Samsung Galaxy A40 im Test: Der kompakte Schwächling in der Mittelklasse

14 Minuten
Samsung Galaxy A40 im Hands-On
Bildquelle: Simone Warnke/inside handy
Samsung hat seine gesamte Galaxy-A-Reihe neu aufgestellt. Mit der Serie bedient man seit diesem Jahr nun den gesamten Preisbereich von unter 200 bis über 600 Euro. Eines der spannendsten Modelle ist dabei das Galaxy A40. Es kostet knapp 250 Euro und unterbietet damit eine oft zitierte Schmerzgrenze. Doch kann es trotz der Sparsamkeit überzeugen? Der Test des Galaxy A40 zeigt es.

Samsung stellte das Galaxy A40 bereits Mitte März 2019 vor. Auf den Start in Deutschland mussten Fans der südkoreanischen Marke jedoch einige Zeit warten. Am 10. April war es erst soweit und Samsung bestätigte, dass das Galaxy A40 hierzulande verfügbar sein wird. Mit dem Modell schließt der südkoreanische Hersteller die Lücke zwischen dem Galaxy A30 und dem Galaxy A50. Dies ist spannend, weil in dem Bereich zwischen Einsteiger- und Mittelklasse viel für Hersteller zu holen ist, da sich Kunden gerne für Handys dieses Segments entscheiden.

Die technische Ausstattung und das Design des Galaxy A40 entsprechen dem Preis-Niveau: Das Handy präsentiert sich ein wie ein Flaggschiff lite, aber ohne wirkliches, hochpreisiges Highlight. Das heißt aber nicht, dass dem Preis-Leistungs-Modell die Besonderheiten fehlen. So verpasst Samsung dem Galaxy A40 ein 5,9 Zoll großes Display mit Full-HD+-Auflösung. Dabei setzt es auf die SuperAMOLED-Technik. Als Prozessor verbaut Samsung den hauseigenen Exynos-7904-Chip kombiniert mit dem Mali 71. Dazu gibt es ein 64-GB-Datendepot und 4 GB Arbeitsspeicher. Die kompletten technischen Daten im Detail zeigt das Datenblatt des Galaxy A40. Die Eckdaten zeigt der Auszug:

Software Android 9.0 Pie
Prozessor Samsung Exynos 7885
Display 5,9 Zoll, 1.080 x 2.280 Pixel
Arbeitsspeicher 4 GB
interner Speicher 64 GB
Hauptkamera 5312x2988 (15,9 Megapixel)
Akku 3.100 mAh
induktives Laden
USB-Port 2.0 Typ C
IP-Zertifizierung (kein Schutz)
Gewicht 140 g
Farbe Schwarz, Weiß, Blau, Violett
Einführungspreis 249 €
Marktstart 10.04.2019

Design und Verarbeitung

Das Galaxy A40 wirkt beim ersten Kontakt ungewöhnlich kompakt. Dieser Trick gelingt Samsung dank einer platzsparenden Bauweise unter anderem beim Bildschirm. Die gelungenen Kanten der Rückseiten-Abdeckung lassen es noch etwas zierlicher wirken. Dazu kommt ein geringes Gewicht von 142 Gramm. Mit der Kombination bedient man Fans handlicher Smartphones perfekt. Die Taster an der rechten Gehäuseseite lassen sich spielend erreichen und kleine Hände können das Galaxy A40 locker bedienen. In Zeiten von immer größer werdenden Handys eine willkommene Abwechslung.

Das große Lob über die Handlichkeit des Galaxy A40 wird jedoch getrübt von einigen Verarbeitungs-Mängeln: So klicken die Taster an der Seite etwas zu laut. Darüber hinaus wackelte der Fingerabdrucksensor in der Öffnung der Rückseite beim ersten Rezensionsexemplar der Redaktion. Dies war beim zweiten Testgerät jedoch nicht mehr der Fall und dürfte eine Verarbeitungsfehler gewesen sein. Diese Mängel bei der Verarbeitung sind aber untypisch für Samsung. Die Stabilität des Smartphones kann derweil überzeugen: Das Galaxy A40 lässt sich mit bloßen Händen kaum verbiegen.

