Google kündigt Stadia an: Streaming-Dienst für Games ist offiziell

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Das Logo vons Google Stadia
Bildquelle: Google
Auf der Games Developer Conference (GDC) hat Google sein Streaming-Dienst für Computerspiele offiziell gemacht: Stadia soll nichts weniger als die Zukunft der digitalen Spiele sein. Mit dem Angebot soll es möglich sein, alle aktuellen Spiele auf jedem Gerät mit einer Internetverbindung und einem Bildschirm spielen zu können. Der Dienst soll noch 2019 erscheinen. Einen Preis nannte Google bisher noch nicht.

Als Google im Oktober 2018 sein „Project Stream“ ankündigte, stellten sich viele Gamer die Frage: Bereit das Unternehmen hinter der Suchmaschine einen eigenen Streaming-Dienst für Games vor? Die Antwort kam sechs Monate später auf der GDC 2019. Im Rahmen der Entwickler-Konferenz hat Google Stadia angekündigt. Der Dienst bietet das Streamen von Computerspielen auf unterschiedliche Endgeräte an. Dabei ist keine externe Hardware außer ein Display sowie eine Internetverbindung notwendig.

Stadia bietet seinen Nutzer vor allem eins: direkten Zugang zu Computerspielen. Dafür will Google alle möglichen „Hindernisse“ wie eine Konsole, einen PC oder Downloads beseitigen. Mit Stadia können Nutzer ein Spiel auf das Gerät ihrer Wahl streamen – ähnlich wie es auch Sony mit PlayStation Now oder Nvidia mit GeForce Now tun. Der Unterscheid zu den bisherigen Streaming-Diensten auf dem Markt soll sein, dass Googles Stadia sich ganz einfach per Chrome-Browser öffnen und bedienen lässt. Extra Software ist dafür nicht notwendig.

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Stadia Controller vorgestellt: Eingabegerät mit Easter Egg

Der Vorteil des Streaming-Dienstes für Games ist, dass es auf jedem Gerät mit einem Display und einer Internetverbindung funktioniert. Das schließt neben dem PC, dem Notebook auch das Smartphone, das Tablet oder auch den Smart TV ein. Eine extra angeschlossene Konsole oder weitere Hardware ist fast nicht mehr notwendig. Einzige Ausnahme: Ein Controller muss per Kabel oder per kabelloser Verbindung bereitstehen. Laut Google sollen alle aktuell erhältlichen Controller mit Stadia funktionieren.

Darüber hinaus das Unternehmen aber noch ein eigenes Eingabegerät entwickelt. Der Stadia Controller sieht dabei aus wie ein typischer, moderner Controller. Er verbindet sich per WLAN mit dem Server, auf dem das Spiel läuft. Neben den Aktionstasten, dem Control-Stick sowie den Start-, Share- und Select-Button gibt es auch eine Taste für den Google Assistant. Er soll als Helferlein bei schwierigen Passagen helfen, indem er Lösungen aus dem Internet direkt dem Nutzer zeigt. Der Stadia Controller wurde in drei Farben vorgestellt. Als kleines Easter Egg verewigt Google sogar den Konami Code auf der Rückseite des Controllers – zumindest in der Präsentation des Gerätes.

Stadia will PlayStation und Xbox Konkurrenz machen

Zum Release von Stadia soll es problemlos möglich sein, Spiele mit 4K-Auflösung bei 60 frames per second und mit Surround Sound zu streamen. In Zukunft, so Google bei ihrer Präsentation auf der GDC, ist sogar 8K möglich. Natürlich vorausgesetzt, dass der Nutzer ein Display besitzt, dass diese Auflösung wiedergeben kann. Google wirbt damit, dass die Server von Stadia so leistungsfähig sind wie PlayStation 4 Pro und Xbox One X zusammen.

Dementsprechend soll der Streaming-Dienst sogar als eigene Plattform ausgebaut werden. Google möchte, dass Entwickler Spiele nur Stadia produzieren. Deshalb hat man mit „Stadia Games and Entertainment“ ein eigenes Entwicklerstudio geschaffen. Zudem soll es einen eigenen Store geben. Jedoch wird dieser nicht benötigt, um ein Spiel zu starten. Das ist unter anderem auch ganz bequem über YouTube möglich. Die Video-Plattform soll ein wichtiger Teil von Stadia werden. So ist es anhand der Funktion „Crowd Play“ möglich, einem Spiel seines Lieblings-YouTubers direkt über den Streaming-Dienst beizutreten.

Stadia kommt 2019, keine Infos zum Preis

Eine weitere Spielerei: Nutzer können ihre Spielstände via „State Share“ sofort an Freunde per Link weiterschicken. Zudem bietet Stadia auch Funktionen wie Eltern-Einstellungen für Kinder oder das Streamen seines Spiels auf YouTube. Natürlich sind auch Spielstände in der Cloud mit von der Partie. Stadia soll laut Google noch 2019 erscheinen. Ein Event im Sommer soll für weitere Informationen sorgen. Ein Preis für den Streaming-Dienst nannte das Unternehmen übrigens nicht.

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2 KOMMENTARE

  1. Es wird viel über die Anwendungsmöglichkeiten des 5G Standards berichtet, aber kaum darüber wie gefährlich die Strahlung werden kann. Noch mehr Antennen, höhere Strahlung, Verdacht auf Krebsförderung. Aber Hauptsache die Milliarden werden gescheffelt. Der Mensch wird eh überbewertet. Ich bin immer an neuer Technik interessiert, aber nicht um jeden Preis. Hoffentlich werden wir auch 6G ohne Krebsleiden miterleben.

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