Ratgeber für beliebte WLAN-Router von AVM Tipps und Tricks zur Einrichtung und Nutzung einer FritzBox

vom 10.09.2017, 07:43
AVM FritzBoxen

Sie gilt seit Jahren als eines der Flaggschiffe unter den in Deutschland vermarkteten WLAN-Routern: die FritzBox aus dem Hause AVM. Der Berliner Router-Hersteller hat es mit einer übersichtlichen Nutzeroberfläche geschafft, Kunden und namhafte Provider gleichermaßen von seinen Produkten zu überzeugen. Die Redaktion von inside-handy.de gibt an dieser Stelle Tipps und Tricks, damit das Verwenden der FritzBox noch mehr Freude bereitet.

  • Informationen zur Inbetriebnahme und Einrichtung des Internetanschlusses der AVM FritzBox
  • Tipps und Tricks zur sicheren Nutzung einer AVM FritzBox inklusive des Hinweises, wie das WLAN Passwort am Router verändert werden kann
  • Alles, was zur Kinder-Sicherung an einer AVM FritzBox gewusst werden muss
  • So lässt sich die neuese Version von FritzOS downloaden, installieren und nutzen - auf Wunsch auch als Beta-Labor-Version

Als aktuelles Flaggschiff vermarktet AVM die FritzBox 7590, die schnelle Internetverbindungen über WLAN und per kabelgebundenem LAN-Anschluss ermöglicht. Sie funkt sowohl im 2,4- als auch im 5-GHz-Frequenzband und unterstützt neben dem schnellen WLAN-AC-Standard auch Multi-User MIMO. Dadurch sind im 5-GHz-WLAN-Frequenzband Verbindungen von bis zu 1,7 Gbit/s möglich und im 2,4-GHz-Band kommen noch einmal 800 Mbit/s hinzu. Zudem wurde dem WLAN-Router eine DECT-Basis spendiert, was das Anmelden von bis zu sechs Schnurlostelefonen möglich macht. Auch auf Anrufbeantworter, Fax-Funktion und einen integrierten Media-Server müssen Nutzer nicht verzichten.

Wer sich über Kabel-Anschluss mit dem Internet verbinden möchte, erhält den passenden WLAN-Router in der Regel direkt von seinem Kabelnetzbetreiber. Bei Vodafone (ehemals Kabel Deutschland) wird beispielsweise die FritzBox 6490 Cable als so genannte HomeBox vermarktet. Bald wird zudem die FritzBox 6430 Cable zu haben sein, die eine etwas schwächere WLAN-Leistung vorzuweisen hat. Auch die für Glasfaser-Anschlüsse gedachte FritzBox 5490 wird bisher nur direkt über Internet-Provider vermarktet. Für die Erweiterung des Heimnetzwerks empfiehlt sich die Verwendung der FritzBox 4020. Der WLAN-Router kann an jedes Kabel- und DSL-Modem angeschlossen oder als WLAN-Repeater eingerichtet werden. Ein eigenes Modem ist bei diesem Gerät nicht mit an Bord. Wer sich mehr WLAN-Leistung wünscht, kann sich für die FritzBox 4040 entscheiden.

Wiederum ein anderer Ansatz wird bei den LTE-WLAN-Routern von AVM verfolgt. Hier lässt sich eine SIM-Karte einlegen, die anschließend das per Mobilfunk empfangene LTE-Breitband-Signal über eine WLAN-Verbindung weiterverteilt. Das funktioniert gleichermaßen zu Hause wie auf Reisen - sofern eine Stromquelle zur Verfügung steht. Allerdings sollte der genutzte LTE-Vertrag ausreichend Highspeed-Datenvolumen beinhalten, damit aus dem Breitband-Vergnügen kein Frust im Schneckentempo wird. Als absolutes Flaggschiff wird in diesem Zusammenhang in Zukunft das Modell FritzBox 6890 LTE vermarktet. Ab Ende 2017 erhältlich ist dieses Modell nicht nur in der Lage LTE-Verbindungen aufzubauen, sondern auch bereit für den Einsatz an DSL- und VDSL-Anschlüssen. Selbst das von der Deutschen Telekom für die Zukunft geplante Super Vectoring wird von der neuen FritzBox unterstützt. 

