Musik Streaming Anbieter im Vergleich Das sind die besten Musik-Flatrates in Deutschland

vom 16.10.2017, 09:46
Musik-Streaming-Anbieter im Vergleich

Die Zeiten, in denen ein Handy nur ein Gerät für das mobile Telefonieren war, sind längst vorbei. Nach und nach haben sich Handys zu Smartphones gewandelt, die als Begleiter im Alltag zu wahren Alleskönnern geworden sind. Das freut unter anderem Musik-Fans, die auch unterwegs den Klängen ihrer Lieblingskünstler lauschen können. Das separate Mitführen eines MP3-Players ist längst nicht mehr notwendig.

Doch wie kommt man überhaupt an seine Lieblingsmusik oder Hörbücher? Eine Antwort auf diese Frage soll der folgende Magazin-Artikel von inside-handy.de liefern. Denn heutzutage ist es nicht mehr zwingend notwendig, einzelne Musiktitel oder Alben eines Interpreten zu kaufen. Es reicht vielmehr theoretisch aus, ein Abonnement bei einem Musik-Streaming-Anbieter zu buchen. Doch Vorsicht: Das Abo für Musik hat den Nachteil, dass die persönlich favorisierten Songs nicht dauerhaft in den persönlichen Besitz übergehen. Vielmehr bleiben sie nur so lange auf dem Handy gespeichert, wie auch das Abo gebucht ist. Läuft ein Abonnement aus, lässt sich auch die auf das Handy heruntergeladene Musik nicht mehr nutzen.

Dieser Artikel befasst sich mit den folgenden Themen:

  • Wer auf dem Smartphone oder Tablet quasi unbegenzt Musik hören möchte, muss dafür heutzutage keine hohen Kosten mehr befürchten.
  • Angst vor explodierendem Daten-Volumen beim Musik-Streaming? Durchaus berechtigt!
  • Langfristiges Abo oder flexible Laufzeit mit allen Freiheiten? Hier gibt es die Antwort.

Die bekanntesten Anbieter für Musik-Streaming im Vergleich

Auf dem Markt für Musikstreaming-Anbieter den Überblick zu behalten, ist gar nicht einfach. Zahlreiche Unternehmen buhlen um die Gunst neuer Kunden. Zu den bekanntesten zählen Spotify, Napster und Apple Music. Die nachfolgende Tabelle soll einen Überblick zu den größten in Deutschland nutzbaren Anbietern geben. Außerdem gibt sie Auskunft darüber, was ein Standard-Monatsabo kostet und für welches mobiles Betriebssystem eine Musik Streaming App zur Verfügung steht.

Anbieter Preis verfügbare Songtitel App für Android App für iOS App für
Windows-10-Mobile
7,99 Euro über 40 Millionen      

8,99 Euro (Monatsabo)

5,75 Euro (Jahresabo)

über 2 Millionen      

3,99 Euro (Monatsabo für Echo-Gerät)

7,99 Euro
(Monatsabo)

6,58 Euro
Jahresabo

9,99 Euro
(für Nicht-Prime-Kunden)

über 40 Millionen      
9,99 Euro über 30 Millionen      

 9,99 Euro

7,99 Euro (bei Lidl)

über 43 Millionen       
9,99 Euro über 35 Millionen      

9,99 Euro

Prepaid für 3 Monate: 29,50 Euro

Prepaid für 6 Monate: 58 Euro

über 40 Millionen      
9,95 Euro  über 30 Millionen       

Premium: 9,99 Euro

HiFi: 19,99 Euro

Sublim: 219,99 Euro / Jahr

Sublim+: 349,99 Euro / Jahr

über 40 Millionen      
9,99 Euro über 150 Millionen      
9,99 Euro  über 30 Millionen      

Premium: 9,99 Euro

über 40 Millionen      

Das kostet ein Musik-Streaming-Abo

In aller Regel gibt es Musik-Streaming nicht kostenlos. Nach einer meist einmonatigen kostenlosen Test-Phase werden für die Musik-Flatrate auf dem Smartphone oder Tablet knapp 10 Euro pro Monat fällig. Als Student kann je nach Anbieter ein rabattierter Monatspreis in Anspruch genommen werden. Es geht aber auch generell etwas günstiger (für knapp 8 Euro bei Aldi Life Music) oder etwas teurer (für knapp 20 Euro bei Tidal für ein sogenanntes HiFi-Abo) oder bei Spotify sogar komplett gratis.

