Honor 8X im Hands-On: Preisbrecher mit Flaggschiff-Genen

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Die Kamera und die Rückseite des Honor 8X im Hands-On
Das Honor 8X will es wissen: Doppelkamera, Flaggschiff-Design und ein riesiges Display mit Notch zum Kampfpreis sollen die Nutzer überzeugen. Doch hält das Honor 8X, was die Marketingabteilung der Huawei-Tochter verspricht? Der erste Eindruck zeigt, dass es Honor ernst ist mit dem 8X, jedoch gibt es auch Kritik.

Der Blick auf das Datenblatt verrät es: Das Honor 8X ist kein Flaggschiff, auch wenn es äußerlich so scheint. Doch verbaut Honor einiges an Qualität in das neue X-Modell, das sich in einer Reihe mit den bisherigen X-Geräten sieht. Sie soll die Preis-Leistungs-Klasse bei Honor repräsentieren und war bisher mit dem Honor 5X, dem Honor 6X und dem Honor 7X bestückt.

Die technischen Daten des Honor 8X – Viel Schein, viel Sein

Mit dem Kirin 710 und jeweils 4 GB Arbeitsspeicher jedoch einmal 64 und einmal 128 GB Hauptspeicher sind die Grundlagen gelegt. Das große Panel mit einem Display-zu-Gehäuse-Verhältnis von 91 Prozent macht ebenfalls Eindruck, auch wenn es nicht in QHD auflöst. Die technischen Daten in der Übersicht:

 Honor 8X
 
Display6,5 Zoll, 1080 x 2.340 Pixel
Betriebssystem-VersionAndroid 8.0 Oreo
ProzessorOcta-Core 2,2 GHz
RAM4 GB
interner Speicher64 / 128 GB
MicroSDja (400 GB)
Kamera vorne/hinten16 Megapixel /
24 + 2 Megapixel
Fingerabdruckscannerja
Akku3.300 mAh
USB-PortMicro-USB
IP-Zertifizierungnein
Abmessungen160,4 x 76,6 x 7,8 mm
FarbenBlau, Schwarz, Rot
Einführungspreis249 / 279 Euro
Aktueller Marktpreis249 / 279 Euro
Zum vollständigen Datenblatt des Honor 8X

Viel Top und ein paar Flops

Es gibt einige Schwachstellen in der Tabelle der technischen Daten des Honor 8X. So ist es weder Staub- und Wasser-geschützt, noch bietet es einen USB-Typ-C-Anschluss und das zweite Kameramodul erfüllt maximal Unterstützungstätigkeiten, bietet aber keinen Mehrwert a lá zweite Brennweite oder reines Schwarz-Weiß.

Erster Eindruck vom Honor 8X – Das Hands-On

Honor legt viel Wert auf die Kompaktheit des neuen 8X. Im Hands-On zeigt es sich jedoch nicht ganz mit dem angekündigten 5,5-Zoll-Gefühl. Trotzdem wirkt es etwas kleiner als es die Display-Diagonale suggeriert. Wo man die Größe dann doch spürt: Der Fingerabdrucksensor, der sich fein in die Rückseite eingelassen sieht, könnte einen Zentimeter weiter nach unten rutschen. So tippt der Finger des Öfteren und vor allem beim Erstkontakt daneben beziehungsweise darunter auf die Glasrückseite.

Design und Material des Honor 8X

Sie ist optisch zweigeteilt und zeigt mit der Beschriftung der Kamera die gewollte Ausrichtung. Honor will, dass man das Honor 8X beim Fotografieren quer nutzt und nicht hochkant. Damit tritt man in die Fußstapfen Huaweis. Der Mutterkonzern hat beim Huawei P20 und P20 Pro vorgemacht, wie man die Kamera so in den Mittelpunkt rückt. Sie ist beim Honor 8X zweigeteilt und somit entstehen zwei kleine Buckel in der linken oberen Ecke der Rückseite. Eine LED begleitet das Kamerapaar, die das Aufhellen der Umgebung bei wenig Licht oder die Belichtung von Gesichtern bei Gegenlicht ermöglicht.