Aktuelle FritzBox WLAN Router im Vergleich

FritzBox Modell DSL VDSL WLAN Glasfaser Kabel LTE DECT

FritzBox 7590

bei Amazon kaufen
UVP: 269 Euro

   

2,4 & 5 GHz
Dual-WLAN
WLAN ac max. 1.733 Mbit/s
WLAN n max 800 Mbit/s

      6 Geräte

FritzBox 7582

nur direkt über
Provider erhältlich

  bereit für G.fast  2,4 & 5 GHz
Dual-WLAN

WLAN ac max. 1.300 Mbit/s
WLAN n max. 450 Mbit/s 
      6 Geräte 

FritzBox 7581

nur direkt über
Provider erhältlich

  bereit für
VDSL-Bonding 
 2,4 & 5 GHz
Dual-WLAN
WLAN ac max. 1.300 Mbit/s
WLAN n max. 450 Mbit/s
      6 Geräte 

FritzBox 7580

bei Amazon kaufen
UVP: 289 Euro

   

2,4 & 5 GHz
Dual-WLAN

WLAN ac max. 1.733 Mbit/s
WLAN n max. 800 Mbit/s 

      6 Geräte

FritzBox 7560

bei Amazon kaufen
UVP: 189 Euro

   

2,4 & 5 GHz
Dual-WLAN
WLAN ac max. 866 Mbit/s
WLAN n max. 450 Mbit/s

      6 Geräte

FritzBox 7490

bei Amazon kaufen
UVP: 289 Euro

    2,4 & 5 GHz
Dual-WLAN

WLAN ac max. 1.300 Mbit/s
WLAN n max. 450 Mbit/s
      6 Geräte

FritzBox 7430

bei Amazon kaufen
UVP: 129 Euro

    2,4 GHz
WLAN n max. 450 Mbit/s
      6 Geräte

FritzBox 3490

bei Amazon kaufen
UVP: 159 Euro

    2,4 & 5 GHz
Dual-WLAN

WLAN ac max. 1.300 Mbit/s
WLAN n max. 450 Mbit/s
       
FritzBox Modell DSL VDSL WLAN Glasfaser Kabel LTE  

FritzBox 5490

bei Amazon kaufen
regulär nur über Netz-
betreiber erhältlich

    2,4 & 5 GHz
Dual-WLAN

WLAN ac max. 1.300 Mbit/s
WLAN n max. 450 Mbit/s
      6 Geräte

FritzBox 6591 Cable

bisher nur als Prototyp
angekündigt

     2,4 & 5 GHz
Dual-WLAN
WLAN ac max 1.733 Mbit/s
WLAN n max 800 Mbit/s
  bereit für
DOCSIS 3.1 
  6 Geräte 

FritzBox 6590 Cable

bei Amazon kaufen
UVP: 269 Euro

   

2,4 & 5 GHz
Dual-WLAN
WLAN ac max 1.733 Mbit/s
WLAN n max 800 Mbit/s

      6 Geräte

FritzBox 6490 Cable

bei Amazon kaufen
UVP: 249 Euro

   

2,4 & 5 GHz
Dual-WLAN

WLAN ac max. 1.300 Mbit/s
WLAN n max. 450 Mbit/s

      6 Geräte

FritzBox 6430 Cable

bei Amazon kaufen
UVP: 159 Euro

   

2,4 GHz
WLAN n max. 450 Mbit/s

      6 Geräte
FritzBox Modell DSL VDSL WLAN Glasfaser Kabel LTE DECT

FritzBox 6890 LTE

ab Ende 2017 erhältlich
UVP: 349 Euro

  bereit für VDSL Supervectoring 2,4 & 5 GHz
Dual-WLAN
WLAN ac max 1.733 Mbit/s
WLAN n max 800 Mbit/s 
    300 Mbit/s dwon
50 Mbit/s up
6 Geräte

