LTE: Forscher decken zahlreiche Sicherheitslücken auf

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LTE Sendemast der Deutschen Telekom
Bildquelle: Deutsche Telekom
Neben dem kommenden Mobilfunkstandard 5G steht auch LTE nach wie vor im Fokus des Interesses. So haben Wissenschaftler aus Südkorea den Mobilfunkstandard der dritten Generation auf Herz und Nieren geprüft. Dabei wurden zahlreiche neue Sicherheitslücken gefunden.

Long Term Evolution, kurz LTE, wurde von Forschern des Korea Advanced Institute of Science and Technology Constitution (KAIST) unter die Lupe genommen. Mithilfe des Testtools „LTEFuzz“ gelang es den Forschern, 51 Sicherheitslücken herauszuarbeiten. Davon waren bis dato 36 Schwachstellen unbekannt, wie es heißt. Da es im Rahmen der Tests gelang, sämtliche Schwachstellen auszunutzen, gehen die Forscher davon aus, dass auch Kriminelle den Standard für eigene Zwecke hätten missbrauchen können.

Angreifer wären in der Lage gewesen, Verbindungen und SMS zu manipulieren oder Verbraucher gänzlich aus dem Netz auszuschließen. Wie es heißt, sei dieser Missbrauch jedoch mit einem größeren Aufwand verbunden – beispielsweise müssten Kriminelle teils eigene Funknetzwerke anschließen, um sich mit potenziellen Opfern in Verbindung setzen zu können.

Mehr Sicherheitslücken möglich

Um die Sicherheitslücken auszumachen und zu testen, nutzten die südkoreanischen Forscher nicht öffentlich benutzte LTE-Funkbänder. Die Tests wurden allerdings lediglich mit zwei Mobilfunkprovidern und ausgewählten Geräten vollzogen. Aufgrund dessen gehen die Forscher davon aus, dass es neben den gefundenen noch deutlich mehr Sicherheitslücken gibt. Grund für die Schwachstellen ist laut den Forschern wohl auch, dass Provider LTE unterschiedlich umsetzen.

Die Analyseergebnisse stellen die koreanischen forscher im Mai auf dem IEEE Symposium on Security and Privacy in San Francisco vor.

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Simone Warnke
Simone liebt Technik und kann sich heute immer noch für ein Smartphone mit mechanischer QWERTZ-Tastatur begeistern. Wenn sie nicht gerade mit David vor der Kamera steht, im Schnittraum sitzt oder Handys miteinander vergleicht, studiert die gebürtige Aachenerin in Bonn Komparatistik - und vergleicht Bücher. Neben ihrer Leidenschaft für Literatur ist Simone ein Bonvivant. Reicht man ihr leckeren Wein und ein paar Tapas, kann man ihr hin und wieder ein paar Sätze auf Spanisch entlocken. Sollte Simone jemand oder etwas auf die Palme bringen - was in etwa einmal pro Dekade passiert - bleibt sie nur kurz oben sitzen. Und lächelt dabei auch schon wieder.

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