Denn Spotify bietet seinen Nutzern auch die Möglichkeit, ein Abo für Spotify Free abzuschließen. Hier muss aber nicht nur damit gerechnet werden, dass Musik häufig durch Werbung unterbrochen wird, sondern es gibt auch noch andere Einschränkungen. So ist Musik vom Lieblingskünstler oder die eigens zusammengestellte Playlist nur in der so genannten Shuffle-Funktion nutzbar. Das heißt, Musik wird nicht nach der persönlich gewünschten, sondern nach einer zufälligen Reihenfolge abgespielt. Außerdem ist eine aktive Internet-Verbindung zwingend erforderlich und die Musik wird stärker komprimiert, also in einer schlechteren Tonqualität abgespielt. Auch Deezer bietet eine Gratis-Funktion an. Wie bei Spotify sind die Funktionen für Nutzer, die das Gratis-Angebot von Deezer nutzen, aber nur eingeschränkt nutzbar.

Drücken lassen sich die monatlichen Kosten vor allem in Familien - oder in Freundeskreisen. Sogenannte Famlienmitgliedschaften wie sie zum Beispiel bei Google Play Music, Apple Music oder Spotify buchbar sind. Für in der Regel knapp 15 Euro pro Monat ist es möglich, das Musikstreaming auf mehreren Geräten gleichzeitig zu nutzen. Sowohl bei Spotify als auch bei Apple und Google ist das Familien-Abo auf bis zu sechs Geräte beschränkt. Einen anderen Weg geht Tidal, wo ein Familien-Abo jeden Monat zwischen 14,99 Euro für zwei Personen und 29,99 Euro für fünf Personen kostet.

Musik offline hören

Eine der wichtigsten Funktionen einer bezahlten Musik-Flatrate ist es, dass die auf das Handy geladenen Songs auch offline nutzbar sind. Eine solche Funktion ist inzwischen bei allen namhaften Musik-Flatrates inklusive und schont das wertvolle mobile Datenvolumen enorm. Jeder Nutzer, der bereit ist, Geld für die persönliche Lieblingsmusik zu zahlen, kann sein Handy also im heimischen WLAN-Netzwerk oder auch unterwegs an jedem Gratis-Hotspot ohne Extrakosten mit frischen Songs, Alben oder eigens zusammengestellten Playlisten bestücken.

Überall dort, wo auf eine WLAN- oder LAN-Verbindung zurückgegriffen werden kann, stehen die genannten Musik-Flatrates auch als klassisches Live-Streaming zur Verfügung. Vereinzelt lassen sich wie bei Apple Music oder Spotify auch spezielle Radiosender zuschalten, bei denen aktuelle oder Genre-spezifische Musik in der Dauerschleife zu hören ist.

Soviel Datenvolumen verbraucht Musik-Streaming

Es ist zwar nicht zu empfehlen, doch wer trotzdem auf klassisches Musik-Streaming setzen möchte, muss damit rechnen, dass ein recht hoher Datenverbrauch anfällt. Je nachdem wie stark die zu übertragenende Musik komprimiert wurde, fällt der Datenverbrauch unterschiedlich hoch aus. Wer im Schnitt 30 Minuten täglich auf einen Musik-Streaming-Dienst zurückgreift, muss am Ende des Monats mit einem Datenverbrauch zwischen 1 und 1,8 GB rechnen.

Besonderheiten bei einzelnen Anbietern

Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass das Standard-Angebot von Amazon Prime Music vergleichsweise günstig ist. Es ist Bestandteil des Jahresabos von Amazon Prime, das aktuell 69 Euro kostet - umgerechnet also 5,75 Euro monatlich. Dafür gibt es aber auch nur Zugriff auf rund zwei Millionen Songs, bei denen es sich meist um aktuelle Charthits handelt. Mainstream steht also bei Amazon im Vodergrund. Ältere Titel sind oft nicht Gegenstand des Abonnements. Derjenige, der das Prime-Abo monatlich kündbar gestalten will, wird in der neuen Preisgestaltung des Online-Händlers mit 8,99 Euro monatlich zur Kasse gebeten. Alle Informationen zu den neuen Preisen von Amazon Prime hat inside-handy.de in einem gesonderten Artikel zusammengefasst.

