Smartphone-Verkäufe: Huawei bleibt auf Kurs, Apple stürzt weiter ab

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Huawei Mate 20 Pro, Razer Phone 2, Google Pixel 3 XL, OnePlus 6T und Honor 8X
Der Handy-Markt ist ein schwieriges Pflaster. Immer weniger Smartphones werden verkauft. Umso beeindruckender ist der neueste Erfolg von Huawei. Der Hersteller bleibt weiterhin auf einem starken Wachstumskurs. Der größte Verlierer heißt hingegen weiterhin Apple.

Der globale Markt für Smartphones schrumpft weiter. Laut einer Studie der Analysten von Gartner gingen die Verkaufszahlen im ersten Quartal 2019 weltweit um 2,7 Prozent zurück. Das bedeutet, dass sich in den ersten drei Monaten des Jahres 10,5 Millionen Handys weniger verkauft haben also noch 2018. „Die Nachfrage nach Oberklasse-Smartphones bleibt geringer als die nach Einsteiger-Geräten“, so eine Analystin. Diese Entwicklung habe darüber hinaus besondere Auswirkungen auf die Verkaufszahlen von Herstellern, die sich auf Premium-Modelle spezialisiert haben – so wie Apple und Samsung.

Dementsprechend gehören beide Hersteller auch zu den Verlierern im vergangenen Quartal. Besonders Apple musste Einbrüche von rund 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. 2019 kam der US-Hersteller auf 44,5 Millionen verkaufte Smartphones. Das entspricht ungefähr 9,5 Millionen iPhones weniger als noch 2018. „Die Preiskürzungen haben geholfen, jedoch reicht es nicht für mehr aus“, so der Kommentar von Gartner.

Quelle: Gartner

Bei Samsung ist der Verlust im Vergleich zum Vorjahr nicht ganz so extrem. So kommt das Unternehmen auf 71,6 Millionen verkaufte Einheiten. Das sind knapp 8 Millionen weniger Galaxy-Geräte also noch 2018 und entspricht einem Verlust von rund 9 Prozent. Unter anderem die guten Verkaufszahlen vom Samsung Galaxy S10 und der mittleren A-Klasse sowie der Einsteiger-Serie „Galaxy J“ haben Schlimmeres verhindert.

Smartphone-Verkäufe: Der Gewinner heißt Huawei

Während Apple und Samsung mit Verlusten zu Kämpfen haben, feiern die Hersteller aus China weiterhin Erfolge. Der klare Gewinner heißt dabei Huawei. Trotz des Streits mit den USA und dem drohenden Android-Stopp erreicht das chinesische Unternehmen ein Wachstum von knapp 44 Prozent. Das entspricht rund 18 Millionen mehr Geräten als noch im Vorjahr. Mittlerweile kommt Huawei laut Gartner auf einen Marktanteil von 15,7 Prozent. Samsung ist mit 19,2 Prozent Nummer eins und Apple liegt mit 11,9 Prozent weit abgeschlagen auf Platz drei.

Auf Platz vier und fünf befinden sich derweil die chinesischen Hersteller Oppo und Vivo. Sie kommen auf Markenanteile von 7,9 (29,6 Millionen Handys) und 7,3 Prozent (27,3 Millionen Handys). Vivo schafft es dabei, Xiaomi um wenige Tausende Einheiten zu überholen und den Konkurrenten so auf Platz sechs zu verweisen.

Quellen:

Bildquellen:

  • Gartner Smartphone Verkäufe Q1 2019: Gartner

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David Gillengerten
David liebt Technik - insbesondere Games jeglicher Art. Seit 2017 ist er als Redakteur bei inside handy an Bord, davor auch schon als Freier Mitarbeiter. Sein Weg in den Handy-Markt hat ihn über sein liebstes Hobby, die Games-Branche, geführt. Entsprechend beschäftigt er sich auch bei inside handy viel mit Spielen, aber produziert auch die Videos für inside handy, in denen er gerne mal in andere Rollen schlüpft. Seine Lieblingsrolle: Business-Dave. David ist gebürtiger Rheinländer, der im Herzen aber gerne ein Brite gewesen wäre.