Der Rest der Verarbeitung ist auch auf einem ordentlichen Niveau. Die Aussparungen für Klinken- und USB-Port weisen keine scharfen Kanten oder Grate auf. Spaltmaße finden sich – mit Ausnahme des Fingerabdrucksensors – an keiner Stelle des Gehäuses. Das allgemeine Design des Samsung Galaxy A40 wirkt darüber hinaus hochwertig. Besonders der Bildschirm mit seinen dünnen Rändern wirkt schön groß. Die abgerundete Rückseite sorgt derweil für einen besseren Grip.

Der verwendete Kunststoff auf der Rückseite ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits sieht das Smartphone auf den ersten Blick hochwertig aus. Andererseits fühlt es sich aber beim Berühren etwas zu günstig an. Die Oberfläche ist außerdem anfällig für Fingerabdrücke. Freunde von IP-Zertifizierung schauen beim Galaxy A40 derweil in die Röhre. Das Handy ist weder gegenüber Wasser noch Staub besonders geschützt.

Samsung Galaxy A40 – Unboxing

Im weißen Karton des Galaxy A40 befinden sich die üblichen Verdächtigen: Unter dem Handy liegt das Netzteil, ein USB-2.0-Typ-C-Kabel sowie Klinkenkopfhörer. Hinzu kommen die obligatorischen Beilagen wie die Schnellstart-Anleitung oder das SIM-Karten-Werkzeug.

Das steckt im Karton:

  • Samsung Galaxy A40
  • USB-2.0-Kabel Typ-C
  • Netzadapter
  • Klinken-Kopfhörer inklusive Anpassungen
  • Schnellstart-Anleitung
  • Garantiekarte
  • SIM-Karten-Werkzeug

Kompakt, aber nicht kräftig: Das Galaxy A40 ist seit langer Zeit mal wieder ein schön kleines Handy. Dementsprechend gut liegt es in der Hand. Kleiner Schönheitsfehler sowie Problemchen bei der Verarbeitung trüben das Bild aber ein wenig.

Teilwertung: 4 von 5 Sternen

Display

Der Super-AMOLED-Bildschirm des Galaxy A40 ist, wie der Name schon sagt, super. Er wirkt mit 5,9 Zoll Displaydiagonale etwas kleiner als andere aktuelle Modelle, kann jedoch dank der Full-HD+-Auflösung von 1.080 x 2.280 Pixeln und einer Pixeldichte von 428 ppi überzeugen. Inhalte sehen auf dem Panel schön scharf und detailreich aus. Wie schon von anderen Samsung-Geräten bekannt, lässt die Super-AMOLED-Technologie wenig Raum für Kritik an Farben, Kontrasten oder der Blickwinkelstabilität.

Die Display-Einstellung des Galaxy A40

Einzig die automatische Einstellung der Helligkeit gelingt dem Galaxy A40 nicht gut. So wechselt das Handy die Beleuchtung des Displays manchmal wie ein Fahrschüler die Gänge: abrupt und unerwartet. Dabei kann die absolute Helligkeit nach oben wie nach unten hin überzeugen. Der Bildschirm ist immer hell genug. Wer Veränderungen an der Darstellung vornehmen möchte, kann dies über die umfangreichen Display-Einstellungen des Galaxy A40. Hier gibt sich Samsung wie gewohnt vorbildlich.

Das Super-AMOLED-Display ist hübsch, kompakt und ganz klar ein Highlight des Galaxy A40. In dieser Kategorie gibt es bis auf die automatische Helligkeitsregelung nichts zu meckern – vor allem nicht für ein Preis-Leistung-Handy der unteren Kategorie.

Teilwertung: 4 von 5 Sternen

Ausstattung und Leistung

Wie schon anfangs erwähnt, ist das Samsung Galaxy A40 im unteren Mittelklasse-Segment beheimatet und dementsprechend ausgestattet. Der Prozessor, ein Exynos 7904, gehört eher zu den gemächlichen Chips. 4 GB Arbeitsspeicher sowie 64 GB interner Speicher, der sich um bis zu 512 GB per Micro-SD-Karte erweitern lässt, gehören heutzutage zum Standard im Preis-Leistungs-Bereich. Besonderheiten, wie ein Fingerabdruck-Sensor unter Glas, dürfen Nutzer nicht erwarten.