Ein matter Streifen untermalt das Ganze und erstreckt sich über die gesamte Länge der Rückseite und nimmt rund ein fünftel der Breite ein. Der Rest der Rückseite wird unter dem Glas mit einem glänzenden Material bestückt. Der Effekt, den die Zweiteilung mitbringt, wirkt dezent, da das Schutzglas das Matte Material optisch etwas überlagert. Trotzdem gelingt Honor hier ein schicker Kniff.

Das Honor 8X fühlt sich beim ersten Mal in die Hand nehmen schwer, massiv und groß an. Ja, das Display ist riesig und ja, Honor verschwendet wenig Platz bei der Umrandung des Panels, trotzdem wirkt das Honor 8X wenig grazil oder elegant in den Durchschnittshänden des Testers. Schuld daran ist vor allem, dass das Smartphone recht breit wirkt. Das liegt nicht allein am Display, sondern auch daran, dass der Aluminiumrahmen seinen Platz einfordert. So umgreift man das Gerät zwar, jedoch muss man etwas den Reflex unterdrücken, die zweite Hand zu Hilfe zu nehmen.

Verarbeitung des Honor 8X

Die Größe ist jedoch nicht alles bei einem Smartphone und so liegt der nächste Knackpunkt zumeist an der Materialwahl und der Verarbeitung. Hier wird ein wenig gespart, jedoch in einem völlig akzeptablen Rahmen: Denn genau ein solcher aus Kunststoff umgibt das 2,5D-Glas der Front. Diese Bauweise ist nur mit viel Aufwand zu umgehen und so müssen die meisten Mittelklasse-Modelle mit dem dünnen Plastikteil leben. Nutzer, die ihn los haben wollen, müssen somit tiefer in die Tasche greifen. Beim gewählten Aurora-Glas müssen Falltests zeigen, ob es mit dem Konkurrenten aus den USA, Cornings Gorilla Glas, mithalten kann. Im ersten Eindruck verbiegt sich das Honor 8X nicht und auch größere Krafteinwirkung machen ihm nichts aus.

Die Verarbeitung der Materialien wirkt auf den ersten Blick hochwertig und es wurde auch bei den kniffligen Stellen der Bohrungen und Ausfräsungen nicht geschludert. Hier ist, soweit der erste Eindruck, alles in bester Ordnung.

Preis-Leistung

Das Honor 8X ist in Deutschland ab dem 5. Oktober für knapp 250 beziehungsweise knapp 280 Euro erhältlich sein. Damit unterbietet man einen Preispunkt, der für viele Nutzer eine Schmerzgrenze darstellt. In der Liste mit den besten Smartphones unter 300 Euro wird es bei der gezeigten Leistung einen Stammplatz einnehmen. Ob es zu mehr reicht, muss der Test zeigen. Doch die Sterne stehen gut für Honors 8 mit dem X.

Neuvorstellung: Honor 8X

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Michael Büttner
Michael liebt Technik und ist stellvertretender Chefredakteur bei inside handy. Anderen auch bekannt als der Franke in Bonn, der Macher oder der Handwerker für sämtliche Reparaturen der Redaktion. Nach Praktika bei der Neuen Presse in Kronach, den Nürnberger Nachrichten und dem Systemkamera-Blog, startete Michael bei inside handy und verdient sich seine Sporen vor allem im Hardware-Bereich. Balanciert er mal nicht zwischen Tagesgeschäft, Testgeräten und Co, betätigt er sich ab und an als Jäger im Pokémon-Dschungel. Ein ungewöhnlicher Anblick wäre es dabei nicht, ihm dank seiner Boulder-Fähigkeiten kletternd an einer Felswand zu begegnen. Abseits dessen begeistert er sich für Fotografie, Wanderungen, kulinarische Feste und Blasius Kawalkowski.

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