Vodafone Netzausbau in Hessen: 300 neue LTE-Sender geplant

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Der Vodafone in Tower in Dösseldorf mit Düsseldorf im Hintergrund
Bildquelle: Vodafone
Vodafone will nach eigenen Angaben alleine in Hessen in den kommenden zwei Jahren 300 neue LTE-Stationen errichten und 130 bestehende Sender aufrüsten. Das Ziel: Funklöcher in Hessen sollen geschlossen werden.

Nach Angaben von Vodafone sei es in Hessen nahezu kein Problem, im Vodafone-Netz zu telefonieren. Hier habe Vodafone bereits “eine umfassende Mobilfunkversorgung“ aufgebaut. 1.900 Mobilfunkstandorte gebe es in den besiedelten Gebieten. Sie liefern demnach eine Outdoor-Versorgung von über 99 Prozent.

Bei LTE sieht das schon anders aus. Wer schnell per Handy, Tablet oder mobil mit dem Laptop surfen will, findet nur in 90 Prozent der Haushalte in Hessen ein Netz vor. Geht es in nicht besiedelte Gebiete, sieht es noch schlechter aus. Der Mobilfunk-Versorgungsgrad in Deutschland wird nicht an Wanderwegen, sondern an Haushalten festgemacht.

300 komplett neue LTE-Standorte in Hessen geplant

Vodafone hat selbst erkennt: Weiße Flecken gibt es insbesondere beim Mobilfunkempfang innerhalb von Gebäuden und bei der LTE-Versorgung. Deshalb haben die Düsseldorfer für Hessen jetzt ein Ausbauprogramm bekannt gegeben, das Vodafone aus eigenen Mitteln finanziert. Insgesamt 430 Sender in Hessen will Vodafone neu mit LTE versorgen oder zusätzliche Kapazitäten aufschalten.

Mit etwa 40 Millionen Euro will Vodafone unter anderem in den Städten Darmstadt, Frankfurt, Fulda, Gießen und Wiesbaden sowie in 16 Landkreisen 300 neue LTE-Stationen in Betrieb nehmen. Hierzu wird Vodafone komplett neue Mobilfunk-Stationen bauen oder erstmals LTE-Technik an bestehenden Mobilfunk-Standorten installieren. Zudem wird Vodafone an 130 vorhandenen LTE-Standorten zusätzliche LTE-Antennen anbringen. Hierbei handelt es sich um Standorte, die zwar schon LTE – etwa auf Frequenzen um 800 MHz – aufgeschaltet haben, die aber so intensiv genutzt werden, dass ein Ausbau notwendig ist. Durch das Aufschalten neuer Frequenzen kann die Kapazität und somit die Geschwindigkeit für jeden einzelnen Kunden erhöht werden. Je nach Bauart des Standortes muss Vodafone aber auch die Technik vor Ort oder die Zuführung zum Standort modernisieren.

Auf der CeBIT im Juni hatte Vodafone zudem bekannt gegeben, bis Ende März in ganz Deutschland 1.500 Sendestandorte modernisieren zu wollen. Weitere 700 Sender hatte der Unternehmen entlang von Autobahnen versprochen.

Ausbau soll bis Ende 2020 erfolgen

Wie Vodafone gegenüber inside handy mitteilte, wird der Ausbau der 430 Stationen jedoch nicht von heute auf morgen erfolgen. Gerade beim Aufbau komplett neuer Standorte sind auch Tiefbauarbeiten notwendig und die Behörden müssen Genehmigungen erteilen. Nach Angaben von Vodafone sollen die Arbeiten an den genannten 430 Standorten bis Ende 2020 abgeschlossen sein.

Lesetipp: Warum der Ausbau mit LTE manchmal länger dauert

Im gerade erst veröffentlichten Mobilfunk-Netztest der connect hatte Vodafone den zweiten Platz belegt, dabei aber Punkte gegenüber dem Vorjahrestest verloren.

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