FritzBox 6820 LTE

bei Amazon kaufen
UVP: 199 Euro

    2,4 GHz
WLAN n max. 450 Mbit/s
    150 Mbit/s down
50 Mbit/s up 
 

FritzBox 4040

bei Amazon kaufen
UVP: 89 Euro

   

2,4 & 5 GHz
Dual-WLAN
WLAN ac max. 866 Mbit/s

       

FritzBox 4020

bei Amazon kaufen
UVP: 59 Euro

    2,4 GHz
WLAN n max. 450 Mbit/s
       


FritzBox WLAN-Router die nicht mehr aktiv vermarktet werden

FritzBox Modell DSL VDSL WLAN Glasfaser Kabel LTE DECT

FritzBox 7360

bei Amazon kaufen
UVP: 198 Euro

    2,4 GHz
WLAN n max. 300 Mbit/s
      6 Geräte

FritzBox 7330

bei Amazon kaufen
UVP: 149 Euro

    2,4 GHz
WLAN n max. 300 Mbit/s
      6 Geräte

FritzBox 7272

bei Amazon kaufen
UVP: 179 Euro

    2,4 GHz
WLAN n max. 450 Mbit/s
      6 Geräte

FritzBox 6842 LTE

bei Amazon kaufen
UVP: 299 Euro

    2,4 GHz
WLAN n max. 300 Mbit/s
    100 Mbit/s down
50 Mbit/s up 
6 Geräte

FritzBox 6840 LTE

bei Amazon kaufen
UVP: 329 Euro

    2,4 GHz & 5 GHz
kein Dual-WLAN

WLAN n max. 300 Mbit/s
    100 Mbit/s down
50 Mbit/s up 
6 Geräte

FritzBox 6810 LTE

bei Amazon kaufen
UVP: 229 Euro

    2,4 GHz
WLAN n max. 300 Mbit/s
    100 Mbit/s down
50 Mbit/s up 
6 Geräte

FritzBox 6360 Cable

bei Amazon kaufen

    2,4 & 5 GHz
kein
Dual-WLAN
WLAN n max. 300 Mbit/s
      6 Geräte

FritzBox 3390

bei Amazon kaufen
UVP: 139 Euro

    2,4 & 5 GHz
Dual-WLAN

WLAN n max. 450 Mbit/s 
       

FritzBox 3272

bei Amazon kaufen
UVP: 109 Euro

    2,4 GHz
WLAN n max. 450 Mbit/s
       


FritzBox Internetzugang einrichten

Wer eine FritzBox direkt vom Internet-Provider geliefert bekommt, muss häufig für eine funktionierende Internet-Verbindung nicht viel mehr tun als den WLAN-Router mit dem heimischen DSL-Anschluss zu verbinden. Wird die Box aber im Fachhandel gekauft, sind neben der richtigen Verkabelung noch einige Schritte zur Einrichtung notwendig, um im Internet surfen zu können. Mit Hilfe eines Einrichtungs-Assistenten oder über den Menüpunkt Internetzugang > Zugangsdaten werden Käufer einer AVM FritzBox Schritt für Schritt durch alle notwendigen Einstellungen geleitet. Für namhafte Provider wie die Deutsche Telekom, 1&1, Vodafone und O2 geht die Einrichtung besonders komfortabel von der Hand. Die notwendigen Zugangsdaten werden vom jeweils ausgewählten Internet-Provider zur Verfügung gestellt.

