Spotify vs. Apple vs. Spotify - Jetzt fliegen die Fetzen

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Spotify fühlt sich von Apple unfair behandelt
Bildquelle: Spotify
Es geht um Millionen. In Euro. Oder Dollar. Je nachdem aus welcher Perspektive man es betrachtet. Und es geht um die Vormachtstellung bei den vor allem bei Jugendlichen erfolgreichen Musik-Streamingdiensten. Was ist passiert? Spotify hat sich bei der EU-Kommission über Apple beschwert. Der Vorwurf: unlauterer Wettbewerb. Jetzt meldet sich Apple zu Wort. Und schlägt mit deutlichen Worten zurück.

Vor wenigen Tagen sah sich Spotify dazu gezwungen, eine offizielle Beschwerde über Apple bei der EU-Kommission einzureichen. Der Grund: Apples Regeln im App Store schränken laut Spotify-Chef Daniel Ek die Auswahl für Nutzer ein und bremsen Innovationen. Das allgemeine Verhalten von Apple in seinem App Store sei missbräuchlicher Natur, da direkte Wettbewerber unfair eingeschränkt würden. So erlaube es Apple beispielsweise nicht, dass App-Anbieter den Kunden über den App Store Promotion-Angebote unterbreiten. Auch blockiere Apple zuweilen wichtige Updates der Spotify-App.

Spotify fühlt sich unfair behandelt

Zudem sei die von Apple vorausgesetzte In-App-Bezahlung diskriminierend, da sich der US-Konzern über seine App-Store-Plattform teilweise eine Provision in Höhe von 30 Prozent einbehalte. Im Jahr 2014 sei Spotify aufgrund der von Apple verlangten Provisionen dazu gezwungen gewesen, die monatliche Grundgebühr für seinen Premium-Dienst von 9,99 auf 12,99 Euro zu erhöhen, während Apple Music kurze Zeit später zu einem Preis von 9,99 Euro monatlich an den Start gegangen sei.

EU will genau prüfen

Die EU-Wettbewerbsbehörde reagierte in Person von EU-Kommissarin Margrethe Vestager auf die Vorwürfe. Auf einer Kartellkonferenz in Berlin sagte sie am Donnerstag: „Wir nehmen das sehr ernst.“ Allerdings sei es noch viel zu früh, um ins Detail zu gehen.

Apple meldet sich zu Wort und schlägt zurück

In der Nacht zu Freitag hat sich nun auch Apple zu Wort gemeldet. In einer Mitteilung distanziert sich das US-Unternehmen von den Vorwürfen seines europäischen Wettbewerbers. Dass Apple den Zugang zu Updates der Spotify-App blockiere, sei schlicht falsch. Es habe bisher fast 200 App-Updates für die Spotify-App gegeben, die am Ende dazu führten, dass die App von Spotify mehr als 300 Millionen Mal aus dem App Store heruntergeladen worden sei. Für jeden App-Entwickler gäbe es aber Richtlinien, an die sich jeder zu halten habe.

Apple weiter: Spotify habe jahrelang den App Store genutzt, um die eigenen Geschäfte auszubauen. Nun versuche Spotify alle Vorteile des App-Store-Ökosystems zu erhalten, ohne einen Beitrag für den Markt zu leisten. Denn, so der Vorwurf von Apple, Spotify zahle immer geringere Beträge an Künstler, Musiker und Songschreiber.

Ohne den App Store von Apple hätte Spotify niemals das Geschäft aufbauen können, das das Unternehmen bisher erreicht habe, so Apple weiter. Jetzt sei es das Ansinnen von Spotify, die eigene Größenordnung zu nutzen, um nicht dazu beizutragen, das App-Store-Ökosystem für die nächste Generation von App-Unternehmen aufrechtzuerhalten.

Denn Spotify wolle alle Vorteile des Apple App Stores nutzen, um gleichzeitig 100 Prozent des eigenen Umsatzes einzubehalten. Ziel sei es, neben Künstlern, Musikern und Songwritern auch den App Store auszuquetschen.

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