Das Samsung Galaxy A40 im Benchmark-Test

Im Benchmarktest von AnTuTu in der Version 7.1.9 erreichte das Samsung Galaxy A40 eine Wertung von 106.666 Punkten. Im Vergleich mit den direkten Konkurrenten von Huawei, dem P smart 2019 und dem P smart+ 2019, stinkt es mit der Leistung etwas ab. Sie kommen auf gut 118.000 beziehungsweise fast 130.000 Punkte. Die Kragenweite des Galaxy A40 liegt beim Ergebnis des Moto G7 von Motorola. Wer mehr Leistung braucht oder will, aber im Samsung-Universum bleiben möchte, bekommt mit dem Galaxy A50 einen satten Leistungsschub. Das nächsthöhere Modell im Samsung-Portfolio kommt auf fast 145.000 Punkte und ist somit eine gute Alternative zum A40.

UmfeldModellBenchmark-Wert
TestgerätSamsung Galaxy A40106.666
 
Samsung Galaxy A50144.101
direkte KonkurrentenHuawei P Smart (2019)118.448
Samsung Galaxy A7 (2018)122.588
 
Samsung Galaxy S9+249.185
ehemalige SpitzenmodelleHuawei P20 Pro208.497
LG G7 ThinQ262.448
 
 Samsung Galaxy S10+335.132
aktuelle ReferenzOnePlus 6T296.028
 Huawei P30 Pro289.969

Dem etwas schwachbrüstige Auftritt im Benchmark-Test des Samsung Galaxy A40 folgt ein ebenfalls lahmer Auftritt beim Praxistest: Es geht alles recht gemächlich zu. Beim Wischen durch die Homescreens und die Einstellungen hakt es schon einmal. Der Wechsel von der Foto-App zur Galerie und zurück geht noch langsamer vonstatten. Grafisch aufwendige Spiele sollte man darüber hinaus lieber nicht installieren. Die Leistung genügt für Nutzer, die vor allem WhatsApp, E-Mail und den Browser zu ihren Standard-Apps zählen. Echte Gamer und Heavy-User werden mit dem Galaxy A40 hingegen nicht glücklich.

Telefonieren und Konnektivität

Bei den Verbindungsmöglichkeiten des Galaxy A40 lässt sich Samsung nicht lumpen und verbaut unter anderem eine echte Dual-SIM-Funktion, die Platz für zwei SIM-Karten und eine Micro-SD-Karte bietet. Ebenfalls eine Erwähnung wert sind NFC, Bluetooth 5.0 sowie ein USB-Typ-C-Ausgang. Im Gegenzug müssen Nutzer auf Standards wie kabelloses Laden oder eine Benachrichtigungs-LED verzichten.

 Samsung Galaxy A40
HSPA
HSPA+
LTE (Down-max Mbit/s)▲ (300 MBit/s)
USB-OTG
DLNA
NFC
Kabellose Display-Übertragung
MHL
Infrarot-Fernbedienung
Bluetooth-Version5.0
WLAN-Standardsa/b/g/n/ac
QI
Dual-SIM

Schade: Die Telefonie-Qualität des Samsung Galaxy A40 ist zumindest beim Anrufer nicht besonders gut. Die Stimme des Gegenübers klingt sowohl am Ohr wie auch über die Lautsprecher dumpf und sehr leise. Der eigene Ton wird derweil gut vom Mikrofon aufgenommen und hat im Freisprech-Modus nur ein Problem mit größerer Distanz.

Performance ist keine Stärke des Galaxy A40. Wen Wartezeiten und Ruckler nicht stören, der kann darüber getrost hinwegschauen. Bei der Konnektivität trumpft das Handy mit Bluetooth 5.0 und USB Typ C auf, um direkt danach beim Telefonieren wieder zu enttäuschen.