Internetzugang über die FritzBox einrichten
Bildquelle: inside-handy.de

Bei einigen Internet-Providern - etwa bei QSC oder Stadtnetzbetreibern wie NetCologne beziehungsweise htp - kann es vorkommen, dass vor der Eingabe der Zugangsdaten noch die passende Zugangsart für den Internetanschluss ausgewählt werden muss, um die FritzBox erfolgreich einzurichten. Bei Fragen hierzu kann im Zweifel die Hotline des jeweiligen Providers weiterhelfen. Im nächsten Schritt wird von der AVM FritzBox auch schon die Internetverbindung anhand der eingetragenen Daten getestet. Ist alles korrekt hinterlegt, steht dem Internetvergnügen nichts mehr im Wege. In den Einstellungen zum Internetzugang ist es auf Wunsch möglich, die FritzBox so zu konfigurieren, dass die Modem-Funktion ausgeschaltet wird (Internetzugang über ein externes Modem). Das macht zum Beispiel an Kabel-Internet-Zugängen Sinn, bei denen oft ein Kabel-Modem ohne WLAN-Funktion zum Einsatz kommt.

WLAN Gastzugang an der FritzBox einrichten

Wer einen WLAN-Router betreibt und Freunde oder Familienmitglieder zu Gast hat, wird diese Frage kennen: "Darf ich mal dein WLAN nutzen?" "Klar" ist oft die Antwort und es wird ohne nachzudenken das notwendige Passwort herausgegeben. Doch es geht auch sicherer. An der AVM FritzBox lässt sich nähmlich ein WLAN-Gastzugang einrichten. Darüber können sich Gäste zwar mit dem Internet verbinden und E-Mails verschicken, haben aber keinen Zugriff auf sonstige Dinge, die sich über das WLAN-Netzwerk abspielen.

FritzBox WLAN Gastzugang
Bildquelle: inside-handy.de

Der WLAN-Gastzugang lässt sich über die Benutzeroberfläche einer FritzBox (Login: https://fritz.box) über den Menüpunkt WLAN ein- und ausschalten. Ist der Gastzugang einmal aktiviert, erhält er einen eigenen Namen (SSID) und auf Wunsch ein Passwort. Besitzer der AVM FritzBox können sich unter anderem per E-Mail über das An- und Abmelden einzelner Geräte benachrichtigen lassen, eine Internetseite vorschalten, die nach dem Verbinden mit dem Gastzugang angezeigt wird und den Gastzugang nach einer festgelegten Zeit automatisch beenden lassen.

WLAN Funkkanal ändern

Wer in einem dicht besiedelten Gebiet wohnt, wird unter Umständen schon festgestellt haben, dass es bei der WLAN-Verbindung zu Problemen kommt. Ein Grund kann in diesem Fall sein, dass mehrere WLAN-Router in der Nachbarschaft auf dem gleichen WLAN-Frequanzkanal funken. Dann ist es ratsam, den Funkkanal zu wechseln - sofern dies von der AVM FritzBox nicht automatisch in Angriff genommen wird.

Unter FritzOS ist das über den Menüpunkt WLAN > Funkkanal möglich. Abhängig davon, wie gut das persönlich gewählte FritzBox-Modell ausgestattet ist, können Nutzer sowohl den zu nutzenden WLAN-Kanal im 2,4- und im 5-GHz-Frequenzband individuell festlegen. Über ein Diagramm wird angezeigt, bei welchem WLAN-Funkkanal mit den wenigsten Störungen zu rechnen ist. Grundsätzlich gilt: Auf wenig genutzten Kanälen werden bessere Datendurchsätze erreicht.

WLAN Name (SSID) und WLAN Passwort ändern

Mehr eine Spielerei, aber für viele Nutzer sehr wichtig: eine individuelle SSID, der Name des persönlich verwendeten WLAN-Netzes. Standardmäßig wird er nach jenem FritzBox-Modell benannt, das verwendet wird. Über den Menüpunkt WLAN > Funknetz ist es möglich, den bis zu zwei Frequenzbändern einer AVM FritzBox einen individuellen Namen zuzuweisen. Hier lässt sich auch einstellen, ob die SSID öffentlich sichtbar sein soll. Wird sie versteckt, ist das Risiko, dass Hacker einen Angriff auf das WLAN-Netz starten, deutlich geringer. Gleichzeitig macht es aber das Anmelden neuer WLAN-Endgeräte im heimischen Netzwerk etwas komplizierter.

