Smart Home: Amazon übernimmt WLAN-Mesh-Spezialisten Eero

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Amazon Logistikzentrum Leipzig
Bildquelle: Amazon
Amazon stellt sich im Bereich Smart Home durch eine Übernahme besser auf. Der Internet-Händler hat den US-Router-Hersteller Eero übernommen. Seine Spezialität: WLAN-Mesh-Netze. Sie schaffen die Grundlage für ein hochperfomantes heimisches Netz und somit für Smart Home.

WLAN-Mesh-Systeme haben die Eigenschaft, sich von Router zu Router und von Endgerät zu Endgerät zu verbreiten. So ist die Netzabdeckung größer als bei einem reinen Router-Endgerät-Netzwerk. Anders als bei WLAN-Repeatern geht die größere Netzabdeckung nicht zu Lasten der Performance des Netzes. In Deutschland ist Eero unbekannt, WLAN-Mesh-Netze kennen Verbraucher von AVM FritzBox, Netgear Orbi oder Google Wifi.

Für Amazon ist vermutlich weniger das Unternehmen samt seiner Router, als vielmehr die WLAN-Mesh-Technologie von Relevanz. Denn die Basis vieler Amazon-eigenen Produkte ist ein gutes WLAN-Netzwerk. Vor allem bei Smart Home wird schnell ein deutlich größeres und besseres Netz gebraucht, als es ein WLAN-Router leisten kann. Besonders relevant wird das, wenn in den entlegenen Ecken der Wohnung Thermostate angesteuert werden müssen. Auch der Garten ist besser erreichbar, wenn nicht nur der Router, sondern auch alle anderen WLAN-Geräte in der Wohnung das Netz aufspannen. Komplette Häuser müssen ebenfalls abgedeckt werden können.

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Amazon-Echo demnächst mit WLAN Mesh?

Möglich also, dass Amazon sich das Know-How gekauft hat, um künftig Amazon Echo, Echo Dot & Co. mit einem WLAN-Mesh zu versehen. Die Möglichkeiten, das vernetzte Zuhause so zu verbessern und Kunden an sich zu binden, wären gut. Doch offizielle Ankündigungen dazu gibt es nicht.

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Es ist aber bei weitem nicht die erste Übernahme von Amazon im Smarthome-Bereich. Zuvor hat das Unternehmen beim Tür-Kamera-Hersteller Ring zugeschlagen.  Und auch Blink, ebenfalls im Kamera-Bereich aktiv, gehört mittlerweile den Amerikanern.

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Eero-Router sind bei Amazon-Deutschland zwar erhältlich, jedoch mit knapp 700 Euro für drei Geräte in einer Preisklasse, die die wenigsten Privatkunden bereits sein dürfte, für ein gutes WLAN-Netz zu zahlen.

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Logo der neuen AVM-Firmware FritzOS 7.1

FritzOS 7.1 Update: Weitere Fritzbox bekommt die neue Software

AVM hat vor kurzem die neueste Version seiner Fritzbox-Software FritzOS vorgestellt und versorgt nun einen Router nach dem anderen. Die neuesten Profiteure sind Kunden mit einer Fritzbox 4040. Damit versorgt AVM nicht nur die vergleichsweise teuren Oberklassemodelle, sondern auch die Einsteiger-Router.
Thorsten Neuhetzki
Thorsten liebt Technik und ist seit 2018 bei inside handy als Redakteur an Bord. Als "alter Hase" in der Branche schreibt Thorsten am liebsten über alles, was mit Breitband zu tun hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um Super Vectoring, DOCSIS 3.1 oder 5G geht, schnelles Internet ist für Thorsten und seine Berichterstattung das A und O. Abseits des Newsdesks ist Thorsten mit großer Begeisterung auf seinem Tourenrad unterwegs. Vor allem Schweden hat es dem in Berlin wohnhaften Ostwestfalen, der schon seit vielen Jahren Bayern München die Treue hält, angetan.

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