Apple iPhone XS und XS Max im Falltest: Zerbrechlich wie nie

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Apple iPhone XS in Gold
Schön sind sie. Elegant und modern. Doch die meisten Vorzeige-Smartphones des Markts sehen bei Härtetests rot. Die Stiftung Warentest unterzieht viele neue Flaggschiffe sogenannten Falltests. Diese Tests sollen zeigen, wie zerbrechlich oder unempfindlich die neuen Smartphones sind. Aktuell sind das brandneue iPhone XS und XS Max von Apple an der Reihe. Das Ergebnis ist dabei überraschend schlecht.

Abseits der technischen Leistung die zahlreiche Medien an neuen Smartphones testen, nimmt die Stiftung Warentest den mittlerweile filigranen Flaggschiffen auch einen Härtetest ab. Ein Test, der mehr oder weniger den Alltag simuliert, wenn man bedenkt, wie schnell ein Smartphone aus den Händen gerutscht ist.

Neu eingetrudelt sind die erst jüngst vorgestellten Geschwistermodelle iPhone XS und XS Max aus dem Hause Apple. Groß und mit vielen Innovationen bewirbt der Hersteller aus Cupertino seine Neulinge. Doch wie schnell Geldbeträge von mehr als 1.000 Euro in den Wind geschossen sind, zeigen die Falltests des iPhone XS und XS Max.

 Apple iPhone XSApple iPhone XS MaxApple iPhone XR
 

iPhone XS

Bildquelle: Apple



iPhone XS Max

Bildquelle: Apple



iPhone XR

Bildquelle: Apple


Display

5,8 Zoll OLED
1.125 x 2.436 Pixel


6,5 Zoll OLED
1.242 x 2.688 Pixel
6,1 Zoll LCD
828 x 1.7292 Pixel
Betriebssystem-VersioniOS 12
ProzessorA12 Bionic 6-Core CPU + 4-Core GPU
RAM4 GB (noch unbestätigt)
interner Speicher64 GB, 256 GB, 512 GB64 GB, 128 GB, 256 GB
MicroSDnein
Kamera vorne/hinten7 Megapxiel / 2 x 12 Megapixel7 Megapixel / 12 Megapixel
Fingerabdrucksensornicht vorhanden (stattdessen: Face ID für Gesichtserkennung über die Frontkamera)
Akkunoch unbekannt
induktives Ladenja
USB-PortLightning
IP-ZertifizierungIP68IP67
Abmessungen143,6 × 70,9 × 7,7 mm / 177 Gramm157,5 × 77,4 × 7,7 mm / 208 Gramm150,9 × 75,7 × 8,3 mm
Farben

Gold
Silber
Grau


Gelb
Rot
Weiß
Orange
Schwarz
Blau


Einführungspreis64 GB: 1.149 Euro
256 GB: 1.319 Euro
512 GB: 1.549 Euro

64 GB: 1.249 Euro
256 GB: 1.419 Euro
512 GB: 1.649 Euro


64 GB: 849 Euro
128 GB: 909 Euro
256 GB: 1.019 Euro


Empfindlich, empfindlicher, iPhone XS (Max)

Dass das Auge mitisst, ist jedem bekannt. Hersteller kreieren daher immer schlankere Smartphones mit großzügigen Glaselementen im Gehäuse. Was schön aussieht, ist eher negativ für die Stabilität der Geräte. Stiftung Warentest nimmt je die 64-GB-Versionen der neuen iPhones unter die Lupe. Geprüft wird mittels einer Falltrommel, die Stürze aus einer Höhe von 80 Zentimetern auf einen Steinboden simuliert. Das Ergebnis des iPhone XS (max) knüpft dabei wenig überraschend an das des iPhone X aus dem vergangenen Jahr an.

Hinsichtlich der Stabilität hat Apple nicht nachgebessert – im Gegenteil: Sowohl das iPhone XS als auch das iPhone XS Max zerbersten im Falltest umgehend. Nach 50 Stürzen sind die Displays beider Modelle gebrochen. Beim größeren iPhone XS Max sind außerdem Streifen auf dem Bildschirm zu erkennen, die Kamera war danach ebenfalls funktionsuntüchtig. Nach 50 weiteren Stürzen hielt auch die Rückseite des iPhone XS Max nicht mehr stand und zerfiel in tausend Einzelteile. Einziger positiver Vermerk: Ein Tauchtest konnte den iPhones nichts anhaben, so Stiftung Warentest.

Fazit Stiftung Warentest

Von den überdurchschnittlich teuren Preisen des iPhone XS und XS Max einmal abgesehen – Apple hat keine grundlegenden Innovationen bei seinen neuen Flaggschiffen geleistet. Laut Stiftung Warentest müssen Nutzer nicht nur Abstriche bei der Stabilität der iPhones hinnehmen, sondern auch hinsichtlich der mittelmäßigen Netz- und Sprachqualität. Lediglich die Kameramodule des iPhone XS und XS Max können überzeugen, während der Akku im Vergleich zu früheren Modellen immerhin ein wenig ausdauernder scheint.

Trotz dessen sind die Vorjahres-Flaggschiffe iPhone 8 und 8 Plus aus Verbrauchersicht attraktiver. Der Preis ist deutlich niedriger und die Geräte an sich robuster, so die Experten.

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1 KOMMENTAR

  1. Nach 50 Stürzen? Wer bitte lässt sein Handy 50x auf den Steinboden fallen?! Interessant wären hier vielleicht 1-3 Stürze gewesen.

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