Um die Sicherheit zu erhöhen, kann es zudem hilfreich sein, das standardmäßig gesetzte WLAN-Passwort zu ändern. Zwar ist es aufgrund der Tatsache, dass es sich um eine 20-stellige Ziffernfolge handelt, schon ab Werk gut gegen Hacker-Angriffe geschützt, ein individuell-eingerichtetes Passwort aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen kann die Sicherheit aber weiter erhöhen. Eine Änderung ist über den Menüpunkt WLAN > Sicherheit > Verschlüsselung möglich.

Tipp: Als Verschlüsselung des WLAN-Netzes sollte grundsätzlich WPA2 (CCMP) ausgewählt werden. Nur wenn noch ältere Geräte verwendet werden, die nur eine WPA-Verschlüsselung unterstützen, sollte man auf diese Methode ausweichen. Jeder Nutzer sollte sich aber im Klaren darüber sein, dass eine WPA-Verschlüsselung als nicht mehr zeitgemäß und unsicher gilt.

Strom sparen mit der FritzBox

Da ein WLAN-Router in der Regel dauerhaft ein Funksignal sendet, wird der Stromverbrauch mit der Zeit in die Höhe getrieben. Laut AVM liegt beispielsweise die Leistungsaufnahme der FritzBox 7490 bei bis zu 27 Watt. Im Extremfall kommen so schnell 50 Euro pro Jahr zusammen. Wer diesen Kosten aus dem Weg gehen möchte, sollte die AVM FritzBox nur dann einschalten, wenn sie auch wirklich benötigt wird.

Unter FritzOS ist kann jeder FritzBox-Nutzer über den Menüpunkt WLAN, eine so genannte Zeitschaltung einrichten. Hier kann jeder Nutzer einstellen, zu welchen Zeiten der WLAN-Router aktiv sein soll. Neben einer täglichen Routine lässt sich auch ein für jeden Wochentag angepasster Zeitplan erstellen. Soll die AVM FritzBox beispielsweise nachts oder während der Arbeitszeit ausgeschaltet bleiben, so lässt sich das in der WLAN Zeitschaltung entsprechend einrichten.

FritzOS WLAN-Zeitschaltung an FritzBox
Bildquelle: inside-handy.de

Nebenbei sei an dieser Stelle erwähnt dass sich das Funknetz einer AVM FritzBox automatisch abschaltet, sobald das letzte mit dem WLAN-Router verbundene Endgerät seine Aktivität beendet.

Kindersicherung auf der FritzBox einrichten

Das Internet macht Spaß, keine Frage. Das weltweite Datennetz kann aber auch von wichtigeren Dingen im Leben ablenken - zum Beispiel Kinder von den in der Schule aufgegebenen Hausaufgaben. Darum lässt sich über die Nutzeroberfläche einer AVM FritzBox eine Kindersicherung einrichten (Internet > Filter Kindersicherung). Jedem mit dem WLAN-Router verbundenen Endgerät lässt sich an dieser Stelle ein individuell einstellbares Zugangsprofil zuordnen.

So lässt sich zum Beispiel für jedes Gerät einstellen, zu welcher Uhrzeit ein Zugriff auf das Internet gestattet ist und wann nicht. Ergänzend dazu ist es unter Internet > Filter > Zugangsprofile möglich, weiter angepasste Zugangsprofile zu aktivieren. Dann lässt sich für jedes Profil nicht nur ein Zeitraum definieren, in dem eine WLAN-Nutzung möglich ist, sondern auch für jeden Wochentag ein Zeitbudget einrichten. Sollen Kinder also pro Werktag nur eine Stunde das Internet nutzen, am Wochende aber auch mal zwei Stunden einen Zugriff erhalten: Über die FritzOS-Oberfläche ist dieses Zeitmanagement jederzeit möglich.