Wer den vollen Zugriff auf das rund 40 Millionen Songs umfassende Angebot von Amazon Music Unlimited haben möchte, muss als Prime-Kunde 7,99 Euro pro Monat oder 79 Euro im Jahr zahlen. Ist man kein Prime-Kunde werde 9,99 Euro monatlich fällig. Ist man im Besitz eines Echo oder eines Echo Dot, also den neuen Assistenz-Lautsprecher von Amazon, kann speziell für dieses Abspielgerät das Paket "Amazon Music Unlimited für Echo" gebucht werden, das zwar beschränkt auf den Echo, jedoch auch günstiger zu haben ist. Damit werden monatlich knapp 4 Euro fällig. Einzige Einschränkung: Es ist nicht möglich offline Musik zu hören.

Apple Music ist in erster Linie für Nutzer von iPhones und iPads zu empfehlen. Zwar gibt es auch eine Android-App, es ist aber an vielen Stellen zu merken, dass Apple Music dafür entwickelt wurde, um direkt über Apple-Produkte verwendet zu werden. Für Nutzer erfreulich: Gleich die ersten drei Monate sind kostenlos. Aktuelle Playlisten werden zum Teil von namhaften DJs zusammengestellt. Zum normalen Abo gesellt sich bei Apple ein Familienabo für bis zu sechs Mitglieder zu einem monatlichen Preis von knapp 15 Euro und ein Studentenabo für knapp 5 Euro im Monat.

Auch bei Deezer kann der Nutzer seine ganze Familie in ein Monatsabo einschließen. Mit knapp 15 Euro im Monat können so bis zu sechs Mitglieder Musik genießen, ohne von Werbung gestrt zu werden. Dabei können Nutzungsprofile speziell für Kinder erstelt werden. Zudem gibt es in Kombination mit Sonos die Möglichkeit mit Deezer Elite verlustfreien Sound in FLAC Qualität zu genießen (19,99 Euro monatlich).

Nutzer von Google Play Music haben die Möglichkeit, bis zu 50.000 Titel vom PC in die Cloud zu laden und anschließend von überall zu streamen.

Der von Jay Z gegründete Musik-Streaming-Dienst Tidal bietet nicht nur eine knapp 10 Euro teure Musik-Flatrate, sondern auch eine aufgepeppte HiFi-Variante. Tidal HiFi bietet für 19,99 Euro pro Monat Musik in CD-Qualität, hochauflösende Musikvideos und handverlesene Musik-Empfehlungen. Einige Künstler, zum Beispiel Rihanna und Kanye West sind in der Vergangenheit dazu übergegangen, ihre neuen Alben zunächst exklusiv über Tidal anzubieten.

Das Angebot von Aldi Life Music - übrigens realisiert auf Basis der Musik-Streaming-Flatrate von Napster - ist auf Wunsch auch zusammen mit speziellen Mobilfunk-Tarifen von Aldi Talk erhältlich. Musik-Flatrate mit 50 Gratis-Einheiten (Minuten und / oder SMS) sowie Internet-Flatrate mit 750 MB Highspeed-Datenvolumen kosten 9,99 Euro pro Monat. Wer bereit ist, monatlich 14,99 Euro zu zahlen, bekommt die Musik-Flat zusammen mit 100 Gratis-Einheiten und 1,5 GB Datenvolumen für mobiles Internet.

Ganz neu am deutschen Markt ist der Anbieter Soundcloud. Einst in Deutschland gegründet, war das Unternehmen zuletzt mehr im Ausland aktiv, konnte sich im Dezember 2016 aber auch mit der GEMA auf eine Einigung verständigen und bietet seitdem seinen Streaming-Dienst Soundcloud Go und Soundcloud Go Plus auch in Deutschland an. Das Besondere: Es besteht nach Angaben der Macher Zugriff aus satten 120 beziehungsweise 150 Millionen Songs, die auch offline auf dem Smartphone gehört werden können. Das ist mit Abstand der größte Fundus an Tracks, die ein Musik-Streaming-Dienst in Deutschland zu bieten hat.

Auf besonders hochwertigen Musikgenuss setzt derweil Qobuz. Der aus Frankreich stammende Streaming-Dienst bietet einen Großteil seiner Bibliothek in CD- und Hi-Res-Qualität zum Download und Streaming an. Der gute Klang hat jedoch auch seinen Preis: Audiophile Nutzer können Jahresabonnements in Höhe von bis zu 350 Euro abschließen.

Abo für Musik Streaming kündigen

Ein langfristiges Abo muss für eine Musik-Flatrate nicht eingegangen werden. Alle Anbieter erlauben es, das Musik-Streaming-Abo zum Monatsende wieder zu kündigen. Allerdings geht dann auch sämtliche Musik, die nicht einzeln gekauft wurde, wieder verloren.

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Bildquelle kleines Bild: Spotify | Autor: Redaktion inside-handy.de
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