Google Pixel 3a im Test: Die Flaggschiff-Alternative

14 Minuten
Google Pixel 3a im Test
Google fährt in diesem Jahr erstmalig eine neue Schiene. Im Gegensatz zu den vorherigen Jahren entschied sich das Unternehmen nun auch abgespeckte Varianten seiner Flaggschiffe Pixel 3 und 3 XL ins Rennen zu schicken. Das Pixel 3a soll dabei vor allem mit einer guten Kamera glänzen. Ob es darüber hinaus noch mehr auf dem Kasten hat, zeigt der Test.

Google schickt zwei Ableger seines derzeitigen Flaggschiff-Duos in den Handel. Die Rede ist vom Pixel 3a und 3a XL. Beide Smartphones siedeln sich in der Mittelklasse an, sind aber dennoch mit dem ein oder anderen Highlight gespickt.

Design und Verarbeitung in typischer Manier

Das Pixel 3a kommt im typischen Gewand Googles. Das bezieht sich vor allem auf die Rückseite aus Aluminium und Kunststoff, die in einen matten und glänzenden Part unterteilt ist. Waren die Partien früher noch geradlinig, sind sie nun zu den Seiten hin abgerundet und spiegeln so das ebenfalls abgerundete Display in ihrer Optik wider. Im glänzenden Teil ist in der linken Ecke die Hauptkamera nebst Blitz platziert, im matten Teil sind indes der Fingerabdrucksensor sowie das Google-G untergebracht. Die Front orientiert sich weiterhin am traditionellen Äußeren, sodass verhältnismäßig breite Display-Balken bestehen bleiben. Dort finden sich die üblichen Bauteile wie Frontkamera, Lautsprecher und die Benachrichtigungs-LED.

 Google Pixel 3 (XL)Google Pixel 3a (XL)
Material und FarbenGlasrückseite
Weiß, Schwarz, "Not Pink" (Effektfarbe)
Polycarbonat-Gehäuse
Weiß, Schwarz
Display5,5 Zoll FHD+ OLED
(6,3 Zoll QHD+ OLED)
5,6 Zoll FHD+ OLED
(6 Zoll, FHD+ OLED)
Speicher
(Arbeitsspeicher + interner Speicher)
4+64 GB, optional 128 GB
Unbegrenzter Cloud-Speicher für Fotos
4+64 GB
Unbegrenzter Cloud-Speicher für Fotos
ProzessorQualcomm Snapdragon 845
Pixel Visual Core
Titan M-Sicherheitsmodul
Qualcomm Snapdragon 670
Titan M-Sicherheitsmodul
Kamera12,2 Megapixel, f/1.812,2 Megapixel, f/1.8
Frontkamera8+8 Megapixel, f/2.28 Megapixel, f/2.0
BetriebssystemAndroid 9 PieAndroid 9 Pie
Akku2.915 mAh
(3.430 mAh)
3.000 mAh
(3.700 mAh)
Drahtlos-Laden (Qi)JaNein
FunktionenActive Edge (Seiten-Drucksensor)Active Edge (Seiten-Drucksensor)
WasserdichtJa, IPX8Nein
AnschlüsseUSB-CUSB-C
3,5-mm-Klinkenstecker
Einführungspreis849 Euro
(949 Euro)
399 Euro
(479 Euro)

Das Pixel 3a ist gut verarbeitet, durch das Kunststoff-Gehäuse jedoch ein wenig weich. Dadurch lassen sich mit wenig Kraftaufwand mindestens Knarzer aus dem Inneren herausholen. Letztlich ist das Pixel-Smartphone schutzlos und ist gemäß einer IP-Zertifizierung weder gegen Staub, noch Wasser resistent. Google bietet das Pixel 3a nur in den Farben Schwarz und Weiß an.

Google Pixel 3a im Hands-On

Kompakt und hochwertig. Google weiß, wie man Smartphones baut und schafft auch bei der günstigeren Modellvariante eine angenehme Haptik. Trotz des Kunststoffs fühlt sich das Pixel 3a nicht billig an, sondern überzeugend angenehm an. Die glänzende Partie auf der Rückseite fließt nahtlos in den ebenso scheinenden Rahmen über, der sich auf der vorderen Seite im Glaselement verliert.

