So will O2 die weißen Mobilfunk-Flecken in Deutschland beseitigen

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Telefonica Deutschland Chef Markus Haas
Bildquelle: Telefonica Deutschland
Nach Vodafone hat sich nun auch Telefónica Deutschland mit einer deutlichen Positionierung im Anschluss an die abgeschlossene 5G-Frequenzauktion zu Wort gemeldet. Das Unternehmen hinter der Kernmarke O2 legte am Donnerstag einen 3-Punkte-Plan für eine flächendeckende Mobilfunk-Versorgung in Deutschland vor.

Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter hatte am Morgen bereits einen Schulterschluss von Mobilfunk-Branche und Politik gefordert. Jetzt legte Telefónica Deutschland nach. „Mit Abschluss der 5G-Auktion müssen Politik und Bundesnetzagentur nun umgehend weitere Weichen für einen effizienten 4G- und 5G-Ausbau stellen und bestehende Investitionshemmnisse aus dem Weg räumen“, stellte Telefónica-Deutschland-Chef Markus Haas klar.

Frequenzen: Telefónica Deutschland will nicht erneut zur Kasse gebeten werden

Haas erwartet, dass bereits vergebene Frequenzen bei 700, 800 und 900 MHz, die 2025 und 2033 auslaufen, nicht noch einmal neu ausgeschrieben werden. Stattdessen sollen die aktuellen Netzbetreiber die Frequenzen bis 2040 nutzen dürfen. So sei es möglich, Planungs- und Rechtssicherheit für die Netzbetreiber zu schaffen und einen entsprechenden Investitionsimpuls auszulösen. So sei eine Mobilfunkversorgung von mindestens 99 Prozent der Bevölkerung und entlang aller wesentlichen Verkehrswege mit LTE bis 2021 und mit 5G bis 2025 zu erreichen.

Außerdem schweben Telefónica erweiterte kommerzielle Kooperationen vor. Hierzu zähle insbesondere die gemeinsame Nutzung von sogenannter passiver Infrastruktur wie Mobilfunkmasten, der technische Betrieb dieser Anlagen sowie die Anbindung der Standorte mit Glasfaserleitungen. Hierfür seien marktwirtschaftliche Vereinbarungen statt angeordnete Pflichten wichtig.

Drittens sieht Telefónica ganz ähnlich wie Vodafone den deutschen Staat in der Pflicht. Es müsse ein staatliches Förderprogramm für die letzten Lückenschlüsse in der Fläche her. Die Erlöse der beendeten 5G-Auktion und nicht abgerufene Mittel aus bestehenden Infrastrukturförderprogrammen böten dafür eine solide Finanzierungsbasis.

Haas fordert Zusammenarbeit ein

Telefónica-Chef Haas ist überzeugt, dass ein effizienter und schneller Mobilfunknetzausbau nur per Schulterschluss mit den bundesweit investierenden Netzbetreibern erfolgen könne. „Was Deutschland braucht, ist ein echtes Zusammenwirken von Staat und Netzbetreibern mit einer langfristigen Perspektive.“

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  • Markus Haas: Telefonica Deutschland

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Hayo liebt Technik seit vielen Jahren. Bereits 2002, in der Pre-Smartphone-Ära, startete er im Technik-Journalismus durch. Heute ist Hayo nicht nur Feuer und Flamme für die besten Serien bei Prime Video und Sky - ein Netflix-Abo hat er nicht - sondern auch für alles, was mit elektrifiziertem Fahren zu tun hat. Und damit sind nicht nur die ICE- und IC-Züge der Deutschen Bahn gemeint, die er im Pendelverkehr zwischen seiner Heimat Münster und der Redaktion von inside handy vor den Türen Kölns mehrmals wöchentlich besteigt, sondern vor allem auch Elektroautos.

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