in ausgewählten Netzen bis zu 300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) oder noch mehr heruntergeladen werden. Die aktuell höchste Downloadrate liegt bei 500 Mbit/s, die von Vodafone im eigenen Netz realisiert wird. Ebenfalls eine Verbesserung im Vergleich zu 3G und vorherigen Standards: Die Daten sind schneller unterwegs, was unter anderem für mehr Geschwindigkeit beim Seitenaufbau im Internet sorgt.

Netze und Smartphones

Mobilfunkverträge mit LTE sind mittlerweile keine Seltenheit mehr, aktuell aber noch ein Vorrecht der Eigenmarken der drei großen Mobilfunkbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und O2. Wer mit 4G oder 4.5G surfen will, muss daher direkt bei ihnen im Netz sein und darf sich nicht auf Discounter-Marken wie congstar, Otelo oder Aldi Talk verlassen. Die werben oft mit "Highspeed-Datenvolumen", bei genauerem Hinsehen wird jedoch klar, dass es sich um langsamere Geschwindigkeiten handelt.

Auch wenn es LTE schon ein wenig länger gibt: Nicht jedes Smartphone ist schon in der Lage, die maximalen Geschwindigkeiten zu nutzen. Besonders ältere Flaggschiffe, Einsteiger- und Mittelklasse-Handys kommen auf bis zu maximal 100 Mbit/s im Downstream. Andererseits gibt es auch Modelle wie die aktuellen Flaggschiffe von Samsung, Apple, HTC und Sony, die wesentlich höhere Kapazitäten haben. Dort ist jedoch der Fall, dass das Netz der Mobilfunkbetreiber nicht über die maximale Geschwindigkeit verfügt, die möglich wäre.

So schnell ist das Surfen mit LTE bei ausgewählten Netzbetreibern

Wie schon erwähnt, haben gerade die Deutsche Telekom und Vodafone ihre Netze und die in Eigenregie vertriebenen Tarife inzwischen so optimiert, dass Downloads auf Basis von LTE Advanced im Optimalfall mit bis zu 300 (Telekom) oder 500 Mbit/s (Vodafone) möglich sind. Bei der Telefónica-Kernmarke ist das mobile Surfen in zahlreichen Ballungsgebieten Deutschlands immerhin mit bis zu 225 Mbit/s möglich. Wohlgemerkt: Die genannten Download-Geschwindigkeiten gewähren die Netzbetreiber in der Regel nur in Tarifen, die sie in Eigenregie vermarkten können.

Nutzer von Discount-Tarifen müssen sich hingegen in aller Regel mit deutlich langsameren Surfgeschwindigkeiten zufrieden geben oder einen monatlichen Aufpreis zahlen. Und das selbst dann, wenn sie einen Tarif einer Tochterfirma der großen Netzbetreiber wie Fonic (O2), Congstar (Telekom) oder Otelo (Vodafone) nutzen. Zu beachten ist darüber hinaus, dass LTE ein so genanntes Shared Medium ist. Das heißt, die maximal mögliche Surfgeschwindigkeit wird zwischen all jenen Personen aufgeteilt, die sich gerade in die Mobilfunk-Zelle eingebucht haben.

LTE Cat 4, Cat 6, Cat 12 und Co. - Das steckt dahinter

Neben der Frage, wie hoch die Geschwindigkeit des Surfens in den LTE-Funkzellen und LTE-Tarifen theoretisch möglich ist, ist auch entscheidend, mit welchem LTE-Modem das persönlich genutzte Smartphone ausgestattet wurde. In Produktdatenblättern von Smartphones wird in diesem Zusammenhang häufig auf sogenannte LTE-Kategorien oder Gerätekategorien (Cat 3, Cat 4, Cat 5 usw.) verwiesen. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick darüber, wie schnell Downloads und Uploads in den jeweiligen Kategorien möglich sind. 

LTE-Kategorie maximal mögliche
Download-Geschwindigkeit
maximal mögliche
Upload-Geschwndigkeit
LTE Cat 1 10 Mbit/s 5 Mbit/s
LTE Cat 2 50 Mbit/s 25 Mbit/s
LTE Cat 3 100 Mbit/s 50 Mbit/s
LTE Cat 4 150 Mbit/s 50 Mbit/s
LTE Cat 5 300 Mbit/s 75 Mbit/s
LTE Cat 6 300 Mbit/s 50 Mbit/s
LTE Cat 7 300 Mbit/s 100 Mbit/s
LTE Cat 8 3.000 Mbit/s 1.500 Mbit/s
LTE Cat 9 450 Mbit/s 50 Mbit/s
LTE Cat 10 450 Mbit/s 100 Mbit/s
LTE Cat 11 600 Mbit/s 50 Mbit/s
LTE Cat 12 600 Mbit/s 100 Mbit/s
LTE Cat 13 390 Mbit/s 150 Mbit/s
LTE Cat 14 390 Mbit/s 9.500 Mbit/s
LTE Cat 15 775 Mbit/s 225 Mbit/s
LTE Cat 16 1.015 Mbit/s 100 Mbit/s
LTE Cat 17 25.000 Mbit/s tba
LTE Cat 18 1.200 Mbit/s tba
LTE Cat 19 1.700 Mbit/s tba