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9 KOMMENTARE

  1. Zitate:
    „Der globale Markt für Smartphones schrumpft weiter.“
    Da fällt auf, dass HUAWEI mit Blick auf die »Verhaltensökonomie« das Spitzenmodell bereits als Hochleistungskamera anbietet (die auch als Smartphone zu gebrauchen ist).

    „Besonders Apple musste Einbrüche von rund 18 Prozent … hinnehmen. … ungefähr 9,5 Millionen iPhones weniger als noch 2018.“
    Aus welchem Grund?
    Weil die Android-Spitzenmodelle gleichwertig geworden sind und die Benutzer nicht so sehr in proprietäre Hersteller-Ketten gelegt werden wollen. Herumgesprochen hat sich aber auch, dass GOOGLEs Assistent der SIRI von Apple weit überlegen zu sein scheint. (Sorry, Ist so… – Man frage mit seiner Stimme etwas und erlebe, wie eine Stimme aus dem Smartphone die Antwort gibt. Beispiel: „Wann fährt der nächste Zug von Essen Hauptbahnhof nach Berlin Hauptbahnhof?“ – SIRI: Fragt zweimal nach, öffnet die Karte auf dem iMAC und liefert eine Wegbeschreibung. – Google-Assistant laut und deutlich: „Nimm von Essen Hauptbahnhof den ICE nach Berlin-Gesundbrunnen – Die Abfahrt ist in 57 Minuten.“ … und weitere Details sowie Links einschließlich Angebot von FlixTrain-App-Download.)

    „Trotz Streit mit den USA und dem drohenden Android-Stopp erreicht das chinesische Unternehmen ein Wachstum von knapp 44 Prozent.“
    Im Handel hat sich gezeigt, dass insbesondere Interessenten aus der KK I (Kaufkraftklasse I) um die Spekulationen wenig geben und darauf vertrauen, dass für HUAWEI-Smartphones im Handel und bereits gefertigten Lagerbeständen der bislang gute Support durch den Hersteller gewährleistet bleibt.
    Denn:
    Pacta sunt servanda. Die USA (Google) können es sich nicht leisten, bestehende Verträge mit HUAWEI zu brechen. In einem solchen Fall könnte es passieren (wenn man chinesischen Quellen Glauben schenkt), dass alle chinesische Smartphone- und Tablet-Hersteller in einem einzigen kurzen Rutsch auf »Ark OS« (HongMeng OS) oder andere Derivate sowie auf den reichhaltigen und PlayStore-ebenbürtigen Aptoide-Store umstellen. Denn alle chinesischen Hersteller zusammen sind so etwas wei eine „China-GmbH“, die sich gegenüber dem „Weltmarkt“ wohl kaum von TRUMP in die Suppe spucken lässt.

    >>> Ganz genau genommen sitzt China gegenüber den USA am längeren Hebel. <<<
    „GoogleWatchBlog“ stellte somit fest und fragte denn auch: „Google fürchtet das Huawei-Betriebssystem: Ist das ‚Ark OS‘ des Smartphone-Herstellers wirklich so gefährlich?“ In dem spekulierenden Beitrag wird zahlreich verlinkt, so auch zu der weiteren Frage: „HongMeng OS & Aptoide: Welche Folgen könnten HUAWEIs Google-Alternativen für Android haben?“ – Auch da wieder Links zu Hintergründen und Nebenaspekten.

    Man muss das nicht alles lesen, denn die Quintessenz lautet ganz kurz:
    Google spielt ganz heikel mit dem Feuer. (Weil das Weisse Haus es so will.)

    Die Interessenten für Smartphones werden erst recht keine hochkarätig fachlichen Überlegungen anstellen (können). Sie stehen nämlich vor allem einem Händler und dessen Personal Auge in Auge oder auf WEB-Seiten oder bei TV-Werbespots gegenüber. Und die wollen VERKAUFEN, Ja, wirklich, die wollen verkaufen, weil sie nur davon auch leben und weiter existieren können.

