Unitymedia Übernahme auf der Kippe: Kartellamt will Vodafone-Deal prüfen

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Schrägansicht eines Vodafone-Gebäudes
Bildquelle: Vodafone
Es soll die Fusion des Jahres werden: Vodafone ergatterte Mitte des Jahres für 18,4 Milliarden Euro Unitymedia und weitere Landesgesellschaften von Liberty Global. Einzig die Kartellprüfung steht dem Mega-Deal noch im Wege. Doch jetzt herrscht innerhalb der Behörden Streit darüber, wer die Entscheidung treffen darf.

Mit der Zusammenschließung würde sich Vodafone an die Spitze als größter Telekommunikationsanbieter in Deutschland setzen, mit 14 von 17,6 Millionen Kabelfernsehkunden. Eigentlich sollte die Europäische Kommission in Brüssel die Fusion auf ihre Rechtsmäßigkeit überprüfen. Zwei Gründe sprechen auch dafür. Erstens die großen Umsätze des Unternehmens. Und zweitens die Beteiligung mehrerer Länder nämlich Deutschland, Tschechien, Rumänien und Ungarn. Doch den nationalen Kartellämtern steht das Recht zu, einen Teil solcher Fusionen zu prüfen. Nämlicher immer dann, wenn der nationale Markt und damit der Wettbewerb von einem Zusammenschluss besonders betroffen ist.

Die Sterne stehen schlecht für die Unitymedia-Übernahme

Eben das befürchtet das Bundeskartellamt. Deutschland will somit seinen Teil der Fusion selbst überprüfen. Das Bonner Kartellamt hat dies nun beantragt. Den anderen betroffenen Ländern steht auch optional eine solche Prüfung zu. Der Bonner Kartellamtspräsident Andreas Mundt sagte dazu, dass die „Übernahme von Unitymedia zu ganz erheblichen Veränderungen der Marktverhältnisse im Bereich des Kabelfernsehens und der Telekommunikation“ führen würde. Damit zeigt sich auch, dass das Bundeskartellamt der Fusion nicht positiv gesinnt ist. Doch Kritik kommt auch von der Konkurrenz. Die Telekom fürchtet unfairen Wettbewerb durch die Kabel-Fusion und Kabel-Wettbewerber fordern harte Auflagen bei der Unitymedia-Übernahme. Vodafone hingehen sieht in der Übernahme eine große Chance für das 5G-Netz in Deutschland. Ob die Prüfung von der Europäischen Kommission an das Bundeskartellamt übergeben wird, ist bisher noch unklar. Auch die Auswirkungen auf die Kunden von Telekommunikationsanbietern sind noch nicht klar abzusehen.

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  • Vodafone Gebäude: Vodafone
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Marina Ebert
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