Tipps zum Fotografieren der Sonnenfinsternis mit dem Smartphone

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Sonnenfinsternis mit dem Smartphone fotografieren
Bildquelle: Flickr, NASA Goddard Space Flight Center, CC-BY-SA 2.0 de
Am heutigen Freitag wird in Deutschland - wenn es das Wetter zulässt - ab 9:30 Uhr eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten sein. Die maximale Abdeckung der Sonne durch den Mond wird zwischen 10:30 Uhr und 10:45 Uhr erwartet. Wer das Ereignis mit dem Smartphone fotografieren möchte, sollte dabei ein paar Punkte beachten, um den empfindlichen Kamera-Sensor nicht zu beschädigen.

Vorsicht hell!

Mit ungeschützten Augen sollte man nie direkt in die Sonne gucken. Warum? Im Auge befindet sich eine Linse, die das Licht bündelt und auf die Netzhaut projiziert. Das kann Augenschäden zur Folge haben oder sogar zur Erblindung führen. Mit einer Lupe lässt sich so eine Situation sehr gut nachstellen: In einem gewissen Abstand zur Lichtquelle gehalten lässt sich ein Brennpunkt auf einem Untergrund darstellen. Selbst wenn die Lichtquelle nicht hell leuchtet, kann die Bündelung der Lichtstrahlen dafür sorgen, dass sich beispielsweise Papier entzündet.

Smartphone-Kamera kann zerstört werden

Ähnlich verhält es sich bei Smartphones und den integrierten Kameras. Bevor das Licht auf den sehr empfindlichen Sensor trifft, wird es von mehreren Linsen gebündelt. Trotz der Verdunkelung des leuchtenden Himmelskörpers hat die verbleibende sichtbare Sonnensichel eine sehr hohe Leuchtintensität, weshalb nicht nur Augen sondern auch Kameras zu Schaden kommen können.

Tipps

Während der Sonnenfinsternis reicht es bei Weitem nicht aus, eine Sonnenbrille als Schutz auf die Nase zu setzen. Ohne Spezialbrille sollte man nie in die Sonne hineinschauen – auch nicht dann, wenn das Licht vermeintlich dunkler ist. Möchte man die Sonnenfinsternis fotografieren, sollte man seinem Smartphone ebenso einen Schutz gönnen und die Sehfähigkeit dessen einzigen Auges nicht aufs Spiel setzen. Mit einer Sonnenfilterfolie vor der Kamera lässt sich das Sonnenlicht so weit abdunkeln, dass es keinen Schaden mehr anrichten kann. Alternativ kann auch eine Sonnenschutzbrille oder ein ND-Filter benutzt werden. Letzterer wird häufig von Fotografen auf die Objektive ihrer DSLRs geschraubt und lässt beispielsweise Langzeitbelichtungen am Tag zu. Auch hierbei sollte die optische Dichte bei mindestens ND5 liegen. Des Weiteren sollte man auch dann sein Smartphone mit offenem Verschluss nicht allzu lange in die Sonne halten.

Wer sich aber ein schönes Foto der Sonnenfinsternis erhofft, wird beim Einsatz der Smartphone-Kamera eher enttäuscht. Die eingebaute Weitwinkel-Brennweite lässt Sonne und Mond sehr klein erscheinen. Auch der Digitalzoom wird keine wesentliche Verbesserung zur Folge haben. Daher empfiehlt es sich, eine Kamera mit Wechselobjektiv zu benutzen und – je nach Sensorgröße – Objektive mit Brennweiten ab 200 mm zu benutzen. Im Vergleich: Smartphone-Kameras haben Brennweiten von 3 bis 5 mm.

Wer auf Nummer sicher gehen und die Sehfähigkeit seines Smartphones nicht aufs Spiel setzen will, der kann auch im Internet auch einen Live-Stream des Spektakels ansehen. Live-Aufnahmen gibt es auch von der totalen Sonnenfinsternis über Grönland und Spitzbergen, die bei weitem schöner aussehen dürfte, als die über dem wolkenverhangenen Himmel über Berlin, Hamburg oder Köln.

Bildquellen:

  • Sonnenfinsternis mit dem Smartphone fotografieren: Flickr, NASA Goddard Space Flight Center, CC-BY-SA 2.0 de
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Blasius liebt Technik, Musik und Fotografie. Während er sich bei technischen Themen für Innovationen begeistert, greift er beim Musizieren auf die Old-School-Akustikgitarre und für großartige Fotos auf die klassische Spiegelreflexkamera zurück. Er ist nicht nur im Privatleben ein Familienmensch, sondern als stellvertretender Chefredakteur auch eins der Oberhäupter der Redaktion. Blasius rechnet Handypreise zwar immer noch in D-Mark um, doch seine ruhige, ausgeglichene, kreative Art und sein Einsatz von immer treffenden und humorvollen GIFs, lassen darüber hinwegsehen.

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