Weihnachtsmann-Betrugsmasche bei WhatsApp - das steckt dahinter

2 Minuten
WhatsApp-Icon auf dem Handy-Display neben vielen anderen Apps
WhatsApp-Kettenbriefe sind nicht gerade neu, sorgen jedoch immer wieder für Verwunderung oder sogar Unverständnis. Die zunächst unscheinbaren Texte entpuppen sich nämlich oftmals als Phishing-Nachrichten, die mit Angeboten von Dritten oder mit Links zu Schadprogrammen ausgestattet wurden. Die aktuelle Weihnachts-Betrugsmasche scheint noch kreativer zu sein – zumindest, wenn es sich dabei tatsächlich um eine Masche handelt.

Aktuell scheint ein neuer WhatsApp-Kettenbrief die Runde zu machen, der auf den ersten Blick wenig Zweifel am harmlosen Charakter der Nachricht weckt. Darin wird der Empfänger aufgefordert, an einem Weihnachts-Rätsel teilzunehmen. Die Teilnahme ist allerdings an eine Bedingung geknüpft: Jeder, der die Frage nicht beantworten kann, muss sein Profilbild drei Tage lang durch das Bild eines „dabbenden“ Weihnachtsmanns ersetzen.

Dieses wird sofort mitverschickt, sodass Nutzer das Bild mit nur wenigen Klicks als Profilbild auswählen können. Genau hier verbirgt sich allerdings die mögliche Gefahr. Wie einige WhatsApp-Nutzer laut der Website Mimikama.at berichten, ist das Weihnachtsmann-Profilbild nämlich urheberrechtlich geschützt. Es besteht also die Möglichkeit, dass man vom Rechteinhaber abgemahnt wird.

Die Nachricht im Bild und Wortlaut

WhatsApp: Weihnachtsmann-BetrugsmascheQuelle: Mimikama

 

Ein Spielchen für Dich

Du kommst in ein Zimmer. Auf dem Bett liegen 2 Hunde und 3 Katzen. Der Weihnachtsmann, ein Esel und 5 Rentiere stehen da auch rum… 3 Tauben und eine kleine Ente fliegen durch die Gegend… so! Wie viele Füße stehen im Zimmer?

Wenn du falsch antwortest, musst du 3 Tage das Bild vom Weihnchtsmann bei WhatsApp als Profilbild haben.

Antwort ???

Gefahren bei WhatsApp

Aktuell ist unklar, ob es sich bei dem Weihnachtsmann-Rätsel tatsächlich um eine Betrugsmasche handelt oder ob jemand schlicht Lust auf Weihnachtsmann-Profilbilder in seiner Freundesliste hatte. Grundsätzlich ist eine Abmahnung in diesem Fall zwar unwahrscheinlich, eine klare Entwarnung kann es jedoch trotzdem nicht geben. Wer also auf Nummer sicher gehen will, sollte sein eigenes Profilbild behalten und es – falls man sich der Wette verpflichtet fühlt – beispielsweise durch ein selbst gezeichnetes Werk ersetzten.

Auch abseits von Phishing-Kettenbriefen kann WhatsApp durchaus mit einigen Gefahren verbunden sein, die vor allem Kinder betreffen. Seit einigen Monaten genießt beispielsweise das Momo-Phänomen große Aufmerksamkeit. Hier werden Betroffene von jemanden mit einem gruseligen Profilbild angeschrieben und zum Selbstmord aufgerufen. Ein 14-jähriger Franzose soll sich aufgrund dessen im Oktober 2018 erhängt haben.

Deine Technik. Deine Meinung.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

VERWANDTE ARTIKEL