Samsung Galaxy A80 im Hands-On: Diese Kamera verdreht den Kopf

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Samsung Galaxy A80 und A70
Bildquelle: Simone Warnke/inside handy
Der MWC und die Vorstellung der alljährlichen Frühjahrsflaggschiffe ist passé. Doch die Uhr tickt, neue Smartphones stehen in den Startlöchern. So auch im Hause Samsung, die nicht nur ihre A-Serie, sondern sich vor allem mit einem neuen Mittelklässler neu aufstellen. Die Rede ist vom Galaxy A80, das bereits in einem ersten Hands-On begutachtet werden konnte.

Flaggschiffe wie Samsungs S-Serie bieten eine Vielzahl von Funktionen, die ausschließlich ihnen vorbehalten sind. Die Zielgruppe ist im Prinzip spitz, sodass sich Geräte á là Galaxy S10 oder Galaxy Note 9 vor allem an Vielnutzer und Technik-Affine Menschen richten. Doch auch die breite Masse will bedient sein. Der Otto-Normal-Verbraucher, der alltägliche und im Kern vielseitig nutzbare Funktionen benötigt.

Samsung hält Frühjahrsputz und stellt seine Mittelklasse mit der A-Reihe neu auf. Kunden wollen große Displays, jedoch kompakte Größen und eine gute Kamera, die jederzeit für Schnappschüsse bereitsteht. Als Reaktion auf die Kundennachfrage enthüllten die Südkoreaner das Galaxy A80 in Mailand.

Software Android 9.0 Pie
Prozessor Qualcomm SM7150
Display 6,7 Zoll, 1.080 x 2.400 Pixel
Arbeitsspeicher 8 GB
interner Speicher 128 GB
Hauptkamera 8000x6000 (48,0 Megapixel)
Akku 3.700 mAh
induktives Laden
USB-Port
IP-Zertifizierung (kein Schutz)
Gewicht 220 g
Farbe Schwarz, Silber, Gold
Einführungspreis
Marktstart

Samsung Galaxy A80 im Hands-On

Auf die Forderungen seiner Kundschaft vermag Samsung beim Galaxy A80 in zweierlei Hinsicht einzugehen: In puncto Kamera und Display. Doch der Reihe nach. Das Galaxy A80 sticht aus der A-Familie hervor, da es ein Display besitzt, das weder von Lautsprechern, noch von einem Steg am oberen Gehäuserand unterbrochen wird. Ein Full-View-Display, wie Samsung das Panel bewirbt, kann man in diesem Fall tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes ernst nehmen.

Doch was ist mit Telefonaten? Der Frontkamera? Alles eingespart? Keineswegs. Bei Telefonaten erfolgt die gesamte Stimmwiedergabe beim Galaxy A80 ausschließlich über das Display – ähnlich, wie auch Meizu es mit seinem Meizu Zero zu lösen versuchte. Neu in der Mittelklasse ist auch der Fingerabdrucksensor, der sich fortan unter dem Bildschirm befindet. So umgeht Samsung auch hier einem physischen Button auf der Front und der Rückseite. Trotz der überdurchschnittlichen Größe von 6,7 Zoll bleibt das Galaxy A80 verhältnismäßig kompakt und aufgrund des 20:9-Displayformats ebenso schlank.

Die rotierende Kamera

Das offensichtliche Highlight des Galaxy A80 ist indes die Kamera. Das Modul mit drei Objektiven ist nicht nur die Hauptkamera, sondern zeitgleich auch für Selfies gedacht. Die maßgebliche Technik zur Lösung dieser Idee ist ein Slider, der aus dem Gehäuse herausfährt, sobald die Frontkamera aktiviert wird. In diesem Slider befindet sich die Kamera in einem rotierenden Element, das sich automatisch nach vorne dreht. Farblich ist das Modul mit einem Goldrand vom Rest des Gehäuses abgesetzt.

Wie man schon vorab vermutet, benötigt diese Technik Platz. Und diesen Platz nimmt es sich, sodass das Galaxy A80 im Vergleich zu seinen Geschwistern ein wenig dicker ist. Man versucht diesen Umstand durch eine recht stark abgerundete Rückseite zu kaschieren, wodurch das Smartphone bauchig in der Hand liegt und an frühere Samsung-Geräte erinnert. Optisch soll der weiterhin schmale Gehäuserahmen – wie man ihn seit dem Galaxy S8 kennt – einen schlanken Eindruck hinterlassen. Dies gelingt Samsung insgesamt auch recht gut.

 

Problematiken

Mehr Sorge machen in diesem Zusammenhang die breiten Schlitze zwischen der herausfahrbaren Kamera und dem Gehäuse. Ist der Slider eingefahren, verbleiben Fingernagelbreite Spalten, die potenziell schnell verschmutzen oder sich gar verbreitern könnten. Ist die Kamera herausgefahren, bildet sich etwa mittig des Rahmens ein ebenfalls großer Spalt. Ein augenscheinlich hakeliges Konstrukt, das einige „Gefahren“ für tollpatschigere Nutzer birgt.

Samsung Galaxy A80 Hands-OnQuelle: Simone Warnke/inside handy

Hinzukommt, dass das Modul permanent heraus und wieder hinein fährt – beispielsweise dann, wenn die Frontkamera aktiviert, das Display aber ausgeschaltet wird. Dem ersten Eindruck nach scheint der Verschleiß recht hoch zu sein, wodurch sich die Frage aufdrängt, wie lange die Mechanik dies durchhält.

Bildquellen:

  • Samsung Galaxy A80 Hands-On: Simone Warnke/inside handy
  • Samsung Galaxy A80 Hands-On: Simone Warnke/inside handy
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Simone Warnke
Simone liebt Technik und kann sich heute immer noch für ein Smartphone mit mechanischer QWERTZ-Tastatur begeistern. Wenn sie nicht gerade mit David vor der Kamera steht, im Schnittraum sitzt oder Handys miteinander vergleicht, studiert die gebürtige Aachenerin in Bonn Komparatistik - und vergleicht Bücher. Neben ihrer Leidenschaft für Literatur ist Simone ein Bonvivant. Reicht man ihr leckeren Wein und ein paar Tapas, kann man ihr hin und wieder ein paar Sätze auf Spanisch entlocken. Sollte Simone jemand oder etwas auf die Palme bringen - was in etwa einmal pro Dekade passiert - bleibt sie nur kurz oben sitzen. Und lächelt dabei auch schon wieder.

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