Sony: Smartphone-Verkaufszahlen brechen ein, Stellenstreichungen drohen

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Das illuminierte Sony Logo auf der CES 2019
Bildquelle: David Gillengerten / inside handy
Der japanische Elektronik-Hersteller Sony hat seinen Finanzbericht für das Jahr 2018 vorgelegt. Darin sind unter anderem die Verkaufszahlen und Einnahmen der Mobile-Sparte des Unternehmens gelistet. Was bisher nur vermutet wurde, bestätigt sich jetzt: Sony-Smartphones werden immer unbeliebter. Allein im vergangenen Jahr verkaufte man nur halb so viele Handys wie im Jahr davor. Nun sollen auch Stellenstreichungen drohen.

Update: Wie Nikkei berichtet, ziehen die schlechten Verkaufszahlen der Sony-Smartphones auch personelle Konsequenzen nach sich. Laut der Website will der japanische Hersteller die Hälfte seiner Mitarbeiter entlassen. Von 4.000 Jobs sollen bis März 2020 2.000 wegfallen. Das Unternehmen möchte damit seine Fix-Kosten reduzieren.

Mitarbeiter in Japan sollen in andere Divisionen verlegt werden, in Europa und China bietet Sony freiwillige Pensionierungen an. Der Verkauf von Smartphones soll sich auf China und Europa konzentrieren. Es ist nicht das erste Mal in den letzten Jahren, dass Sony einen großen Teil seiner Mitarbeiter entlässt. Im Fiskaljahr 2014 wurden 1.000 Jobs gestrichen.

Smartphone-Verkaufszahlen brechen um 50 Prozent ein

Dass Sonys Smartphone-Sparte schlechte Zahlen schreibt, dürfte nicht überraschen. Schon im Laufe von 2018 wurde bekannt, dass sich das Unternehmen auf niedrige Verkaufszahlen einstellt. Nun, wo die offiziellen Angaben verfügbar sind, ist es aber dennoch ein kleiner Schock. Gerade einmal rund 6,5 Millionen Handys verkaufte der japanische Hersteller 2018. Das sind 50 Prozent weniger als noch 2017. Damals gingen 13,5 Millionen Einheiten über die Ladentheke.

Mit den Verkaufszahlen sanken auch die Einnahmen von Sony: Die Mobil-Sparte nahm 2018 umgerechnet rund 4 Milliarden Euro Umsatz ein. Nach Abzug von Ausgaben „erzielte“ das Unternehmen damit einen Verlust von umgerechnet rund 780 Millionen Euro. Zum Vergleich: 2017 nahm man rund 5,8 Milliarden Euro ein, der Verlust belief sich auf 221,7 Millionen Euro. Die Umsätze der Smartphone-Sparte sind damit um rund 30 Prozent eingebrochen. Die Verlustzahlen sind laut Sony außerdem mit Kosten für Umstrukturierungen angereichert. Andererseits hat diese Neuausrichtung auch für sinkende Betriebskosten gesorgt. Die machen sich in Anbetracht der schlechten Verkaufszahlen aber kaum bemerkbar.

Sony Verkaufszahlen: Die PlayStation ist der Goldesel

Bei den schlechten Zahlen über das Jahr verteilt, ist es kein Wunder, dass Sony auch im vierten Quartal 2018 rund 341 Millionen Euro weniger einnahm. Der Umsatz belief sich dabei auf rund 887,8 Millionen Euro, während es 2017 noch 1,2 Milliarden Euro waren. Auf das gesamte Unternehmen gesehen, ist die Smartphone-Sparte damit das klare Yen-Grab für Sony. In keinem anderen Segment wird so viel Verlust eingefahren.

Insgesamt präsentierte der japanische Hersteller in seinem Finanzbericht für das Fiskaljahr 2018 gute Zahlen. So nahm man insgesamt einen Gewinn von rund 7,2, Milliarden Euro ein. Für dieses gute Ergebnis zeigte sich vor allem die Gaming-Sparte von Sony rund um die PlayStation sowie die Musik-Sparte verantwortlich. Erstere konnte einen Gewinn von 2,5 Milliarden Euro verzeichnen, bei Sony Musik waren es 1,9 Milliarden Euro.

Quellen:

Die Daten des Xiaomi Redmi K20 und Redmi K20 Pro.

Xiaomi Redmi K20: Blaue Version und weitere Details bekannt

Xiaomi teasert sein kommendes neues Smartphone, das Redmi K20, weiter fleißig an. Nachdem der Hersteller vor einigen Tagen bereits ein Bild der roten Rückseite mit Farbverlauf gezeigt hat, haben Nutzer nun ein Werbeposter gefunden. Auf diesem ist nicht nur eine blaue Ausführung des Xiaomi Redmi K20 zu sehen, sondern auch dessen ausfahrbare Kamera.
David Gillengerten
David liebt Technik - insbesondere Games jeglicher Art. Seit 2017 ist er als Redakteur bei inside handy an Bord, davor auch schon als Freier Mitarbeiter. Sein Weg in den Handy-Markt hat ihn über sein liebstes Hobby, die Games-Branche, geführt. Entsprechend beschäftigt er sich auch bei inside handy viel mit Spielen, aber produziert auch die Videos für inside handy, in denen er gerne mal in andere Rollen schlüpft. Seine Lieblingsrolle: Business-Dave. David ist gebürtiger Rheinländer, der im Herzen aber gerne ein Brite gewesen wäre.

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4 KOMMENTARE

  1. Kein Wunder eigentlich. Ich hatte alle bis zum Z5. Danach umgestiegen zum Huawei Mate 20 pro allein wegen dem Akku. Zuletzt kaum mehr als 8 Stunden Laufzeit bei wenig Gebrauch. Es nützen mir die besten Stromsparmechanismen wenn ich mit dem Handy nichts mehr damit anfangen? Ich habe nur ungern gewechselt wegen dem Display, Oberfläche und den Zubehör, welches ich immer nutzen konnte.

  2. Ich habe seit es Händys gibt nur Sony oder Sonyericcson gehabt, war immer zufrieden, aber jetzt werden die Händy zuteuer, ich bezahle nicht 1’100Fr für ein Händy. Sony ist nicht schlechter als andere Händys wenn nicht besser

  3. Bin SONY Fan seitdem Walkman und hatte auch bis zum Z5 immer ein Sony Handy… Nun mal kurz zu Huawei geschwenkt, warte aber sehnsüchtig aufs 1… 🙏… Hoffe doch, dass nach meinem „erzwungenen“ Verzicht auf Vaio nicht noch die Smartphones wegfallen… 🙄… Solange genieße ich einfach noch ein cooles Game auf der PS4 mit meinem 75″er Bravia… Yeah 😊✌️

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