Nicht nur durch die Rundungen des Gehäuses liegt es gut in der Hand. Auch das erfrischend kleine Gehäuse macht es gleichermaßen leicht und bequem in der Bedienung. Das Smartphone lässt sich leicht umgreifen und mit einer Hand nutzen. Positiv beeinflusst wird das Pixel 3a von dem Aluminium-Kunststoff-Konstrukt außerdem in der Hinsicht, dass es nicht rutschig ist. Bei gläsernen Gehäusen ist dies teils ein gefährliches Unterfangen.

Die am Rahmen angebrachten Buttons sind zwar allesamt gut erreichbar, jedoch teils schlecht arrangiert. So befindet sich der Power-Button oberhalb der Lautstärkewippe, wodurch man permanent auf den Lautstärkeregler drückt anstatt auf den Einschaltknopf. Denn bei den meisten Smartphones befinden sich die Knöpfe in der exakt gegenteiligen Reihenfolge.

Wer das Pixel 3a beabsichtigt oder aus Versehen einmal zu feste zusammendrückt, wird außerdem auf Googles Interpretation von HTCs Edge Sense stoßen – hier unter dem Namen „Active Edge“ etabliert. Softwareseitig löst das Drücken des Rahmens eine Vibration aus, die tatsächlich den Effekt hat, als ob man das Smartphone zusammendrückt. Resultat daraus ist die Aktivierung des Google Assistant, der sich daraufhin auf Wunsch bedienen lässt.

Google bleibt seiner Designsprache treu und konstruiert auch den Ableger des Pixel 3 im typischen Look des Hauses. Auch Funktionen wie Active Edge bleiben dem Flaggschiff nicht vorbehalten. Allerdings scheint das Pixel 3a durch die Kunststoffpartie auf der Rückseite nicht sonderlich stabil.

Teilwertung: 4 von 5 Sternen

Display

Mit einer Display-Diagonalen von 5,6 Zoll besitzt das Pixel 3a ein Panel, das in der heutigen Zeit vielmehr an frühere Geräte denken lässt. Nichtsdestotrotz bietet das Smartphone ein schlankes 18,5:9-Format und trifft damit den Nerv der Zeit. Bei der Display-Technologie vertraut Google auf OLED, was aus technischer Sicht bedeutet, dass im Bildschirm selbst keine Hintergrundbeleuchtung benötigt wird. Außerdem sorgen OLED-Displays nicht nur für einen besseren Schwarzwert wie höhere Kontraste, sondern verbrauchen ebenfalls weniger Akku.

Inhalte stellt das Pixel 3a in Full-HD+-Qualität dar, ergo mit 1.080 x 2.220 Pixeln und kommt insgesamt auf eine Pixeldichte von 441 ppi. Ein guter Wert, der kein grobkörniges Bild zulässt, sondern scharfe Kontraste schafft. Das beweist das Smartphone auch in der Blickwinkelstabilität, wo das Display erst bei einem sehr schrägen Winkel abdunkelt.

Darin ein spielt auch das Licht, denn sowohl die automatische als auch die maximale Regelung sind weitaus hell genug. Die individuellen Einstellungsmöglichkeiten gehen allerdings nicht über die Basis hinaus. Neben einem Blaulichtfilter, der nachts die Augen schont, und drei verschiedenen Farbdarstellungen bietet das Pixel 3a keinerlei Optionen.

In der technischen Ausrüstung unterscheidet sich das vermeintlich abgespeckte Pixel 3a nicht von seinem Flaggschiff-Bruder. Die Ausrüstung ist auf einem hohen Niveau; nur das native Android schränkt Nutzer in ihren Anpassungswünschen ein.

Teilwertung: 4 von 5 Sternen

Ausstattung und Leistung

Dass Qualcomms Top-Prozessor auch Googles Top-Smartphone, dem Pixel 3, vorbehalten bleibt, ist wenig überraschend. Stattdessen soll der Snapdragon 670 im Inneren des 3a-Modells sein Werk verrichten. Der Chipsatz entstammt dem vergangenen Jahr und wurde eigens für die Mittelklasse konzipiert. Der Snapdragon 670 arbeitet mit insgesamt acht Kernen, von denen vier auf eine maximale Taktrate von 1,7 GHz kommen, die verbleibenden vier mit bis zu 2 GHz takten.

Unterstützt wird der Prozessor von einem 4 GB großen Arbeitsspeicher. Zur Speicherung von Bildern, Videos und anderen Inhalten stellt das Pixel 3a einen 64 GB großen internen Speicher zur Verfügung. Nutzer müssen sich im Klaren sein, dass man das interne Datendepot nicht mittels Micro-SD-Karte erweitern kann. Ein alternatives Modell mit mehr Fassungsvermögen gibt es ebenso wenig.

