Sony: Das Smartphone-Drama geht weiter

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Sony Smartphone
Bildquelle: Sony
Keine guten Nachrichten von Sony: Das Smartphone-Geschäft ist zu einem echten Sorgenkind geworden. Aber die Gaming-Sparte rund um die PlayStation 4 reißt alles raus und sorgt unter dem Strich für positive Zahlen.

Nach dem zweiten Quartal des laufenden Jahres hatte man erwartet, dass es für das Smartphone-Segment von Sony nicht mehr schlimmer kommen könnte. Der Absatz von 2 Millionen Handys binnen drei Monaten bedeutete nach vielen schlechten Nachrichten in den Quartalen zuvor einen abermaligen Tiefststand. Jetzt, nach Abschluss des dritten Quartals 2018, steht fest: Schlimmer geht immer.

Sony verkauft immer weniger Smartphones

Die neu von Sony vorgelegten Zahlen für den Zeitraum zwischen Juli und September 2018 geben Aufschluss darüber, dass der japanische Elektronikkonzern mit Blick auf seine Mobilfunk-Sparte weiter tief in einer handfesten Krise steckt. Insgesamt setzte Sony nach eigenen Angaben nur noch 1,6 Millionen Smartphones ab. Gegenüber dem dritten Quartal 2017 hat sich der Absatz damit mehr als halbiert. Vor einem Jahr wiesen die Sony-Bilanzen immerhin noch 3,4 Millionen verkaufte Smartphones aus – und schon das war seinerzeit alles andere als eine gute Nachricht. Insgesamt machte die Handy-Sparte einen Quartalsverlust in Höhe von rund 233 Millionen Euro.

Sony jubelt über seine Gaming-Sparte

Während es im Smartphone-Segment also ziemlich mies lief, sorgt eine andere Sparte des Konzerns für gute Nachrichten. Mit der PlayStation 4 und zugehörigen Spielen lässt sich nach wie vor enorm viel Geld verdienen. Sogar so viel, dass Sony im laufenden Geschäftsjahr mit einem um 40 Prozent höheren Gewinn rechnet als bisher angenommen. Im abgeschlossenen Quartal wurde im Konsolen-Segment ein operativer Gewinn in Höhe knapp 707 Millionen Euro verzeichnet.  

Da spielte es auch keine Rolle, dass der Absatz an PlayStation-4-Konsolen im Jahresvergleich von 4,2 auf 3,9 Millionen Einheiten zurückging. Denn weil sich Spiele umso besser verkauften und auch der Abo-Dienst PlayStation Plus zusätzliches Geld in die Kassen spülte, ist das Gaming-Segment inzwischen für Sony der wichtigste Geschäftszweig überhaupt.

Konzernweit macht Sony wieder Gewinn

Unter dem Strich steht in den Sony-Bilanzen für das dritte Quartal ein Gewinn in Höhe von rund 1,35 Milliarden Euro. Ein Plus in Höhe von 32 Prozent. Der Umsatz verbesserte sich um 6 Prozent auf fast 17 Milliarden Euro.

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