Selbstfahrende Autos: Studie zeigt Schattenseiten der kommenden Technologie

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Selbstfahrende Autos
Selbstfahrende AutosBildquelle: Daimler
Innovationen, die das Mobilitätsverhalten der Menschen ändern, gab es im Laufe der Jahre bereits viele. Von öffentlichen Verkehrsmitteln in der Vergangenheit bis hin zu relativ modernen Modellen wie Carsharing. Der Straßenverkehr der Zukunft könnte von selbstfahrenden Fahrzeugen geformt und bestimmt werden. Neben offensichtlichen Vorteilen hätte dies jedoch auch größere Nachteile.

In ein Auto steigen, die Adresse nennen und sich ohne weiteren Aufwand zum Zielort fahren lassen. Dieses Szenario funktioniert heute im Alltag lediglich mit einem Taxifahrer. In 20 bis 30 Jahren könnte es es dank selbstfahrender Fahrzeuge allerdings gang und gäbe sein. Die entsprechenden Science-Fiction-Bücher lassen bei solchen Themen jedoch meist die Nachteile außen vor, die in Verbindung mit autonomen Autos auftreten können. So zeigt eine aktuelle Studie der TU Wien, der BOKU Wien und der Universität Leeds, dass die Anzahl an mit dem Auto gefahrenen Kilometern pro Person künftig um 30 bis 40 Prozent steigen könnte. Die Strecken, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, gehen hingegen um 5 bis 20 Prozent zurück. Das berechneten Computermodelle am Beispiel der Stadt Leeds, England.

Connnected Cars – Viele Fragen sind noch offen

Als Gründe für die Zunahme der Pkw-Nutzung werden vor allem zwei Faktoren genannt: Zum einen müssen die Fahrzeuge nicht mehr gesteuert werden. Somit können beispielsweise Kinder diese benutzen, um morgens zur Schule zu kommen. Zum anderen könnten Pendler die Zeit im Personenkraftwagen nun für Arbeit oder Freizeitaktivitäten nutzen, was längere Pendelstrecken zur Folge hätte. „Man kann aus heutiger Sicht keine einfache Lösung vorschlagen“, sagt Günter Emberger von der TU Wien. „Aber klar ist, dass wir heute darüber nachdenken müssen, wenn wir in Zukunft die Nachteile dieser Entwicklung in den Griff bekommen wollen.“

Die negativen Aspekte, die bei der Verwendung von autonomen Fahrzeugen entstehen könnten, klingen zunächst recht düster. Dass diese auch tatsächlich in diesem Ausmaß auftreten werden, ist allerdings fraglich. So würden die Auswirkungen laut Studie stark davon abhängen, ob selbstfahrende Autos in der Zukunft gemeinschaftlich genutzt werden oder einzelnen Personen gehören. Auf der Pro-Seite steht zudem, dass Verkehrsstaus eine nicht ganz so häufige Erscheinung wären.

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