Pixel 3a im Benchmark-Test

Mit diesem geschnürten Paket startet das Pixel 3a in den Antutu-Benchmark-Test, den es mit einem Endergebnis von 158.175 Punkten abschließt. Damit ist es zwar weit von den Ergebnissen der Oberklasse entfernt, kann sich aber dennoch im stabilen Mittelfeld etablieren. Auf Augenhöhe ist es damit in etwa mit dem Nokia 8 Sirocco, das auf 164.162 Punkte kommt. Ein wenig schwächer ist indes Samsungs neuer Mittelklässler Galaxy A50 mit 144.101 Punkten.

UmfeldModellBenchmark-Wert
TestgerätGoogle Pixel 3a158.175
 
Nokia 8 Sirocco164.162
KonkurrentenSamsung Galaxy A50277.699
BQ Aquaris X2 Pro142081
 
Asus ROG Phone299.279
aktuelle SpitzenmodelleRazer Phone 2286.678
Google Pixel 3 XL285.146

Trotz allem ist die Performance des Pixel 3a in der Regel fehlerfrei. Ruckler und Verzögerungen sind bei der herkömmlichen Bedienung nicht festzustellen. Im Gegenteil: Die Leistung bleibt geschmeidig, auch wenn man beispielsweise schnell zwischen verschiedenen Apps hin und her springt. Aufwändigere Apps wie das 3D-Spiel „Asphalt 9“ bringen das Smartphone nur manchmal ins Stocken und verursachen ein wenig längere Ladezeiten.

Verbindungsmöglichkeiten

Mit grundlegenden Optionen wie WLAN-Konnektivität, USBOTG und Ortungssystemen wie GPS, Galileo und Glonass ist das Pixel 3a gut aufgestellt. Die Sensorik geht über diesen Standard weiter hinaus. Dank des Snapdragon 670 wird dem Google-Smartphone LTE Cat.11 ermöglicht, womit Nutzer eine Download-Geschwindigkeit von bis zu 600 Mbit/s sowie eine Upload-Geschwindigkeit von maximal 50 Mbit/s geboten wird.

Weiterhin verbaut Google Bluetooth in der neuesten Version 5.0 und die Möglichkeit, eine eSIM einzusetzen. Die mittlerweile häufig vorhandene Dual-SIM-Funktion ist dem Pixel 3a nicht vergönnt.

 Google Pixel 3a
HSPA
HSPA+
LTE (Down-max Mbit/s)▲ (600 MBit/s)
USB-OTG
DLNA
NFC
Kabellose Display-Übertragung
MHL
Infrarot-Fernbedienung
Bluetooth-Version5.0
WLAN-Standardsa/b/g/n/ac
QI
Dual-SIM

Telefonqualität

Telefonate gestalten sich mit dem Pixel 3a angenehm. Wenngleich Hintergrundgeräusche nicht gänzlich herausgeschnitten werden können, transportiert das Smartphone die Stimme beider Gesprächsteilnehmer ordentlich und deutlich. Ist der Lautsprecher allerdings aktiviert, wirkt die Qualität teilweise ein wenig dumpf und hallend.

Das Pixel 3a bietet alles, was ein Otto-Normal-Verbraucher hinsichtlich der Sensorik benötigt. Die Performance kann sich ebenso sehen lassen. Kritik erntet es jedoch für den fehlenden Micro-SD-Kartenslot.

Teilwertung 3,5 von 5 Sternen

Kamera

Wirft man einen Blick auf das Datenblatt des Pixel 3 und Pixel 3a, wird feststellen, dass sich die Hauptkamera fast in Gänze gleichen. Beide Smartphones besitzen eine 12-Megapixel-Kamera samt lichtstarker f/1,8-Blende, die auf der Rückseite mit einem Dual-Tone-LED-Blitz kombiniert ist. Hinzu gesellt sich ein elektronischer wie optischer Bildstabilisator, die beispielsweise zitternde Hände ausgleichen. Weiterhin besitzen beide einen Autofokus mit Dual-Pixel-Phasenerkennung.

