Im Magazin WLAN optimieren & versteckte Funktionen FritzBox: Die besten Tipps und Tricks für die WLAN-Router

vom 01.07.2018, 16:17
Die FritzBox lässt sich per Webbrowser einstellen
Bildquelle: AVM

Mit einem FritzBox-Modell fing alles an - der Erfolg des Berliner Herstellers AVM war überragend. Inzwischen gibt es zahlreiche Modelle und eine große Nutzerschaft, die Erfahrungen mit der FritzBox sammelt. Trotz der einfach gehaltenen Bedienung tauchen immer wieder Fragen im Betrieb auf. Die Redaktion von inside handy beantwortet die wichtigsten Fragen zur FritzBox und gibt Tipps & Tricks.

Wie richte ich meine FritzBox ein?

Wer eine FritzBox direkt vom Internet-Provider geliefert bekommt, muss häufig für eine funktionierende Internet-Verbindung nicht viel mehr tun als den WLAN-Router mit dem heimischen DSL-Anschluss zu verbinden. Wird die Box aber im Fachhandel gekauft, sind neben der richtigen Verkabelung noch einige Schritte zur Einrichtung notwendig, um im Internet surfen zu können. Mit Hilfe eines Einrichtungs-Assistenten oder über den Menüpunkt Internetzugang > Zugangsdaten werden Käufer einer AVM FritzBox Schritt für Schritt durch alle notwendigen Einstellungen geleitet. Für namhafte Provider wie die Deutsche Telekom, 1&1, Vodafone und O2 geht die Einrichtung besonders komfortabel von der Hand. Die notwendigen Zugangsdaten werden vom jeweils ausgewählten Internet-Provider zur Verfügung gestellt oder sogar über die Leitung automatisch übermittelt.

Bei einem Kabelanschluss muss der Kunde nichts weiter tun, kommt die Box vom Netzbetreiber. Wer eine eigene FritzBox für den Kabelanschluss kauft, muss diese beim Provider anmelden.

Alle weiteren Schritte auch in diesem Ratgeber erfolgen dann über die Benutzeroberfläche, die unter http://fritz.box erreichbar ist, wenn der Rechner oder das Smartphone bzw. Tablet mit der FritzBox verbunden ist. Es ist nicht notwendig, dass der Internetzugang dafür geschaltet ist.

Internetzugang über die FritzBox einrichten
Bildquelle: inside-handy.de

Bei einigen Internet-Providern kann es vorkommen, dass vor der Eingabe der Zugangsdaten noch die passende Zugangsart für den Internetanschluss ausgewählt werden muss, um die FritzBox erfolgreich einzurichten. Bei Fragen hierzu kann im Zweifel die Hotline des jeweiligen Providers weiterhelfen. Im nächsten Schritt wird von der AVM FritzBox auch schon die Internetverbindung anhand der eingetragenen Daten getestet. Ist alles korrekt hinterlegt, steht dem Internetvergnügen nichts mehr im Wege. In den Einstellungen zum Internetzugang ist es auf Wunsch möglich, die FritzBox so zu konfigurieren, dass die Modem-Funktion ausgeschaltet wird (Internetzugang über ein externes Modem). Das kann sinnvoll sein, wenn das mitgelieferte Provider-Modem weiterbetrieben werden, aber trotzdem eine FritzBox zum Einsatz kommen soll.

FritzBox WLAN aktivieren, verstärken & optimieren 

Wie aktiviere ich WLAN an der FritzBox?

Bei neuen FritzBoxen ist WLAN bereits aktiviert. Ist es doch einmal ausgeschaltet, lässt es sich ganz einfach über die Benutzeroberfläche aktivieren. Möglich ist das über WLAN > Funknetz im unteren Bereich der Seite, wo die beiden möglichen Frequenzbänder (sofern beide unterstützt werden) einzeln aktiviert werden können.

Wie ändere ich meinen WLAN-Kanal?

