LG V40 ThinQ im Ersteindruck: Schick und liebevoll aber keine Revolution

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Das LG V40 ThinQ auf der CES 2019
Bildquelle: David Gillengerten / inside handy
Bereits im Oktober hat LG sein spätes Flaggschiff V40 ThinQ vorgestellt. Anders als das Frühsommer-Smartphone der G-Linie erscheint das V40 mit OLED- statt LC-Display. Auch sonst hat das LG V40 mehr Anspruch als das G7 – wenngleich sich Prozessor und andere Daten wie ein Ei dem anderen gleichen. Auf der CES 2019 konnte inside handy einen Eindruck des LG V40 ThinQ erhaschen.

Das LG V40 ThinQ kommt auch nach Deutschland. Das verkündete LG Mitte Dezember. Dennoch mahlen die Mühlen der Südkoreaner traditionell langsam, was die Markteinführung betrifft. Dabei bietet das Smartphone vieles, was zu einem waschechten Top-Handy gehört:

Der Akku hinterlässt auf den ersten Blick Fragezeichen, erscheint er mit „nur“ 3.300 mAh für ein 6,4-Zoll-Handy doch deutlich zu klein. Allerdings hat LG in der Vergangenheit gezeigt, dass die Akkulaufzeit trotz vermeintlich kleiner Kapazität auch in der Oberklasse konkurrenzfähig ist. Letztes Beispiel: Das LG V30 (hier im Test).

Nun aber zum LG V40 mit dem immer noch gewöhnungsbedürftigen Beinamen ThinQ. Tatsächlich ist die Verwandtschaft zum Vorgänger in der V-Serie nicht von der Hand zu weisen. LG verfolgt eine klare Designsprache und weicht beim V40 punktuell wie grazil vom V30-Stil ab: Einerseits ist hier die Display-Notch zu nennen. Der Einschnitt ist im Vergleich zum LG V30 neu und lässt den Bildschirm größer und randloser erscheinen.

Zweite Besonderheit: Aus der Rückseite stechen nun nicht mehr nur zwei, sondern gleich drei Kamera-Objektive hervor. Zusammen mit den beiden Frontkameras in der Notch wächst die Gesamtzahl der Foto-Objektive auf fünf.

Beim Material vertraut LG auf altbewährtes und trendiges: Glas, Glas und Metall schützen die sensible Technik im Innern. Die IP68-Zertifizierung stellt sicher, dass das Handy auch staub- und wasserdicht ist.

Angefasst: das LG V40 ThinQ im ersten Eindruck

Im Vergleich zum LG V30 fällt auf, dass LG die Rundungen etwas verfeinert hat. Das Handy wirkt ein wenig kompletter und ist edler und glatter verarbeitet. Die Notch ist schön plan eingesetzt und das Handy lässt sich trotz massiven 6,4 Zoll gut bedienen. Möglich macht es nicht zuletzt die schmale Ausführung mit 19,5:9-Format (3.120 x 1.440 Pixel). Die neue Triple-Kamera auf der Rückseite ist schön eingesetzt und wird angenehm aber gewissenhaft erfühlt. Sie ist kein Widerhaken beim Einstecken des Handys in die Hosentasche und ist auch nicht so glatt, um mit dem Fingerabdrucksensor verwechselt zu werden, was im Zweifel zu Schlieren und Flecken auf dem Objektivglas führt.

Navigiert wird das LG V40 neben dem Touchscreen über verschiedene Tasten an der Seite und – eine LG-Spezialität – über den haptischen Fingerabdruck-Taster auf der Rückseite. Grundsätzlich sind all diese Steuerelemente gut zu erreichen und besitzen einen ebenso guten Tastenhub. Allerdings können zierliche Hände zu Streckübungen der Finger verleiten.

Grundsätzlich ist das LG V40 ThinQ ein solides Handy und eine schicke Alternative zu all den anderen 2018er-Flaggschiffen. Die Entwicklung im Vergleich zum LG V30 ist nachvollziehbar und bemerkbar. Eine Revolution der V-Serie startet LG hingegen nicht.

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