Teilwertung: 3,5 von 5 Sternen

Kamera

Kameras in der unteren Mittelklasse folgen aktuell einem beinah schon standardisierten Aufbau: Ein duales Modul bestehend aus Hauptkamera sowie einem zweiten Objektiv für Tiefeninformationen kommt zum Einsatz. Das Galaxy A40 macht es etwas anders. Denn anstelle der „Bokeh-Kamera“ verbaut der südkoreanische Hersteller ein Weitwinkelobjektiv neben dem Allzweck-Modul. Die Sensor-Auflösungen der beiden Kameras betragen 16 Megapixel (Hauptobjektiv) und 5 Megapixel (Weitwinkel). Unterstützt werden sie durch eine 1:1,7- und eine 1:2,2-Blende. Auf der Front kommt ein Modul mit 25-Megapixel-Sensor und einer 1:2,0-Blende zum Einsatz. Über eine optische Bildstabilisierung verfügt kein Modul.

Die technischen Daten der Dual-Kamera wirken auf dem Papier sparsam. In der Praxis kann das Galaxy A40 aber mit einer soliden Foto-Leistung punkten. Vor allem Bilder aus der Natur können sich sehen lassen. Mit ein bisschen Geduld gelingen verlässlich schöne Fotos. Diese überzeugen dann mit vielen Details und natürlich wirkenden Farben. Besonders Makro-Aufnahmen sind eine Stärke des dualen Setups.

Immer mal wieder hat die Hauptkamera jedoch so ihre Problemchen. Dann fokussiert sie nicht richtig, stellt Szenerien bei Sonnenschein viel zu dunkel dar oder kämpft mit Rauschen im Bild. Letzteres ist besonders in Innenräumen ein Problem. Wenn kein natürliches Licht vorhanden ist, neigen Fotos dazu, milchig und unscharf zu wirken. Wesentlich seltener gelingen dann schöne Schnappschüsse. Bei schlechtem Licht potenzieren sich diese Fehler dann. Für ein Foto-Shooting in den Abendstunden ist das Galaxy A40 also nicht geeignet.

Das Weitwinkelobjektiv hat derweil mit eigenen Problemen zu kämpfen. Die lassen sich auf die niedrige 5-Megapixel-Auflösung des Sensors und die Blende zurückführen. So sehen alle Bilder der 123-Grad-Weitwinkelkamera im direkten Vergleich zum Hauptmodul wesentlich dunkler und detailärmer aus. Bei schlechtem Licht versagt das Objektiv komplett. Das hat Samsung unter anderem beim Galaxy A7 (2018) und beim Galaxy A50 schon besser hinbekommen.

Selfies und Videos

Die Frontkamera des Galaxy-Geräts befindet sich auf einem Niveau mit dem Haupt-Modul. Fotos sind detailreich. Die Selfies können sich sogar in Innenräumen sehen lassen. Im Gegenzug muss die Kamera vorne aber mit wesentlich weniger Einstellungsmöglichkeiten auskommen. Dort gibt es nur einen digital bearbeiteten, langweiligen Bokeh-Effekt. Wer aber am liebsten sich selbst fotografiert, trifft mit dem A40 eine gute Wahl.

Wer hingegen gerne Videos dreht, sollte einen großen Bogen um das Handy machen. Das aus der Hand geschossene Filmmaterial des Galaxy A40 gleicht einem Wackelpudding. Ohne Stativ sind die Aufnahmen kaum brauchbar. Auch der Ton ist eine Zumutung und neigt dazu, viel zu laut zu sein.

Samsung Galaxy A40 – Die Kamera-App

Die Kamera-App ist für Samsung-Nutzer ein alter Bekannter im neuen Gewand. Denn abseits eines modernisierten Designs ist die App vergleichbar mit vorherigen Versionen. Das heißt, dass beinah alle Kamera-Modi ohne Untermenüs oder Sidebars auswählbar sind. Was bei teureren Modellen mit mehr und besseren Kameras überladen wirken kann, ist beim Galaxy A40 übersichtlich und schnell verständlich.

