Samsung Galaxy A5 (2017) vs. Galaxy A50: So viel Fortschritt nach zwei Jahren

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Samsung Galaxy A5 (2017) vs. Galaxy A50
Bildquelle: inside handy
Nach über zwei Jahren hat Samsung ein neues 5er-Modell der A-Serie vorgestellt – das Samsung Galaxy A50. Bereits an dem Äußeren kann man erkennen, dass die vergangenen zwei Jahre nicht spurlos an dem Smartphone vorbeigegangen sind. Und auch im Inneren hat sich einiges getan. Doch sind die Neuerungen wirklich so umfangreich, wie sie auf den ersten Blick scheinen?

Das Samsung Galaxy A5 (2017) konnte seinerzeit 4 von 5 Sternen im Test ergattern. Es gehört darüber hinaus zu den beliebtesten Smartphones in Deutschland. Selbst heute, nach über zwei Jahren, belegt es Platz 22 in der Bestenliste von inside handy. Seitdem hat Samsung bereits zahlreiche A-Geräte wie das Galaxy A6 (2018), das Galaxy A8 (2018) und das Galaxy A9 (2018) auf den Markt gebracht. Ein 5er-Modell war allerdings nicht dabei – bis jetzt. Auf dem MWC präsentierte der südkoreanische Hersteller das Nachfolgemodell Galaxy A50 und die Unterschiede können sich – im wahrsten Sinne des Wortes – sehen lassen.

Galaxy-A-Revolution: Randlos vs. Rand

Die optische Entwicklung der 5er-Serie ist enorm. Das Samsung Galaxy A5 (2017) kam nämlich lange vor dem Randlos-Trend auf dem Markt. Darum verfügt es sowohl über große Gehäuse-Flächen ober- und unterhalb des Bildschirms als auch über breite Ränder an den Seiten. Beim Galaxy A50 sieht die Sache hingegen gänzlich anders aus. Das Smartphone wird von der rückseitigen Fläche bis kurz vor das Display umschlossen. Dadurch wirkt der Rahmen an den Seiten nahezu nicht existent. Auch am oberen Bildschirm-Ende unterbricht lediglich ein sogenannter Tropfen-Steg den positiven Gesamteindruck. Komplett randlos ist das 50er-Handy allerdings auch nicht, denn unterhalb des Bildschirms findet sich nach wie vor eine Gehäusefläche.

Die Idee hinter dem Randlos-Trend ist es, ein möglichst großes Display auf ein möglichst kleines und somit weiterhin handliches Gehäuse zu packen. Dass das Ziel beim Galaxy A50 erreicht wurde, beweisen die dazugehörigen Zahlen. So ist das 2017er-Modell zwar etwas kürzer und schmaler, dafür hat sich die Display-Diagonale um satte 1,2 Zoll auf 6,4 Zoll erhöht. Da die Full-HD(+)-Auflösung jedoch dieselbe blieb, ist die Pixeldichte des 50er-Geräts schlechter: 403 ppi stehen hier 424 ppi gegenüber. Dafür wird jeweils Super-AMOLED als Technologie verwendet.

Hardware: Stetiger Evolutionsprozess

Das Herz eines Smartphones ist und bleibt der Prozessor. Beim Galaxy A5 (2017) wurde diese Aufgabe vom hauseigenen Samsung Exynos 7880 übernommen. Dieser bot eine maximale Taktfrequenz vom bis zu 1,9 GHz und wurde von 3 GB Arbeitsspeicher unterstützt. Im Nachfolger steckt derweil ein ebenfalls hauseigener Exynos-9610-Chip. Dieser taktet mit maximal 2,3 GHz und greift je nach Wahl des Käufers auf 4 oder 6 GB Arbeitsspeicher zurück. Selbst im Alltag könnte der Unterschied spürbar sein. Ob das allerdings auch wirklich zutrifft, muss ein Benchmark-Test des Galaxy A50 klären.