Wer in einem dicht besiedelten Gebiet wohnt, wird unter Umständen schon festgestellt haben, dass es bei der WLAN-Verbindung zu Problemen kommt. Die Verbindung bricht ab oder ist langsam. Ein Grund kann in diesem Fall sein, dass mehrere WLAN-Router in der Nachbarschaft auf dem gleichen WLAN-Frequenzkanal funken. Wenn dann auch noch alle Nachbarn - beispielsweise am Abend - Daten übertragen, kommt es zum Datenstau. Dann ist es ratsam, den Funkkanal zu wechseln. Zwar bieten die FritzBoxen einen Autokanal an, doch dieser sucht nicht regelmäßig nach den besten Frequenzen, sondern nur bei einem Neustart des Routers oder wenn der Nutzer es verlangt. 

Unter dem Menüpunkt WLAN > Funkkanal ist das manuelle Ändern des Kanals möglich. Abhängig davon, wie gut das persönlich gewählte FritzBox-Modell ausgestattet ist, können Nutzer sowohl den zu nutzenden WLAN-Kanal im 2,4- als auch im 5-GHz-Frequenzband individuell festlegen. Über ein Diagramm wird angezeigt, bei welchem WLAN-Funkkanal mit den wenigsten Störungen zu rechnen ist. Grundsätzlich gilt: Auf wenig genutzten Kanälen werden bessere Datendurchsätze erreicht. Einige wenige Geräte kommen überigens mit den WLAN-Kanälen 12 und 13 nicht zurecht. Wenn also ein Endgerät das heimische WLAN nicht findet, kann das an diesem WLAN-Kanal liegen.

In den aktuellen Versionen der FritzOS-Software bietet AVM auch ein Monitoring der Frequenz-Auslastung an. So können AVM-Nutzer nicht nur sehen, wenn ein Kanal mit einer Kennung belegt ist, sondern auch nachvollziehen, wie stark dieser Kanal über den Tag verteilt ausgelastet ist. Wichtig auch zu bedenken: Die FritzBox kann nur an ihrem eigenen Standort messen. Am anderen Ende der Wohnung kann die Austung der Frequenzen durch andere Nachbarwohnungen aber ganz anders aussehen.

WLAN-Auslastung in der Fritzbox
Bildquelle: inside handy

Wie ändere ich meinen WLAN-Namen (SSID) und mein WLAN-Passwort?

Es ist ratsam, dem eigenen WLAN eine idividuelle Kennung zu geben. Das mindert nicht durch für Hobby-Hacker die Angriffsfläche, weil sie direkt wissen, welche FritzBox sich hinter einer Kennung verbirgt, sondern mindert auch noch fehlgeschlagene Logins in fremden Netzwerken. Denn wenn das Smartphone als Heimnetzwerk "Fritz!Box 7490" kennt und sich einbucht, versucht es auch, sich in allen anderen WLAN-Netzen mit dem Namen "Fritz!Box 7490" einzubuchen - was aber wegen eines anderen Passworts nicht funktioniert.

Über den Menüpunkt WLAN > Funknetz ist es möglich, den bis zu zwei Frequenzbändern einer AVM FritzBox einen individuellen Namen zuzuweisen. Hier lässt sich auch einstellen, ob die SSID öffentlich sichtbar sein soll. Wird sie versteckt, ist das Risiko, dass Hacker einen Angriff auf das WLAN-Netz starten, noch einmal deutlich geringer. Gleichzeitig macht es aber das Anmelden neuer WLAN-Endgeräte im heimischen Netzwerk etwas komplizierter.

Um die Sicherheit zu erhöhen, kann es zudem hilfreich sein, das standardmäßig gesetzte WLAN-Passwort zu ändern. Zwar ist es aufgrund der Tatsache, dass es sich um eine 20-stellige Ziffernfolge handelt, schon ab Werk gut gegen Hacker-Angriffe geschützt, ein individuell-eingerichtetes Passwort aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen kann die Sicherheit aber weiter erhöhen. Eine Änderung ist über den Menüpunkt WLAN > Sicherheit > Verschlüsselung möglich.

Tipp: Als Verschlüsselung des WLAN-Netzes sollte grundsätzlich WPA2 (CCMP) ausgewählt werden. Nur wenn noch ältere Geräte verwendet werden, die nur eine WPA-Verschlüsselung unterstützen, sollte man auf diese Methode ausweichen. Jeder Nutzer sollte sich aber im Klaren darüber sein, dass eine WPA-Verschlüsselung als nicht mehr zeitgemäß und unsicher gilt.