Jedes neu erstellte Zugangsprofil lässt sich zum Beispiel den Handys der eigenen Kinder zuweisen. Ist ein Zeitkontingent aufgebraucht, können Eltern spezielle Tickets ausdrucken, mit denen die Online-Zeit für gesperrte Geräte um jeweils 45 Minuten verlängert wird. Das Einlösen eines Tickets erfolgt direkt über den Browser auf der Seite, die über die abgelaufene Online-Zeit informiert.

FritzBox Ticket
Bildquelle: inside-handy.de

Außerdem können Eltern für Smartphones, Tablets und Notebooks den Zugriff auf bestimmte Internetseiten oder Netzwerkanwendungen wie Filesharing-Dienste komplett sperren. Auch der umgekehrte Weg funktioniert, indem in einer Whitelist nur diejenigen Seiten freigeschaltet werden, zu denen eine Verbindung hergestellt werden darf. Als Option bietet AVM zudem die Möglichkeit, alle Inhalte zu blockieren, die auf einer Liste der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) zu finden sind.

Router-Konfiguration einer FritzBox sichern

Wer einen WLAN-Router über einen längeren Zeitraum nutzt, nimmt über die Nutzeroberfläche in der Regel zahlreiche Anpassungen und Optimierungen an den Einstellungen vor. Umso ärgerlicher ist es, wenn im Rahmen eines Updates oder im Zuge einer Neuanschaffung sämtliche Einstellungen verloren gehen. AVM bietet Nutzern einer AVM FritzBox die Möglichkeit, die Router-Einstellungen zu sichern. Dann ist es im Bedarfsfall möglich, die gewohnten Einstellungen schnell wiederherzustellen.

Über den Menüpunkt System steht die passende Funktion im Unterpunkt Sicherung zur Verfügung. Nachdem Nutzer ein Passwort festgelegt haben können sie eine Sicherungsdatei erstellen und diese auf ihrem Computer oder einem USB-Stick speichern. Mit der Datei ist es möglich, die Router-Einstellungen auf eine FritzBox gleichen Typs vollständig zu übertragen. Auch auf einer AVM FritzBox eines anderen Typs funktioniert die Wiederherstellung - wenn auch nur für ausgewählte Einstellungen.

FritzBox als WLAN Repeater nutzen

Wer noch ein älteres FritzBox-Modell besitzt, kann den ausgemotteten WLAN-Router in wenigen Schritten zu einem sinnvollen WLAN-Repeater zur Erweiterung des WLAN-Funk-Netzes machen. Das macht insbesondere in großen Wohnungen mit vielen Wänden oder Häusern mit mehreren Stockwerken Sinn. So werden aus FritzBox-Routern mit veralteter Technik und geringer Reichweite schnell sinnvolle Ergänzungen für das Heimnetzwerk. Wichtig: Alle notwendigen Einstellungen werden in der erweiterten Ansicht von FritzOS über den Menüpunkt WLAN und den dortigen Unterpunkt Repeater vorgenommen.

Dort lässt sich für jede AVM FritzBox einstellen, ob sie als Basisstation oder als Repeater für eine Basistation verwendet werden soll. Wird an dieser Stelle "Repeater" ausgewählt, lässt sich mit einem weiteren Klick festlegen, mit welchem WLAN-Router die veraltete AVM FritzBox gekoppelt werden soll, um zukünftig als WLAN-Repeater zu agieren. Gegebenenfalls ist es in den Einstellungen der Repeater-FritzBox noch notwendig, die gespeicherte IP-Adresse zu ändern (Heimnetz > Heimnetzübersicht > Netzwerkeinstellungen > IPv4-Adressen).