Nutzer können schnell und einfach unter anderem zwischen einem Automatik-, einem Pro- und einem Live-Fokus-Modus (dem Portrait-Äquivalent von Samsung) wählen. Es gibt auch unterschiedliche Video- und Selfie-Funktionen. Der Wechsel zwischen Haupt- und Weitwinkelkamera funktioniert derweil in ausgewählten Modi mit dem Druck auf einen digitalen Knopf. Samsung verbaut beim Galaxy A40 auch einen Szenenoptimierer. Er erkennt automatisch Motive und passt die Einstellungen dahingehend an. Im Test funktionierte das gut, es dauerte aber ganz schön lang, bis sich Samsungs intelligente Kamera entschieden hat, was sich da so vor ihrer Linse befindet.

Für eine Kamera der unteren Mittelklasse kann sich das Setup des Galaxy A40 durchaus sehen lassen. Besonders die Hauptkamera und die Selfie-Knipse überzeugen. Videos und Weitwinkel-Bilder sind hingegen die Schwachstellen.

Teilwertung: 3,5 von 5 Sternen

Software und Multimedia

Im vergangenen Jahr hieß es noch: Samsung ist mit Software-Updates immer spät dran. 2019 sieht das schon anders aus. Der südkoreanische Hersteller liefert das Galaxy A40 mit der aktuellen Android-Version 9 Pie aus und hat auch die hauseigene Oberfläche One UI in der Version 1.1 installiert. Außerdem ist die Sicherheitsebene auf dem Stand vom 1. März 2019. Damit gehört das Smartphone zu den aktuellsten Geräten des Herstellers auf dem Markt. Man darf gespannt bleiben, ob Samsung diese Aktualität aufrechterhalten kann.

Im Bereich Software bleibt Samsung sich selbst treu. So gibt der Hersteller dem Nutzer neben den obligatorischen Google-Anwendungen viele zusätzliche Apps an die Hand. Besonders zu erwähnen wäre da der Game Launcher und der Galaxy Store, ein eigener App-Marktplatz von Samsung. Dazu gibt es noch vorinstallierte Apps von Drittanbietern wie Facebook und diverse Microsoft-Apps. Das kann als netter Service, aber auch als Bloatware verstanden werden.

Im Bereich Multimedia / Musik gibt es beim Galaxy A40 viele positive Aspekte und einen Totalausfall. Die Highlights finden sich vor allem auf der Software-Seite. Samsung bietet neben Play Musik von Google noch eine eigene Sound-App sowie einen unabhängigen Equalizer an. Das ist bei Preis-Leistungs-Smartphones nicht immer der Fall. Auch ein UKW-Radio ist mit an Bord.

Leider stellt sich der Lautsprecher auf der Unterseite des Handys als Totalausfall heraus. Er klingt flach sowie stumpf gleichzeitig und sorgt sicher dafür, dass kein Audio-Genuss aufkommt. Nutzer sollten besser zu den beigelegten 3,5-Millimeter-Kopfhörern greifen. Die sind zwar aus billigem Plastik, bieten aber eine passable Audio-Qualität.

Ungewöhnlich, aber begrüßenswert: Android-Aktualität ist mal eine Samsung-Stärke und keine Schwäche. Wer Wert auf ein natives Betriebssystem legt, ist beim südkoreanischen Hersteller derweil an der falschen Adresse. One UI und viele zusätzliche Apps bestimmen das Software-Bild des Galaxy A40. Im Bereich Musik ist der Lautsprecher ein kompletter Reinfall. Der Rest kann sich aber sehen lassen.

Teilwertung: 3,5 von 5 Sternen

Akku

Samsung stattet das Galaxy A40 mit einem 3.100-mAh-Energiespeicher aus. Angesichts des kompakten Designs und des 5,9 Zoll großen Displays könnte der Akku ausreichen, um eine gute Wertung im Test zu erzielen. Dieser unterteilt sich in eine achtstündige Intensiv-Phase mit jeweils 30 Minuten Telefonie, Video-Streaming, Musik hören und Gaming. In dieser Zeit gehen auch Benachrichtigungen auf dem Testgerät ein, die Kamera wird aktiv genutzt und es wird im Internet gesurft. Nach den ersten acht Stunden folgt die Standby-Phase von 16 Stunden.