    Wenn Provider handfest davon überzeugt werden können, dass Smartphones aus China mit alternativen Betriebssystemen ebenso gut funktionieren wie mit Android und dass über einen anderen Store identische oder gleichwertige APPs abzugreifen sind, und wenn dann vielleicht auch noch unwiderstehlich attraktive „Einführungs“-Margen geboten werden, ja dann… – das weiß auch Google – …dann könnte es zu einer gewaltigen „disruptiven Veränderung“ kommen, welche bei ähnlichen Prozessen in anderen Ländern auch für Facebook, Twitter, YouTube und anderen US-dominierte Portalen zu Einbrüchen führen mögen.

    So ist die Welt nun mal. Oft wird auf etwas geschimpft, von dem man sich dann aber doch nicht löst, weil keine Alternativen entdeckt oder akzeptiert werden. „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.“ Und nicht nur das: Er folgt dem Herdentrieb. Sollte die Herde sich aber teilen und die Beobachtung der neuen Herde diese als vorteilhafter erscheinen lassen…
    Cool, man, cool!
    – mlskbh –

  2. Es ist zu erwarten, dass bei einem weiter anhaltenden Erfolg von Hiawei und Misserfolg von Apple Trump, der nicht verlieren kann, dann erneut an der Zollspirale ansetzt und Länder bestraft, die Huawei-Geräte nicht bannen. Die Telekom warnt (eigennützig) mittlerweile angesichts ihres Geschäfts in den USA vor der Nutzung von Huawei, obwohl sie die Spitzengeräte mit Verträgen im Angebot hat. Da alle Firmen, die mehr als 25% ihres Umsatzes in den USA erzielen, sich den Dekreten weltweit unterordnen müssen, trifft es die Telekom ebenso. Ich wünsche mir auch den Erfolg für Huawei, weil ich diese Form der (Wirtschafts-) Politik gruselig finde und sie nicht dazu führt, dass irgendetwas besser wird außer den erhofften Deals für die USA. Allerdings könnten die Alternativen dazu führen, dass die Monopole Facebook mit WhatsApp und Instagram, Twitter und Google endlich mal Konkurrenz bekommen und dadurch vielleicht verbraucherfreundlicher werden, weil sie den Umstieg befürchten. Nur Konkurrenz kann Unternehmen zum Umdenken bewegen. Zugleich wünsche ich mir, dass Apple in den Verkaufszahlen weiter sinkt, weil das eine Sprache ist, die Donald Trump zum Denken anregen könnte. Amerikanische Ware müsste für eine Zeit „out“ sein, weil die Politik bestraft werden muss, wenn sie unbewiesene Behauptungen nutzt, um unliebsame Konkurrenz abzustrafen. Bewiesene Spionage betreiben die USA auf den Smartphones, erwiesene Mörder sind angenehme Handelspartner und Freunde (z.B. saudischer Kronprinz, koreanischer Diktator) der Administration, Demokratien die erklärten Gegner. So freut sich Trump über jeden, der daran arbeitet, die EU zu sprengen und es ist anzunehmen, dass die EU-Gegner finanzielle und weitere Unterstützung erhalten, da so etwas amerikanische Tradition im politischen Geschäft ist.

  3. Ich glaube das USA sich damit keinen Gefallen getan haben, ihre Produkten können sie in Zukunft nur in USA verkaufen.
    Ein top Handy bleibt top und wenn es kein huawai mehr ist dann wird es eben Samsung Xiaomi usw, aber sicher kein Apple.

    Trump ist und bleibt ein trottel.

  4. Och Reinhard, dieser Kommentar ist echt dein Ernst? Selten solch einen verschwurbelten Blödsinn gelesen. Jetzt ist Nordkorea schon Freund und angenehmer Handelspartner der USA? Dumpfer Antiamerikanismus ist ja an sich schon doof. Wie doof zeigt dein Kommentar.

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