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Hersteller

HTC Corp
HTC Germany GmbH
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Deutschland

HTC ist im Vergleich zu anderen Smartphone-Herstellern ein Jungspund: Das Unternehmen wurde erst 1997 in Taiwan gegründet und begann seinen Aufstieg als Notebook-Manufaktur. Schon ein Jahr später konzentrierte man sich dann auf die Fertigung von Smartphones. In diesem Bereich wurde die High Tech Computer Corporation (kurz HTC) dann auch groß: So zeichnete das Unternehmen für die ersten Handys aus, die mit Googles Android und Microsofts eigenem Betriebssystem auf den Markt kamen. Bis 2011 machte sich der Hersteller mit unterschiedlichen Android- und Windows-7-Smartphones einen Namen. Im Folgenden rutschte das Unternehmen dann immer mehr in finanzielle Probleme, die bis heute anhalten. Von seinen besten Zeiten ist HTC aktuell weit entfernt.

HTC Smartphones: Vom Pionier zum abgeschlagenen Mitstreiter

Das Unternehmen aus Taiwan beschränkte sich zu Beginn seiner Hersteller-Karriere primär auf die Produktion von Handys mit Microsoft-Betriebssystem. Die ersten Geräte in den frühen 2000ern waren Features-Phones, Personal Digital Assistants (PDAs) und Windows Handys mit Touch. 2005 gehörte HTC zu den ersten Herstellern von Smartphones, die sich an der Open Handset Alliance beteiligten. Dabei handelte es sich um eine Arbeitsgruppe von Software-Unternehmen wie Google, Handy-Produzenten wie Samsung und Motorola sowie Mobilfunkbetreibern wie Sprint und T-Mobile. Sie waren für die Ausarbeitung und Fertigstellung von Android verantwortlich. Das erste Gerät, das Goolges neues Betriebssystem unterstützte, war das T-Mobile G1. Hergestellt wurde es von HTC und trug den Codename HTC Dream.

Seitdem produzierte HTC Handys sowohl mit Windows- als auch mit Googles-Betriebssystem. Beide Geräte-Sparten entwickelten sich jedoch höchst unterschiedlich: So wurde die Windows-Phone-7-Reihe noch mit insgesamt sieben Smartphones beliefert. Zur Windows-Phone-8-Familie steuerte HTC aber nur noch zwei Handys bei. 2012 endete dann die Unterstützung des Microsoft-Betriebssystems. Die Android-Sparte machte HTC hingegen erfolgreich: Mit unterschiedlichen Modellen erreichte das Unternehmen 2011 seinen Höchstpunkt: Unter anderem wurde es von der internationalen Mobilfunk-Vereinigung GSMA als "Hersteller des Jahres" ausgezeichnet und es überholte Nokia als dritt-wertvollster Produzent von Smartphones.

Seitdem ging es für das Unternehmen aus Taiwan jedoch bergab. 2012 musste HTC starke Umsatzrückgänge verzeichnen. Konsequenz dieser Entwicklung: Der Hersteller konzentrierte sich auf einige wenige Smartphone-Reihen. Dieser Trend hatte schon 2010 und 2011 mit der Sensation- und Desire-Serie begonnen, wurde seit 2012 aber vor allem mit der HTC-One-Familie forciert. Neben Flaggschiffen wie dem aktuellen HTC 10 und dem kommenden HTC U (11) stellt das Unternehmen auch Handys der Mittelklasse her. Einen besonderen Namen konnte sich HTC mit seiner Expertise im Sound-Bereich machen. Dazu zählte unter anderem auch die Beteiligung am Kopfhörer-Hersteller Beats, die von 2011 bis 2013 andauerte. Auch für das Design und die Verarbeitung seiner Smartphones wird HTC bis heute gelobt.

Das HTC Betriebssystem: Google Android und HTC Sense

Seit seiner Pionier-Tage setzt HTC auf Googles-Betriebssystem Android. Doch trotz der ewigen Auszeichnung, der erste Hersteller eines Android-Geräts gewesen zu sein, hat HTC wie viele andere Hersteller im Laufe der Zeit angefangen, sich eine eigene Software-Suppe zu kochen. Mit HTC Sense führte das Unternehmen eine auf Android basierende Oberfläche mit einigen Anpassungen für seine Handys ein. Ursprung der User-Interface-Variation ist übrigens die Benutzeroberfläche TouchFLO, die HTC zuerst auf Windows-Geräten etablierte.

HTC Sense ist seit den Jahren 2009/10 im Einsatz. Bis heute wird die Software kontinuierlich verbessert. Seit 2015 besitzt die UI aber keine eigene Versionsnummer mehr – die letzte Version war 7.0. Das HTC 10 und alle weiteren Geräte besitzen deshalb nur noch HTC Sense ohne Versions-Zusatz.