Telekom auf Europatour: EU genehmigt Erwerb von Tele2 Netherlands

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Die Zentrale der Telekom bei Nacht
Bildquelle: Telekom
Die Deutsche Telekom expandiert im europäischen Umland: Wie das Unternehmen bekannt gab, winkte die EU-Kommission den Kauf des niederländischen Mobilfunkanbieters Tele2 Netherlands durch. Das Unternehmen soll mit der T-Mobile Netherlands Anfang 2019 fusionieren. Die Telekom sieht damit einen „weiteren Meilenstein in der strategischen Weiterentwicklung des europäischen Portfolios“.

Die Fusion von T-Mobile Netherlands mit der niederländischen Tochter des schwedischen Mobilfunkanbieters Tele2 ist geglückt. Wie die Deutsche Telekom in einer Pressemitteilung mitteilte, genehmigte die EU-Kommission den Erwerb von Tele2 Netherlands durch den Bonner Mobilfunkanbieter. Der Kaufpreis beläuft sich auf 190 Millionen Euro. Die Zusammenlegung beider Unternehmen soll Anfang 2019 erfolgen.

Mit der Fusion gehen die Nummer drei und vier des niederländischen Mobilfunk-Marktes in einem Unternehmen auf. Eine negative „Änderung der Preise oder der Qualität der Mobilfunkdienste für die niederländischen Verbraucher“ sei laut EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager nicht zu erwarten, wie das „Handelsblatt“ berichtet.

Für den Chef von T-Mobile Netherlands, Søren Abildgaard, ist die Genehmigung ein klares Zeichen zum Angriff: „Wir haben das klare Ziel, mit unseren Angeboten den niederländischen Markt disruptiv zu verändern und nach dem Zusammenschluss den Druck auf KPN und VodafoneZiggo zu verschärfen“. Beide Mobilfunkanbieter dominieren mit Anteilen von 43 Prozent (KPN) und 30 Prozent (VodafoneZiggo) den niederländischen Markt. Das gemeinsame Unternehmen von T-Mobile Netherlands und Tele2 Netherlands wird laut eigenen Angaben einen Umsatz von rund 2 Milliarden Euro sowie rund 4,3 Millionen Mobilfunk-Vertragskunden vorweisen können.

Telekom expandiert in Europa und den USA

Der Kauf der Tele2 Netherlands ist jedoch kein singuläres Ereignis. Erst im Juli gab es die Erlaubnis für die Deutsche Telekom, den österreichischen Kabelnetzbetreiber UPC übernehmen zu dürfen. Einen weiteren Kauf plant das Unternehmen derweil in den USA: Dort will sich T-Mobile US den Konkurrenten Sprint einverleiben. Eine Genehmigung steht dort noch aus.

In Deutschland machte der Bonner Mobilfunkanbieter vor wenigen Tagen von sich reden: So wies das Verwaltungsgericht Köln einen Eilantrag der Telekom zurück und bestätigte damit, dass StreamOn gegen europäisches Recht verstößt. Der Mobilfunkanbieter hält derweil an dem Zero-Rating-Angebot fest und will für dessen Erhalt kämpfen. Die EU-Roaming-Verordnung erlaube auch nationale Tarife. Und dass StreamOn als kostenloser Zusatzvertrag in Deutschland nicht EU-weit angeboten werden muss, davon sei man überzeugt.

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