 Samsung Galaxy A5 (2017)Samsung Galaxy A50
 
Samsung Galaxy A5 (2017) FrontQuelle: Samsung
Das Smartphone Samsung Galaxy A50Quelle: Samsung
Display5,2 Zoll, 1.080 x 1.920 Pixel
6,4 Zoll, 1.080 x 2.340 Pixel
Betriebssystem-VersionAndroid 7.0 NougatAndroid 9.0 Pie
ProzessorSamsung Exynos 7880, Octa-Core, 8 x 1,9 GHzExynos 9610, Octa-Core, 8 x 2,3 GHz
RAM3 GB4 / 6 GB
interner Speicher32 GB64 / 128 GB
MicroSDja (256 GB)ja (512 GB)
Kamera vorne/hinten16 / 16 Megapixel24 / 25 + 5 + 8 Megapixel
Fingerabdruckscannerjaja
Akku3.000 mAh4.000 mAh
Abmessungen (mm)146,1 x 71,4 x 7,9158,5 x 74,7 x 7,7
FarbenSchwarz, Gold, Rosegold, BlauSchwarz, Weiß, Blau, Orange
Einführungspreis429 EuroMarkstart: Q2 2019
Aktueller Marktpreis139 EuroMarktstart: Q2 2019

In puncto interner Speicher ist ein Vergleich deutlich einfacher. Während Samsung beim 2017er-Modell 32 GB verbaute, sind es beim Galaxy A50 wahlweise 64 oder 128 GB. Der größere Speicher ist durchaus sinnvoll sein, denn das Galaxy A5 (2017) verfügt zwar über einen Slot für eine Micro-SD-Karte. Sie kann allerdings nicht wie bei anderen Android-Geräten als interner Speicher formatiert werden. Folglich lassen sich die Inhalte nur eingeschränkt auf die SD-Karte verschieben und der Speicher kann – abhängig vom Nutzungsverhalten – an seine Grenzen kommen. Der doppelte beziehungsweise vierfache Speicher des Neuankömmlings, stellt unter Umständen also ein großes Plus dar.

Software: Schaumzuckerware vs. Kuchen

Als das Samsung Galaxy A5 (2017) auf den Markt kam, lief es mit dem Google-Betriebssystem Android 6.0.1 Marshmallow. Im Spätsommer desselben Jahres lieferte der Hersteller Android 7 Nougat nach und ein halbes Jahr später auch Android 8 Oreo. Damit haben sich die Aktualisierungen für das Handy allerdings auch erschöpft, Weitere große Versions-Updates sind nicht zu erwarten. Im Gegensatz dazu wird das Galaxy A50 sofort mit aktueller Software ausgeliefert: Android 9.0 Pie. Diese wird mit absoluter Sicherheit eine Aktualisierung auf Android 10 Q erhalten und mit etwas Glück auch noch Android 11 erleben. Somit hat das 50er-Gerät hier eindeutig die Nase vorn.

Kamera: Doppelt hält besser

Das Galaxy A5 (2017) ist, was die Kamera angeht, sehr konservativ aufgestellt: ein Sensor vorne, ein Sensor hinten, keine Extras. Das Hauptobjektiv verfügt dabei über eine Auflösung von 15,8 Megapixeln und eine f/1.9-Blende. Das Gleiche gilt auch für die Frontkamera. Nach zweijähriger Entwicklungszeit kommt das Galaxy A50 hingegen mit gleich drei Sensoren auf der Rückseite daher: 25 Megapixel (f/1.7), 5 Megapixel (f/2.2) und 8 Megapixel (f/2.2).

