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Hersteller

HMD Global
Karaportti 2
02610 Espoo
Finnland

Der Großvater des Mobilfunks heißt Nokia: Einst ein Pionier der Technologie und führender Handy-Hersteller, existiert das Unternehmen heute vor allem als Telekommunikationsnetz-Innovator. Auf dem Smartphone-Markt ist der Name nur noch als Marke vorhanden. Zuerst vertrieb Microsoft seine Handys unter dem Nokia-Logo, nun ist es die Firma HMD Global. Die Geschichte des finnischen Unternehmens ist so bewegend wie keine zweite auf dem Smartphone-Markt. Bis heute hat es Nokia jedoch nicht geschafft, an seine Erfolge aus der Frühzeit des Handys anzuknüpfen.

Nokia Smartphone: Auf’s falsche Pferd gesetzt

1987 begründete das Unternehmen den Mobilfunk mit: Neben der Einführung des GSM-Standards (GSM steht für Groupe Spécial Mobile) wurden mit dem Mobira Cityman 900 eines der ersten tragbare Mobilfunktelefone vorgestellt. Seitdem veröffentlichte Nokia als einer der ersten Hersteller auch für Endkunden erhältliche Handys. Die Modelle aus der Anfangszeit des Unternehmens folgten dabei einer speziellen Bezeichnung, die sich aus vier Zahlen zusammensetzte. Jede Ziffer ermöglichte eine Einordnung des Handys. So steht zum Beispiel die zweite Nummer für die Bauform, die dritte Ziffer für das mögliche Netz. Teilweilweise wurde die Nummer auch durch ein "i" erweitert.

Zwei der erfolgreichsten und bekanntesten Handys aller Zeiten stammen von Nokia: das 1100 und das 3310. Letzteres wurde dank seiner angeblichen Unzerstörbarkeit zum Internet-Meme. Trotz des Erfolgs Ende der 90er-Jahre geriet Nokia seit dem Aufkommen der Smartphones immer mehr unter Druck. 2012 verlor es seinen Spitzenplatz als weltweit größter Hersteller von Handys an Samsung. Um den Verlust zu stoppen, ging der damalige CEO des Unternehmens, der ehemalige Microsoft Manager Stephen Elop, eine Kooperation mit seinem alten Arbeitgeber ein. Nokia beendete damit die Arbeiten an einem eigenen Betriebssystem für Smartphones, MeeGo, und produzierte Handys exklusiv mit Windows Phone 7.

Das sorgte jedoch auch nicht für den erhofften Aufschwung und so entschied man sich dafür, die Mobiltelefonsparte für umgerechnet 5,4 Milliarden Euro an Microsoft zu verkaufen. Nokia selbst lieh den neuen Smartphones ihren Namen, konzentrierte sich selbst jedoch auf Netzwerk-Technologie im Mobilfunk. Microsoft produzierte seitdem unter der bekannten Marke neue Geräte, die nur mit Windows Mobile ausgestattet wurden. 2016 verkaufte der amerikanische Software-Riese dann die Rechte an das Unternehmen HMD Global, die seitdem Smartphones unter dem Namen des finnischen Herstellers vertreiben. Sie laufen erstmalig in der Geschichte der Marke mit Android und wurden auf dem Mobile World Congress 2017 der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Nokia Betriebssystem: Aus Windows wird Android

Eng verbunden mit der Geschichte des Unternehmens und der Marke Nokia ist die Wahl des Betriebssystems. Denn seit der Vorstellung des ersten iPhones durch Apple im Jahr 2007 hatte der Handy-Hersteller den Umschwung auf das Smartphone verpasst und versuchte sich selbst mit einer eigenen Software am Markt zu positionieren. Dieser Plan wurde jedoch nicht fortgeführt und dank der engen Kooperation mit Microsoft sowie dem späteren Verkauf obsolet. Seitdem setzten Nokia-Handys auf Windows Mobile. Den Abwärtstrend sowohl der Hardware als auch der Software konnte die Zusammenarbeit nicht stoppen.

Einen 360-Grad-Wandel beim Betriebssystem vollzog die Marke unter dem aktuellen Lizenzinhaber HMD Global. Der setzt komplett auf Android und stellte mit dem Nokia 3, 5 und 6 direkt drei neue Handys vor, die auf Googles Betriebssystem setzten.