Was ist WLAN Mesh und wie funktioniert es?

Auf den ersten Blick ist WLAN Mesh ein neuer Marketing-Name für einen Repeater im WLAN-Netz, der das Signal verstärkt. Auch auf den zweiten Blick scheint das noch so, doch die Feinheiten liegen im Detail. So bietet AVM mit Mesh die Möglichkeit, mehrere Repeater in ein Netz zu integrieren, ohne dass sich die Funksignale in die Quere kommen. Denn auf Wunsch kann das Datensignal, das ein Laptop auf dem 5-GHz-Band an den Repeater schickt auf dem 2-GHz-Band an die FritzBox geschickt werden. Das unterscheidet WLAN Mesh von normalen Repeatern, die beide Datenwege auf der selben Frequenz übertragen. Dadurch geht die Performance in die Knie. 

Auch ist es mit WLAN Mesh problemlos möglich, mehrere Repeater in Reihe zu schalten. Dadurch können Heimnetzwerke gezielt in eine bestimmte Richtung verlängert werden. Steht also in einem Einfamilienhaus die FritzBox im Keller, so kann das Signal vom ersten Repeater im Erdgeschoss verstärkt werden. Der zweite Repeater verstärkt das Signal dann im 1. Obergeschoss. Durch die Mesh-Funktionalität muss der Nutzer sich außer einer einmaligen Einrichtung per WPS-Taste (Achtung: Einrichtung über die Software funktioniert nicht) nichts mehr kümmern, das Netzwerk administriert sich selbst. Voraussetzung ist, dass alle Endgeräte mindestens FritzOS 6.90 nutzen.

So wird AVM WLAN Mesh in der FritzBox dargestellt
Bildquelle: AVM

Wie kann ich meinem Besuch einen WLAN-Gastzugang einrichten?

Wer einen WLAN-Router betreibt und Freunde oder Familienmitglieder zu Gast hat, wird diese Frage kennen: "Darf ich mal dein WLAN nutzen?" "Klar" ist oft die Antwort und es wird ohne nachzudenken das notwendige Passwort herausgegeben. Damit hat der Besuch dann aber unter Umständen auch Zugriff auf das komplette Heimnetzwerk - von der NAS über Multiroom-Lautsprecher und die Smart-Home-Steuerung und allen anderen Endgeräten. Das muss nicht sein - denn Besuch will oftmals nicht mehr, als einfach nur surfen. An der AVM FritzBox lässt sich ein WLAN-Gastzugang einrichten. Darüber können sich Gäste zwar mit dem Internet verbinden und E-Mails verschicken, haben aber keinen Zugriff auf sonstige Dinge, die sich über das WLAN-Netzwerk abspielen.

FritzBox WLAN Gastzugang
Bildquelle: inside-handy.de

Der WLAN-Gastzugang lässt sich über die Benutzeroberfläche einer FritzBox über den Menüpunkt WLAN > Gastzugang ein- und ausschalten. Ist der Gastzugang einmal aktiviert, erhält er einen eigenen Namen (SSID) und auf Wunsch ein Passwort. Besitzer der AVM FritzBox können sich unter anderem per E-Mail über das An- und Abmelden einzelner Geräte benachrichtigen lassen, eine Internetseite vorschalten, die nach dem Verbinden mit dem Gastzugang angezeigt wird und den Gastzugang nach einer festgelegten Zeit automatisch beenden lassen.

Wie kann ich den Stromverbrauch der FritzBox reduzieren?

Da ein WLAN-Router in der Regel dauerhaft ein Funksignal sendet, wird der Stromverbrauch mit der Zeit in die Höhe getrieben. Laut AVM liegt beispielsweise die Leistungsaufnahme der FritzBox 7490 bei bis zu 27 Watt. Im Extremfall kommen so schnell 50 Euro pro Jahr zusammen. Wer diesen Kosten aus dem Weg gehen möchte, sollte die AVM FritzBox nur dann einschalten, wenn sie auch wirklich benötigt wird.

