Momo bei WhatsApp: Ministerium warnt vor dem Phänomen

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WhatsApp-Kettenbrief: Momo
WhatsApp-Kettenbrief: MomoBildquelle: La Nacion
Das Online-Phänomen Momo war im Sommer 2018 in aller Munde. Dabei handelte es sich um einen WhatsApp-Kettenbrief, der den Empfänger zum Selbstmord aufrief. Nun meldet sich das bayrische Kultusministerium mit einer Warnung zu Wort. Diese gilt vor allem Eltern, die ihre Kinder über Momo aufklären sollen.

Obwohl das Momo-Phänomen bereits nicht mehr ganz so präsent ist, wie noch vor vier Monaten, spricht das bayrische Kultusministerium nun eine Warnung aus. Wie der Münchener Merkur berichtet, warnt der Koordinator Digitale Bildung beim Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Oberbayern-West, Benjamin Götzinger, Eltern vor dem Kettenbrief. Diese sollen Kinder darauf ansprechen, ob sie verdächtige Nachrichten erhalten hätten. Dabei steht WhatsApp nicht zum ersten mal im Rampenlicht: Vor kurzem tauchten Nazi-Symbole im Messenger auf und eine Sicherheitslücke in Gruppen-Chats von WhatsaApp sorgte für Wirbel.

WhatsApp: Das Momo-Phänomen

Ursprünglich ist Momo wohl als WhatsApp-Kettenbrief aufgetaucht. Dabei wurde das gruselige Momo-Gesicht als Nachricht an Nutzer geschickt – mit der Aufforderung diese an 15 Personen weiterzuleiten. Andernfalls würde man Sterben. Das wirklich neue an dem Kettenbrief war ursprünglich lediglich das verzerrte Gesicht.

Später tauchte laut Medienberichten auch eine Momo-Challenge auf. Dabei wurden Nutzer – auch Jugendliche – angeblich von Momo selbst kontaktiert und herausgefordert. Diese sollten daraufhin einige Aufgaben erledigen, die wohl im Selbstmord gipfelten. Als Folge soll sich ein 14-jähriger Franzosen im Oktober 2018 erhängt haben. Dessen Vater verklagte daraufhin WhatsApp, YouTube und den französischen Staat. Diese sollen Jugendliche nicht ausreichend vor diesem und ähnlichen Phänomenen geschützt haben.

WhatsApp erklärt, wie sich Nutzer zu verhalten haben

Laut eigenen Angaben arbeitet WhatsApp ständig daran, Spam-Nachrichten zu reduzieren. Dabei sind auch Kettenbriefe inbegriffen. Es ist jedoch nicht sonderlich schwer, solche Nachrichten selbst zu identifizieren. Zu diesem Zweck hat WhatsApp eine übersichtliche Liste zusammengestellt:

  • Der Absender behauptet, im Namen von WhatsApp zu handeln.
  • Der Inhalt der Nachricht enthält die Anweisung, diese weiterzuleiten.
  • Die Nachricht behauptet, dass du eine Strafe vermeiden kannst, wie eine Sperrung deines Accounts, wenn du die Nachricht weiterleitest.
  • Der Inhalt der Nachricht verspricht dir eine Belohnung oder ein Geschenk von WhatsApp oder einer anderen Person.

Wenn sich herausstellt, dass es sich bei der Nachricht um Spam, Kettenbriefe oder eine Phishing-Nachrichten handelt, empfiehlt WhatsApp diese zu ignorieren oder zu löschen und den Absender zu blockieren. Weiterhin sollen solche Nachrichten auf keinen Fall weitergeleitet werden.

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