Damit eröffnen sich Nutzern zahlreiche neue Möglichkeiten wie beispielsweise das nachträgliche Bearbeiten der Tiefenschärfe. Zudem wird die Kamera von einer künstlichen Intelligenz unterstützt, die 20 unterschiedliche Szenarien erkennt und optimiert. Die kleinere Blendenzahl sorgt indes dafür, dass bei Kunstlicht bessere Fotos aufgenommen werden können – mit weniger Bildrauschen. Das gilt allerdings nicht für die neue Frontkamera. Diese ist ist dank einer f/2.0-Blende im Nachteil und auch der 25-Megapixel-Sensor rettet die Situation nicht. Oder nur dann, wenn Selfie-Ausschnitt nachträglich herangezoomt beziehungsweise übergroße Selfies für ein Plakat ausgedruckt werden sollen.

Akkukapazität und mehr: Fingerabdrucksensor wird unsichtbar

Egal wie gut das Display, der Prozessor oder die Kamera eines Smartphones sind: Sobald der Akku entladen ist, fungiert das Handy höchstens als Briefbeschwerer oder Wurfgeschoss. Damit dies bei der neuen Samsung-Mittelklasse nicht mehr so leicht passiert, wurde der 3.000-mAh-Akku des Galaxy A5 (2017) um 33 Prozent auf 4.000 mAh aufgestockt. Das bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass das neue Mobiltelefon deutlich länger eingesetzt werden kann. Schließlich hat der Hersteller auch das Display vergrößert. Somit könnte der Verbrauch ebenfalls gestiegen sein. Auch der leistungsstärkere Prozessor könnte seinen Tribut fordern. Doch ganz so schlimm wie es zunächst klingt, ist es auch nicht: Der Unterschied der Akkukapazität ist hier zu groß, als dass die Laufzeit unter die des Vorgängers fällt. Ein Plus dürfte hier als sicher gelten. Wie viel Zeitgewinn es tatsächlich ist, muss sich allerdings noch zeigen.

Am Fingerabdrucksensor lässt sich indes ganz genau erkennen, dass mittlerweile zwei Jahre ins Land gezogen sind. Beim Galaxy A5 (2017) befindet sich dieser nämlich noch unterhalb des Displays. Beim Galaxy A50 verfrachtet der Hersteller den Fingerabdrucksensor im Zuge des Randlos-Trends zunächst auf die Rück- und später teilweise schlicht auf die Seite. Die neusten Modelle, zu denen auch der erste Galaxy-A-Ableger des laufenden Jahres gehört, bieten sogar einen in das Display integrierten Fingerabdrucksensor.

Fazit: Mehr Innovation für weniger Geld

Unterm Strich gibt es kaum einen Bereich, an dem die zweijährige Entwicklungszeit spurlos vorbeigeflogen ist – sei es die Hard- oder Software des Galaxy A50. Das lässt sich auch mit dem bloßen Auge erkennen, wenn man beispielsweise die randlose Optik und die Triple-Kamera in Augenschein nimmt oder vergeblich nach einem sichtbaren Fingerabdrucksensor sucht. Besonders erfreulich ist allerdings die Tatsache, dass Samsung für sein neues A-Gerät mit einer „5“ weniger als 400 Euro verlangen will. Der genaue Betrag wurde bisher zwar noch nicht kommuniziert, den Einführungspreis des Galaxy A5 (2017) – 429 Euro – hat der Nachfolger allerdings bereits jetzt geschlagen.

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  • Samsung Galaxy A5 (2017) vs. Galaxy A50: inside handy
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Artem liebt Technik und deshalb studiert er sie auch in Form seines Technikjournalismus-Studiums an der H-BRS. Wenn er nicht gerade asketisch die News-Maschine gibt, zeigt er seine Talente gerne ohne große Worte und lässt eher Taten in Form von hohen Paintball-Abschussraten für sich sprechen. Warum er bei seinem staubtrockenen Humor eine wasserdichte Galaxy Gear S3 Frontier trägt erschließt sich dem Beobachter nicht, jedoch ist das nicht das einzige Geheimnis, das Artem umgibt.

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