Schnelles Internet im ländlichen Raum: So soll lokales Roaming helfen

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Basisstation Mobilfunk
Bildquelle: Telefónica Deutschland
Das Thema schien schon fast vom Tisch, nun bringen einige Lobby-Verbände die Forderung nach lokalem Roaming wieder auf den Tisch. Zusammen mit anderen Maßnahmen soll so das flächendeckende schnelle Internet umgesetzt werden.

Ein Bündnis aus fünf Spitzenverbänden appelliert: Nur mit einer flächendeckenden Glasfaser- und Mobilfunkversorgung können gleichwertige Lebensverhältnisse sichergestellt werden. Dabei geht es ihnen um Unternehmen in Industrie, Handwerk, Handel und Gastgewerbe und eine umweltschonende ressourceneffiziente Landwirtschaft. Sie alle seien genau so wie attraktive Gewerbe- und Wohnstandorte abhängig von einer funktions- und leistungsfähigen digitalen Infrastruktur.

Negativ-Auktion für wirtschaftlich schwierig zu erschließende Gebiete

Nur wenn das neue 5G-Netz auch im ländlichen Raum überall zur Verfügung steht, könne der Anschluss der Wirtschaft an das digitale Zeitalter gesichert werden. Die Bundesregierung sei gefordert, im Rahmen ihrer Gesamtstrategie für den Mobilfunkausbau entsprechende Schritte aufzuzeigen. “Gute Vorschläge liegen auf dem Tisch, wie zum Beispiel eine Negativauktion für wirtschaftlich schwierig zu erschließende Gebiete bei zukünftigen Frequenzauktionen“, so die Verbände in einer gemeinsamen Presseerklärung.

Die Verbände fordern weiterhin, dass die Politik das 5. TKG-Änderungsgesetzes noch vor der parlamentarischen Sommerpause verabschiedet. Damit einher geht die Forderung, die Mobilfunknetzbetreiber zu lokalem Roaming zu verpflichten, wenn eine freiwillige Kooperation im Vorfeld gescheitert ist. Dies würde aus Sicht der Verbände dazu beitragen, die Versorgung in der Fläche deutlich zu verbessern. „Die Vorteile des lokalen Roamings könnten sich schon jetzt auswirken“, heißt es. Die Netzbetreiber sind bei einem verpflichtenden lokalen Roaming skeptisch und warnen vor einem solchen Schritt. Gleichwohl wollen die Anbieter künftig beim Ausbau zusammenarbeiten.

Hinter den Forderungen stehen der Bundesverband Breitbandkommunikation, der Deutsche Bauernverband, der Deutsche Landkreistag, der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und  der Zentralverband des Deutschen Handwerks. Ungewöhnlich für derartige politische Forderungen ist der Versand der Presseerklärung am Wochenende.

Quellen:

Bildquellen:

  • mobilfunkmast-top: Telefónica Deutschland
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Thorsten Neuhetzki
Thorsten liebt Technik und ist seit 2018 bei inside handy als Redakteur an Bord. Als "alter Hase" in der Branche schreibt Thorsten am liebsten über alles, was mit Breitband zu tun hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um Super Vectoring, DOCSIS 3.1 oder 5G geht, schnelles Internet ist für Thorsten und seine Berichterstattung das A und O. Abseits des Newsdesks ist Thorsten mit großer Begeisterung auf seinem Tourenrad unterwegs. Vor allem Schweden hat es dem in Berlin wohnhaften Ostwestfalen, der schon seit vielen Jahren Bayern München die Treue hält, angetan.

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