Bei einem Blick auf die oben genannten Werte ist zu beachten, dass nicht alle Kategorien von den Mobilfunknetzbetreibern und Handyherstellern unterstützt werden. Denn letztendlich ist auch entscheidend, welche Funkspektren in den Mobilfunknetzen rund um den Erdball überhaupt eingesetzt werden. So sind zum Beispiel die LTE-Kategorien 5, 7 und 8 eher theoretischer Natur und schon jetzt ist klar, dass wohl auch die Kategorie 14 hierzulande niemals nutzbar sein wird. LTE Cat 12, Cat 15 und Cat 16 könnten hingegen in den kommenden Jahren den Weg in die so genannte Gigabit-Gesellschaft ebnen, ehe voraussichtlich ab dem Jahr 2020 erste 5G-Netze an den Start geschickt werden. Dann wird es nicht mehr nur noch um noch höhere Geschwindigkeiten gehen, sondern auch um deutlich niedrigere Latenzzeiten, die zum Beispiel für Telemedizin, das Internet der Dinge oder das vernetzte Autofahren von elementarer Bedeutung sind.

LTE-Geschwindigkeit in aktuellen Smartphones

Bei den meisten aktuellen Mittelklasse-Smartphones hat sich LTE Cat 6 mit bis zu 300 Mbit/s im Downstream und maximal 50 Mbit/s im Upload als Standard durchgesetzt. Geräte, die in der Einsteiger-Kategorie zu einem vergleichsweise kleinen Preis punkten sollen, kommen oft aber auch nur mit LTE Cat 4 (150 Mbit/s Download / 50 Mbit/s Upload) in den Handel. Das klingt nach wenig, ist für die meisten Nutzer aber absolut ausreichend. Ganz davon abgesehen, dass der genutzte Mobilfunkvertrag diese Surfgeschwindigkeit oft nicht einmal gestattet. Spitzenmodelle besitzen in der Regel die besten LTE-Modems und können Daten auf Basis von LTE Cat 9 mit bis zu 450 Mbit/s aus dem weltweiten Datennetz herunterladen und mit bis zu 50 Mbit/s verschicken. Vereinzelt sind aber auch schon Modelle am Markt zu haben, die LTE Cat 11, LTE Cat 12 oder sogar LTE Cat 16 unterstützen.

Smartphone LTE-Kategorie
Apple iPhone X LTE Cat 12
Apple iPhone 8 / 8 Plus LTE Cat 12
Apple iPhone 7 / 7 Plus LTE Cat 9
Apple iPhone 6s / 6s Plus LTE Cat 6
Apple iPhone SE LTE Cat 4
Honor 8 Pro LTE Cat 6
Honor 8 LTE Cat 6
Honor 9 LTE Cat 5
Honor 6X LTE Cat 6
Honor 7X LTE Cat 6
Honor View 10 LTE Cat 16
HTC U11 LTE Cat 16
HTC 10 LTE Cat 9
HTC 10 evo LTE Cat 6
HTC U Ultra LTE Cat 11
HTC U Play LTE Cat 6
Huawei Mate 10 Pro LTE Cat 18
Huawei Mate 10 Lite LTE Cat 5
Huawei P10 LTE Cat 12
Huawei P10 Plus LTE Cat 12
Huawei P10 Lite LTE Cat 6
Huawei P8 lite (2017) LTE Cat 6
Huawei P9 LTE Cat 6
Huawei P9 Lite LTE Cat 6
Huawei P8 Lite LTE Cat 4
Huawei Mate 9 LTE Cat 12
Huawei Mate 8 LTE Cat 6
Huawei Nova LTE Cat 6
Lenovo Moto G5 Plus LTE Cat 6
Lenovo Moto G5 LTE Cat 4
Lenovo Moto C LTE Cat 4
Lenovo Moto Z LTE Cat 6
Lenovo Moto X4 LTE Cat 9
Lenovo Moto Z2 Force LTE Cat 16
LG G6 LTE Cat 11
LG G5 LTE Cat 6
LG V10 LTE Cat 6
LG V20 LTE Cat 12
LG K8 (2017) LTE Cat 4
LG K10 (2017) LTE Cat 6
Samsung Galaxy A3 (2016) LTE Cat 4
Samsung Galaxy A3 (2017) LTE Cat 6
Samsung Galaxy A5 (2016) LTE Cat 6
Samsung Galaxy A5 (2017) LTE Cat 6
Samsung Galaxy J7 (2016) LTE Cat 4
Samsung Galaxy J7 (2017) LTE Cat 6
Samsung Galaxy J5 (2016) LTE Cat 4
Samsung Galaxy S8 / S8+ LTE Cat 16
Samsung Galaxy S7 / S7 edge LTE Cat 9
Samsung Galaxy S6 / S6 edge LTE Cat 6
Samsung Galaxy S5 LTE+ / Neo LTE Cat 6
Samsung Galaxy Note 8 LTE Cat 16
Sony Xperia L1 LTE Cat 4
Sony Xperia X Compact LTE Cat 6
Sony Xperia X Performance LTE Cat 9
Sony Xperia XA1 LTE Cat 4
Sony Xperia XA1 Ultra LTE Cat 4
Sony Xperia XA LTE Cat 4
Sony Xperia XA Ultra LTE Cat 4
Sony Xperia XZ LTE Cat 9
Sony Xperia XZ Premium LTE Cat 16
Sony Xperia XZ1 LTE Cat 16
Sony Xperia XZ1 Compact LTE Cat 15
Sony Xperia XZs LTE Cat 11
Sony Xperia X Performance LTE Cat 9
Sony Xperia Z5 Premium LTE Cat 6
OnePlus 5 LTE Cat 12
OnePlus 5T LTE Cat 12
OnePlus 3 LTE Cat 6
OnePlus 3T LTE Cat 6
Googel Pixel 2 LTE Cat 12
Google Pixel 2 XL LTE Cat 12
Nokia 6 LTE Cat  4
Nokia 8 LTE Cat 9

