Powerbanks: So kauft man den richtigen Akku

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Akku-Mythen
Bildquelle: Pixabay
Einigen Smartphone-Nutzern treten die Schweißperlen auf die Stirn und der Puls fängt an zu rasen, sobald der Akkustand sinkt und das Handy in den Stromsparmodus wechselt. Die immer größeren Displays, die zahlreichen Apps und die sozialen Netzwerke zerren permanent am Akku. Gerade unterwegs ist es ärgerlich, wenn sich der Handy-Bildschirm schwarz färbt. Powerbanks sind die Lösung für das Problem. Sie ermöglichen es, das Smartphone und häufig auch weitere Geräte überall auf- beziehungsweise nachzuladen.

Nicht verwunderlich ist es daher, dass die Anzahl der Powerbanks auf dem Markt an Sandkörner am Strand erinnert. Den idealen Zusatz-Akku bei der Auswahl zu finden ist knifflig. Doch nicht nur die vielfältigen Varianten und Hersteller erschweren den Kauf, sondern auch zahlreiche Fachbegriffe. Die Redaktion von inside handy zeigt daher, was sich hinter den Begriffen verbirgt, gibt fünf Tipps für den Kauf einer Powerbank und vergleicht fünf Akku-Packs direkt miteinander.

Powerbanks: Fachbegriffe einfach erklärt

  • mAh (Milli-Amper-Stunden)
  • Input und Output
  • Qi, Wireless Charging, induktives Laden
  • Quick Charge

Wer nach einer Powerbank sucht, stolpert über die Begriffe mAh, Input und Output, Qi und Quick Charge. Die Maßeinheit Milli-Amper-Stunden kurz mAh gibt an, wieviel Kapazität in der Powerbank steckt. Vereinfacht gesagt: so viel Saft hat der Zusatz-Akku.

Auch die Begriffe Input und Output beziehen sich auf die Stromstärke, die in Amper angegeben wird. Die Angabe zum Input besagt mit wie viel Amper die Powerbank maximal geladen wird. Der Output bezeichnet die Stromstärke, die das Smartphone mit neuer Energie versorgt.

Qi steht stellvertretend für kabelloses Laden. Häufig ist hier auch die Rede von induktivem Laden oder Wireless Charging. Dafür muss das Handy nur aufgelegt werden und schon wechselt die Energie vom Akku-Pack in das Smartphone. Das funktioniert jedoch nicht bei allen Handys.

iPhone auf der Yoolox 10K Powerbank
Beim kabellosen Laden reicht es aus, das Smartphone auf die Powerbank zu legen.Quelle: Marina Ebert / inside handy

Quick Charge ist ein Fachbegriff für eine Technologie. Sie lädt das Smartphone schneller auf. Doch hier verhält es sich wie beim induktiven Laden, nicht alle Handys unterstützen die Technik.

5 Tipps für den Kauf einer Powerbank

„Damit der Akku nicht ständig leer ist, einfach eine Powerbank kaufen.“ So lautet der Tipp vieler Nutzer. Doch das ist leichter gesagt, als getan. Die folgenden fünf Tipps und Tricks helfen dabei, die perfekte Powerbank zu finden und immer unter Strom zu sein.

Tipp 1: Form und Gewicht

Die Vielzahl der zusätzlichen Akkus auf dem Markt führt auch zu zahlreichen Formen, Farben, Größen und Gewichten. Bei der Form ist zu beachten, was für eine Art Mensch man ist. So neigen Frauen zum Beispiel dazu immer eine Handtasche mitzunehmen. Hier kann fast jede Powerbank leicht verstaut werden. Männer hingegen transportieren häufig alles in ihren Hosentaschen. Hier sollten also Maße gewählt werden, die in eben diese hineinpassen. Auch das Gewicht ist relevant, denn schließlich soll die Powerbank immer und überall dabei sein.

5 Powerbanks im direkten Vergleich
Alle Powerbanks unterscheiden sich in Größe, Dicke und Gewicht.Quelle: Marina Ebert / Inside handy

Tipp 2: Kapazität von Powerbanks

Dass die Kapazität von Akkus in mAh angegeben wird, wurde bereits geklärt. An sich gilt bei Powerbanks der Leitfaden, je mehr, desto besser. Zum einen um möglichst selten nachzuladen und zum anderen durch den Stromverlust. Ein Beispiel: Wenn eine volle Powerbank mit 4.000 mAh ein komplett leeres Smartphone mit einem 4.000 mAh Akku auflädt, wird die Powerbank leer und der Handy-Akku nicht komplett geladen sein. Die Übertragung zwischen den Geräten führt zu Verlusten zwischen 20 und 30 Prozent. Es empfiehlt sich also zum gelegentlichen Nachladen eine Powerbank mit einer Kapazität von mindestens 5.000 mAh zu nutzen. Reisefans und Weltenbummler sollten beim Zusatz-Akku auf 10.000 bis 20.000 mAh setzen. Zu beachten ist dabei: Hohe Kapazitäten erhöhen auch meist das Gewicht der Powerbank.