Die Unterschiede finden sich im Detail: Während das Pixel 3a „nur“ einen Autokfokus und einen Erfassungswinkel von 76 Grad besitzt, kommt beim Flaggschiff zusätzlich ein Spektral- und Flickersensor und 76-Grad-Schärfentiefe hinzu. Diese Sensoren sollen zum Beispiel das Flackern von Bildschirmen auf Fotos ausgleichen sollen.

Die Frontkamera differenziert die beiden Smartphones zusätzlich. Nutzer des Pixel 3 bekommen eine Dual-Frontkamera mit zwei 8-Megapixel-Kameras. Beim Pixel 3a kommt ein einzelnes Objektiv mit 8 Megapixeln zum Einsatz.

Die Fotoqualität

Trotz der letztlich kleinen Unterschiede ist es wenig überraschend, dass die Fotoergebnisse eine gute Qualität besitzen. Vor allem im Außenbereich sind die Farben nicht nur natürlich, sondern auch satt und voll eingefangen. Das gilt sowohl für Objekte, die sich im Vordergrund befinden als auch jene, die im Hintergrund stehen. Dem Pixel 3a gelingt weiterhin eine gute Schärfe, auch wenn man in ein schon aufgenommenes Bild hineinzoomt. Erst, wenn man bis zum Maximum an ein Motiv heran gegangen ist, wird es grobkörniger und ein wenig schleierhaft.

Knifflig wird es bei Nahaufnahmen von kleineren Motiven. Um den gewünschten Bereich scharf zu stellen, muss man das Pixel 3a relativ weit weg halten. Dadurch ist auf den Bildern oftmals zu viel Umgebung abgebildet als das Objekt an sich. Anders ist es bei Nahaufnahmen mit einem Fluchtpunkt: Hier wird der Vordergrund sehr scharf und detailreich abgelichtet, während der Hintergrund verschwimmt.

Während die Zoomfunktion wenig taugt, sondern recht grobe Fotos erstellt, kann der integrierte Porträt-Modus schöne, mit künstlicher Tiefenschärfe versehene Bilder aufnehmen. Die Person wird, auch bei recht geringem Abstand zum Hintergrund, ordentlich herausgeschnitten. Nur ein paar feine Details, wie Haare, werden von der Software nicht erfasst und ebenfalls verschwommen dargestellt. Daneben bietet die Kamera-App auch einen Nachtmodus, der das Ergebnis allerdings nur aufhellt, aber nicht schärfer stellt oder Ähnliches.

Selfies und Videos

Trotz des einzelnen Objektivs des Pixel 3a werden Selfie-Fans abgeholt. Die Selfies sind gut ausgeleuchtet und natürlich. Auf der Kamera-Oberfläche gibt es zwar einen Beatuy-Modus, der das Gesicht verschönern soll. Im Gegensatz zu Smartphones von beispielsweise Huawei zeichnet die Software die Person allerdings nicht bis zur Unkenntlichkeit weich, sondern retuschiert nur ein paar „Hautunreinheiten“.

Videos nimmt der Flaggschiff-Ableger in bis zu 4K-Qualität auf. Das Smartphone reagiert bei der Aufnahme schnell, das Bewegtbild als solches ist bei ruhiger Hand recht detailreich. Beim Schwenken bleibt das Ergebnis etwas matt und gräulich.

Kamera-App

Die zugehörige Kamera-App bietet vieles, bleibt aber in Teilen rudimentär. Google baut auf diverse Zusatzoptionen wie den Porträt- und Nachtmodus, lässt dafür aber individuelle Einstellungen hinten über fallen. Nutzer können demnach keine Werte wie den Weißabgleich, ISO und Co. einstellen, sondern müssen sich mit der Automatik zufrieden geben.

Darüber hinaus bietet die App Spielereien wie eine Fotobox, Photo Sphere, Panorama-Aufnahmen und eine Zeitlupenfunktion. Die Funktion Google Lens hilft indes dabei, Dokumente zu scannen. In den allgemeinen Einstellungen kann außerdem eingestellt werden, Fotos im RAW-Format aufzunehmen. Diese werden aufgrund ihrer Größe jedoch in einem anderen Ordner als die Galerie abgespeichert.

Das Pixel 3a kann für Fotofreunde und Schnappschüsse herhalten, die Qualität ist vor allem bei Landschaften und größeren Objekten sowie ausreichend Beleuchtung gut. Abzüge gibt es für die wenigen Einstellungsmöglichkeiten der Kamera-App sowie den kniffligen Makromodus.

