ZTE

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ZTE

Firma:
ZTE Deutschland GmbH
Kontakt-Adresse:
Parsevalstraße 11
40468 Düsseldorf
Deutschland
Website:
Hotline:
+49 11 5406 35 45  
E-Mail:

ZTE ist ein 1985 von Hou Weigui gegründeter Telekommunikationsausrüster mit Sitz in Shenzhen, China. Die Aktien des Unternehmens werden an den Börsen Hongkong und Shenzen gehandelt. Aktuell ist Zhao Xianming der CEO der ZTE Corporation. Seit 1996 expandiert die ZTE Corporation erfolgreich in ausländische Märkte; von den weltweit etwa 70.000 Mitarbeitern sind etwa 10.000 in den über 100 Auslandsniederlassungen tätig. Zu den Kunden von ZTE zählen über 500 Netzbetreiber in mehr als 160 Ländern. Der Schwerpunkt des Produktportfolios ist die Entwicklung und Herstellung von Geräten im Telekommunikations- und Netzwerkbereich (UMTS, GSM, xDSL, IPTV und LTE). In zahlreichen Mobilfunk-Netzen kommt Netztechnik von ZTE zum Einsatz, aber auch auf dem Smartphone-Markt ist ZTE inzwischen wieder verstärkt aktiv. Das Unternehmen investiert 10 Prozent seines jährlichen Umsatz in Forschung und Entwicklung. Darüber hinaus spielt es eine wichtige Rolle in einer Reihe internationaler Gremien zur Entwicklung neuer Standards, insbesondere im Bereich LTE, 5G und dem Internet of Things (IoT). Im Jahr 2015 hat ZTE 17.000 Patente besessen.

Internationale Unternehmensgeschichte und Kooperationen

Im Jahre 2005 wurde die ZTE Deutschland GmbH gegründet. Die Zentrale sitzt in Düsseldorf, zwei weitere Niederlassungen befinden sich in Bonn und München. Die ZTE Deutschland GmbH beschäftigt an ihren Standorten circa 200 Mitarbeiter.

2010 lieferte der Konzern die Hardware für den HSPA-Ausbau des Mobilfunknetzes E-Plus und auch die Netze der belgischen Tochter-Firma wurden mit Komponenten von ZTE ausgestattet. In Österreich kooperiert das chinesische Unternehmen mit dem Mobilfunkanbieter Hutchison Drei Austria im Ausbau der Infrastruktur. In Deutschland gab es zudem eine Kooperation mit der Telekom-Discountmarke congstar. Eine frühere Kooperation mit dem Discounter Aldi scheiterte hingegen im Jahr 2014. Am 8. Januar 2014 übernahm ZTE den technischen Betrieb für das E-Plus-Mobilfunknetz. Seit der Saison 2016/2017 ist ZTE Co-Sponsor von dem Borussia Mönchengladbach in der Fußball Bundesliga.

In Deutschland und in anderen Ländern werden zahlreiche Endgeräte, wie zum Beispiel USB-Sticks, WLAN-Router und Smartphones, aus der Herstellung von ZTE unter anderem von T-Mobile, Vodafone und O2 vertrieben. Im ersten Quartal 2017 konnte der Hersteller seinen Gewinn um 27,8 Prozent und seine Umsätze um mehr als 17 Prozent steigern.

Smartphones aus dem Hause ZTE

Seit 2006 ist ZTE mit seiner Handy-Sparte in Deutschland aktiv. Am 12. August 2013 gab der Hersteller bekannt, sein erstes Smartphone ZTE Open mit Firefox OS über den Händler eBay in den USA und in Großbritannien anzubieten. Im vierten Quartal 2013 erschien das ZTE Open für 69 Euro auf dem deutschen Markt. Auf dem Mobile World Congress stellt ZTE zudem am 26. Februar 2017 das weltweit erste Smartphone vor, das den Standard Pre5G Giga+ MBB für eine Datenübertragung von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde unterstützt. Allerdings soll voraussichtlich erst 2020 die Marktreife des 5G-Standards und damit bis zu zehn Mal schnellere Download-Geschwindigkeiten als LTE-Geräte kommen. Zu den bekannten ZTE-Handy-Reihen gehören unter anderem die Serien Blade und Axon. ZTE bietet in seinen Flaggschiffen eine technische Ausstattung, die durchaus mit Herstellern wie beispielsweise Samsung oder Apple mithalten kann, zu vergleichsweise günstigen Preisen an. So kostete das Axon 7 zum Marktstart 450 Euro. Günstigere Preise bietet ZTE außerdem mit Modellen der Mittel- und Einsteigerklasse. Mit einer Gesamtverkaufszahl von 500 Milliarden Endgeräten hat sich ZTE als einer der führenden Hersteller mobiler Endgeräte etabliert.

ZTE-Tablets

ZTE hat bisher einige Tablets vorgestellt, darunter beispielsweise das ZTE Vodafone Smart Tab 7 und das ZTE V96. Die Tablets sind der Einsteiger- bis Mittelklasse zuzuordnen und kosten meist nicht mehr als 100 Euro. Seit 2012 ist aber kein neues Gerät mehr vom Unternehmen veröffentlicht worden.

ZTE Smartwatch

Mit der ZTE Quartz stellte das Unternehmen 2017 seine erste Smartwatch vor. Das Wearable besitzt Android Wear 2.0 und kostet 200 US-Dollar. Allerdings ist die Uhr noch nicht auf dem deutschen Markt erhältlich. Die ZTE Quartz besitzt ein 1,4 Zoll großes AMOLED-Display, Gorilla Glas 3 und 4 GB internen Speicher.

Betriebssystem: Android

Sowohl bei den Smartphones als auch bei den Tablets setzt ZTE auf Googles Betriebssystem Android. Eine Ausnahme bildete lediglich die Open-Serie, die von Firefox OS unterstützt wurde. Mit dem Google Play Store haben ZTE-Kunden daher auch Zugriff auf den umfangreichen App-Store. Einige Geräte, darunter auch das Blade V8, sind mit dem aktuellen Android 7.0 Nougat ausgestattet.

Kritik am Unternehmen

Im Oktober 2012 wurde öffentlich bekannt, dass die US-amerikanische Regierung ZTE Industriespionage vorwirft. Die Staatsanwaltschaft Bonn hat im Jahr 2016 Ermittlungen gegen mehrere Manager der Firma eingeleitet, nachdem ein Telekom-Mitarbeiter gestanden hatte, Bestechungsgelder angenommen und Betriebsgeheimnisse verraten zu haben. Beide Manager setzten sich daraufhin vermutlich in die Heimat ab und sind für die deutsche Justiz nicht mehr greifbar. Ähnliche Vorwürfe sind auch von Seiten der norwegischen Telefongesellschaft Telenor bekannt.

ZTE-News

ZTE-Smartphones eilte lange ein unrümlicher Ruf voraus: billig, klapprig, nur für Einsteiger zu gebrauchen. Schaut man sich das aktuelle Handy-Portfolio des chinesischen Herstellers aber ein bisschen genauer an, wird schnell deutlich, dass ZTE nicht länger hinter der erfolgreichen Konkurrenz aus eigenem Lande (Huawei, Lenovo, Xiaomi etc.) hinterherhinken wird. Sowohl die Axon- als auch die Blade-Familie überzeugt mit einer Mittel- bis Oberklasse-Ausführung und soll vor allem durch erschwinglichere Preise gegenüber der Konkurrenz punkten.