Apple vs. Qualcomm: Verkaufsverbot von iPhones in China

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Schon lange zieht sich nun der Streit zwischen Apple und Qualcomm hin. Im September beendeten die Unternehmen die Partnerschaft, dem ein Streit um die Weiterreichung von geheimen Codes voraus ging. Nun gipfelt der Streit in einem Verkaufsverbot von iPhones in China.

Rückblick: Ende September warfen sich Apple und Qualcomm gegenseitig Geheimnisverrat vor. Apple soll insbesondere den Chip-Konkurrent Intel ins Vertrauen gezogen und angeblich geheime Codes von Qualcomm weitergereicht haben. So konnte Intel eigene Chiplösungen entwickeln und Qualcomm in die Enge drängen.

Nun vermag Qualcomm die Drohung wahr zu machen und ein Import- sowie Verkaufsverbot für iPhones erwirkt zu haben. Wie der Chip-Hersteller nun mitteilt, habe ein Gericht in der chinesischen Stadt Fuzhou die Patentverletzung seitens Apple feststellen können. Konsequenz sei, dass man den Verkauf des iPhone 6S, 7, 8 und iPhone X in China verbieten wolle. Der Hersteller sieht sein geistiges Eigentum verletzt, wie es in dem Statement heißt, und sehe sich durch die Gerichtsentscheidung bestärkt. Zudem untermauere das Gericht den Weg, den Qualcomm geht, heißt es.

Dieses Verbot will Qualcomm durch Klagen auch auf dem deutschen Markt erwirken und hatte folglich vor Gerichten in Mannheim und München wegen Patentverletzung geklagt. Ziel ist ein Einfuhrstopp und Schadensersatz. Ob Qualcomm auch in Deutschland so erfolgreich klagt wie in China, bleibt abzuwarten. Dass ein Verkaufsverbot erfolgt, gilt zum jetzigen Zeitpunkt als eher unwahrscheinlich.

Apple weist Vorwürfe von sich

Apple meldete sich postwendend zu Wort und erklärt gegenüber dem US-Sender „CNBC“, dass man alle rechtlichen Geschütze vor Gericht auffahren wird. Für das Verbot sieht der kalifornische Hersteller keine rechtliche Grundlage und versichert, dass auch weiterhin sämtliche iPhone-Varianten auf dem Markt verfügbar bleiben.

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Simone Warnke
Simone liebt Technik und kann sich heute immer noch für ein Smartphone mit mechanischer QWERTZ-Tastatur begeistern. Wenn sie nicht gerade mit David vor der Kamera steht, im Schnittraum sitzt oder Handys miteinander vergleicht, studiert die gebürtige Aachenerin in Bonn Komparatistik - und vergleicht Bücher. Neben ihrer Leidenschaft für Literatur ist Simone ein Bonvivant. Reicht man ihr leckeren Wein und ein paar Tapas, kann man ihr hin und wieder ein paar Sätze auf Spanisch entlocken. Sollte Simone jemand oder etwas auf die Palme bringen - was in etwa einmal pro Dekade passiert - bleibt sie nur kurz oben sitzen. Und lächelt dabei auch schon wieder.

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