Unter FritzOS kann jeder FritzBox-Nutzer über den Menüpunkt WLAN, eine so genannte Zeitschaltung einrichten. Hier kann jeder Nutzer einstellen, zu welchen Zeiten der WLAN-Router aktiv sein soll. Neben einer täglichen Routine lässt sich auch ein für jeden Wochentag angepasster Zeitplan erstellen. Soll die AVM FritzBox beispielsweise nachts oder während der Arbeitszeit ausgeschaltet bleiben, so lässt sich das in der WLAN Zeitschaltung entsprechend einrichten. Wer dann aber nachts doch aus welchem Grund auch immer WLAN benötigt, steht ohne da. Aber: In der Regel lässt sich das deaktivierte WLAN-Signal mit einem einfachen Tastendruck an der FritzBox auch wieder einschalten.

Weiterhin kann auch unter WLAN > Funkkanal > weitere Einstellungen die maximale Sendeleitung vom WLAN reduziert werden (Achtung: geringere Reichweite!) und unter Heimnetz > Heimnetzübersicht > Netzwerkeinstellungen der Datendurchsatz der LAN-Anschlüsse reduziert werden - zu Lasten des Datendurchsatzes.

FritzOS WLAN-Zeitschaltung an FritzBox
Bildquelle: inside-handy.de

Wie kann ich eine Kindersicherung auf der FritzBox einrichten?

Das Internet macht Spaß, keine Frage. Das weltweite Datennetz kann aber auch von wichtigeren Dingen im Leben ablenken - zum Beispiel Kinder von den in der Schule aufgegebenen Hausaufgaben. Darum lässt sich über die Nutzeroberfläche einer AVM FritzBox eine Kindersicherung einrichten (Internet > Filter > Kindersicherung). Jedem mit dem WLAN-Router verbundenen Endgerät lässt sich an dieser Stelle ein individuell einstellbares Zugangsprofil zuordnen. 

So lässt sich zum Beispiel für jedes benutzte Endgerät einstellen, zu welcher Uhrzeit ein Zugriff auf das Internet gestattet ist und wann nicht. Ergänzend dazu ist es unter Internet > Filter > Zugangsprofile möglich, weiter angepasste Zugangsprofile zu aktivieren. Dann lässt sich für jedes Profil nicht nur ein Zeitraum definieren, in dem eine WLAN-Nutzung möglich ist, sondern auch für jeden Wochentag ein Zeitbudget einrichten. Sollen Kinder also pro Werktag nur eine Stunde das Internet nutzen, am Wochende aber auch mal zwei Stunden einen Zugriff erhalten: Über die FritzOS-Oberfläche ist dieses Zeitmanagement jederzeit möglich. 

Außerdem können Eltern für Smartphones, Tablets und Notebooks den Zugriff auf bestimmte Internetseiten oder Netzwerkanwendungen wie Filesharing-Dienste komplett sperren. Auch der umgekehrte Weg funktioniert, indem in einer Whitelist nur diejenigen Seiten freigeschaltet werden, zu denen eine Verbindung hergestellt werden darf. Als Option bietet AVM zudem die Möglichkeit, alle Inhalte zu blockieren, die auf einer Liste der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) zu finden sind - zum Beispiel rassistische Inhalte oder auch Pornos.

Jedes neu erstellte Zugangsprofil lässt sich zum Beispiel den Handys der eigenen Kinder zuweisen. Ist ein Zeitkontingent aufgebraucht, können Eltern spezielle Tickets ausdrucken, mit denen die Online-Zeit für gesperrte Geräte um jeweils 45 Minuten verlängert wird. Das Einlösen eines Tickets erfolgt direkt über den Browser auf der Seite, die über die abgelaufene Online-Zeit informiert.

FritzBox Ticket
Bildquelle: inside-handy.de

Wie kann ich meine Router-Konfiguration sichern?

Wer einen WLAN-Router über einen längeren Zeitraum nutzt, nimmt über die Nutzeroberfläche in der Regel zahlreiche Anpassungen und Optimierungen an den Einstellungen vor. Umso ärgerlicher ist es, wenn im Rahmen eines Updates oder im Zuge einer Neuanschaffung sämtliche Einstellungen verloren gehen. AVM bietet Nutzern einer AVM FritzBox die Möglichkeit, die Router-Einstellungen zu sichern. Dann ist es im Bedarfsfall möglich, die gewohnten Einstellungen schnell wiederherzustellen.

