Kündigungs-Tipps - Handyvertrag richtig kündigen

FAQ

Merkzettel: Kündigungs-Know-How

Wie bei jedem Vertragsverhältnis gibt es auch im Umgang mit einem Mobilfunkvertrag eine Menge zu beachten. Wer das Kleingedruckte in seinem Vertrag nicht genau studiert, verlängert seinen Vertrag womöglich ungewollt um bis zu zwei weitere Jahre.

Um sich vor ungewollten Vertragsverlängerungen zu schützen, sollte man die folgenden Hinweise und Tipps für eine einwandfreie Kündigung beherzigen:

  1. Bei wem müssen Sie kündigen?
  2. Wann müssen Sie kündigen?
  3. Was muss in der Kündigung stehen?
  4. Was muss man beim Versand beachten?
  5. Wie reagiert der Anbieter?
  6. Was passiert mit meiner Rufnummer?

Bei wem müssen Sie kündigen?

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Manchmal weichen der Vertragspartner und der Netzbetreiber voneinander ab. Wenn Sie beispielsweise im Netz von T-mobile telefonieren, bedeutet das noch lange nicht, dass Sie Kunde bei T-Mobile sind. Schauen Sie deshalb unbedingt in dem Vertrag, den Sie unterschrieben haben nach, wer Ihr Vertragspartner ist. Im Netz von T-Mobile können dies beispielsweise auch Callmobile, Simply, maXXim und viele andere sein. Auch in den anderen Netzen gilt, dass der Netzanbieter nicht unbedingt der Vertragspartner ist. Schauen Sie sicherheitshalber genau in Ihren Vertragsunterlagen nach.

Wann müssen Sie kündigen?

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In Ihren Unterlagen finden Sie Details zur Laufzeit Ihres Mobilfunkvertrags. Auch die Hotlines der Anbieter können Ihnen diesen Termin nennen. In den Unterlagen oder über die Hotline erfahren Sie auch, welche Kündigungsfristen für Ihren Vertrag gelten, üblich sind im Mobilfunk bei 24 Monaten Vertragslaufzeit drei Monate Kündigungsfrist. Versäumt man diese Frist, verlängert sich häufig automatisch der Vertrag um ein oder zwei weitere Jahre, falls der Anbieter sich nicht kulant zeigt und Sie trotzdem aus dem Vertrag entlässt. Zur Verdeutlichung ein Beispiel: Sie haben am 1. August 2008 einen Mobilfunkvertrag abgeschlossen, der Vertrag läuft zwei Jahre bis zum 31. Juli 2010. Der späteste mögliche Kündigungstermin wäre bei einer Frist von drei Monaten dann der 30. April 2010. Bitte beachten: Die Kündigung muss dem Anbieter in diesem Fall bis zum 30. April 2010 zugegangen sein. Es reicht nicht, den Brief am 30. April in den Postkasten zu werfen, auch der Poststempel ist nicht maßgeblich. Um Problemen aus dem Weg zu gehen, sollte man spätestens eine Woche vor Ablauf der Frist die Kündigung verschicken. Es ist übrigens auch möglich, die Kündigung deutlich früher loszuschicken, theoretisch kann man bereits am Tag des Vertragsabschlusses kündigen.

Damit Sie den Kündigungstermin nicht verpassen empfehlen wir ihnen den inside-handy.de Kündigungswecker, der Sie rechtzeitig kostenlos per Email und/oder SMS an die Kündigung erinnert.

Was muss in der Kündigung stehen?

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Beim Verfassen Ihrer Kündigung sollten Sie folgende Bestandteile berücksichtigen: Unbedingt notwendig ist die Angabe Ihres Namens, Ihrer Anschrift und der Mobilfunknummer sowie des Kündigungszeitpunkts. Bitten Sie in Ihrer Kündigung außerdem um eine schriftliche Kündigungsbestätigung mit Angabe des Endes der Vertragslaufzeit.

Am besten benutzen Sie den inside-handy.de Kündigungskonfigurator, der Ihnen eine komplette, versandfertige Kündigung erstellt.

Was muss man beim Versand beachten?

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Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie Ihre Kündigung unbedingt per Einschreiben mit Rückschein (Deutsche Post, Brief Format "Din lang", bis 20g, Eischreiben/Rückschein, € 4,43) versenden, damit Sie neben dem rechtzeitigen Versand der Kündigung auch deren rechtzeitigen Zugang nachweisen können. Verwahren Sie unbedingt Ihre Einlieferungsquittung und den Rückschein, den Sie nach wenigen Tagen per Post erhalten. Wenn Sie auf das Einschreiben verzichten möchten, sollten Sie die Kündigung als Standardbrief (Deutsche Post, Brief Format "Din lang", bis 20g, € 0,58) verschicken. Eine mündliche, telefonische oder per E-Mail übermittelte Kündigung wird im Regelfall nicht akzeptiert. Auch bei einer Kündigung per Fax machen viele Anbieter Probleme.

Wie reagiert der Anbieter?

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Grundsätzlich möchte der Anbieter natürlich Ihre Kündigung verhindern und wird Ihnen daher unter Umständen per Telefon, Mail oder Brief ein verbessertes Vertragsangebot oder eine Vergünstigung anbieten, damit Sie Ihre Kündigung widerrufen und den Vertrag verlängern. Vorsicht: Der Widerruf der Kündigung ist schon per Telefon möglich. Sie sollten daher nicht unüberlegt das Angebot Ihres Mobilfunkproviders annehmen, sondern in Ruhe prüfen, ob die neuen Bedingungen Ihnen wirklich einen Vorteil verschaffen oder ob Sie bei einem anderen Anbieter ein besseres Angebot erhalten. Wenn Sie die Offerte nicht annehmen, wird Ihnen der Anbieter die Kündigung wunschgemäß bestätigen und Sie zum Ende der Laufzeit aus dem Vertrag entlassen.

Was passiert mit meiner Rufnummer?

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Wenn Sie Ihre Rufnummer zu Ihrem neuen Mobilfunkanbieter mitnehmen möchten, sollten Sie nach der Kündigung einen Antrag auf Rufnummermitnahme stellen. Dieser Antrag kann frühestens vier Monate vor Vertragsende gestellt werden. Auch bis zu zwei Wochen nach Ende des Vertrags ist die Mitnahme der Rufnummer noch möglich. Die Bearbeitung kostet bei Ihrem alten Anbieter in der Regel etwa 25 Euro und wird Ihnen in Rechnung gestellt. Es ist üblich, dass der neue Anbieter für Sie den Antrag auf Rufnummermitnahme übernimmt, wenn Sie bei Abschluss des Vertrags darauf hinweisen.

Die inside-handy.de Kündigungs-Helfer:

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