Honor View 20: Erster Eindruck des Lochkamera-Handys

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Honor View 20 mit Kamera-Loch im Display
Honor View 20 mit Kamera-Loch im Display.Bildquelle: David Gillengerten / inside handy
Das Honor View 20 wurde noch in den letzten Smartphone-Zügen des Jahres 2018 vorgestellt. Auf der CES wurde das Handy ausgestellt. Welche Design-Finessen das Handy mit Front-Kameraloch statt Notch auszeichnen, klärt der Ersteindruck, den Honor im Rahmen der CES 2019 gewährte.

Es ist also keine Notch: Das, was die Smartphone-Branche als 1A-Alternative zum Display-Einschnitt ansieht und was unter anderem vom Samsung Galaxy S10 erwartet wird, ist beim Honor View 20 bereits Realität. Das Flaggschiff-Smartphone der Huawei-Tochter besitzt ein 6,4 Zoll großes Display und selbstredend eine Frontkamera für Selfies (25 Megapixel). Soweit so gewöhnlich. Die Frontkamera steckt allerdings in einer gerade genügenden, runden Aussparung im Display.

Die Loch-Kamera im Display des Honor View 20

Honor hat also einfach ein Loch ins Display geschnitten und die Frontkamera auf diese Weise platzsparend in die Ecke drapiert. Währenddessen leuchtet das LC-Display rundherum weiter. Eine kleine, aber auffällige Finesse. Ein echter Hingucker sogar.

Davon hat das Honor View 20 aber noch mehr auf Lager: Die Rückseite – ob in rot oder in blau – becirct durch einen glänzenden und schräg ins Zentrum verlaufenden Farbeffekt. Möglich macht es die feine Struktur der Fläche, bei der einmal mehr Glas als Werkstoff zum Einsatz kommt.

Aber zurück zur Kamera im Display-Loch: Das Kameraglas ist bei dieser Version gleich dem Displayglas. Die Kamera liegt also glatt im Display eingebettet und erhebt haptisch weniger Aufsehen als optisch. Nachteil daran: Da die Kamera derart mit der Interaktionsfläche verbunden ist, rutscht der Finger beim Bedienen ein ums andere Mal darüber. Während dies der Haptik wie erwähnt keinen Abbruch tut, steigt bei Schmutzfingern die Gefahr, dass Abdrücke und Fettwischer der Kamera den scharfen Durchblick verwehren. Es muss also öfter zum Putztuch gegriffen werden.

Unabhängig von dem, was das Honor View 20 technisch drauf hat, macht das Smartphone optisch einiges her. Dazu ist die Verarbeitung auf gewohnt hohem Niveau – nur die Schmieranfälligkeit des Hochglanzgehäuses trübt den ersten Eindruck etwas.

Was die Bilder außerdem offenbaren: Auf der Rückseite findet sich ein Fingerabdrucksensor. Anders als im Huawei Mate 20 Pro oder im Honor Magic 2 ist dieser nicht ins Display integriert.

Honor View 20: Die technischen Daten

Die Version des Honor View 20, die es nach Europa schaffen wird, kommt mit ansprechenden Daten. Allerdings sind einige davon bereits aus dem Huawei Mate 20 (Pro) bekannt. Dem Megapixel-Rekord rennt Honor beispielsweise mit einer 48-Megapixel-Kamera hinterher. Das Herzstück bildet mir dem Kirin 980 einer der schnellsten und modernsten Chipsätze der Zeit. Fortschrittlichkeit wird indes durch das Prädikat „5G-Ready“ suggeriert.

Die technischen Daten im Überblick

  • Display: 6,4 Zoll, LCD, 1.080 x 2.310 Pixel
  • Prozessor: Huawei Kirin 980
  • Arbeitsspeicher: 6 GB / 8GB
  • Speicherplatz: 128 / 256 GB
  • Kamera: 48 Megapixel (Dual-Kamera)
  • Frontkamera (im Display): 25 Megapixel
  • Betriebssystem: Android 9 Pie (EMUI 9 oder Magic UI 2)
  • Akku: 4.000 mAh
  • Alle Daten im Datenblatt des Honor View 20

Preis und Verfügbarkeit

Honor wird das View 20 Ende Januar auch auf dem deutschen Markt veröffentlichen. Zuletzt bestätigte das Unternehmen den 22. Januar als Starttermin. Zum jeweiligen Kostenaufwand gibt es jedoch noch keine offizielle Auskunft. Kürzlich kursierten folgende Preise:

  • Honor View 20 – 6 + 128 GB: 549 bis 569 Euro (je nach EU-Land)
  • Honor View 20 – 8 + 256 GB: 649 oder 699 Euro

 

Bildquellen:

  • honor-view-20-kamera-loch: David Gillengerten / inside handy
Die Rückseite des Honor View 20 im Hands-On auf der CES 2019

Honor View 20: So hoch ist der Preis in Deutschland

Mit dem Displayloch dürfte Honor eine Premiere auf dem deutschen Markt feiern. Das kommende Flaggschiff View 20 wird das erste Handy hierzulande sein, das den neuartigen Bildschirm besitzt. Lange versuchte der chinesische Hersteller, einzelne Facetten des Smartphones geheim zu halten. Nun ist aber eine weitere Information an die Öffentlichkeit gelangt. So hat ein deutscher Händler wohl den Preis verraten.
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Michael liebt Technik und vor allem Smartphone-Tests. Seit 2012 ist er mit Unterbrechung bei inside handy und schreibt über die neueste Technik. Zu seinen Aufgaben gehören das Ausprobieren von neuen Handys sowie das Betreuen der Social-Media-Auftritte. Seine Freude an der Technik wird nur von seiner Liebe für den Fußball übertroffen – besonders für den Verein seines Herzens, den 1. FC Köln. Er spielt aktiv im Verein und digital an der PlayStation. Wenn er nicht mit Ballsport oder Schreiben beschäftigt ist, verreist er gerne und betätigt sich als Chefredakteur des Gin-Magazins.

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