Über den Menüpunkt System steht die passende Funktion im Unterpunkt Sicherung zur Verfügung. Nachdem Nutzer ein Passwort festgelegt haben können sie eine Sicherungsdatei erstellen und diese auf ihrem Computer oder einem USB-Stick speichern. Mit der Datei ist es möglich, die Router-Einstellungen auf eine FritzBox gleichen Typs vollständig zu übertragen. Auch auf einer AVM FritzBox eines anderen Typs funktioniert die Wiederherstellung - wenn auch nur für ausgewählte Einstellungen.

Wie kann ich meine FritzBox als Repeater für WLAN nutzen?

Wer noch ein älteres FritzBox-Modell besitzt, kann den ausgemotteten WLAN-Router in wenigen Schritten zu einem sinnvollen WLAN-Repeater zur Erweiterung des WLAN-Funk-Netzes machen. Das macht insbesondere in großen Wohnungen mit vielen Wänden oder Häusern mit mehreren Stockwerken Sinn. So werden aus FritzBox-Routern mit veralteter Technik und geringer Reichweite schnell sinnvolle Ergänzungen für das Heimnetzwerk. Wichtig: Alle notwendigen Einstellungen werden in der erweiterten Ansicht von FritzOS über den Menüpunkt WLAN und den dortigen Unterpunkt Repeater vorgenommen.

Dort lässt sich für jede AVM FritzBox einstellen, ob sie als Basisstation oder als Repeater für eine Basistation verwendet werden soll. Wird an dieser Stelle "Repeater" ausgewählt, lässt sich mit einem weiteren Klick festlegen, mit welchem WLAN-Router die veraltete AVM FritzBox gekoppelt werden soll, um zukünftig als WLAN-Repeater zu agieren. Gegebenenfalls ist es in den Einstellungen der Repeater-FritzBox noch notwendig, die gespeicherte IP-Adresse zu ändern (Heimnetz > Heimnetzübersicht > Netzwerkeinstellungen > IPv4-Adressen).

Soll das Signal der eigenen FritzBox verstärkt werden, weil es in Teilen der Wohnung zu schwach ist, so kann ein extrerner WLAN-Repeater eingesetzt werden. AVM bietet solche Geräte als Zubehör an. inside handy hat diese WLAN Repeater vorgestellt

Wie bekomme ich ein Update für meine FritzBox?

In unregelmäßigen Abständen stellt AVM neue Firmware-Versionen (FritzOS) für seine WLAN Router zur Verfügung. Da in vielen Fällen nicht nur Sicherheitslücken geschlossen, sondern auch neue Funktionen zur Verfügung gestellt werden, macht eine zeitnahe Installation eigentlich immer Sinn. Bei neuen Fritz-Box-Modellen ist eine so genannte Auto-Update-Funktion voreingestellt. Das heißt, dass wichtige, neue FritzOS-Versionen nach einer Benachrichtigung automatisch installiert werden. Über den Menüpunkt System > Update > Auto-Update ist es jedem Nutzer aber möglich, ein manuelles Update der AVM FritzBox zu aktivieren.

FritzBox Update
Bildquelle: inside-handy.de

Alle aktuellen Firmware-Versionen für die einzelnen FritzBox-Modelle hält AVM auf seiner Homepage zur manuellen Installation bereit. Die jeweilige Datei lässt sich nach einem Download über den Menüpunkt System > Update > FritzOS-Datei installieren - auch ohne aktive Internetverbindung. Empfohlen wird allerdings ein Online-Update, das über den Menüpunkt System > Update > FritzOS-Version gestartet werden kann. Dort wird auch angezeigt, welche Version von FritzOS aktuell auf der persönlich verwendeten AVM FritzBox installiert ist.

Nutzer von Provider-Routern schauen oft in die Röhre: Sie bekommen Updates oftmals sehr viel später, weil die Provider die Software erst noch anpassen. Das betrifft insbesondere Kabel-Router, die direkt vom Netzbetreiber kommen.

Wie komme ich an neue FritzBox-Funktionen (Labor-Firmware)?

