Telekom gewinnt mehr als 6.800 Mobilfunkkunden – pro Tag

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Das Logo der Telekom auf einem Dach
Bildquelle: Deutsche Telekom
Bei der Vorlage der Quartalszahlen der Deutschen Telekom zum dritten Quartal 2018 wird eines deutlich: Trotz der oftmals hohen Preise im Mobilfunk und Festnetz ist der Konzern unterm Strich erfolgreich. 4 Millionen Kunden nutzen Magenta-Eins-Bündelprodukte, 43,646 Millionen SIM-Karten sind im Telekom-Netz aktiv.

Die Telekom sieht in diesen Zahlen den Lohn für ihre Anstrengungen im Netzausbau in Deutschland. An 75 Prozent der Festnetzanschlüsse können Kunden inzwischen Produkte nutzen, die die Telekom fälschlicherweise als Glasfaserprodukte bezeichnet. Tatsächlich handelt es sich dabei um VDSL-Anschlüsse mit Bandbreiten zwischen 25 und 250 MBit/s im Downstream. Eher selten sind FTTH-Anschlüsse buchbar. Dennoch: Vor einem Jahr waren es noch 67 Prozent. Im Mobilfunk erhöhte sich die Abdeckung mit dem Mobilfunkstandard LTE auf 98 Prozent der Bevölkerung. Hier plant die Telekom ebenfalls einen weiteren Netzausbau bevor es mit dem 5G-Netz losgeht.

Die Zahl der sogenannten Glasfaser-Kunden habe mit 11,6 Millionen Ende September um 30 Prozent über dem Vorjahreswert. Für die Breitband-Produkte der Telekom entschieden sich allein im dritten Quartal 67.000 neue Kunden. Eine große Rolle spielen auch Bündelprodukte aus Festnetz und Mobilfunk. Mehr als 4 Millionen Kunden nutzen inzwischen solche Angebote aus der Magenta-Eins-Familie. Das seien 14,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Unter den eigenen Mobilfunk-Vertragskunden beträgt der Anteil der MagentaEins Nutzer 47 Prozent nach 40 Prozent Ende September 2017.

Mobilfunk: Kundenverlust binnen Jahresfrist – doch es geht bergauf

Apropos Mobilfunkkunden: Die Telekom zählte zum Stichtag 30. September 2018 43,65 Millionen aktive Kundenbeziehungen im Mobilfunkbereich. Das ist binnen Jahresfrist ein Zuwachs von 1,1 Millionen. Allerdings zeigt der Jahresvergleich auch Schattenseiten: 273.000 Vertragsbeziehungen wurden gekündigt. Einen Laufzeitvertrag hatten somit noch 25,179 Millionen Kunden. Immerhin: Bei der kurzfristigen Betrachtung kann die Telekom eine Wende feststellen. Verglichen mit dem zweiten Quartal 2018 legte die Telekom bei den Vertragszahlen um 214.000 zu. Alle Kundenbeziehungen eingeschlossen gewann der Bonner Konzern sogar 623.000 Kundenbeziehungen hinzu – das sind rein rechnerisch pro Tag 6.846 neue Geschäftsbeziehungen. Gleichzeitig ist es das stärkste Neukunden-Plus der Telekom im Mobilfunkbereich seit dem vierten Quartal 2013.

Lesetipp: Das plant die Telekom bei LTE, Glasfaser, VDSL und 5G

Schließlich profitieren auch die Umsätze von mehr Kunden und erweiterten Angeboten. Die mobilen Service-Umsätze legten abermals deutlich zu. Mit einem Plus von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf vergleichbarer Basis. Damit bestätigte die Telekom nach eigenen Angaben erneut die Position als Marktführer im deutschen Mobilfunk. Im operativen Segment Deutschland gab es – nach Unternehmensangaben wegen der Änderung der Bilanzierungsstandards –  einen leichten Umsatzrückgang im dritten Quartal um 0,9 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA stieg gleichzeitig um 2,1 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro.

Der Gesamt-Konzern: Die Zahlen in Kürze

Die Deutsche Telekom besteht bekanntlich nicht nur aus dem deutschen Festnetz und Mobilfunk. Ein Blick auf den Gesamtkonzern: Hier erhöht die Deutsche Telekom zum dritten Mal in diesem Jahr die Prognose für das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und erstmals auch die Erwartung für den Free Cashflow. Das bereinigte EBITDA soll demnach einen Wert von rund 23,6 Milliarden Euro erreichen, zu Beginn des Geschäftsjahres hatte die Prognose noch bei rund 23,2 Milliarden Euro gelegen. Für den Free Cashflow rechnet die Deutsche Telekom nun mit rund 6,3 Milliarden Euro nach bislang rund 6,2 Milliarden Euro.

„Es geht in allen Bereichen des Konzerns bergauf“, sagte Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. „Wir schaffen es deshalb, die Latte wieder ein Stückchen höher zu legen. Das ist ein starkes Signal der Zuversicht.“

Der Umsatz des Konzerns legte zwischen Juli und September 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,7 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro zu. Der bereinigte Konzernüberschuss entwickelte sich im dritten Quartal mit plus 6,2 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro positiv. Der ausgewiesene Konzernüberschuss erreichte mit plus 118,9 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro einen mehr als doppelt so hohen Wert wie im Vorjahresquartal. Grund waren per saldo hohe negative Sondereinflüsse im dritten Quartal 2017, die diesmal in diesem Umfang nicht auftraten.

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