VW verkündet gewaltige E-Offensive

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E-Mobilität VW
Bildquelle: VW
Volkswagen (VW) will mehr Autos mit Elektro-Antrieb bauen als ohnehin geplant. Bis 2028 soll die Zahl der (vernetzten) E-Modelle auf fast 70 steigen. Bisher hatte VW mit nur 50 Modellen kalkuliert. Und das ist noch längst nicht alles.

Dieselgate: Der Skandal rund um nicht sauber ausgelesene Abgaswerte bei Diesel-Fahrzeugen hat VW nicht nur viel Geld, sondern auch das Vertrauen vieler Kunden gekostet. Aber der Automobilkonzern will es in Zukunft besser machen. Mit E-Autos. Jetzt hat der Konzern eine umfangreiche E-Offensive angekündigt.

VW will viel mehr E-Autos bauen

VW teilte am Dienstag mit, bis 2028 mehr (vernetzte) E-Modelle auf den Markt bringen zu wollen als bisher geplant. Bisher standen 50 Autos mit Elektro-Antrieb in den Planungsbüchern der Wolfsburger, jetzt sollen es fast 70 werden. Mehr noch: Bis Ende 2050 will der VW-Konzern in allen Bereichen CO2-neutral werden. Das reicht von der Flotte über die Produktion bis hin zur Verwaltung.

„Volkswagen wird sich grundlegend ändern. Wir übernehmen bei den großen Zukunftsthemen Verantwortung – gerade auch beim Klimaschutz.“ Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG

Die nun vorgestellten Maßnahmen folgen drei Prinzipien: Erstens, die CO2-Emission deutlich reduzieren. So steht zum Beispiel für das Werk in Wolfsburg bis 2023 eine Umrüstung von Kohle auf Gas auf der Agenda. Zweitens, die Energieversorgung auf erneuerbare Energien umstellen. Drittens, nicht vermeidbare Emissionen sinnvoll ausgleichen. Besonders bei den Anlieferungen von Stahl und Aluminium sieht VW große Potenziale.

Bis 2023 will VW nach eigenen Angaben sein Fahrzeug-Portfolio elektrifizieren und dafür mehr als 30 Milliarden Euro investieren. Der E-Anteil in der Flotte soll bis 2030 auf mindestens 40 Prozent steigen. Die ersten E-Autos der neuen Generation gehen schon in diesem Jahr in die Produktion. Nach dem Audi e-tron folgt der Porsche Taycan. Für beide Fahrzeuge liegen nach Angaben von VW bereits Reservierungen von jeweils 20.000 Einheiten vor. Folgen werden der VW ID. Crozz, der Seat el-born, der Skoda Vision E2, der VW ID. Buzz und der VW ID. Vizzion.

Klar ist, dass VW mit verschiedenen Batteriezellen-Lieferanten zusammenarbeiten muss, um die Nachfrage bei seiner E-Offensive zu decken. Unter anderem Samsung und LG Chem gehören zu den ausgewählten Partnern. Zudem prüft VW die Beteiligung an einer eigenen Batteriezellen-Fertigung in Europa.

VW erreichtet Schnellladestationen an Fernstraßen

Und damit E-Auto-Fahrer auch mit Blick auf die Energieversorgung ihrer Fahrzeuge nicht im Regen stehen, plant VW noch eine weitere Offensive. Bis 2020 sollen zusammen mit Partnern europaweit 400 Schnellladestationen an Fernstraßen errichtet werden. Davon rund 100 in Deutschland.

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