Samsung Galaxy F: Prototyp mit Infinity Flex Display ist offiziell

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Samsung Infinity Flex Display
Bildquelle: Samsung
Da und doch nicht da: Samsung hat auf seiner Entwicklerkonferenz SDC in San Francisco einen Ausblick darauf gestattet, was sich der südkoreanische Elektronikkonzern in Zukunft unter einem faltbaren Smartphone vorstellen kann. Ein fertiges Gerät gab es entgegen ursprünglicher Annahmen aber (noch) nicht zu sehen. Stattdessen nur einen Prototypen.

Es wurde viel spekuliert, viel gemutmaßt und an der einen oder anderen Stelle vielleicht auch eine falsche Fährte gelegt. Jetzt aber ist offiziell, was schon seit einigen Jahren als Gerücht durch die Branche waberte. Samsung verlässt den gewohnten Formfaktor und bietet bald auch Smartphones mit faltbaren Displays an. Am Mittwochabend wurde auf der Entwicklerkonferenz „Samsung Developer Converence“ (SDC) in San Francisco das sogenannte Infinity Flex Display in einem Smartphone-Prototypen präsentiert. Schon im Vorfeld der Präsentation geisterte dieses Handy als Samsung Galaxy F durch das Internet.

Samsung Galaxy F – Aus Gerüchten werden (erste) Fakten

Schon seit einigen Tagen tauchten verstärkt Gerüchte auf, wonach Samsung noch im Jahr 2018 ein Smartphone mit einem faltbaren Display vorstellen wolle. Eigentlich wollten die Südkoreaner mit dieser Innovation auch die Ersten sein, doch am vergangenen Wochenende waren bereits die Pläne rund um das Royole FlexPai bekannt geworden. Auch bei diesem Smartphone aus China handelt es sich um ein Mobiltelefon, das mit einem flexiblen Display ausgestattet ist.

Nun, wenige Tage später, mischt also auch Samsung auf diesem zukunftsträchtigen Markt mit. Schon allein vor dem Hintergrund, dass bei Smartphones seit vielen Monaten nach echten Innovationen Ausschau gehalten wird, ist der nun von Samsung vollzogene Schritt zu begrüßen. Ein Display, das sich biegen lässt, ohne zu zerbrechen: Man darf gespannt sein, was diesbezüglich in Zukunft noch möglich sein wird. Visionäre gehen zum Beispiel davon aus, dass das Smartphone in Zukunft direkt am Handgelenk getragen werden könnte. Eine separate Smartwatch bräuchte dann niemand mehr.

Doch zurück in die Gegenwart: Die heißt wie eingangs erwähnt Infinity Flex Display. Es lässt sich wie ein Buch auf- und zuklappen und soll „bald verfügbar“ sein, wie Samsung-Manager Justin Denison erklärte. Die Massenproduktion werde aber erst „in den kommenden Monaten“ starten, so Denison.

Samsung Galaxy F bleibt ein Mysterium

Technische Details zum Samsung Galaxy F? Fehlanzeige! Als Denison den Prototypen des Smartphones aus seiner Jacket-Tasche zog, wurde der Raum stark abgedunkelt. Sichtbar waren dadurch nur noch die Displays des Telefons. Das eigentliche Design des Smartphones verschwand in der Dunkelheit des Raums. Was aber deutlich wurde: Sonderlich schlank war das Smartphone, das Denison in seinen Händen hielt, nicht.

Samsung Galaxy F Prototyp auf der SDC 2018Quelle: Samsung

Das Verständnis, wie ein Smartphone heutzutage aussieht, stellt Samsung mit dem neuen Formfaktor aber in jedem Fall auf den Kopf. Noch feilen die Südkoreaner an der finalen Fassung des neuen Aushängeschilds. Konkrete Bilder blieb Samsung am Abend schuldig. Lediglich ein paar grafische Impressionen der neuen Display-Technologie waren zu sehen. Schade, aber auf einer Entwicklerkonferenz fast schon zu erwarten.

Samsung Galaxy F geöffnetQuelle: Hayo Lücke

Wann die finale Fassung des Samsung Galaxy F präsentiert wird, ist entsprechend weiter offen. Die CES im Januar 2018 in Las Vegas wäre eine Möglichkeit, der MWC Ende Februar in Barcelona eine zweite denkbare Plattform. Oder aber Samsung zaubert ein weiteres „Unpacked“-Event aus dem Hut. Das wiederum könnte überall auf der Welt stattfinden.

Was kann das Samsung Galaxy F?

Wirft man einen Blick auf die wahrscheinlichen technischen Spezifikationen, wird schnell deutlich, dass Samsung bei seiner neuen F-Klasse eine recht spitze Zielgruppe im Visier hat. Denn das auf der Innenseite des Telefons verbaute und faltbare OLED-Display misst aktuellen Gerüchten zufolge in seiner komplett entfalteten Abmessung satte 7,3 Zoll. Das sind Tablet-Maße und für Otto-Normal-Nutzer ist das häufig für die Nutzung im Alltag schlicht und ergreifend zu groß.

Doch niemand soll das Smartphone mit ständig aufgeklapptem Mega-Display nutzen. Für die Verwendung im Alltag steht auf der Außenseite ein zweiter Bildschirm zur Verfügung, der nur 4,58 Zoll groß sein soll. Durch diesen Kniff schafft es Samsung, dass das Samsung Galaxy F einerseits als kleines Tablet und andererseits als klassisches Smartphone nutzbar ist. Der Vorteil: Wer zum Beispiel nur eine E-Mail oder eine Nachricht bei WhatsApp verschicken möchte, muss das Smartphone dafür nicht aufklappen. Alle Anwendungen sind sozusagen so nutzbar, wie man es heute von einem Smartphone gewohnt ist.

Zu den weiteren technischen Details hat sich Samsung noch nicht geäußert. Es wird aber erwartet, dass das Samsung Galaxy F (Modellnummer: SM-F900x) mit 512 GB Speicher in den Handel kommt und als Prozessor der Qualcomm-Chip Snapdragon 8150 genutzt wird, der auch 5G unterstützt.

Was kostet das Samsung Galaxy F?

Einen Preis für das Galaxy F nannte Samsung ebenfalls nicht. Es wird aber spekuliert, dass es kein günstiges Vergnügen sein wird, das Smartphone mit faltbarem Display zu kaufen. Über einen Preis in Höhe von 1.800 bis 2.000 Dollar sollte sich bei der jüngsten Preis-Rallye auf dem Smartphone-Markt niemand wundern.

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