Telefónica Deutschland: O2 Free kommt gut an

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Weil Telefónica mit seinen O2-Free-Tarifen den Zahn der Zeit trifft, entwickelt sich der Vertragskundenbestand in Deutschland positiv. An anderer Stelle hat Telefónica aber weniger zu lachen.

Nach der Deutschen Telekom hat auch Telefónica Deutschland (O2) neue Zahlen zum abgeschlossenen ersten Quartal des laufenden Jahres vorgelegt. Demnach hat sich der Umsatz kaum verändert, der Verlust ist gewachsen und die Zahl der wichtigen, werthaltigen Mobilfunk-Vertragskunden legte anders als bei der Telekom deutlich zu.

Finanzzahlen von Telefónica Deutschland

Zwischen Januar und März machte Telefónica in Deutschland einen Umsatz in Höhe von 1,78 Milliarden Euro. Das waren 0,7 Prozent mehr als im ersten Quartal 2018. Allein das Mobilfunk-Geschäft steuerte wie im Vorjahr 1,28 Milliarden Euro bei. Im Festnetz- und DSL-Geschäft ging der Umsatz hingegen um fast 9 Prozent auf 182 Millionen Euro zurück.

Obwohl die betrieblichen Aufwendungen um 8 Prozent auf 1,30 Milliarden Euro reduziert wurden, machte Telefónica mehr Verlust. Unter dem Strich stand für das erste Quartal ein Minus in Höhe von 107 Millionen Euro in den Bilanzen – nach 81 Millionen Euro vor einem Jahr.

Vor allem höhere Ausgaben für längerfristige Investitionen ins Netz (CapEX) trugen ihren Teil dazu bei. Sie stiegen im Jahresverlauf von 197 auf 356 Millionen Euro. Auch verkürzte Abschreibungszeiträume im Zuge des Abschlusses der Netzintegration von O2 und E-Plus trugen ihren Teil dazu bei.

„Wir sind stark ins Jahr gestartet und investieren nun weiter in unsere Infrastruktur, unsere Produkte und in die digitale Transformation unseres Geschäfts.“ Markus Haas, Vorstandsvorsitzender Telefónica Deutschland

Kundenentwicklung bei Telefónica Deutschland

Die Zahl der Kundenverträge entwickelte sich mit Blick auf Festnetzanschlüsse positiv. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres kamen 45.000 hinzu. Die Zahl der Breitband-Anschlüsse kletterte im gleichen Zeitraum um 44.000 auf 2,12 Millionen. Davon waren 1,51 Millionen auf Basis der VDSL-Technologie geschaltet – 66.000 mehr als noch Ende 2018.

Im Mobilfunk kann Telefónica auf marktvergleichender Basis auf 45,12 Millionen Anschlüsse blicken. Das waren 133.000 weniger als noch im Vorquartal. Vor allem die Zahl der geschalteten Prepaid-Karten ging zurück. Um 435.000 auf 22,19 Millionen.

Wachstum war hingegen im Vertragskundengeschäft zu verzeichnen. Vor allem wegen des großen Interesses an O2-Free-Tarifen legte die Kundenzahl hier um 302.000 auf 22,93 Millionen zu. Einen LTE-Tarif nutzen bereits 19,25 Millionen Telefónica-Kunden. Rund 1,2 Millionen SIM-Karten funken inzwischen im M2M-Netz von Telefónica Deutschland (Internet of Things).

Viel Geld nimmt Telefónica derzeit vor allem für den LTE-Ausbau in die Hand. Allein in den ersten drei Monaten hat das Unternehmen in Deutschland 2.200 neue LTE-Stationen errichtet beziehungsweise bestehende Sender erweitert. Bis zum Jahresende sollen insgesamt rund 10.000 Funkanlagen aufgerüstet werden.

Quellen:

  • Telefonica Deutschland
1&1 Headquarter

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Hayo liebt Technik seit vielen Jahren. Bereits 2002, in der Pre-Smartphone-Ära, startete er seinen Werdegang im Technik-Journalismus. Heute ist Hayo Chefredakteur bei inside handy. Getreu dem Sprichwort "der frühe Vogel fängt den Wurm" kann er bereits um 6 Uhr dabei erwischt werden, wie er mit einer Tippfrequenz von gefühlt 3 GHz einen Artikel zum kommenden 5G-Netz produziert – als Aufwärmübung im ICE-Pendelverkehr zwischen seiner Heimat Münster und dem Sitz von inside handy in Brühl bei Köln. Und seitdem es einfache Vorlagen für gute HTML-Tabellen gibt, kann den glühenden Fan von Preußen Münster nichts mehr aufhalten.

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