Teilwertung 4 von 5 Sternen

Software und Multimedia

Keine Verschönerungen. Kein Schnickschnack. Nur Android – und zwar pur. Native-Android-Fans kommen, wie immer bei Google-Smartphones, voll auf ihre Kosten. Das Pixel 3a bietet Android 9 Pie in seiner reinsten Form und das sowohl optisch als auch inhaltlich. Die verspielte Oberfläche ist mittlerweile einer klaren und übersichtlichen Optik gewichen.

Google schraubt nicht am Design der Apps herum, sondern belässt sie im Google-typischen Stil. Dementsprechend finden sich auch keine Personalisierungsmöglichkeiten á là Samsung oder Huawei für Nutzer, außer den Hintergrund zu ändern. Wie bei jedem anderen Android-Gerät auch kommen Besitzer des Pixel 3a in den Genuss von Google-Apps wie Maps, Drive und Ähnliches sowie von neuen Funktionen wie „Digital Wellbeing“. Mit letzterem lässt sich das eigene Nutzerverhalten überwachen und, wenn nötig, eine Display-Pause einrichten.

Daneben behält sich das Unternehmen kleine Raffinessen vor. In diesen Bereich fällt unter anderem der Google Assistant, der auf dem Pixel 3a völlig ausgereift scheint. Er steht jederzeit auf Abruf und kann auf diversen Wegen aufgerufen werden: Zum einen steht Active Edge zur Verfügung, bei dem der Rahmen des Pixel 3a zu beiden Seiten gedrückt werden muss. Daraufhin erscheint die Oberfläche des intelligenten Assistenten. Andererseits ist die Funktion auch in der Suchleiste von Google Suggest integriert, die auf Wunsch auch auf dem Homescreen installiert werden kann.

Äußert positiv ist aus Verbrauchersicht zudem, dass Google eine dreijährige Update-Garantie auf seine eigenen Produkte gibt. Google-Handys bekommen Android-Updates außerdem immer vor der Konkurrenz.

Musik auf dem Pixel 3a

Neben dem Google Music Player finden sich auf dem Pixel 3a auch weitere Optionen, die die musikalische Seite des Smartphones unterstreichen und das Musikerlebnis verbessern. Dazu zählt ein sogenannter Audioverstärker, der im Menü verankert ist und bei seiner Aktivierung die Klangqualität verbessert. Die Option kommt einem Equalizer ähnlich, wo der Klang an den persönlichen Geschmack angepasst werden kann. Zusätzlich verbindet die Funktion „Mono-Audio“ verschiedene Audio-Kanäle miteinander. Weiterhin gibt es die Option „Now Playing“, die das Prinzip der App „Shazam“ aufgreift. Ist „Now Playing“ aktiv, zeigt das Pixel 3a auf dem Sperrbildschirm das gerade laufende Lied mit Titel und Interpret an. Allerdings muss dafür permanent das Mikrofon aktiv sein.

Den musikalischen Genuss kann das im Lieferumfang enthaltene Headset verschönern. Die Kopfhörer sind hochwertiger Natur – nicht nur hinsichtlich der Haptik, sondern auch mit Blick auf die Klangqualität. Der Ton der In-Ear-Stecker ist satt und voll, sowohl bei tiefen als auch hohen Tönen. Auch der Lautsprecher hat einiges auf dem Kasten, klingt bei voller Lautstärke jedoch etwas blechern und krachend.

Das Pixel 3a bietet die volle Ladung Android, pur und in seiner reinsten Form. Zwar sind die fehlenden Personalisierungsmöglichkeiten schade, dennoch hält Google ein paar Software-Kniffe für mehr Spaß mit dem Smartphone bereit.

Teilwertung 4 von 5 Sternen

Akku

In puncto Akku kann das Pixel 3a seinen Flaggschiff-Bruder übertreffen. Während das Pixel 3 eine Nennladung von 2.915 mAh bietet, kommt das vermeintlich abgespeckte Modell auf 3.000 mAh. Die Größe passt sich an das Pixel 3a und seine Ausstattung an und kann vollends überzeugen. Nach der Intensiv-Phase über acht Stunden – in denen telefoniert, gespielt, Videos angesehen und gesurft wurde – verbleiben noch 68 Prozent Akkuladung. Nach einem weiteren Standby-Modus über Nacht stehen noch 64 Prozent Leistung für den nächsten Tag auf dem Plan, was einem sehr guten Wert entspricht.