FritzBox Update installieren

In unregelmäßigen Abständen stellt AVM neue Firmware-Versionen (FritzOS) für seine WLAN Router zur Verfügung. Da in vielen Fällen nicht nur Sicherheitslücken geschlossen, sondern auch neue Funktionen zur Verfügung gestellt werden, macht eine zeitnahe Installation eigentlich immer Sinn. Bei neuen Fritz-Box-Modellen ist eine so genannte Auto-Update-Funktion voreingestellt. Das heißt, dass wichtige, neue FritzOS-Versionen nach einer Benachrichtigung automatisch installiert werden. Über den Menüpunkt System > Update > Auto-Update ist es jedem Nutzer aber möglich, ein manuelles Update der AVM FritzBox zu aktivieren.

FritzBox Update
Bildquelle: inside-handy.de

Alle aktuellen Firmware-Versionen für die einzelnen FritzBox-Modelle hält AVM auf seiner Homepage zur manuellen Installation bereit. Die jeweilige Datei lässt sich nach einem Download über den Menüpunkt System > Update > FritzOS-Datei installieren - auch ohne aktive Internetverbindung. Empfohlen wird allerdings ein Online-Update, das über den Menüpunkt System > Update > FritzOS-Version gestartet werden kann. Dort wird auch angezeigt, welche Version von FritzOS aktuell auf der persönlich verwendeten AVM FritzBox installiert ist.

Neue Funktionen auf der FritzBox vorab mit Labor-Firmware nutzen

Bevor eine finale Version von FritzOS zur Verfügung gestellt wird, muss sie umfangreich getestet werden. In diesen Beta-Test bezieht AVM auch seine Nutzer mit ein. Immer wieder werden so genannte Fritz-Labor-Versionen von AVM zur Verfügung gestellt, die neue Funktionen und Erweiterungen beinhalten. Dabei handelt es sich um Beta-Versionen, die trotz ausführlicher interner Tests in den Entwicklungsabteilungen von AVM noch Fehler aufweisen können. Ausdrücklich weist der Hersteller in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es nach einer Installation der Labor-Firmware zu Verbindungsabbrüchen und anderen Problemen kommen kann. Für etwaige Schäden, die durch die Verwendung von Fritz Labor entstehen, übernimmt AVM keine Haftung. Eine Übersicht der aktuellen Labor-Versionen von FritzOS stehen über die AVM-Homepage zur Verfügung.

Fernzugang mit dem MyFritz Service einrichten

Der MyFritz Service ermöglicht es dem Nutzer, über das Internet auf den eigenen FritzBox-Router zuzugreifen, um beispielsweise den Anrufbeantworter abzuhören oder die Anrufliste abzurufen. Auch können mit MyFritz die auf dem FritzNAS gespeicherten Dateien wie bei einer Cloud geöffnet und die FritzBox-Einstellungen geändert werden. Voraussetzung hierfür ist lediglich eine funktionierende Internet-Verbindung.

Um den Dienst nutzen zu können, muss zunächst ein MyFritz-Konto erstellt und in der AVM FritzBox eingerichtet werden. Möchte sich der Nutzer nun über das Internet mit der FritzBox verbinden, muss zunächst die Internetseite myfritz.net geöffnet werden. Hier meldet man sich mit seiner E-Mail-Adresse und dem persönlichen MyFritz-Kennwort an. Ist diese Hürde überwunden, müssen, aufgrund hoher Sicherheitsvorkehrungen seitens AVM, weiterhin in einem neuen Fenster die Zugangsdaten des FritzBox-Benutzerkontos eingegeben werden, bevor der Online-Zugang endgültig gewährt wird. Alternativ kann die Verbindung auch über die MyFritz-App und ein Android- beziehungsweise iOS-Endgerät erfolgen.

Das ist neu in FritzOS 6.60 ›


Bildquelle kleines Bild: AVM | Autor: Hayo Lücke
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Themen dieser News: DSL und Breitband, Tipps & Tricks, Unternehmen und Märkte

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