Tipp 3: Die richtige Stromstärke finden

Auch die Stromstärke ist ein wichtiger Faktor. Diese wird in Amper angegeben mit der Abkürzung A. Auf dem Netzteil des Herstellers ist die passende Amperzahl für das Smartphone oder Tablet zu finden. Die ausgesuchte Powerbank sollte ungefähr die gleiche Stromstärke beim Output besitzen. Zu wenig kann zu Problemen beim Laden führen und zu viel sogar dem Akku schaden.

5 Powerbanks im direkten Vergleich
Auch auf die Anschlüsse muss beim Kauf geachtet werden.Quelle: Marina Ebert / inside handy

Tipp 4: Anschlüsse

Powerbanks verfügen über Anschlüsse für den In- und Output. Hierbei ist es wichtig, die richtigen Anschlüsse für seine eigenen Geräte vorzufinden. Ansonsten lässt sich das eigene Smartphone trotz Zusatz-Akku nicht nachladen. Besonders empfehlenswert sind Powerbanks mit mehreren Anschlüssen. Darüber lassen sich dann gleich zwei oder drei Geräte wie zum Beispiel das Handy, die Kopfhörer und das Tablet aufladen.

Tipp 5: Das sollte eine Powerbank kosten

Bei so viel Auswahl lohnt es sich, die Preise zu vergleichen. Die Preisspanne ist riesig. Amazon bietet zum Beispiel Powerbanks ab 5 Euro und Powerbanks bis zu 1.235 Euro an. Zusätzliche Funktionen und Besonderheiten treiben zudem häufig die Preise in die Höhe. Hier muss sich der Nutzer fragen, was er wirklich braucht. Tipp: Eine gute Powerbank gibt es schon im mittleren zweistelligen Bereich.

5 Qi-fähige Powerbanks im direkten Vergleich

Die Redaktion von inside handy hat sich fünf Powerbanks genauer angeschaut. Dabei handelt es sich um die Yoolox 10K, die Xtorm, die Ravpower, die Mophie und die Energizer Ultimate. Alle aufgeführten Modelle können das Smartphone oder Tablet kabellos laden. Alle wichtigen Informationen zur Technik fasst der ausführliche Artikel: „So funktioniert kabelloses Aufladen per Qi“ zusammen.

5 Powerbanks im direkten Vergleich
Von links nach rechts: Mophie, Energizer, Xtorm, Yoolox und Ravpower.Quelle: Marina Ebert / inside handy

ProduktGewichtMaßeKapazitätAnschlüsseQi-LadenQuick ChargeStromstärkeMulti-ChargePreis
Yoolox 10K270g150 x 75 x 17 mm10.000 mAhmicroUSB
USB-Type-A
USB-Type-C
jaQuick Charge 3.0bis zu 2Aja, bis zu 3 Geräte ab 59,00 € bei Amazon
RavPower320g80 x 163 x 23 mm10.400 mAhmicroUSB
USB-Type-A
janeinbis zu 2,4Anein ab 49,99 € bei Amazon
Mophie240g69 x 160 x 13 mm10.000 mAhmicroUSB
USB-Type-A
janeinbis zu 2,4Anein ab 72,72 € bei Amazon
Energizer280g70 x 134 x 18 mm10.000 mAhmicroUSB
USB-Type-A
USB-Type-C
jaQuick Charge 3.0bis zu 2,4Aja, bis zu 3 Geräte ab 74,99 € bei Amazon
Xtorm260g72 x 138 x 20 mm8.000 mAhmicroUSB
USB-Type-A
janeinbis zu 2,5Anein ab 58,46 € bei Amazon

Der Formfaktor ist bei allen Powerbanks sehr ähnlich. Das Modell von Mophie ist am leichtesten und kleinsten. Dafür mit 23 Millimetern nicht das schlankeste Modell. Die Ravpower besitzt die größte Kapazität mit 10.400 mAh. Die anderen Powerbanks liegen dicht dahinter mit 10.000 mAh. Lediglich das Modell von Xtorm ist mit 8.000 mAh etwas abgeschlagen. Die meisten Anschlüsse bieten die Zusatz-Akkus von Yoolox und Energizer. Bei beiden lassen sich bis zu drei Geräte gleichzeitig aufladen und das sogar mit Quick Charge 3.0. Dabei ist die Yoolox 10K deutlich günstiger als Energizer Ultimate. Wer nur ein Gerät laden möchte, kommt am günstigsten mit der Ravpower davon.

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  • iPhone auf der Yoolox 10K Powerbank: Marina Ebert / inside handy
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Marina Ebert
Marina liebt Technik und ist bei den neuesten Trends stets am Puls der Zeit. Dabei haben es der lebensfrohen Rheinländerin vor allem Gadgets aller Art angetan, von denen sie in ihrem smarten Zuhause einen ganzen Schrank voll hat. Denn in der Tech-Welt ist sie trotz ihres jungen Alters längst ein alter Hase. Bei aller Technikliebe ist Marina aber manchmal auch ganz Mädchen, denn Designerhandtaschen sind ihr großes Laster. Und wenn sie in ihrer freien Zeit nicht gerade den weltbesten Kuchen für ihre Kollegen bei inside handy backt, ist ihr Garten ihre Wohlfühloase, wo sie die Seele baumeln und Technik einfach Technik sein lässt.

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