ModellKapazität (mAh)AkkustandVerbrauch
TestgerätArbeitstag (8h)Nacht im Standby (16h)Intensivtest (8h)Standby (16h)
Samsung Galaxy A403.10057454312
Alternativen
Huawei Mate 20 Lite3.750 73 64 27 9
Nokia 7 Plus3.80066533413
Samsung Galaxy A6+3.500 706030 10
Huawei P20 Lite3.0005244488

Das Testergebnis des Galaxy A40 hinterlässt einen ernüchternden Eindruck. Der Verbrauch ist mit 43 Prozent nach acht Stunden etwas zu hoch. Andere Modelle wie das Galaxy A50 oder das Huawei P smart 2019 befinden sich nach der Intensiv-Phase meistens bei circa 65 Prozent verbleibendem Akkustand. Nicht ganz so schlimm fällt der Verbrauch in der Standby-Phase auf. Ein Wert von unter 10 Prozent wäre hier aber schöner gewesen. Mit rund 45 Prozent verbleibendem Akku hält das Galaxy A40 mit diesem Energie-Management leider keine zwei Tage am Stück aus.

Aufladen lässt sich das Samsung-Smartphone übrigens nur per Kabel via USB 2.0 Typ C. Kabelloses Laden ist nicht möglich. Dafür verbaut Samsung eine Schnelllade-Technologie. Sie sorgt dafür, dass der Akku innerhalb von 35 Minuten um 50 Prozentpunkte mit Energie versorgt wird.

Der Akku sowie die Größe des Galaxy A40 haben auf ein kleines Akku-Wunder hoffen lassen. Das Ergebnis ist jedoch enttäuschend. Im Test schneidet das Handy nur mittelmäßig ab. Die Ehrenrettung für die Wertung ist die gute Schnelllade-Funktion, die Samsung verbaut.

Teilwertung: 4 von 5 Sternen

Fazit

Das Samsung Galaxy A40 ist ein typisches Handy der unteren Mittelklasse: Es hat einige Stärken wie seinen Bildschirm oder die gute Haupt-Kamera. Es besitzt aber auch einige Schwächen, vor allem bei der Performance und beim Telefonieren. Andere Aspekte wie der Akku oder die Software reihen sich irgendwo dazwischen ein. Was das Galaxy A40 aber von vielen anderen Smartphones aus der gleichen Preis-Kategorie unterscheidet, ist seine Größe. Das Modell ist schön kompakt und eine wahre Freude für Fans von kleinen Mobiltelefonen.

Das Testsiegel Samsung Galaxy A40Dementsprechend sollten vor allem Nutzer, die auf der Suche nach einem kleinen, aber modernen Handy sind, sich für das Galaxy A40 interessieren. Denn selbst im Preis-Leistungs-Bereich werden kompakte Modelle immer mehr zur Seltenheit. Wem die Größe egal ist, der sollte nach einem anderen Smartphone Ausschau halten. Denn die schwache Performance und andere Problemchen fallen ohne den Ausgleich durch die Kompaktheit noch stärker ins Gewicht.

Gesamtwertung: 3,5 von 5 Sternen

Pro des Samsung Galaxy A40

  • Kompaktes Design
  • Einwandfreies Display
  • Gute (Haupt-)Kamera

Contra des Samsung Galaxy A40

  • Schwache Performance
  • Schlechte Sound- und Telefon-Qualität

Preis-Leistung

Knapp 250 Euro verlangt Samsung für das Galaxy A40 – für die gebotene Leistung ein guter Preis.

Alternativen

Wäre das Smartphone-Segment der unteren Mittelklasse ein Klub, wäre er regelmäßig wegen Überfüllung geschlossen. Neue Modelle und alte Flaggschiffe tummeln sich in den Preiskategorien unter 200 und 300 Euro wie Sand am Meer. Dementsprechend findet man auch viele Alternativen. Egal ob ein Hersteller oder eine spezielle Funktion sowie besonderer Stärke im Vordergrund steht: Es wird ein Gerät dafür in der Preis-Kategorie geben. Die inside handy Redaktion führt deshalb auch eine umfangreiche Liste mit den besten Smartphones unter 200 und unter 300 Euro. In diesen Übersichten finden sich aktuelle Modelle, die empfehlenswert sind.