Bevor eine finale Version von FritzOS zur Verfügung gestellt wird, muss sie umfangreich getestet werden. In diesen Beta-Test bezieht AVM auch seine Nutzer mit ein. Immer wieder werden so genannte Fritz-Labor-Versionen von AVM zur Verfügung gestellt, die neue Funktionen und Erweiterungen beinhalten. Dabei handelt es sich um Beta-Versionen, die trotz ausführlicher interner Tests in den Entwicklungsabteilungen von AVM noch Fehler aufweisen können. Ausdrücklich weist der Hersteller in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es nach einer Installation der Labor-Firmware zu Verbindungsabbrüchen und anderen Problemen kommen kann. Für etwaige Schäden, die durch die Verwendung von Fritz Labor entstehen, übernimmt AVM keine Haftung. Eine Übersicht der aktuellen Labor-Versionen von FritzOS stehen über die AVM-Homepage zur Verfügung. Es gibt sie zumeist nur für die aktuellen Flaggschiff-Modelle und auch hier wieder nicht für Kunden von (Kabel-)Provider-Routern.

Wie kann ich einen Fernzugang für meine FritzBox einrichten (Fernwartung)?

Der MyFritz Service ermöglicht es dem Nutzer, über das Internet auf den eigenen FritzBox-Router zuzugreifen, um beispielsweise den Anrufbeantworter abzuhören oder die Anrufliste abzurufen. Auch können mit MyFritz die auf dem FritzNAS gespeicherten Dateien wie bei einer Cloud geöffnet und die FritzBox-Einstellungen geändert werden. Voraussetzung hierfür ist lediglich eine funktionierende Internet-Verbindung.

Um den Dienst nutzen zu können, muss zunächst ein MyFritz-Konto erstellt und in der AVM FritzBox eingerichtet werden. Möchte sich der Nutzer nun über das Internet mit der FritzBox verbinden, muss zunächst die Internetseite myfritz.net geöffnet werden. Hier meldet man sich mit seiner E-Mail-Adresse und dem persönlichen MyFritz-Kennwort an. Ist diese Hürde überwunden, müssen, aufgrund hoher Sicherheitsvorkehrungen seitens AVM, weiterhin in einem neuen Fenster die Zugangsdaten des FritzBox-Benutzerkontos eingegeben werden, bevor der Online-Zugang endgültig gewährt wird. Alternativ kann die Verbindung auch über die MyFritz-App und ein Android- beziehungsweise iOS-Endgerät erfolgen.

Wie kann ich meine FritzBox zurücksetzen (Reset)?

Manchmal geht einfach gar nichts mehr und eine FritzBox muss auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Oder aber man hat eine gebrauchte FritzBox gekauft, aber keine Passwörter für das WLAN oder den Zugriff auf die Benutzeroberfläche. Wer noch Zugriff auf die Software hat, kann die Werkseinstellungen unter System > Sicherung > Werkseinstellungen wieder aufrufen.

Ohne Zugriff auf die Software wird ein Telefon benötigt, das an die Box angeschlossen wird. Per Tastatur wird dann der Code *991*15901590* eingegeben und der Reset startet.

Wer kein Telefon an seine FritzBox anschließen kann, kann folgenden Weg probieren: FritzBox für 5 Sekunden vom Strom trennen, nach dem Reboot binnen zehn Minuten auf http://fritz.box zugreifen (geht auch ohne WLAN per Netzwerkkabel), dort auf "Kennwort vergessen?" und dann auch "Werkseinstellungen wiederherstellen" klicken. 

Auf der Unterseite der Box finden Nutzer einen Aufkleber mit den Standarddaten, also dem von Werk aus eingestellten WLAN-Schlüssel. Dieser funktioniert nach dem Reset wieder.

Ich möchte eine neue FritzBox - welches ist die beste FritzBox für mich?

AVM bietet für die verschiedenen Anschlüsse in Deutschland die verschiedensten FritzBoxen an. inside handy hat die verschiedenen FritzBox Modelle für DSL, VDSL, Kabel und LTE im Vergleich gegenübergestellt.



Bildquelle kleines Bild: AVM | Autor: Redaktion inside handy
News bewerten:
 
10 / 10 - 4Stimmen

Themen dieser News: DSL und Breitband, Kabel-TV & Kabel-Internet, Smart Home & Internet der Dinge, Tipps & Tricks, Unternehmen und Märkte

Kommentar schreiben


 
 
VERWANDTE NEWS

alle News ansehen