"WiWo": United Internet will an 5G-Auktion teilnehmen

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United Internet Zentrale
Bildquelle: United Internet
Nun also doch: United Internet will in Deutschland ein eigenes 5G-Netz aufbauen. Auch wenn aktuell an verschiedenen Stellen gegen die Vergaberegeln der nahenden 5G-Frequenzauktion geklagt wird, bereitet United Internet alles vor, um in Zukunft ein eigenes Mobilfunknetz aufbauen zu können.

Die drei deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber, Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland (O2) müssen sich auf neue Konkurrenz einstellen. Zumindest auf dem Papier. Denn wie die „WirtschaftsWoche“ berichtet, will auch United Internet an der kommenden 5G-Auktion teilnehmen. Sollte das Unternehmen aus dem Westerwald zu der Frequenzauktion zugelassen und im Rahmen des Bieterverfahrens auch zum Zug kommen, würde mit United Internet ein vierter deutscher Mobilfunk-Netzbetreiber entstehen. Möglicherweise unter der Marke 1&1.

United Internet bereitet Teilnahme an Frequenzauktion vor

Die „WirtschaftsWoche“ schreibt, dass United-Internet-Chef Ralph Dommermuth in den vergangenen Tagen bereits mehrere Vorverträge mit Kooperationspartnern abgeschlossen habe, die in Zukunft beim Ausbau des 5G-Netzes in Großstädten helfen sollen. „Dabei wirkten die Führungskräfte sehr entschlossen“, berichteten künftige Partner dem Magazin.

Eine offizielle Entscheidung soll kurz vor Bewerbungsschluss der 5G-Auktion am 25. Januar fallen. Bis dahin müssen sich Unternehmen, die Interesse an 5G-Frequenzen in Deutschland haben, offiziell bei der Bundesnetzagentur für eine Zulassung zur Auktion angemeldet haben. Und dann will sich dem Vernehmen nach auch der Aufsichtsrat von United Internet ein letztes Mal die Pläne ansehen und absegnen.

Netzbetreiber wollen keinen vierten Anbieter in Deutschland

Die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland sehen einen vierten Netzbetreiber in Deutschland kritisch. Sie glauben, dass sich ein neuer Anbieter wie United Internet lediglich ins gemachte Nest setzen wolle, um über ein National Roaming vor allem in ländlichen Gebieten auf bereits bestehende Netze zugreifen zu können. Das, so argumentieren die etablierten Mobilfunk-Kräfte, sorge nicht dafür, dass weiße Flecken auf der Breitbandkarte in Deutschland verschwinden.

Die Folge: Auf dem juristischen Wege wollen die Netzbetreiber verhindern, dass sie Drittanbietern Zugriff auf ihre Netze gewähren müssen. Zuletzt hatte die Deutsche Telekom diesbezüglich Klage gegen die Bundesnetzagentur eingereicht. Zuvor hatte bereits Teléfonica gegen die Auflagen der 5G-Vergabe geklagt und auch Vodafone hatte den juristischen Weg eingeschlagen.

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