ModellKapazität (mAh)AkkustandVerbrauch
Arbeitstag (8h)Nacht im Standby (16h)Intensivtest (8h)Standby (16h)
Testgerät
Google Pixel 3a3.0006864324
Alternativen
Apple iPhone XS2.65852394813
Samsung Galaxy S93.00061493912
HTC U12+3.5004943516

Der Akku beugt sich im Detail vor allem beim 3D-Spiel, das am meisten Strom benötigt. Nutzer können das Pixel 3a mittels USB-C-Anschluss wieder aufladen. Damit es schnell geht, bietet das Smartphone auch eine Schnellladefunktion. Dementsprechend benötigt das Pixel 3a knapp 40 Minuten, um von 30 auf 80 Prozent aufzuladen. Auf kabelloses Laden, also Qi, muss man jedoch verzichten.

An der Leistung des Akkus gibt es nichts auszusetzen, wie die Teilwertung unterstreicht.

Teilwertung 5 von 5 Sternen

Fazit

Wer auf ein randloses Display verzichten kann und auf Seiten der Software keinen Schnickschnack benötigt, ist mit dem Pixel 3a gut bedient. Es bietet eine gute Alternative zum Flaggschiff-Modell Pixel 3, da es in vielerlei Hinsicht die gleichen Bauteile besitzt. In puncto Display-Größe, Akkukapazität und Klinkenstecker kann das Pixel 3a das Pixel 3 sogar übertreffen.

Ein klarenr Unterschied findet sich lediglich in der Kameraausstattung: Während das Pixel 3 eine Dual-Kamera auf der Front bietet, ist es beim 3a-Modell ein einzelnes Objektiv. Nichtsdestoweniger steht die Kamera des Pixel 3a der des Top-Modells in nur wenig nach.

Gesamtwertung 4 von 5 SternenGoogle Pixel 3a Testsiegel

Pros des Google Pixel 3a

  • ausdauernder Akku
  • natives Android
  • kompaktes Design

Kontras des Google Pixel 3a

  • keine Speichererweiterung möglich
  • rudimentäre Kamera-App
  • Kunststoff im Gehäuse

Preis-Leistung

Der Preis von 399 Euro zählt zwar nicht zu den erschwinglichsten am Markt. Setzt man die Technikausstattung des Pixel 3a mit der des Flaggschiff-Bruders Pixel 3 in Verhältnis, ist der Preis gerechtfertigt. Für nur wenige Funktionen mehr muss man für das Pixel 3 849 Euro zahlen.

Alternativen

Wenn es von Google kommen soll:

Wenn es eine ähnliche Benchmark-Wertung haben soll:

Wenn es um den Preis geht:

Die Daten des Xiaomi Redmi K20 und Redmi K20 Pro.

Xiaomi Redmi K20: Blaue Version und weitere Details bekannt

Xiaomi teasert sein kommendes neues Smartphone, das Redmi K20, weiter fleißig an. Nachdem der Hersteller vor einigen Tagen bereits ein Bild der roten Rückseite mit Farbverlauf gezeigt hat, haben Nutzer nun ein Werbeposter gefunden. Auf diesem ist nicht nur eine blaue Ausführung des Xiaomi Redmi K20 zu sehen, sondern auch dessen ausfahrbare Kamera.
Simone Warnke
Simone liebt Technik und kann sich heute immer noch für ein Smartphone mit mechanischer QWERTZ-Tastatur begeistern. Wenn sie nicht gerade mit David vor der Kamera steht, im Schnittraum sitzt oder Handys miteinander vergleicht, studiert die gebürtige Aachenerin in Bonn Komparatistik - und vergleicht Bücher. Neben ihrer Leidenschaft für Literatur ist Simone ein Bonvivant. Reicht man ihr leckeren Wein und ein paar Tapas, kann man ihr hin und wieder ein paar Sätze auf Spanisch entlocken. Sollte Simone jemand oder etwas auf die Palme bringen - was in etwa einmal pro Dekade passiert - bleibt sie nur kurz oben sitzen. Und lächelt dabei auch schon wieder.

Deine Technik. Deine Meinung.

2 KOMMENTARE

  1. Es gibt Unterschiede zum Pixel 3, welche einfach nicht erwähnt werden, zB fehlender Pixel Visuel Core. Und wo hat das Pixel 3a einen Alurahmen, ganz zu schweigen von einer Benachrichtigungs-LED.

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