LTE-Kategorien auch bei anderen Geräten wichtig

Zum Einsatz kommen die verschiedenen LTE-Kategorien aber nicht nur in Smartphones, sondern zum Beispiel auch in Tablets, in die eine SIM-Karte eingeschoben werden kann. Bei zahlreichen iPad-Modellen von Apple ist das beispielsweise genauso möglich, wie bei vielen Tablets des Galaxy-Familie aus dem Hause Samsung. Darüber hinaus kann es sich lohnen, einen prüfenden Blick auf die LTE-Geräteklasse bei LTE-WLAN-Routern oder LTE-Sticks zu werfen. 

So schnell ist LTE im Vergleich zu einem DSL- oder Kabel-Internet-Anschluss

Theoretisch ist es auch denkbar, in den heimischen vier Wänden einen LTE-Tarif statt eines DSL- oder Kabel-Internet-Tarifs zu nutzen. Vor allem mit Blick auf die Geschwindigkeit stehen die LTE-Netze den klassischen kabelbasierten Breitbandangeboten in kaum noch etwas nach. Und doch bleiben bei LTE-Angeboten zwei mitunter entscheidende Probleme: Zum einen sind viele LTE-Tarife an ein monatliches Datenvolumen gekoppelt und nach Verbrauch geht es in der Regel nur noch im Schneckentempo weiter. Zum anderen sind LTE-Tarife mit viel Datenvolumen in der Regel sehr teuer.

Eine Ausnahme stellt in diesem Zusammenhang der Congstar Homespot dar, bei dem für 20 Euro monatlich, 20 GB mit bis zu 20 Mbit/s versurft werden können. Anschließend geht es entweder für den Rest des laufenden Abrechnungsmonats mit 384 Kbit/s kostenlos weiter oder es ist möglich für 10 Euro weitere 10 GB zu buchen, die dann wieder mit 20 Mbit/s versurft werden können. Wie für eine (V)DSL-Alternative üblich, ist der Congstar Homespot aber nur in einer einzigen Mobilfunkzelle an einer vom Nutzer zuvor festzulegenden Adresse nutzbar.

Vodafone GigaCube Unboxing

  • 1/8
    Der Vodafone GigaCube kommt im Pappschuber mit Vodafone-Logo …
    Bildquelle: Stefan Winopal / inside-handy.de
  • 2/8
    … dahinter verbirgt sich jedoch Design von Huawei.
    Bildquelle: Stefan Winopal / inside-handy.de

Ein weiteres Produkt in diesem Bereich, das konventionelles DSL ersetzen könnte, ist der GigaCube von Vodafone. Dabei handelt es sich wie schon beim Congstar Homespot um eine Mischung aus WLAN-Router und LTE-Tarif mit viel Datenvolumen. Im Netz von Vodafone sind so Geschwindigkeiten bis zu 150 Mbit/s im Down- und 50 Mbit/s im Upstream möglich. Das Datenvolumen liegt bei 50 GB. Der Tarif kostet ohne mögliche Vergünstigungen bis zu 35 Euro im Monat sowie Anschlussgebühren in Höhe von 40 Euro.

Das sind die besten Surf Flat Tarife für mobiles Internet ›


Bildquelle kleines Bild: insinde-handy.de / Hayo Lücke | Autor: Hayo Lücke
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Themen dieser News: LTE, Apple, Honor, HTC, Huawei, Lenovo, LG, Mobilfunk-News, Mobilfunktechnik, Motorola, O2 / Base (Telefónica), Samsung, Sony, Technik, Telekom, Unternehmen und Märkte, Vodafone

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