Bildquellen:

  • Samsung Galaxy A40: Simone Warnke/inside handy
Huawei-Stand auf der CeBIT 2018.

Huawei unter Druck: Jetzt sind auch die Kirin-Chips gefährdet

Nächster Hieb gegen Huawei. Aufgrund der Auflagen der US-Regierung hat nun auch der Chip-Hersteller ARM seine Zusammenarbeit mit Huawei vorerst auf Eis gelegt. Und das obwohl das Unternehmen nicht in den USA, sondern in Großbritannien ansässig ist. Für Huawei könnte die Entscheidung von ARM schwere Folgen haben, denn das chinesische Unternehmen benötigt die ARM-Lizenzen für seine Kirin-Prozessoren.
David Gillengerten
David liebt Technik - insbesondere Games jeglicher Art. Seit 2017 ist er als Redakteur bei inside handy an Bord, davor auch schon als Freier Mitarbeiter. Sein Weg in den Handy-Markt hat ihn über sein liebstes Hobby, die Games-Branche, geführt. Entsprechend beschäftigt er sich auch bei inside handy viel mit Spielen, aber produziert auch die Videos für inside handy, in denen er gerne mal in andere Rollen schlüpft. Seine Lieblingsrolle: Business-Dave. David ist gebürtiger Rheinländer, der im Herzen aber gerne ein Brite gewesen wäre.

Deine Technik. Deine Meinung.

8 KOMMENTARE

  1. Habe das A40 seit 3 Tagen. Die geschilderten Negativpunkte kann ich nicht bestätigen. Mein A40 hat keine klapprigen Tasten und der Fingerabdrucksensor funktioniert super. Ganz toll hat sich die Weitwinkelfunktion der Kamera geoutet. Allerdings sollte man aufpassen wenn man mit trockenen Händen fotografieren will. Das A40 macht sich dann aufgrund der Plastikoberfläche schnell selbständig und knallt ziemlich übel auf dem Boden auf. Nun habe ich ein Spiderhandy, was aber immer noch toll funktioniert.

    • Hallo Karlheinz,

      du hast Recht. Wir haben uns mittlerweile ein zweites Rezensionsexemplar zukommen lassen und dort ist der Fingerabdruck-Sensor stabil. Wir werden das im Test des Handys berücksichtigen.

      Viele Grüße aus der Redaktion

  2. Danke für das Empfehlen von Alternativen. Aber was ist, wenn ich ein „Kompaktes“ Smartphone unter 300€ suche? Und mit kompakt meine ich maximal so groß wie das A40… Gibt es da einen Konkurrenten, der eher zu empfehlen ist?

    Danke und viele Grüße.

    • Hallo Chris,

      das ist leider immer etwas schwierig, da kompakte Handys mittlerweile eine wirkliche Seltenheit sind. Sony könnte ich dir empfehlen. Der japanische Hersteller hat zum Beispiel mit dem Sony Xperia 10 ein aktuelle Gerät, dass noch recht handlich ist. Es kostet auch aktuell weniger als 300 Euro und hat bei uns im Test gut abgeschnitten. Hier ist übrigens der Test: https://www.inside-handy.de/handys/sony-xperia-10/test

      Ansonsten wäre auch noch das neue Google Pixel 3a zu empfehlen. Da ist der Preis dann aber merklich über 300 Euro.

      Ich hoffe, ich konnte dir zumindest ein bisschen weiterhelfen.

      Viele Grüße aus der Redaktion

  3. Langsam? Wo ist denn das a40 langsam? Ausser vielleicht beim zocken.
    Auch hält der Akku entspannt 2 Tage, wenn man nicht ständig dran hängt. Trotz GPS und Bluetooth aktiv, und OHNE dauernd im WLAN zu sein.
    Das konnte das s10 nicht im geringsten, weswegen ich es wieder weggeschickt habe.
    Ich finde das a40 soweit perfekt. Nur die Kamera ist halt nicht so toll, ist ja klar.
    Weitwinkel kann man vergessen, aber der schaut beim p30 und s10 auch bescheiden aus!!!

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen